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Rodern

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Rodern 063.JPG
Rodern
RegionGrand Est
Einwohner
344 (2015)
Höhe
260 m
Tourist-Info+33 (0)3 89 73 23 23
http://www.ribeauville-riquewihr.com
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Lage
Lagekarte des Elsass
Reddot.svg
Rodern

Rodern ist ein kleines Winzerdorf im französischen Elsass und Mitglied des Verbandes der Pays de Ribeauvillé et Riquewihr. Rodern liegt im 3. Abschnitt der Elsässischen Weinstraße (Terre et Vins au Pays de Colmar). Das Dorf liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Saint-Hippolyte, mit dem es sich auch die Weinlage Alsace Grand Cru Gloeckelberg teilt.

Rodern ist eine Ville fleurie, eine "blumengeschmückte Stadt" und trägt im Concours des villes et villages fleuris ("Wettbewerb der blumengeschmückten Städte und Ortschaften") 2 von 4 Rosen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Einiges zur Geschichte[Bearbeiten]

Vermutlich an der Stelle der heutigen Kirche bestand schon vor 1000 n. Chr. eine befestigte Siedlung, um die nahe gelegene Grenze zwischen dem Ober- und Niederelsass zu schützen. Schon zu damaligen Zeiten war der Weinanbau der wichtigste Wirtschaftszweig. Der tiefer liegende Ortsbereich ist von Weinbergen umgeben, während der höher gelegene bis zum Taennchef-Massiv (988 m) bewaldet ist. Bekannteste Lage ist der Alsace Gran Cru Gloeckelberg, aber auch für Pinot-Noir-Reben ist der Ort bekannt. Die meisten Häuser stammen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, haben einen Keller und ein gemauertes Erdgeschoss, auf dem ein Fachwerkbau errichtet ist. Nur reiche Bürger haben sich ein vollständig aus Stein gebautes Haus leisten können. Eines dieser Gebäude, "Schloessel" genannt, steht im unteren Ortsteil.

Das Wappen[Bearbeiten]

Wappen

Blasonierung: (Quelle: Wappenbuch der Gemeinden in Haut-Rhin von 1981)

D'or à la roue de voitue de sable à six rais, deux rais formant un diamètre vertical.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten Flughäfen, auch für den Tourismus, sind

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Einen Bahnhof hat der Ort nicht. Der nächstliegende Bahnhof mit TGV-Halt ist in Colmar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Ein Bus der Linie 109 verbindet den Ort alle 4 Stunden mit Colmar. Eine Busverbindung nach Sélestat gibt es nicht, man muss nach Colmar fagren und dann mit dem Zug dorthin.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Anreise mit dem Auto erfolgt

  • von Norden und Süden über die A35 Autoroute Alsacienne, Symbol: AS 18, dann über die D 1bis und die D 6 direkt in die Ortsmitte.
  • von Westen aus dem Landesinneren (Sainte-Croix-aux-Mines) über die N 59 bis Lièpvre und D 481 zur Departementsgrenze, dann auf der jetzt heißenden D 42 und die D 1bis bis Saint-Hippolyte, von dort bis zum Kreisverkehr bis zur D 6 und auf dieser direkt in den Ort.
  • von Osten: Die nächsten Rheinübergänge nach Deutschland sind bei Breisach (41 km) und Marckolsheim (25 km)

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Rodern

Der Ort ist wie viele andere der Region von Weinbergen umgeben. Die Ortslage ist etwas nach Südost abfallend geneigt. Auf etwa 300 m fällt die Hauptstraße um 27 m. Das ist auch die Strecke, an der die meisten beschriebenen Sehenswürdigkeiten liegen, die Rue du Pinot Noir.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bilder aus Rodern
Mairie

Ein möglicher Spaziergang durch den Ort kann an der Einmündung der Rue du Silberberg in die Rue du Pinot Noir beginnen:

  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung - Auf dem Eingangstor des Hauses Nr. 22 in der Rue du Pinot Noir erkennt man die Initialen "HW" und "CM". Sie stehen für den Besitzer Hans Weber und seine Frau Caroline Michel. Weber war der erste gewählte Bürgermeister des Ortes im Jahre 1802. Das Haus selbst wurde schon 1408 erwähnt.
  • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung - 28 rue du Pinot Noir: Ein typisches Winzerhaus Anfang des 18. Jahrhunderts. Erbaut 1735. Unter dem Erker erkennt man das Zunftzeichen der Winzer.
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung - 31 rue du Pinot Noir: Das Haus trägt das Wappen von Bergheim und die Jahreszahl des Hausbaus, 1541. Hier wohnte Bürgermeister François-Joseph Weber, der sich um das Dorf verdient gemacht hat.
  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung - Rathaus: Hier stand seit Anfang des 14. Jahrhunderts ein Gemeindehaus als Sitz der Verwaltung und der Gemeindegerichtsbarkeit, sowie ein Gasthof. 1713 erfolgte ein Wiederaufbau und etwa 1830 ein weitgehender Umbau, dessen Ergebnis heute zu sehen ist.
  • 5 Typ ist Gruppenbezeichnung - An der Stelle der heutigen Sankt-Georg-Kirche wurde 1310 auf einer Anhöhe im Dorf eine erste gotische Kirche errichtet, von der noch das Erdgeschoss des Kirchturms erhalten ist, das heute den Sockel des aktuellen Kirchturms bildet. 1750 wurde die Kirche neu und größer erbaut und im Barockstil der Epoche Ludwigs XVI. ausgestattet. Das Innere zu besuchen ist möglich nach Abholung des Schlüssels im Rathaus.
  • 6 Typ ist Gruppenbezeichnung - Am Fachwerk des Eckhauses Rue du Pinot Noir/Rue de l'Église ist zu erkennen, dass es ursprünglich aus zwei Häusern bestand. Es hat zwei schöne Kellereingänge mit eingravierten Baujahren 1562 und 1676 sowie dem Zeichen des Eigentümers und dem Zunftzeichen des Küfers.
  • 7 Typ ist Gruppenbezeichnung - 41 rue du Pinot Noir: Dieses Haus wurde im Jahre 2001 nach einem Brand wieder aufgebaut. Es stammte aus dem Jahre 1560. Einige Bauelemente wurden wieder verwendet: Die mit der Zahl 1589 versehene Erkerkonsole mit den Zunftzeichen des Winzers und des Landwirtes, die Einrahmung des Torwegs mit der Jahreszahl 1541 mit stilisierten Blumen und dem Bergheimer Wappen.
  • 8 Typ ist Gruppenbezeichnung - 43 rue du Pinot Noir: Hier sieht man das Erbauungsjahr 1541 und das Zunftzeichen des Küfers.
  • 9 Typ ist Gruppenbezeichnung - Dieses Haus an der Ecke der Rue du Pinot Noir und der Place de la Fontaine wurde bereits 1408 nachgewiesen und nannte sich damals das Frühmess Hüss, weil der Besitzer das Kirchengeld abgab, um die Frühmesse zu finanzieren. Auch dieses fast unveränderte Haus trägt das Küferzeichen.
  • 10 Typ ist Gruppenbezeichnung - Der Brunnen an der Place de la Fontaine ist seit dem 15. Jahrhundert nachgewiesen; er war die wichtigste Wasserquelle des Ortes.
  • 11 Typ ist Gruppenbezeichnung - Schloessel: Das Datum 1616, die Initialen und ein individuelles Besitzerzeichen auf dem Kellertürsturz belegen den Wiederaufbau des Hauses durch Lorentz Walter. Ab 1726 gehörte das Gebäude den Straßburger Jesuiten, ab 1740 dem Dekan des Obersten Elsässischen Gerichtshofs (Conseil Souverain d'Alsace), Rechtsanwalt Kieffer, der es zu de heute noch zu bewundernden "Schlösschen" machte. Später ging es in den Besitz seines Schwiegersohns, François de Boug, über, damals 1. Präsident des genannten Gerichtshofes. Bis 1823 blieb die Familie Eigentümerin des Anwesens.
  • 12 Typ ist Gruppenbezeichnung - 10 rue des Seigneurs: Anfang des 16. Jahrhunderts standen hier zwei Häuser, die bald zu einem einzigen großen Winzerhaus vereint wurden mit einem Vorhof und einem weitläufigen Garten hinter dem Haus. Georges de Boug, Sohn des Gerichtspräsidenten (siehe Schloessel) und Generalvikar der Diözese Basel und später Straßburg, vergrößerte das Haus im Jahre 1805 und ließ es mit einem Krüppelwalmdach (Croupette) bedecken, das es noch heute besitzt.
  • 13 Typ ist Gruppenbezeichnung - Ende der Impasse de la Forge ("Sackgasse der Schmiede"): Das schöne Fachwerkhaus wurde nach der Zerstörung des 30-Jährigen Krieges 1692 wieder aufgebaut.
  • 14 Typ ist Gruppenbezeichnung - 6-8 rue de Thannenkirch: Diese schönen Häuser stammen aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.
  • 15 Typ ist Gruppenbezeichnung - Place des Charpentiers ("Zimmermannsplatz"): Auf diesem Platz wurden früher ganze Baumstämme von Langholzsägern und Zimmerleuten zu Bauholz verarbeitet. Zwischen 1790 und 1810 wurde der Platz zu klein dafür und wurde bebaut. Heute ist hier ein öffentliches WC.
  • 16 Typ ist Gruppenbezeichnung - 5-7 rue du Gloeckelberg: Zu beachten sind die Radabweiser in der Toreinfahrt und die Jahreszahl 1797 im Türsturz.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Bei einem Spaziergang zum etwa 4 km entfernten Schaenzelkopf (710 m) über recht gute Weinbergswege durchstreift man das Terroir des Grand Cru Gloeckelberg und hat immer wieder eine prächtige Aussicht auf Rodern, Saint-Hippolyte und die Schlossruine Haut-Koenigsbourg. Der Weg führt teilweise auf der alten Straße, entlang der Grenze zwischen Nieder- und Ober-Elsass.
  • Es gibt noch andere, zahlreiche Wanderwege, besonders in das Taennchel-Massiv, z.B. zum Carrefour de la Lach (Man verlässt den Ort am Ende der Rue des Seigneurs und folgt der Beschilderung).

Einkaufen[Bearbeiten]

Eine Einkaufsmöglichkeit für Güter des täglichen Bedarfs gibt es nicht oder kaum, alles bekommt man in den größeren benachbarten Orten, in Ribeauvillé, Colmar oder Sélestat.

Küche[Bearbeiten]

Es gibt viele Winstubs, die neben Wein auch kleine, regionale Speisen anbieten. Restaurants findet man in einigen Nachbargemeinden.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Notrufnummern[Bearbeiten]

Siehe Notrufnummern in Frankreich

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Tourist Information

Ausflüge[Bearbeiten]

Der Ort ist ein idealer Ausgangspunkt in die anderen sehr schönen Dörfer des Gemeindeverbands, in die Vogesen, zur nahe gelegenen Burgruine Haut-Koenigsbourg und nach Colmar.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Quellen[Bearbeiten]

  • Broschüre der Tourist-Information (auch in deutsch)

Weblinks[Bearbeiten]

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