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Mallawī

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MallawiMuseum.jpg
Mallawī ·ملوي
Gouvernement Minyā
Einwohner
139.929 (2006)
Höhe
52 m
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Lage
Lagekarte von Ägypten
Reddot.svg
Mallawī

Mallawī (arabisch: ‏ملوي‎, Mallawī) ist eine Stadt mit etwa 140.000 Einwohnern[1] in Mittelägypten südlich von el-Minyā westlich des Nils. Sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Bezirks und Bischofssitz.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt Mallawī befindet sich 42 Kilometer südlich von el-Minyā hauptsächlich auf der westlichen Seite des Ibrāhīmīya-Kanals.

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Stadt lässt sich einfach mit einem Taxi über die Fernverkehrsstraße von el-Minyā aus erreichen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mallawī lässt sich einfach mit der Bahn von Kairo oder el-Minyā aus erreichen. Der 1 Bahnhof befindet sich auf der östlichen Seite des Ibrāhīmīya-Kanals.

Schnellzüge von Kairo aus benötigen für diese Strecke etwas mehr als vier Stunden. Es bietet sich der Zug um 07:00 Uhr morgens an. Wenn Sie keine Fahrkarte (mehr) von Kairo nach Mallawī bekommen, so fragen Sie nach einer Fahrkarte nach Asyūṭ; das Ticket in der 2. Klasse kostet LE 25 (Stand 3/2004). In den Nachmittagsstunden fahren keine Züge nach Kairo, erst wieder ab 19:00 Uhr und später.

Busse[Bearbeiten]

Mallawī lässt sich ebenfalls mit Fernbussen von Upper Egypt Travel von Kairo aus erreichen. Die Fahrtzeit beträgt etwa sechs Stunden. Das Ticket kostet LE 16 (Stand 3/2004). Um 18:30 Uhr abends fährt wieder ein Bus nach Kairo.

Mobilität[Bearbeiten]

Vor dem Bahnhof stehen Taxen, die Sie nach Tell el-ʿAmārna, zur Nekropole von Meir und/oder nach Deir el-Muḥarraq bringen können. Die Kosten für ein Taxi nach Meir betragen etwa LE 100 (Stand 3/2004).

Offensichtlich gibt es in Mallawī keinen Polizeischutz wie in Asyūṭ oder el-Minyā.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museum[Bearbeiten]

Archäologisches Museum Mallawī1 Archäologisches Museum Mallawī (متحف ملوي, Matḥaf Mallawī), el-Galāʾ St., شارع الجلاء. Das 1963 gegründete Museum besteht aus drei Sälen, die sich im Erdgeschoss befinden. Die meisten der ausgestellten Funde stammen aus Tūna el-Gebel. Im linken, östlichen Ibis-Saal kann man u.a. eine Ibis-Mumie, eine Ibis-Statue, ein Keramikgefäß mit den Göttern Isis, Horus und Nephthys sowie ein Relief mit der Darstellung eines Mannes vor einem Ibis betrachten. Der Hauptsaal widmet sich hauptsächlich den Bestattungsfunden. Hier lassen sich Totenmasken, Kanopenkrüge, ein Holzsarg aus Meir, ein Steinsarg aus Tūna el-Gebel, 65 v. Chr., und ein Sistrum betrachten. Zu den bedeutendsten Stücken zählen aber die Statue der Maketaton und die Doppelstatue des Pepi-Anch und seiner Ehefrau aus Meir. Im dritten Saal auf der rechten, westlichen Seite werden vorwiegend Götter- und Priesterstatuen gezeigt. Zu den dargestellten Göttern gehören u.a. Isis, Osiris und der pavian-gestaltige Gott Thot. Geöffnet: außer mittwochs täglich 9–15 Uhr. Preis: Der Eintrittspreis beträgt LE 6 (Stand 3/2008), Fototicket LE 50 (Stand 3/2017). (27° 44′ 8″ N 30° 50′ 40″ O)
Museum von Mallawi
Bemalter Lehmziegel, Museum von Mallawi
Statue des Pepi-Anch und seiner Ehefrau, aus Meir, 6. Dynastie, Museum von Mallawi
Keramikgefäß in Form des Gottes Bes, gefüllt mit Ibis-Eiern, Museum von Mallawi

Moscheen[Bearbeiten]

Westseite der En-Nuṣra-Moschee
  • 2 El-ʿAsqalānī-Moschee (مسجد العسقلاني, Masǧid al-ʿAsqalānī). Die Moschee wurde 1193 AH (1779) errichtet. (27° 43′ 53″ N 30° 50′ 53″ O)
  • 3 El-Yūsufī-Moschee (مسجد اليوسفي, Masǧid al-Yūsufī). Die Moschee aus osmanischer Zeit befindet sich etwa 120 Meter südwestlich der el-Asqalānī-Moschee. (27° 43′ 50″ N 30° 50′ 51″ O)
  • En-Nuṣra-Moschee5 En-Nuṣra-Moschee (مسجد النصرة, Masǧid an-Nuṣra, auch Scheich-Muḥammad-Moschee). Die Moschee befindet sich nördlich hinter dem Palast des Ḥaiyāt en-Nufūs. (27° 44′ 0″ N 30° 50′ 54″ O)

Kirchen[Bearbeiten]

  • Bischofskirche des hl. Markus6 Bischofskirche des hl. Markus (كنيسة مطرانية مار مرقس, Kanīsa maṭrānīya Mār Marqus). Die südlich des archäologischen Museums gelegene Kirche gehört zum Sitz des Erzbischofs für Mallawī, Ansinnā (arabisch: ‏أنصنا‎, Antinooupolis) und el-Aschmūnein (Hermopolis). Die dreischiffige Kuppelbasilika besitzt drei Heikale (Allerheiligste), und zwar von links für Abū Mīnā, den hl. Markus und den Erzengel Michael. Die hölzerne Ikonostase trägt das Kreuz Christi und die Bildnisse des letzten Abendmahls, der zwölf Apostel und weiterer Heiliger. Links vor dem mittleren Heikal befindet sich der Bischofsstuhl. Die Fassade mit ihren beiden Türmen sowie die Wände und Säulen der Kirche sind mit roten-weiß-schwarzen Mosaik ausgelegt bzw. bemalt. Die Kuppeln tragen Bildnisse Jesu. (27° 44′ 5″ N 30° 50′ 39″ O)
Eingang im Westen der Kirche des hl. Markus
Mittelschiff der der Kirche des hl. Markus
Gottesdienst in der Kirche des hl. Markus
  • 7 Kirche der hl. Jungfrau Maria (كنيسة السيدة العذراء مريم, Kanīsat as-Saiyidat al-ʿAḏrāʾ Maryam). (27° 43′ 56″ N 30° 50′ 52″ O)
  • 8 Kirche des hl. Georg (كنيسة الشهيد العظيم مارجرجس, Kanīsat al-ʿAẓīm Mār Girgis). (27° 44′ 18″ N 30° 51′ 0″ O)

Profanbauten[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es noch 17 Paläste, die von Großgrundbesitzern und Industriellen zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurden.

  • 10 Palast des ʿAbd el-Migīd Pascha Seif en-Naṣr (قصر عبد المجيد سيف النصر, Qaṣr ʿAbd al-Miǧīd Bāschā Saif an-Naṣr). Der U-förmige, zweigeschossige Palast wird von einem Garten umgeben. Er wurde 1333 AH (1914/1915) errichtet. (27° 44′ 0″ N 30° 50′ 34″ O)
Eingangsfassade des Palasts des ʿAbd el-Migīd Pascha
Springbrunnen vor dem Eingang des Palasts
Aussichtsbalkon in der Nordostecke des Palasts
  • 11 Palast des Ḥaiyāt en-Nufūs (قصر حياة النفوس, Qaṣr Ḥaiyāt an-Nufūs), el-Ṣāgha St. Der zweigeschossige Palast wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Die Fassade wird von einer Arkadenreihe mit darüber liegendem Balkon gebildet. Die balkonbrüstung besteht aus hölzernen Ziergittern. (27° 44′ 0″ N 30° 50′ 55″ O)
Südwestecke des Palast des Ḥaiyāt en-Nufūs
Nordseite des Palasts des Ḥaiyāt en-Nufūs
Westseite des Palasts des Ḥaiyāt en-Nufūs
Detail des hölzerner Balkons auf der Westseite
Erker auf der Südseite
  • 12 Lūqā-Haus (منزل لوقا, Manzil Lūqā), Amīn er-Rīdī St. Das Haus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum vorgenannten. Das Tor zu diesem dreigeschossigen Haus wird von zwei Säulen eingefasst und zwei Löwen bewacht. Die Familie Lūqā stellte einst auch den Botschaften in den USA. (27° 44′ 0″ N 30° 50′ 53″ O)
Südostecke des Lūqā-Hauses
Ostseite und Eingang des Lūqā-Hauses
Löwe oberhalb des Eingangs zum Lūqā-Haus
Detail des hölzernen Erkers am Lūqā-Haus
  • 13 Fūrtīnīya-Palast (قصر فورتينية, Qaṣr Fūrtīnīya). Der Palast befindet sich im Südosten außerhalb der Stadt östlich der neuen Kanalbrücke, nördlich der Straße. Der dreigeschossige Palast mit Innenhof wurde 1916 von einem französischen Ingenieur für die hiesige Zuckerfabrik errichtet. Oberhalb der Eingangstür sind die Initialen AF zu lesen. (27° 42′ 58″ N 30° 51′ 42″ O)
Südseite des Fūrtīnīya-Palasts
Eingang zum Fūrtīnīya-Palast
Ostseite des Fūrtīnīya-Palasts
  • Palast des Muḥmmad Bey Wālī (قصر محمد بك والي, Qaṣr Muḥmmad Bek Wālī). Der 1943–1945 errichtete Palast befindet sich 6 Kilometer von Mallawī entfernt in Manschiyat Nasr.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkunftsmöglichkeiten bestehen in el-Minyā.

Einfach[Bearbeiten]

  • Samiramis Hotel, El Ibrahamiya St. Nicht klassifiziertes Hotel mit 25 Doppelzimmern, Restaurant und Cafeteria.
  • Zudem besteht eine Übernachtungsmöglichkeit im Gästehaus der koptisch-orthodoxen Kirche.

Gesundheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Von Mallawī aus lassen sich mehrere Stätten in Mittelägypten wie z.B. Tell el-ʿAmārna, die Nekropole von Meir und Deir el-Muḥarraq besuchen. In dieser Stadt gibt es (von el-Minyā abgesehen) die einzige Nilbrücke weit und breit.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen nach dem ägyptischen Zensus von 2006, Central Agency for Public Mobilization and Statistics, eingesehen am 7. November 2014.
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