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Muḥammad Ṭuleib

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Festung Muḥammad Ṭuleib
ʿIzbat Muḥammad Ṭuleib
عزبة محمد طليب
GouvernementNeues Tal
Höhe
75 m
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Lage
Lagekarte des Neuen Tals in Ägypten
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Muḥammad Ṭuleib

'Izbat Muḥammad Ṭuleib (auch Ezbet Mohammed Tuleib/Tauleib, arabisch: ‏عزبة محمد طليب‎, ʿIzbat Muḥammad Ṭulaib) oder 'Ain Muḥammad Ṭuleib (arabisch: ‏عين محمد طليب‎, ʿAin Muḥammad Ṭulaib) ist ein Bauerngehöft im Norden der ägyptischen Senke el-Chārga in der Westlichen Wüste. In seiner Nähe befinden sich die ansehnlichen Überreste einer Festung, die sich an der Stelle eines ehemaligen Tempels befindet.

Hintergrund[Bearbeiten]

ʿIzbat Muḥammad Ṭuleib befindet sich ca. 32 Kilometer nördlich des Stadtzentrum von el-Chārga. Das Gebiet wird landwirtschaftlich genutzt. Das Wasser wird aus einem Brunnen bezogen.

Die römische Festungsanlage befand sich 2001 innerhalb einer Düne, steht aber seit 2004 wieder frei. Ursprünglich befand sich hier ein Tempel, der später in eine Festung ausgebaut wurde. Im Umkreis der Festung befand sich eine Siedlung, in der sich Wohn- und Handwerksgebiete, Friedhöfe und Kulturflächen ausmachen ließen. Auch wenn das Wasser aus Brunnen bezogen werden konnte, ließen sich auch Überreste eines Qanatsystems (unterirdische Aquädukte) ausmachen. Der Hauptzweck der Festung dürfte wie auch in den anderer Stätten wie Qaṣr el-Gibb die Überwachung der Karawanenroute Darb ʿAin Amūr gewesen sein, die über Qaṣr el-Labacha nach ed-Dāchla führte.

Die Stätte ist um 1978 durch den französischen Archäologen Jean Gascou bekannt gemacht worden. Seit 2001 wurde das Gelände erneut im Rahmen des North Kharga Oasis Survey untersucht. Bei den Untersuchungen wurde vom ursprünglichen Tempel ein herabgefallener bemalter Putzrest mit der Inschrift „Horus, Herr von Uu“ gefunden. Der Tempel war also einst verputzt und bemalt.

Anreise[Bearbeiten]

Man erreicht das Gehöft über die Fernverkehrsstraße von el-Chārga nach Asyūṭ. Bei 1 25° 41′ 45″ N 30° 39′ 7″ O zweigt man nach Westen auf eine Piste ab und erreicht nach 2,5 Kilometer den Weiler.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Besichtigung der archäologischen Stätte muss zu Fuß erfolgen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die rechteckige 1 Festung (25° 42′ 19″ N 30° 38′ 20″ O) wurde aus Lehmziegeln errichtet, misst 16 mal 22 Meter und steht noch 10 Meter hoch an. Der Eingang zur Festung befindet sich an der Westseite.

An der Ostseite sind noch Teile des einstigen Tempels sichtbar. Hier befand sich auch sein Eingang. Das Tor in der Fassade besitzt Hohlkehle und Rundstab. In 27 Metern Entfernung in östlicher Richtung befand sich das Tor zur Tempelanlage.

In der Südhälfte des Weilers befindet sich auf der östlichen Straßenseite die 2 Moschee (25° 41′ 33″ N 30° 38′ 2″ O).

Küche[Bearbeiten]

Restaurants gibt es in der Stadt el-Chārga. Eine Bäckerei und ein Café gibt es auch in el-Munīra.

Unterkunft[Bearbeiten]

Eine Unterkunft wird üblicherweise in der Stadt el-Chārga gewählt.

Ausflüge[Bearbeiten]

Der Besuch von ʿIzbat Muḥammad Ṭuleib lässt sich mit dem von Qaṣr el-Gibb und Qaṣr eḍ-Ḍabāschīya verbinden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gascou, Jean ; Wagner, Guy ; Grossmann, Peter J.: Deux voyages archéologiques dans l’oasis de Khargeh. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale (BIFAO), Bd. 79 (1979), S. 1–20, Tafeln I–VI, insbesondere S. 20.
  • Ikram, Salima ; Rossi, Corinna: North Kharga Oasis Survey 2001-2002 Preliminary Report : Ain Gib and Qasr el-Sumayra. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo (MDAIK), Bd. 60 (2004), S. 69–92, insbesondere S. 73, Tafel 9.b.
  • Ikram, Salima ; Rossi, Corinna: North Kharga Oasis Survey 2004 Preliminary Report : Ain el-Tarakwa, Ain el-Dabashiya and Darb Ain Amur. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo (MDAIK), Bd. 63 (2007), S. 167–184, Tafeln 23 f., insbesondere S. 177–178, Tafel 24.b.

Weblinks[Bearbeiten]

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