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Ierápetra

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Ierapetra
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Ierápetra ist eine Stadt im Südosten der Insel Kreta. Sie liegt am Libyschen Meer und ist mit ihren rund 12.000 Einwohnern die südlichste Stadt Europas.

Hintergrund[Bearbeiten]

Ierápetra existierte bereits in der griechisch-römischen Antike. „Hierapythna“, wie man den Ort damals nannte, war ein Hauptumschlagplatz für den Afrika- und Lavendel-Handel. Im 9. Jahrhundert wurde die Stadt von den Sarazenen erobert. Im 13. Jahrhundert fiel Ierápetra an Venedig, die das bis heute bestehende Kastell im Hafen errichteten. 1647 eroberten die Türken Ierápetra. An sie erinnern die Ruine der Moschee, ein Brunnenhaus und die Reste des türkischen Altstadtviertels. Seit 1913 gehört die Stadt wie ganz Kreta zu Griechenland. Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft, insbesondere der Gemüseanbau. In zahlreichen Gewächshäusern gedeihen ganzjährig Tomaten und Gurken. Der Tourismus spielt in der Region Ierápetra nur eine untergeordnete Rolle.

Anreise[Bearbeiten]

Hafenpromenade mit vielen Tavernen

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Will man nach Ierápetra, empfiehlt sich eine Anreise per Flugzeug zum Flughafen „Nikos Kazantzakis“ in Iráklion. Dieser wird aus Mitteleuropa regelmäßig von großen Charterfluggesellschaften wie Tuifly oder Condor angeflogen. Von Iraklion führen gut ausgebaute Straßen nach Ierápetra (siehe Straßen). Es gibt auf Kreta bei Chaniá einen weiteren internationalen Verkehrsflughafen, dieser ist aber zu weit entfernt.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Da es keine Bahnlinien auf Kreta gibt, kann man Ierápetra nur mit dem Bus oder dem Auto erreichen. Ierápetra liegt an der südöstlichen Küste Kretas und hat keine direkte Anbindung an das nationale Fernstraßennetz der Insel.

  • Von Iráklion fährt man auf der E 75 an Ágios Nikólaos vorbei Richtung Pachia Ammos. Von dort führt eine Straße über die schmalste Landenge Kretas direkt nach Ierápetra (Entfernung 98 Kilometer).
  • Von Sitía im Nordosten gelangt ebenfalls über Pachia Ammos (58 Kilometer) oder über Makrigialos nach Ierápetra.
  • Von Südkreta mit Matala, Timbaki und Agia Galini fährt man durch die Mesara-Ebene und das Orosira-Dikti-Gebirge nach Ierápetra (bis zu 130 Kilometer).

Autofahren ist für den durchschnittlichen Deutschen ungewohnt und anstrengend. In Ierápetra benehmen sich alle wie man es kennt. In den Bergen beginnt es teilweise widerlich zu werden. Der Kretaner hat es immer eilig, warum auch immer. Die kennen sich halt aus und wissen in der Serpentinen, ob etwas von vorn kommt oder nicht. Sie erkennen auch den Mietwagen auf zwei Kilometer. Das sind hier in der Regel kleine Geländewagen oder Kleinwagen mit Klimaanlage. Die werden gerne auch mal etwas vorgeführt. Die schlimmste Begegnung war mit einem Benzintankwagen, der mich in den Serpentinen nördlich von Ierápetra unter Hupen überholt hat, ohne dass ich den Gegenverkehr einsehen konnte.

Der kleine Geländewagen ist auch sehr sinnvoll. Unser Wagen war zwar spartanisch ausgestattet, erlaubte es uns aber auch in die Berge zu fahren.

Die Hafenpromenade (2008)

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Ierápetra hat zwar einen Hafen, aber große Fährverbindungen gibt es nicht. Nahegelegen Fährhäfen gibt es in Ágios Nikólaos und Sitía (weiter siehe Straßen).

Mobilität[Bearbeiten]

In Ierápetra gibt es eine Reihe von Busverbindungen, die die umliegenden Ortschaften miteinander verbinden. Die sind aber wenig touristisch ausgelegt und mehr dazu geeignet, die Einheimischen zu ihrem Arbeitsplatz und wieder nach Hause zu bringen.

Eine verfallene türkische Moschee mit restaurierten Minarett

Ein Mietwagen ist in Ierápetra Pflicht. Nur so kann man die schöne Landschaft um den Ort erkunden. Dazu kommt, dass die meisten Hotels etwas außerhalb liegen und kein All Inclusive anbieten. Die Supermärkte bei den Hotels sind für die Touristen gemacht und haben dementsprechend wenig Auswahl und sind teuer. Zum Einkaufen muss man also in die Stadt und wenn man das jeden Tag mit dem Bus machen müsste, dann wäre es zu teuer.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Hafen mit den alten Befestigungsanlagen ist sicher ein Anziehungspunkt. Man kann hier Geschichte live erleben. Auch das Zusammentreffen der östlichen und westlichen Kultur ist hier gut erlebbar.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Strand[Bearbeiten]

Kommt man an den Strand östlich von Ierápetra, wundert man sich zuerst, warum Holzwege auf dem Strand installiert worden sind. Der erste Schritt erklärt, warum. Der Strand ist kein Sandstrand, sondern er besteht aus kleinem Kies. Es sieht schön aus, die Steinchen sind hellgelb und einladend. Aber auch einladend für die Sonnenstrahlen. Mit nackten Füssen sollte man auf dem Kies wegen der großen Hitze nicht gehen. Deswegen auch die Holzwege.

Die zweite Merkwürdigkeit sind die Sonnenschirme. Die haben ein richtiges Fundament und einen dicken, festen Ständer. Auch das erklärt sich nach der ersten Schnorchelrunde im Meer. Hier liegen unzählige Sonnenschirme, Liegen und alles Mögliche. Plötzlich auftretende Fallwinde aus den Bergen im Norden von Ierápetra sind die Ursache. Die sind kurz und heftig.

Den nächsten Sandstrand erreicht man, wenn man auf der Küstenstraße nach Osten fährt. Dieser ist zwar nicht unbedingt malerisch, aber schön zum Schwimmen und Baden. Wenig Wellen und kaum bis gar keine Touristen. Hier machen die Einheimischen Urlaub vom Tag. Man muss alles mitbringen, es gibt nichts zu kaufen, nur Gegend anzuschauen.

Fährt man weiter Richtung Osten kommt man an zwei Sandstränden vorbei. Die liegen zwar unschön unterhalb der Küstenstraße, die ist aber nur wenig befahren und stört nicht wirklich. Dafür sind sie sehr leer und wenn hier jemand ist, dann sind es Leute aus den Ortschaften drumherum, die sich einen schönen Tag machen, zumeist Familien.

Einkaufen[Bearbeiten]

In der Altstadt von Ierápetra gibt es zahlreiche Geschäfte, die ihre Waren anbieten. Es gibt nicht viele Hotels, die von Touristen besucht werden. Die Geschäfte sind auf Einheimische zugeschnitten. Man benötigt einen kurzen Tag, um die Innenstadt zu erkunden. So ein wirkliches Shopping-Feeling mag kaum aufkommen. Am Stadtrand findet man auch Supermärkte, die schöne Produkte aus heimischer Produktion und im weiteren Sortiment auch Produkte anbieten, die mit der hiesigen Auswahl identisch sind. Hier kann man sich gut eindecken und auch einmal etwas stöbern. So haben die Märkte oft ein schönes Sortiment an Geschirr samt Töpfen und Pfannen in der Auswahl, Produkte, die man in Deutschland nicht oder nur schwer kaufen kann.

Mittlerweile gibt es dort einen großen Lidl-Supermarkt und im September findet der sogenannte Sommerschlussverkauf statt. Der Wochenmarkt findet jeden Samstag statt.

Küche[Bearbeiten]

In Ierápetra gibt es nur griechische Küche, alles andere sind große Ausnahmen. Vorsicht, wenn man mit Kindern reist. Die mögen vielleicht die in Deutschland bekannte griechische Küche, das gibt es hier aber nicht. Traditionelle Küche ist angesagt und da sagen viele deutsche Kinder lieber "nein!" (Eigene Erfahrung).

Tavernen und Kafenio

Tavernen gibt es aneinander gereiht vom Anfang der Promenade am großem Sportplatz in Laufrichtung des Kastels. Ab Beginn des Strandes, wo sich auch die Hafenpolizei befindet, sind noch vereinzelte Tavernen und zwischendrin die Kafenio vertreten. Es empfiehlt sich dort mal einzukehren, denn jedes Kafenio hat seine eigenen Mezedes-Spezialitäten. Zu jedem alkoholischem Getränk (bevorzugt kretischen Raki oder Wein) gibt es ein bis fünf Mezedes-Teller gratis. In der Altstadt in der Nähe der Moschee gibt es z. B. ein Straßenkafenio, welches im Sommer abends grillt und dieses Grillgut als Mezedes zu den Getränken gibt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Im Touristengebiet östlich der Stadt gibt es jeden Tag Stimmung am Abend. Es gibt eine Diskothek, Cocktailbars und Strandbars. Die können mitunter bis in die Nacht sehr laut werden. Insgesamt kann man das Nachtleben aber als gemäßigt betrachten.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels gibt es sowohl in der Stadt, als auch östlich außerhalb. Es sind nicht sehr viele, es ist nicht so zugebaut, wie man es von anderen Touristengegenden kennt. Die Hotels haben einen gewöhnlichen, griechischen Standard. Die Sterne, die der Katalog verspricht, sind korrekt. Das Personal ist freundlich und diskret. Der eine oder andere verdient sich mit dem Vermitteln von irgendwelchen Verträgen noch etwas dazu, etwa beim Mietwagen. Ein Gespräch mit dem Barkeeper sicherte den Mietwagen für weniger Geld, der Wagen stand am nächsten Tag vor der Tür und wurde auch wieder abgeholt.

Des Weiteren gibt es in der Altstadt mehrere Pensionen mit moderaten Preisen, dort lässt sich auch spontan eine Übernachtungsmöglichkeit finden.

  • Galaxy, Omirias 4, 72200 Ierápetra. Tel.: +30 28420 26541. Modernes, sauberes Hotel mit fantastischem Frühstücksbuffet und fairen Preisen (zumindest außerhalb der Saison) mitten in der Innenstadt. W-LAN & Klimaanlage vorhanden. In einer Baulücke ein paar Häuser weiter befindet sich der Parkplatz des Hotels, man erhält an der Rezeption einen Transponder für das Tor. ([mailto:])

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweis[Bearbeiten]

  1. Es empfiehlt sich den Tank des Mietwagens immer halbvoll (besser voll) zu haben, da durch eventuelle Streiks im Hafen von Iraklio keine Versorgung der Tankstellen mehr erfolgt (mehrere eigene Erfahrungen!).
  2. Der kretische Raki ist nicht zu vergleichen mit dem türkischen Raki. Der kretische Raki ist ein Brand aus Weintrester - ähnlich Grappa oder Obstler. Das Raki-Brennen findet im Oktober/November statt.

Ausflüge[Bearbeiten]

Es gibt einige Motorschiffe, die zu der Ierapetra vorgelagerten Insel Chrysi mehrmals fahren. Tickets sind fast überall zu bekommen. Die Insel ist unbewohnt und hat - wenn eine Lizenz vergeben wurde - auch eine Taverne. Ansonsten verkaufen die Schiffe gekühlte Getränke. Sollte man in Ierapetra ein Hotel (z. B. Petra Mare) gebucht haben, empfiehlt es sich nicht über den Reiseanbieter zu buchen, sondern selbst zu Hafen vorzulaufen und ein Ticket zu erwerben. Man bezahlt am Hafen nur etwa die Hälfte.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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