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Maghārat el-Qanṭara

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Maghārat el-Qanṭara ·مغارة القنطرة
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Magharat el-Qantara (auch MagharatMagharet/Magaret el-Qantara, Mogharat el-Kantara, Qantara-Höhle, arabisch: ‏مغارة القنطرة‎, Maghārat al-Qanṭara, „gewölbte Höhle“, Shaw’s Cave (arabisch: ‏كهف تشاو‎) oder Rupert’s Cave ist eine mit Felsmalerein versehene Höhle im südöstlichen Teil der Gilf-Kebir-Plateaus, dem Kamal-ed-Din-Plateau. Sie ist bis heute die einzige bekannte prähistorische Felsdarstellung im Kamal-ed-Din-Plateau.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die im Januar 1935 vom Wüstenforscher William Boyd Kennedy Shaw (auch Bill Kennedy Shaw, 1901–1979) und vom Brigadier Rupert Harding-Newman (1907–2007) entdeckte Höhle mit ihren Felsmalereien befindet sich im Süden des Kamal-ed-Din-Plateaus an einem Vorgebirge, das das Wādī el-Firāq im Westen vom Wādī Wasʿ (Wadi Wassa) im Osten trennt. Entlang dieses Plateaus ist bis heute nichts vergleichbares gefunden worden. Möglicherweise stammte es von einem Durchreisen.

Es war aber nicht die erste Entdeckung dieser Art, die Kennedy Shaw machte. Als Förster im Sudan seit 1923 erkundete und kartografierte er das Gebiet zwischen der Merga-Senke und Selima. Die Anstellung gab er später auf, um sich der Archäologie zu widmen. Er beteiligte sich an mehreren Expedition des Wüstenforschers Ralph Alger Bagnold (1896–1990). Zu seinen Entdeckungen zählen Felszeichnungen am Burg el-Tuyūr (Vogelturm) und im Wadi Hawar. 1940 holte ihn Bagnold in die von ihm gegründete Long Range Desert Group der britischen Armee. Shaw veröffentlichte 1945 ein Buch über diese Spezialeinheit.[1]

Anreise[Bearbeiten]

Der Besuch der 1 Höhle (22° 58′ 56″ N 25° 59′ 11″ O) ist üblicherweise Teil einer Wüstenexkursion in den Gilf-Kebir-Nationalpark. Für die Reise durch die Wüste benötigt man ein geländegängiges Allradfahrzeug.

Man erreicht das Denkmal über die Zwischenstationen Samīr-Lāmā-Felsen, Abū Ballāṣ und Eight Bells.

Für eine Fahrt in den Nationalpark benötigt man eine Erlaubnis des ägyptischen Militärs. Während der Reise wird man von bewaffneten Polizisten und einem Militäroffizier begleitet. Für Reisen in das Gilf Kebir gibt es in Mūṭ ein eigenes Safari-Department, das auch die nötigen Begleitpolizisten und deren Fahrzeuge stellt. Die Pflicht-Dienstleistung ist natürlich kostenpflichtig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Felsmalereien von Maghārat el-Qanṭara befinden sich unter einem überhängenden Felsen. Die so gebildete Höhle ist etwa vier Meter hoch und 15 Meter breit.

Etwa einen halben Meter über dem Boden entdeckt man die Darstellungen einer Herde unterschiedlich gezeichneter Rinder und eines Gehöfts. Das Alter dieser Zeichnungen wird auf etwa 8.000 Jahre geschätzt.

Küche[Bearbeiten]

Außerhalb der Höhle kann man rasten. Speisen und Getränke müssen mitgeführt werden. Abfälle müssen mitgenommen werden und dürfen nicht liegen gelassen werden.

Unterkunft[Bearbeiten]

Für die Übernachtung in einiger Entfernung müssen Zelte mitgeführt werden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Etwa 40 Kilometer in südöstlicher Richtung befindet sich die Felsengruppe und der britische Militärflughafen Eight Bells. Dazwischen befindet sich ein archäologisches Fundgebiet bei 2 Archäologisches Gebiet in der Nähe der 8 Bells (22° 39′ 1″ N 26° 13′ 40″ O) mit prähistorischen Artefakten (mehr unter Eight Bells).

Man kann die Höhle auch als Ausgangspunkt zu Besichtigungen verschiedener Wadis im Osten des Gilf-Kebir-Plateaus wie dem Wādī el-Bacht oder des Denkmals des Prinzen Kamal ed-Din nutzen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Shaw, W.B. Kennedy: Rock Paintings in the Libyan Desert. In: Antiquity : a quarterly review of world archaeology, ISSN 0003-598X, Bd. 10,38 (1936), S. 175–178, doi:10.1017/S0003598X00011558.
  • Gauthier, Yves ; Negro, Giancarlo: Magharat el-kantara (Shaw’s Cave) revisite : art rupstre du sud Gilf Kebir (Egypte de sud-ouest). In: Sahara : preistoria e storia del Sahara, ISSN 1120-5679, Bd. 9 (1997), S. 124–133.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Shaw, W. B. Kennedy: Long Range Desert Group : the story of its work in Libya ; 1940 – 1943. London: Collins, 1945. Reproduktion von Greenhill Books in London, 2000, ISBN 978-1853674075.
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