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N’Djamena

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N’Djamena
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N’Djamena (arabisch: ‏‏نجامينا‎‎, Nidschamina) ist die Hauptstadt und gleichzeitig auch größte Stadt im Tschad. Sie liegt am Ostufer des Flusses Schari.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt, zur Kolonialzeit hieß sie Fort Lamy, ist im Südwesten des Landes, unmittelbar an der Grenze zu Kamerun. Eine Brücke verbindet sie mit dem kamerunischen Kousseri.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Aéroport international de N'Djaména (IATA-Code NDJ) (auch Hassan-Djamous-Flughafen) ist der internationale Flughafen der Stadt und wird von Europa aus regelmäßig durch Air France von Paris-CDG aus angeflogen. Deutlich günstiger sind 2018 Umsteigeverbindungen mit Egypt Air oder Ethiopian. Der Flughafen wird seit der Unabhängigkeit auch von Frankreich für Strafexpeditionen innerhalb seines Einflußbereichs genutzt, seit 2014 läuft Operation Barkhane.
Inlandflüge: Die Tchadia Airlines bedient von Oktober 2018 mit zwei von Ethiopian übernommenen Maschinen Inlandsstrecken.

Bei Ankunft werden die Gepäckaufkleber auf Übereinstimmung geprüft. Beim Betreten des Flughafengebäudes wir das Gepäck kontrolliert. Man erwarte keinerlei der international üblichen Dienstleistungen oder Standards.

Vom Flughafen aus gibt es Taxis für den Transport zur Innenstadt, die nur knapp 2 km entfernt ist. Verlangt wurden 2017 bis zu 5000 CFA.

Ausländer haben sich innerhalb 72 Stunden nach Einreise polizeilich anzumelden. Dies erledigt man im 1 Commissariat Central an der Ave. General Kerim Nassour (vormals Boulevard de Strasbourg).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Nach Sarh Busse von 1 Sud Voyages in rund 8 Stunden, vormittags stündlich, 2017 für 10000 CFA.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Das kamerunische 1 Kousséri, auf der anderen Seite des Schari ist nur 20 Straßenkilometer von der Stadtmitte N’Djamenas.

Mobilität[Bearbeiten]

Taxis und hinten auf Motorrädern, letztere in der Innenstadt 1000 CFA.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Staatsbibliothek und 1 Nationalmuseum des Tschad (2014).
Der ehemalige Palast des Emirs in Gaoui.
Den Neubau des Gebäudes der 2008 zerbombten Nationalversammlung ließ man sich von der Volksrepublik China zahlen. Das vorherige Gebäude hatte die Republik China (Taiwan) bezahlt, zum Dank für die diplomatische Anerkennung dieses Regimes 1997-2006.

„Sehenswürdigkeiten“ im konventionellen Sinn gibt es keine.

Während der Renovierung 2017 ist die Kathedrale nicht zugänglich.

Das Nationalmuseum öffnet Mo.-Do. 8.30-14.30, Fr. bis 10.30. Ein privater Führer kostet 5000 CFA (2016).

2 Gaoui (14-15 km per Motorradtaxi aus N'Djamena 2-3000 CFA). Das Umfeld des ehemaligen Palasts in diesem Dorf ist ein Museum. Der Schlüsselinhaber und Führer wird man erst suchen müssen. Preis: 2000 CFA.

Einkaufen[Bearbeiten]

1 Hauptmarkt (Marché).

Küche[Bearbeiten]

Eine Mahlzeit in einem einfachen Restaurant kostet 2017 2500-5000 CFA, eine Flasche Bier dazu ab 800 CFA.

Trinkwasser in 1½-Liter-Flaschen wird für 550-750 CFA verkauft.

Unterkunft[Bearbeiten]

Billigere Hotels kosten 2017 meist ab 30000 CFA.

1 Residence le Palmier, Rue 3.029 / Av. Ch. de Gaulle. Betreiber spricht Englisch.

2 Centre d'accueil de Kabalaye, Ave de Bezo (in der Verbindungsstraße zwischen Ave. de Bezo und Ave. Bokassa, dort an der Librairie La Source rechts ab). Missionhaus, mit Gemeinschaftsbad. Angesichts der allgemein hohen Hotelpreise eines der günstigeren Angebote der Stadt. Preis: 15000 CFA; Mahlzeit 3500 CFA.

3 Hotel Shanghai, Rue de la Gendarmerie. Tel.: +235 68 97 91 10. Mittelmäßig aber klimatisiert. Mit Restaurant.

4 Asfa Hotel, Ave. Charles de Gaulle. Tel.: +235 93 55 78 66. Indischer Betreiber, daher auch mit dem wohl einzigen indischen Restaurant der Stadt.

Luxus[Bearbeiten]

Seit 2006, als die UNO-Bediensteten in Massen einzufallen begannen, gibt es Hotels mit internationalen Standards im Tschad, alle in der Hauptstadt gelegen. Das neueste Hotel ist das 5-Sterne Hotel Kempinski Sahel & Sahara, Route de Taiwan 1 (Ersatz für das geschlossene Kempinski N’Djamena).

Französischen Luxus bietet das zum Starwood-Konzern gehörende Méridien Chari, 396 Rue Du Colonel Moll, wo die meisten Zimmer einen Blick auf den Park und den herrlichen Fluss Chari haben. Daneben, zur Accor-Gruppe gehörend, ist das Hotel Novotel n'Djamena La Tchadienne. Direkt dahinter ist das Hotel Ibis. Auch hier sind die Preise immer noch entsprechend „westlich“.
Alle drei sind etwa acht Minuten Fahrzeit vom Flughafen entfernt.

Ebenso vertreten sind internationale Ketten wie Hilton, Ledger und Radisson Blue.

Lernen[Bearbeiten]

  • Université de N'Djamena. Die Universität besteht aus vier Fakultäten und einem Institut in denen etwa 6000 Studenten lernen. Unterrichtssprachen sind Französisch und Arabisch. Die Hochschule ist die einzige Universität des Tschad.

Arbeiten[Bearbeiten]

Hilfsorganisationen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Der Verkehr ist chaotisch.

Verglichen mit anderen afrikanischen Großsstädten ist die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle tagsüber gering (es gibt kaum Grund nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs zu sein). Kleinkriminalität wie Diebstähle und Schmiergeldforderungen von Polizei und Offiziellen kommt jedoch vor.

Gesundheit[Bearbeiten]

März bis Mai sind Tagestemperaturen von 40-45 °C normal, Abkühlung nachts seltenst unter 28 °C. Den Rest des Jahres bleibt es Tags bei über 30 °C, also auch nicht unbedingt kühl.

Auf den Straßen sieht man deutlicher weniger Plastikmüll als in anderen afrikanischen Metropolen, auch fehlen offene Kloaken.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

2 Hauptpost. Im Verfall. Briefmarken verkauft eine Dame an einem separaten Tisch.

Konsulate[Bearbeiten]

3 Deutsche Botschaft, Av. Félix Eboué (Auf Höhe des Kreisverkehrs an dem die R. Schoelcher abgeht. 100 m weiter ist die US-Vertretung). Tel.: +235 22 51 56 47, E-Mail: . „Keine Wahrnehmung von Rechts- und Konsularaufgaben - nur Nothilfe. Keine Erteilung von Visa.“ Derartiges ist im kamerunischen Yaoundé zu erledigen.

Das österreichische Honorarkonsulat in der Ave. Charles de Gaulle hat keine Paßbefugnis. Für Schweizer zuständig ist die Botschaft im nigerianischen Abuja. Es gibt jedoch ein Bureau de la coopération suisse DDC mit Konsulatsfunktion im Quartier Sabangali (☎ +235 22 51 73 14).

Nachbarländer

4 Kamerun, Rue des Poids Lourds.

5 Nigeria, Ave. Charles de Gaulle (Direkt beim großen Kreisverkehr).

6 Sudan, R. de Marseille.

Ausflüge[Bearbeiten]

Vergleich von Satellitenbildern 1973-2001, die die abnehmende Wasserfläche des Tschadsees deutlich erkennen lassen. Durch Absinken des Wasserspiegels sind seit 1963 neunzig Prozent der Wasserfläche verschwunden.

Tschadsee[Bearbeiten]

Man sieht heutzutage weniger eine große Wasserfläche als ein Flußdelta mit hunderten Inseln. Hauptzufluß ist der aus Süden kommende Schari.

Anfahrt

Die Anfahrt über knapp 400 Kilometer ist nur mit Allantrieb möglich. Die 110 km bis Guite sind geteert. Pisten existieren 2018 nur für die erste Hälfte der Strecke, danach navigiert man die Dünen.

Fährverbindungen auf dem stark verkleinerten Tschadsee gibt es nicht mehr, lediglich maximal 20 Meter lange Kanus mit 40 t Kapazität. Auch für diese ist der See nur von Oktober bis April noch tief genug. Sollte man ein solches von Guite nach Bol, 2 Bagasola (13° 32′ 43″ N 14° 18′ 39″ O) oder eine Insel im See nutzen wollen ist man zwei Tage unterwegs. Seit 2017 gibt es acht Posten mit elf Polzeibooten, die die Sicherheit am Fluß verbessern sollen.
Der in Nigeria liegende Teil, heute nur noch Feuchtgebiet, steht als Lake Chad Game Reserve, unter schlecht durchgesetztem Schutz. Die Region ist seit 2005 im Gebiet das von der islamistischen Befreiungsbewegung Boko Haram kontrolliert wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pemunta N. V., Tabenyang T. C. J.; Neoliberalism, Oil Wealth and Migrant Sex Work in the Chadian City of N’Djamena; in: Hofmann S., Moreno A. (eds); Intimate Economies; New York 2016 (Palgrave Macmillan); S. 135-62; ISBN 978-1-137-56035-3
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