Nachrichten:2008-07-16: Militärisches Patt im thailändisch-kambodschanischen Streit um Preah Vihear

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Keine Einigung um Streit um den Grenzverlauf zwischen Thailand und Kambodscha am Tempel "Preah Vihear"

Phnom Penh (Kambodscha), Bangkok (Thailand), 16. Juli 2008. – Die Ernennung von Preah Vihear, der alten Tempelanlage des früheren Khmer-Königreiches, zum UNESCO-Weltkulturerbe ließ einen alten Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha wieder eskalieren. Mittlerweile sollen auf thailändischer Seite 200 und auf kambodschanischer Seite 380 Soldaten stationiert worden sein, nachdem drei thailändische Demonstranten auf kambodschanischer Seite verhaftet wurden. Verhandlungen zwischen beiden Ländern werden jetzt dringend gefordert.

Die Tempel selbst wurden 1962 durch eine internationale Kommission Kambodscha zugesprochen. Allerdings ist der Grenzverlauf Kambodschas mit seinen Nachbarn auf vielen Abschnitten unklar und umstritten. Angeblich verliert das Land beständig an Größe durch heimliche Inanspruchnahme oder politische und wirtschaftliche Schachereien.

Für Touristen ist die Anlage von beiden Seiten zu besuchen. Auf thailändischer Seite gehört sie zum Khao Phra Wihan National Park in der Provinz Sisaket, in Kambodscha liegt der Tempel in der gleichnamigen Provinz. Touristen, die einen Besuch geplant haben, sollten sich vorher in Siem Reap (Kambodscha) bzw. Kantharalak oder Sisaket (Thailand) über die aktuelle Situation informieren.

18. Juli 2008: Mittlerweile sind auf beiden Seiten insgesamt 1200 Soldaten und das Grenzgebiet entsendet worden. Einheimische mussten in der Zwischenzeit wohl das Tempelgebiet räumen.

22. Juli 2008: Das Auswärtige Amt spricht eine Reisewarnung für die Grenzregion in der Nähe der Tempelanlage aus.

23. Juli 2008: Mittlerweile sind einige Tausend Soldaten stationiert. Manche Insider in Thailand sagen eine Entspannung nach den kambodschanischen Wahlen voraus. Mittlerweile steht der Konflikt auf der Agenda des UN-Sicherheitsrates.

06. August 2008: Die Lage hat sich wieder entspannt und das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung zurück genommen.

Quellen[Bearbeiten]