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Großenkneten

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Karkenhus in Großenkneten gegenüber der St.Marienkirche
Großenkneten
BundeslandNiedersachsen
Einwohner14.687 (Stand Dez. 2014)
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Tourist-Info+49 (4435) 600-117
http://www.grossenkneten.de/
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Lage
Lagekarte von Niedersachsen
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Großenkneten

Die Gemeinde Großenkneten befindet sich im nordwestlichen Niedersachsen im Landkreis Oldenburg (Dreieck Oldenburg – Bremen – Cloppenburg). Durch die idealen Anbindungen an die A 1 und A 29 sowie an die NordWestBahn-Strecke Osnabrück – Oldenburg – Wilhelmshaven ist die Gemeinde Großenkneten gut zu erreichen. Die Gemeinde Großenkneten ist Teil des Naturparks Wildeshauser Geest.

Hintergrund[Bearbeiten]

In den heutigen Grenzen besteht die Gemeinde Großenkneten seit der Gebietsreform 1933. Sie wurde durch die Ein­gliederung der ursprünglichen Gemeinde Huntlosen in die Gemeinde Großenkneten gebildet. Insgesamt besteht die Gemeinde Großenkneten aus 19 Ort- bzw. Bauernschaften: Ahlhorn, Amelhausen, Bakenhus, Bissel, Döhlen, Großenkneten, Hagel, Halenhorst, Haschenbrok, Hengstlage, Hespenbusch-Pallast, Hosüne, Huntlosen, Husum, Sage, Sage-Haast, Sannum, Steinloge, Westrittrum. Die vier großen Ortsschaften sind Ahlhorn, Großenkneten, Huntlosen und Sage. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf einer Fläche von 176,26 km².

Die positive Weiterentwicklung der Gemeinde ist ein wesentliches Anliegen. Politik und Verwaltung arbeiten daher kontinuierlich daran, Großen­kneten zu einer modernen und familienfreundlichen Gemeinde auszubauen. Hierzu zählt natürlich auch die Förderung des Tourismus.

Die Verwaltung der Gemeinde Großenkneten sieht sich als ein modernes Dienstleistungsunternehmen. Die Belange der Einwohnerinnen und Einwohner aber auch der Gäste von Nah und Fern stehen hier im Vordergrund. Der Service wird daher auch künftig einen besonderen Schwerpunkt darstellen.

Anreise[Bearbeiten]

Großenkneten profitiert von seiner idealen Lage. Die Autobahnen A 1 und A 29 und die Bahnstrecke Osnabrück - Oldenburg - Wilhelmshaven sorgen für eine gute Erreichbarkeit.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Eisenbahnlinie Wilhelmshaven-Oldenburg-Osnabrück (Bahnhöfe in: Ahlhorn, Großenkneten, Huntlosen)

Mit dem Auto[Bearbeiten]

A 1, Abfahrt Wildeshausen-West, A 1 Abfahrt Ahlhorner Heide, A 29 Abfahrt Ahlhorn, A 29 Abfahrt Großenkneten

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Flughafen Bremen (in 30 Min. bequem zu erreichen); für Privatflieger stehen die Landeplätze Hatten und Ganderkesee zur Verfügung.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

  • St. Briccius Kirche zu Huntlosen. Die um 1250 erbaute Wehrkirche im Ort Huntlosen hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Besonders sehenswert sind die Christusfigur am Kreuz hinter dem Altar und die Form des Turmes.
  • St. Marienkirche in Großenkneten. Dem Kirchengebäude sieht man das hohe Alter der Urzelle, aus der es entstanden ist, nicht an. Jetzige Form 1819/1820. Bei Renovierungsarbeiten stieß man auf Reste eines Feldsteinfundamentes einer kleinen Kirche, die vor dem Jahr 1000 errichtet worden war.

Ausstellungen und Museen[Bearbeiten]

  • 100 Jahre Fliegerhorst Ahlhorn
In den Ausstellungsräumen der Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn e. V. ist eine Ausstellung über den Fliegerhorst in Ahlhorn entstanden. Es wird die Geschichte des Fliegerhorstes und des Ortes Ahlhorn von 1915 bis heute dargestellt. Durch Fotos, Texte und Ausstellungsstücke wird eine fast hunderjährige Geschichte dokumentiert.
Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn e. V., Cloppenburger Straße 2, 26197 Ahlhorn (Großenkneten). Für weitere Infos: Telefon 04435 2686 oder 0441 204196.

Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Ahlhorner Fischteiche
Seit 1993 sind die Ahlhorner Fischteiche unter Naturschutz. Auf 485 Hektar erstrecken sich Fischteiche, Schlatts und das Lethetal. Die Ahlhorner Fischteiche sind ökologisch von großer Bedeutung und sind Teil des FFH-Gebietes "Sager Meer, Ahlhorner Fischteiche und Lethe (Fauna-Flora-Habitatrichlinie). Zahlreiche, teilweise seltene, Wasservögel, Amphibienarten und Pflanzen bereichern die Teichlandschaft. Für ausgedehnte Sparziergänge und Wanderungen eignet sich das Gebiet hervorragend. Auf sechs verschiedenen Wanderwegen können die Ahlhorner Fischteiche erkundet werden. Die Wanderkarte Ahlhorner Fischteiche und Urwald Baumweg kann unter anderem bei der Gemeinde Großenkneten erworben werden.

Großsteingräber - Megalithkultur[Bearbeiten]

Die Großsteingräber in der Wildeshauser Geest entstanden ca. 3.500 - 2.700 v. Chr. und sind stille Zeugen der so geannten "Trichterbecherkultur" (benannt nach den Funden zahlreicher trichterförmigen Bechern). In der Gemeinde Großenkneten und Umgebung gibt es zahlreiche dieser Bestattungsanlagen, die auch häufig als Hünengräber oder Hünenbett bezeichnet werden.

  • Heidenopfertisch
Der Heidenopfertisch
Der Heidenopfertisch befindet sich bei Engelmannsbäke und nur wenige Gehminuten vom Visbeker Bräutigam entfernt. Die verhältnismßig kleine Grabstätte fällt durch den großen Deckstein auf. Er wiegt mehrere hundert Zentner und misst 5x3x1,2 Meter. Aufgrund seiner bizarr anmutenden Form hat sich bis heute das Vorurteil gehalten, es handle sich dabei um einen Opferaltar. Seinen Namen erhielt das Grab erst im 20. Jahrhundert. Bis heute gibt es aber keine Beweise, dass dort tatsächlich Rituale des Tier- oder Menschenopfers abgehalten worden sind.
  • Visbeker Bräutigam
Der Visbeker Bräutigam ist mit 104 Metern länge das größte Großsteingrab in Niedersachsen. Ca. 130 Steine sind als Umfassungssteine der Grabanlage heute noch gut zu erkennen. Vier kleinere Gräber sind in der näheren Umgebung zu entdecken. Dazu gehört auch der Brautwagen, der zwar nicht ganz so imposant daherkommt, aber dessen Kammer nicht viel kleiner ist als die des Bräutigams.
  • Visbeker Braut
Die Visbeker Braut ist ca. 4 km entfert vom Visbeker Bräutigam. Es ist nach dem Bräutigam das zweitlängste Grab im Naturpark Wildeshauser Geest. Darüber hinaus zählt es durch seine Länge von 80 Metern zu den größten Großsteingräbern Norddeutschlands. Durch einen Wanderweg, Brautweg genannt, sind beide miteinander verbunden.
  • Ahlhorner Kellersteine
Die Ahlhorner Kellerstein befinden sich etwa 1 km nördlich des Visbeker Bräutigams und sind über den Brautweg gut zu erreichen. Leider wurde einer der drei Deckstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts gesprengt, die Wandsteine sind aber zum größten Teil noch in ihrer Originallage.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die GästeführerInnen der Gemeinde Großenkneten bieten jedes Jahr abwechslungsreiche Führungen, (Krimi-)Spaziergänge, Betriebsführungen, Bustouren, Fahrradtouren u.v.m. an.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Das GartenKultur-Musikfestival in der Gemeinde Großenkneten findet immer im Monat August statt
  • Der Tag der Regionen in der Gemeinde Großenkneten hat seinen Kerntag immer am Erntedankfest
  • Das ganze Jahr über finden in der Gemeinde Großenkneten viele verschiedene und abwechslungsreiche Veranstaltungen der Vereine, Kirchen, Feuerwehren u.v.a statt.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Restaurants[Bearbeiten]

Die unter Unterkunft genannten Hotels verfügen ebenfalls über ein Restaurant.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Darüber hinaus gibt es:

Geboten wird hier alles rund um Konfirmanden-Freizeiten, Klassenreisen, Kids-&teens Gruppenfahrten, jugend-Sportclubs, Ausflüge und Seminare für Jugendliche.

Zeltwiese, Gästehaus und Programm für Gruppen

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Pilgern auf dem Castusweg[Bearbeiten]

Eine Zeitreise durch das Christliche Erbe

Auf Wegen des Abtes Gerbert Castus und der ehemaligen Wallfahrtsorte

In der Region zwischen Wildeshausen, Wardenburg und Bethen gibt es einige Zeitzeugen aus dem Mittelalter. Von der Christianisierung durch den Abt Gerbert Castus, Gründer der Missionszelle Visbek, bis zur Reformation pilgerten gläubige Menschen durch weite Landstriche des südlichen Oldenburger Landes.

Feste Straßen gab es nicht, so fand man Wege und Pfade durch einsame Heide und Moor, auch orientierte man sich an den Ufern der Lethe oder der Hunte. Der Glaube an ein Wunder oder an eine Gebetserhörung gab ihnen die Kraft für eine lange beschwerliche Pilgerreise.

Besucht wurden die Missionszelle Visbek (St. Vitus), die ehemalige Kirche in Westerstedi (Westerburg), der Wallfahrtsort Bethen, die Marienkirche in Wardenburg, und die einzige Basilika im Oldenburger Land, die Alexanderkirche in Wildeshausen.

Der Weg ist das Ziel, so lautet das Motto dieses Pilgerweges, keine der Tagesstrecken ist länger als 20 km. Er berührt nicht nur die ehemaligen Wallfahrtsorte, sondern auch die mittelalterlichen Kirchen in Huntlosen, Großenkneten und Dötlingen, sowie Kirchen und Kapellen neueren Datums. Dieser Pilgerweg durch den Naturpark Wildeshauser Geest führt durch Wälder, Wiesen, entlang an Ufern und ist gesät von Natur- und Kulturdenkmalen. So erfreut man sich unterwegs an Baumriesen, Wassermühlen und Großsteingräbern. Oberstes Gebot der Wanderung soll sein: Die Zeit vergessen, die Natur erleben, sehen, schmecken und fühlen und bei jeder Gelegenheit stehen bleiben und auch mal ein Lobgebet sprechen.

Infos bei der Gemeinde Großenkneten, Tel. +49 (0)4435 600-117 oder touristinfo@grossenkneten.de, Flyer.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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