Kasseler Stadtteile

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Die Stadt Kassel ist in 23 Stadtteile strukturiert. Die meisten dieser Stadtteile sind touristisch eher wenig bis gar nicht relevant. Daher wurde für ein paar Hintergrundinfos dieser Sammelartikel angelegt.

Der einwohnermäßig kleinste Stadtteil ist dabei das dörflich wirkende Nordshausen mit etwa 2000 Einwohnern. Am meisten Bewohner mit etwa 15.500 Menschen hat der dicht besiedelte Stadtteil Vorderer Westen, der auch ein beliebtes Ausgehviertel der Stadt ist.

Die Stadtteile von A bis Z: Bad Wilhelmshöhe, Bettenhausen, Brasselsberg, Fasanenhof, Forstfeld, Harleshausen Kirchditmold, Mitte (ist das Stadtzentrum), Nordshausen, Niederzwehren, Nord-Holland, Oberzwehren (Bewohner dieses Stadtteils teilen es selbst auf in Mattenberg und Schenkelsberg wobei der Mattenberg eine Islamische Moschee mit Türmchen und Kuppel besitzt), Philippinenhof-Warteberg, Rothenditmold, Süsterfeld-Helleböhn, Unterneustadt, Vorderer Westen, Waldau, Wehlheiden, Wesertor und Wolfsanger. Zusätzlich gibt es noch das Gebiet der Dönche, die zu keinem Stadtteil gehört.

Nachbargemeinden siehe Ortsliste im Artikel "Region Kassel"

Bad Wilhelmshöhe[Bearbeiten]

(12.100 Ew.) - Stadtteil mit Kurbezirk Bad Wilhelmshöhe rund um den Bergpark Wilhelmshöhe. Historische Keimzelle ist Wahlershausen, das 1132 erstmals als "Warolfeshusen" erwähnt wurde. Auch heute noch ist Wahlershausen ein stellenweise ländlich anmutender Dorfkern nordwestlich des Fernbahnhofs. Kassels wahrscheinlich teuerste Lage, die Villenkolonie Mulang oben am Bergpark, gehört ebenfalls zu Wilhelmshöhe. Mit der Eröffnung des Fernbahnhofs Anfang der 1990er Jahre entwickelte sich hier das einzige großstädtisch geprägte "Subzentrum" Kassels.

Bettenhausen[Bearbeiten]

(8.300 Ew.) - Das mittelalterliche Dorf wurde 1145 erstmals als "Bethenhusun" erwähnt und 1906 nach Kassel eingemeindet. Im späten 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstand in Bettenhausen ein wichtiges Industrierevier im Osten Kassels. Dies hatte auch praktische Gründe: Durch die oft vorherrschenden Westwinde wurde der Dreck von der Stadt fort geweht und nicht hinein. Das letzte große Schaufenster in diese Zeit stellen die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Textilfirma Salzmann in der Sandershäuser Straße dar. (siehe auch hier im HNA Regiowiki). Noch heute ist die Keimzelle Bettenhausens, der alte Dorfkern an der Losse, erhalten. Das Gebiet ist touristisch aber nicht relevant. Der Name "Bettenhausen" geht sehr wahrscheinlich auf die Gründung von Herbergen ("Bettenhäusern") im Mittelalter zurück, als in Kassel die Quartiere knapp wurden. Damals war die Leipziger Straße eine wichtige Handelsstraße. Erwähnenswert ist noch der Messinghof, in dem die Werkstätten u. a. für die Herstellung der Herkulesstatue beheimatet waren. Die Gebäude an der Leipziger Straße sind 1 Denkmalgeschützete Gebäude) und werden geschäftlich u. a. als Büros genutzt (privat, keine Sehenswürdigkeit). Sonst hat Bettenhausen seine Rolle als Gewerbestandort behalten (u. a. finden sich hier auch Werkshallen von SMA, dem Weltmarktführer für Solarwechselrichter).

Brasselsberg[Bearbeiten]

(4.000 Ew) - Die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegründete Gartenstadt bzw. Villenkolonie liegt am südlichen Habichtswald. Ein lohnenswertes Ziel für Besucher ist der Bismarckturm mit weitem Rundblick oberhalb des Stadtteils (auf dem Brasselsberg; weitere Infos siehe Artikel Habichtswald).

Fasanenhof[Bearbeiten]

(8.400 Ew) - Wohnstadtteil mit überwiegend genossenschaftlichem Mietwohnungsbau im nördlichen Stadtbereich. Der Name geht zurück auf die Domäne Fasanenhof an der Fuldatalstraße, die die Stadt Kassel im Jahr 1920 mit den zugehörigen Ländereien aufkaufte. Die Gebäude des Gutshofs an der Fuldatalstraße wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute findet sich im Stadtteil das umfangreiche Klinikum Kassel.

Forstfeld[Bearbeiten]

(6.700 Ew) - Forstfeld ist ein aus Ein- und Mehrfamilienhäusern bestehendes Wohnquartier in Kassel-Ost, das seit 1958 als eigener Stadtteil besteht. Vorher gehörte das Forstfeld zum Stadtteil Waldau. Die Bebauung im Forstfeld begann ab 1916. Ein weiterer Ausbau erfolgte in den 1930er Jahren. In den 1970er Jahren erbaute die GWH (Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Kassel) hier dann noch einmal 421 Wohnungen.

Harleshausen[Bearbeiten]

(12.700 Ew) - Beliebter Wohnstadtteil am Habichtswald im Nordwesten von Kassel. Das 1074 erstmals erwähnte Harleshausen wurde 1936 eingemeindet. Wer auf der Bundesstraße durch das kleinstädtisch wirkende Ortszentrum von Harleshausen fährt, könnte zum Teil denken, dass er sich schon irgendwo abseits der Großstadt in einer ländlich geprägten, nordhessischen Kleinstadt weitab von Kassel befindet. Harleshausen ist besonders in den zum Habichtswald orientierten Straßenzügen eine gehobene Wohnlage.

  • Ausblicke an der Rasenallee oberhalb Harleshausen - Von der historischen Verbindungsachse Schloss Wilhelmshöhe nach Schloss Wilhelmsthal hat man zum Teil ganz nette Talblicke auf Kassel und das nördliche Kasseler Becken (zum Beispiel 1 Ausblick oder auch bei 2 Ausblick). Die Rasenallee ist heute eine sehr stark befahrene, überörtliche Verbindungsstraße. Wer aber evtl. mal im Bereich Harleshausen spazieren geht, für den lohnt es hier trotzdem, mal kurz vorbeizuschauen.
  • Daspel bei Harleshausen. - Der ruhige Daspel ist ein kleiner "Lokalaussichtspunkt" nördlich des Stadtteils Harleshausen (oberhalb von 3 Freibad). Zwei Bänke laden zur Pause auf Spaziergängen in der waldreichen Umgebung ein. Vom Daspel hat man einen kleinen Ausblick über Harleshausen, Richtung Kirchditmold-Kirche und Richtung Löwenburg am Habichtswald.

Jungfernkopf[Bearbeiten]

(3.800 Ew) - beliebtes, auf einem Höhenrücken gelegenes Wohnquartier im Norden von Kassel. Die Wohngebiete wurden zum überwiegenden Teil erst in der Nachkriegszeit erschlossen. Der Stadtteil Jungfernkopf entstand politisch erst 1981 aus Teilen des größeren Stadtteils Harleshausen.

Kirchditmold[Bearbeiten]

(10.800 Ew) - gewachsener Stadtteil mit altem Ortskern am Habichtswald, der seit 1906 zu Kassel gehört. Kirchditmold ist heute eine beliebte Wohngegend mit insbesondere nahe dem Habichtswald teilweise gehobenen Wohnlagen. Kirchditmold wurde im 8. Jahrhundert als Kirchenstandort von Bonifatius angelegt und ist somit älter als Kassel selbst.

  • Südblick im Stadtteil Kirchditmold an der Schanzenstraße / Höhe Kleebreite: Hier gibt es an einem felsigen Südhang eine kleine, naturnahe Grünanlage. Unter einem Baum laden zwei ältere Bänke zum Genießen des netten Südblicks über die Stadt ein. Lage: 51° 19′ 27″ N 9° 26′ 14″ O; Anfahrt: Tram 8 Richtung Hessenschanze bis Haltestelle "Riedwiesen", dann noch etwa 300 m die Schanzenstraße Richtung Habichtswald gehen.

Mitte[Bearbeiten]

(10.800 Ew) - "Mitte" ist das Stadtzentrum mit der Einkaufsstraße Königsstraße und dem Friedrichsplatz, der ersten Anlaufstelle für Besucher der Kasseler Stadtmitte. Nach den großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Kasseler Stadtmitte in den 1950er und 1960er Jahren mit der dort vielerorts noch heute prägenden Nachkriegsarchitektur wieder aufgebaut. Teile dieser nüchternen Architektur stehen, wie z. B. in der Treppenstraße, unter Denkmalschutz.

  • Weihnachts- und Osterdekorationen im Einkaufszentrum "City-Point" - Zur Weihnachts- und Osterzeit gibt es im Citypoint übrigens schöne Dekorationen zu sehen. Um Ostern findet man in der Halle eine Osterdekoration mit animierten etwa 2 m großen Hasenpuppen. Zur Adventszeit steht hier dann eine große Weihnachtsdekoration in Form eines animierten kegelförmigen Baums. Der Baum blickt in regelmäßigen Abständen zum Takt der Musik, die dann abgespielt wird.

Nordshausen[Bearbeiten]

(2.100 Ew) - im Kern noch dörflich geprägter Wohnstadtteil im Südwesten von Kassel. 1076 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung. Graf Adalbert von Schauenburg gründete 1257 das Zisterzienserinnenkloster Nordshausen. Das Kloster wurde 1526 zur Reformation aufgehoben. Das noch heute stehende Gotteshaus diente fortan als evangelische Pfarrkirche.

Niederzwehren[Bearbeiten]

(11.300 Ew) - Der Stadtteil wurde 1074 urkundlich erstmals als "Tweron" erwähnt. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Bauerndorf auch zum Industriestandort. Wo heute das Einkaufszentrum DEZ steht, befand sich bis in die 1960er Jahre die Waggonfabrik der Gebrüder Credé. Hier entstanden 1928 bzw. 1962 u. a. die Waggons des legendären Rheingold-Zuges. Niederzwehren besitzt heute als beliebter Wohnstadtteil den schönsten Fachwerkortskern auf dem Gebiet der Stadt Kassel. Rund um das Märchenviertel mit dem ehemaligen Wohnhaus der Märchenzuträgerin Dorothea Viehmann finden sich einige verwinkelte Fachwerkgassen .

im Ortskern Niederzwehren: ehemaliges Wohnhaus der Märchenzuträgerin Dorothea Viehmann (privat genutzt; kein Zugang)

Nord-Holland[Bearbeiten]

(14.100 Ew) - Der Stadtteil Nord-Holland ist eng mit dem Aufstieg Kassels zur Industriestadt verknüpft. Treibendes Unternehmen war hier vor allem Henschel und Sohn im 19. Jahrhundert. Nach dem II. Weltkrieg erfüllten die einfachen Arbeiterwohnungen für Deutsche nicht mehr ihre gestiegenen Anforderungen an das Wohnen. So siedelten sich hier schwerpunktmäßig Gastarbeiterfamilien an, die in der Wirtschaftswunderzeit nach Kassel kamen. Deshalb besitzt Nord-Holland heute mit 34,8% den höchsten Anteil von Einwohnern mit Migrationshintergrund aller Kasseler Stadtteile. Auch heute noch ist Nord-Holland stark von der Industrie gekennzeichnet (Achsenwerk von Mercedes, Lokomotivbau bei Bombardier und auch Thyssen-Krupp). Sonst ist der Stadtteil heute stark vom Verkehr der Holländischen Straße belastet (ist Kassels am stärksten befahrene Stadtachse mit direkter Bebauung). Mit der Gründung der Universität ab 1970 auf dem ehemaligen Werksgelände von Henschel entwickelt sich Nord-Holland wiederum weiter, da viele Studenten gerne campusnah wohnen und so sich die Bevölkerung neu durchmischt. Dieser Wandel wird sich besonders mit dem fertigen Campus Nord der Universität ab 2015/2016 weiter beschleunigen. Für manche Touristen ist der Campus der Universität Kassel mit den angrenzenden Cafés und der Bibliothek sicherlich interessant.

Oberzwehren[Bearbeiten]

(12.800 Ew) - im Süden der Stadt gelegen. Oberzwehren besteht aus einem alten Dorfkern (erstmals erwähnt als "Thveren Superior" 1196) und Wohnquartieren am Mattenberg und Schenkelsberg. Bewohner dieses Stadtteils teilen es selbst auf in Mattenberg und Schenkelsberg wobei der Mattenberg eine Islamische Moschee mit Türmchen und Kuppel besitzt.

Philippinenhof-Warteberg[Bearbeiten]

(4.000 Ew.) - Wohnquartier im Norden von Kassel bestehend aus Ein- und Mehrfamilienhäusern. Der Stadtteil wurde 1778 von Landgraf Friedrich II. als Kolonie "Philippinenhof" gegründet. Namensgeberin war seine zweite Ehefrau Prinzessin Philippine von Preußen. Nach dem II. Weltkrieg wurde die Siedlung Philippinenhof am Warteberg um Wohnraum für Flüchtlinge aus Polen und dem Sudetenland erweitert.

Rothenditmold[Bearbeiten]

(6.500 Ew.) - Der altindustrialisierte Stadtteil nordwestlich des Hauptbahnhofs wurde 1219 erstmals als Roden-Ditmelle erwähnt. 1906 wurde die Gemeinde Stadtteil von Kassel. Hier begann u. a. mit dem Aufstieg der Firma Henschel maßgeblich die Industrialisierung Kassels. In Teilen der ehemaligen Henschelhallen hat das Technikmuseum seinen Sitz gefunden. Trotz des Niedergangs von Henschel ist Rothenditmold auch heute noch mit dem Industriepark "Mittelfeld" ein wichtiger Standort des produzierenden Gewerbes in Kassel (mit Mercedes-Achsenwerk und Lokomotivbau bei Bombardier).

Südstadt[Bearbeiten]

(7.100 Ew) - Die Südstadt ist besonders aueseitig ein bevorzugtes Wohnquartier, dort befindet sich auch die Kunsthochschule. Die Bebauung der Südstadt vollzog sich ab dem 19. Jahrhundert. Zum Stadtteil gehört auch das Behörden- und Gewerbezentrum Süd mit Sitz der HNA, des TÜV Hessen und weiterer Institutionen und Firmen. Ferner liegt in der Südstadt das Auestadion, Kassels größtes Fußballstadion.

Süsterfeld-Helleböhn[Bearbeiten]

(5.800 Ew) - kleinerer Stadtteil nördlich der Dönche. Die Bebauung in Süsterfeld stammt aus den 1930er Jahren. Helleböhn entstand in den 1950er Jahren als Großsiedlung (damals ein Modellprojekt zur Linderung der Wohnungsnot in der Nachkriegszeit). Ferner gibt es mit der documenta-urbana), eine "künstlerische Siedlungsplanung" im Rahmen einer vergangenen documenta. Die Siedlung an der Dönche entstand zwischen 1979 und 1982. Der Begriff "documenta urbana" stammt von documenta-Initiator Arnold Bode. Wer sich speziell für Architektur und Stadtplanung interessiert, kann hier evtl. einmal vorbeischauen .

Unterneustadt[Bearbeiten]

(3.900 Ew) - Die heutige Unterneustadt entstand ab 1283 als "Neustadt". 1378 wurde das kleine Gemeinwesen mit den beiden anderen Kasseler Städten "Altstadt" und "Freiheit" zu einer gemeinsamen Stadt vereinigt. Nach dem verheerenden Bombenangriff vom 22. auf den 23. Oktober 1943 lag auch die Unterneustadt in Schutt und Asche. 1950 richtete man im Rahmen des Wiederaufbaus südlich der Fuldabrücke einen Messeplatz ein. Dieser wurde 1997 weiter östlich auf die Schwanenwiese am großen Kreisel verlegt. Ab 1997 entstand auf dieser Fläche eine attraktive Neubausiedlung mit architektonisch teilweise hochwertigeren Bauten. Ein Messepavillon an der Leipziger Straße erinnert übrigens noch heute an den alten Messeplatz. Durch dieses Stadtplanungsprojekt "mit Anspruch" ist die Unterneustadt endgültig wieder ein attraktiver Teil der Kasseler Stadtmitte geworden. Die Karl-Branner-Brücke als neue fußläufige Anbindung an die "große" Kasseler Stadtmitte war Teil des Bauprojekts. Am Fuldaufer findet man mit dem Kurbad Jungborn noch die Überreste einer Flussbadeanstalt aus dem 19. Jahrhundert (heute u. a. Sitz des Kasseler Bademuseums sowie eines Cafés).

West[Bearbeiten]

(15.600 Ew) - Name bis 2010 "Vorderer Westen". Im Vorderen Westen ist Kassel "richtig Stadt". Im Gegensatz zur lockeren Zeilenbebauung und Einzelhaussiedlungen vieler anderer Stadtteile besitzt der Vordere Westen eine kompakte, gründerzeitliche Stadtstruktur. Im Zweiten Weltkrieg hielten sich hier die Schäden im Vergleich zur sonst fast komplett zerstörten Stadt in Grenzen. So kann man teilweise auch heute schön renovierte Gründerzeitbebauung bewundern. Kassel-West geht u. a. auf eine Gründung des Kasseler Fabrikanten Sigmund Aschrott zurück. Er errichtet Anfang des 20. Jahrhunderts das Hohenzollernviertel, in dem sich das Kasseler Bürgertum seinen Traum vom "schlossartigen Wohnen" erfüllten konnte. Heute ist der Vordere Westen ein beliebter Wohnstadtteil, aber auch ein gern besuchtes Ausgehviertel. Man findet eine relevante Anzahl von Szenekneipen und weiterer Gastronomie. Ein Schwerpunkt ist hier die Friedrich-Ebert-Straße, die bis 2015 in einen attraktiven Boulevard umgestaltet wurde. Weitere ausführliche Infos siehe auch Seite des Stadtteilvereins "Kassel-West"

  • Herkulesblick im Aschrottpark: Hier kann man Richtung Herkules und Habichtswald schauen. Der an sich ganz nette Blick wird allerdings durch ein Hochhaus im Vordergrund dominiert, dass das Panorama stark entwertet. Lage: 51° 18′ 58″ N 9° 27′ 4″ O; Anfahrt: Tram 4 bis Haltestelle "Wintershall". Von hier noch etwa 400 m die Friedrich-Ebert-Straße zum Aschrottpark gehen (liegt Richtung Habichtswald).

Waldau[Bearbeiten]

(6.400 Ew) - Waldau besteht aus einem alten Dorfkern (erste Erwähnung 1293 als "Waldaus") und einer Großsiedlung im Südosten von Kassel. Zum Stadtteil gehört der Industriepark Waldau, der heute zusammen mit Flächen aus Fuldabrück und Lohfelden das größte Gewerbegebiet der Region Kassel ist.

Wehlheiden[Bearbeiten]

(13.600 Ew) - beliebtes, stadtnahes Wohnquartier zwischen Habichtswald und Karlsaue. Vom alten Ortskern, der 1143 erstmals als „superior villa Welede“ (Oberwehlheiden) urkundlich festgehalten wurde, stehen an der Ecke Schönfelder Straße - Gräfestraße nur noch wenige Fachwerkhäuser. Am Südrand von Wehlheiden liegen der Park Schönfeld sowie auch der Botanische Garten. Bekannt ist Wehlheiden regional auch als Gefängnisstandort. Für Touristen ist Wehlheider Platz mit seinem Wochenmarkt sehenswert.

Wesertor[Bearbeiten]

(9.000 Ew) - stark mit Verkehr belasteter Stadtteil an der Fulda. An der Fulda entstand 2012 im Bereich der Ahnemündung eine neue, kleine Parkanlage. Von der historischen Bausubstanz der ehemaligen Kasseler Altstadt im Stadtteil ist durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg aber fast nichts übrig geblieben. Überbleibsel stehen mit den Gerberhäusern heute noch an der Ahne. Hier findet man auch kleinere Reste der ehemaligen Stadtmauer von Kassel.

Wolfsanger[Bearbeiten]

(6.700 Ew) - beliebter Wohnstandort im "Grünen" an der Fulda, der seit 1936 zu Kassel gehört. Wolfsanger ist ein gewachsener Stadtteil mit altem Dorfkern, der älter als Kassel ist. Die erste Erwähnung erfolgte bereits 811 als "Vulvisanger“ in einer Urkunde Karls des Großen.

Dönche[Bearbeiten]

Zusätzlich gibt es im Südwesten Kassels noch das Gebiet des Naturschutzgebietes Dönche, das zu keinem Stadtteil gehört.

Weblinks[Bearbeiten]