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Panamakanal

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Verlauf Panama-Kanal

Der Panamakanal führt von Colón an der Atlantikküste nach Panama-Stadt an der Pazifikküste.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von Panamakanal
Besucherzentrum an der Gatún-Schleuse

Die 81,6 km lange Schifffahrtsstraße ermöglicht Schiffen bis zur Größe der Panamax-Klasse die Seestrecke New YorkSan Francisco auf circa 10.000 km zu verkürzen. Der Kanal besteht aus drei Schleusenanlagen, welche die Schiffe auf die Höhe des Gatúnsee heben, welcher 26 Meter über Meer liegt.

Die erste Durchfahrt eine Schiffes fand schon am 15. August 1914 statt. Offiziell für den Schiffsverkehr wurde er aber erst 1920 eröffnet.

Im Jahre 2007 wurde mit dem Ausbau des Kanals begonnen, damit auch größere Schiffe den Kanal passieren können. Dafür werden neue Schleusenanlagen gebaut.

Anreise[Bearbeiten]

  • Kreuzfahrtschiffe aus der Karibik kommend legen in Colón an.
  • Mit dem Flugzeug reist man am besten über Panama-Stadt an.

Der Kanal[Bearbeiten]

Gatún-Schleuse am Panama-Kanal
Einfahrt in die Gatún-Schleuse

Verlauf[Bearbeiten]

Der Panama-Kanal hat eine Gesamtlänge von rund 82 km, er verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Zwischen 1 Colón Website dieser Einrichtung Colón in der Enzyklopädie Wikipedia Colón im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsColón (Q12825018) in der Datenbank Wikidata und dem 1 Fort Sherman Fort Sherman in der Enzyklopädie Wikipedia Fort Sherman im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFort Sherman (Q5472030) in der Datenbank Wikidata trennen Wellenbrecher den offenen Atlantik von der Limón Bay (Bahía Limón), spätestens ab hier liegen die auf die Einfahrt wartenden Schiffe auf Reede, aufgereiht wie an einer langen Leine.

Am südlichen Ende der Limón Bay beginnt der 3,1 km lange Zufahrtskanal zur 2 Gatún-Schleuse. Die Schleuse ist benannt nach dem Gatún-See, der durch Aufstauung des Río Chagres entstanden ist. Der Wasserhaushalt zwischen dem Río Chagres und dem Gatún-See wird durch den Abfluss am 3 Gatún-Damm geregelt.

Neue Schleusenkammer bei der Gatún-Schleuse

Der Kanal verläuft dann auf einer Strecke von 29 km weiter durch den Gatún-See. Dieser ist allerdings großteils so flach, dass die Fahrrinne ausgebaggert und mit Tonnen markiert werden musste. Außerdem mußten dabei verschiedenen Inseln ausgewichen werden. Bei der Ortschaft 2 Gamboa Gamboa im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Gamboa in der Enzyklopädie Wikipedia Gamboa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGamboa (Q5519723) in der Datenbank Wikidata enden Gatún-See und der ehemalige Flusslauf des Río Chagres, hier beginnt dann der Culebra-Cut (Gaillard-Cut), der die kontinentale Wasserscheide durchquert. Dazu mussten die Felsen der Cordillera Central auf einer Länge von 12,7 km ausgebaggert werden. Die sechsspurige 4 Puente Centenario Puente Centenario in der Enzyklopädie Wikipedia Puente Centenario im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPuente Centenario (Q747908) in der Datenbank Wikidata überquert den Culebra Cut mit einer Durchfahrtshöhe von 80 m, unweit davon führen dann die 5 Pedro-Miguel-Schleusen hinab zum künstlich angelegten Miraflores-See. Hinter den 6 Miraflores-Schleusen ist der Wasserspiegel des Pazifiks erreicht. Der Kanal geht weiter Richtung Süden und bei Balboa, einem Vorort von 3 Panama-Stadt Website dieser Einrichtung Panama-Stadt in der Enzyklopädie Wikipedia Panama-Stadt im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPanama-Stadt (Q3306) in der Datenbank Wikidata, unter der 7 Puente de las Américas hindurch, vorbei am 8 Fort Anador Fort Anador in der Enzyklopädie Wikipedia Fort Anador im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFort Anador (Q5470722) in der Datenbank Wikidata und der Isla Perico, hin zum offenen Pazifik.

Die Schleusen[Bearbeiten]

Wasserspeicher der neuen Schleusenkammer

Schiffe vom Atlantik zum Pazifik (southbound) werden bei den Gatún-Schleusen auf rund 26 m Höhe angehoben, durchqueren den Kanal und passieren dann die Pedro-Miguel-Schleusen. Dabei verlieren sie knapp 10 m an Höhe, in den folgenden Miraflores-Schleusen werden sie die restliche 16 m abgesenkt. Soviel zum schematischen Vorgang. Komplizierter wird es durch den Tidenhub: während er auf der Atlantikseite zu vernachlässigen ist, sind es auf der Pazifikseite bis zu 6,5 m. Die Schleusen sind jeweils paarweise ausgelegt, die Größe ihrer Kammern begrenzt die maximale Größe der Schiffe. Diese Größe wird als Panamax bezeichnet, dementsprechend können Schiffe bis zu einer Länge von 294 m, einer Breite von 32,3 m und einem Tiefgang von 12 m den Kanal passieren. Die Höhe der Schiffe wird begrenzt durch die Puente de las Américas, sie hat eine Durchfahrtshöhe von ca. 58 m.

  • Gatún-Schleusen: Sie bestehen aus drei hintereinander folgenden Schleusenkammern mit jeweils ca. 9 m Höhe.
  • Pedro-Miguel-Schleusen: Die Schleusenkammern haben einen Hub von 9,5 m
  • Miraflores-Schleusen: Zwei Schleusenkammern mit einem maximalen Hub von 20 m.

Da die Schiffe innerhalb der Schleusen oft nur wenige Zentimeter Platz zum Manövrieren haben, werden sie unterstützt von Treidellokomotiven.

Erweiterung[Bearbeiten]

Seit der Eröffnung des Panamakanals im Jahr hat sich der Schiffsbau nicht zuletzt durch die Entwicklung der Containerschiffe drastisch verändert. Während bisher Schiffe mit bis zu 4.600 TEU den Kanal passieren konnten, sind bereits Schiffe wie die Emma-Mærsk auf den Weltmeeren unterwegs, dieses Schiff hat eine Länge von 397 m und passt somit nicht durch den Panama-Kanal. Seit 2007 ist daher eine Erweiterung des Kanals im Bau, nach deren Fertigstellung wesentlich größere Schiffe den Kanal benutzen können als bisher. Die neuen Schleusen haben können von Schiffen passiert werden, die 366 m lang, 49 m breit sind und 15,2 m Tiefgang haben. Das entspricht 12.000 TEU. Die Emma-Mærsk ist jedoch auch dafür zu groß.

Der Gatún-See ist teilweise sehr flach

Die Erweiterung umfasst zwei neue Schleusen. Auf der Atlantikseite wird eine Schleuse parallel zur Gatún-Schleuse errichtet. Die Schleuse auf der Pazifikseite liegt parallel zu den Pedro-Miguel- und Miraflores-Schleusen in einem neuen Kanal. Die bisherigen Schleusen bleiben in Betrieb. Dadurch können mehr Schiffe als bisher den Kanal nutzen. Gleichzeitig steigt jedoch der Wasserverbrauch des Kanalsystems. Bisher wurden bei einem Schleusungsvorgang rund 100.000 m³ Wasser benötigt, das durch den Río Chagres wieder ersetzt werden muss. Durch die neuen Schleusen wird zusätzliches Wasser verbraucht. Aus diesem Grund wurden die neuen Schleusenkammern auch als Sparschleusen ausgelegt.

Bei der Erweiterung wurde auch die Vertiefung der Fahrrinne im Gatún-See erforderlich, auch soll die Anhebung seines Wasserspiegels um einen halben Meter erfolgen. Ebenso muss der Culebra-Cut verbreitert und vertieft werden. Im Juni 2016 wurde der erweiterte Panamakanal eingeweiht.

Besichtigung[Bearbeiten]

Panama Canal Railway im Bahnhof von Colón
  • Das Miraflores Visitors Center beinhaltet auch ein Museum in dem die Geschichte des Kanals erklärt wird. Es befindet sich bei der Miraflorschleuse (Pazifikschleuse) unweit von Panama-Stadt. Der Eintritt kostet für Einheimische 3 US-$ und für Touristen 15 US-$.
  • Gatun Visitor Center, Besucherplattform
  • Fahrt mit der Panama Canal Railway von Colón bis Balboa bei Panama-Stadt. Der Zug verfügt über 5 bequem ausgestattete Waggons sowie einen Panoramawagen. Die Plattformen zwischen den Waggons haben offene Fenster. Von Colón aus sieht man den Kanal in Fahrtrichtung rechts, auf der linken Seite sieht man überwiegend Regenwald. Am Stadtrand von Colón sieht man neben der Strecke den großen Friedhof am Mount Hope, er stammt aus der Zeit des Kanalbaus, als Tausende Menschen durch Malaria und Gelbfieber ihr Leben verloren.

Sicherheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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