Gjirokastra

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Unesco-Welterbestätten in Europa
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Gjirokastra
Einwohnerzahl23.437 (2012)
Höhe193 m
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Hintergrund[Bearbeiten]

Gjirokastra ist eine Kleinstadt mit knapp 20.000 Einwohnern im Süden Albaniens. Seit 2005 gehört Gjirokastra zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Tirana (Tirana International Airport Nënë Tereza, TIA) befindet sich 222 km nördlich von Gjirokastra. Alternativ kann man auch nach Korfu/Griechenland (Ioannis Kapodistrias International Airport, CFU) fliegen, von dort die Fähre zum Seehafen Saranda nehmen und die restlichen 56 km mit dem Bus oder Taxi nach Gjirokastra zurücklegen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Gjirokastra hat keinen Anschluss an das (kaum noch vorhandene) Streckennetz der albanischen Eisenbahn (Hekurudha Shqiptare, HSH).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Gjirokastra liegt an der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung Albaniens, der S4 SH4 (E853 ), die Tirana mit Griechenland (Grenzübergang Kakavia) verbindet. Die Straße ist für albanische Verhältnisse sehr gut ausgebaut.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Gjirokastra

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick über das Basarviertel von Gjirokastra

Die Stadt der 1000 Treppen besitzt hunderte von Häusern im osmanischen Stil mit verschiedenen Steindächern.

  • Basarviertel: Bis Mitte des 20. Jh. war Gjirokastra ein bedeutender Markt für landwirtschaftliche Produkte aus der Region sowie Leder- und Holzwaren. Heute ist das Basarviertel das Zentrum der touristischen Infrastruktur mit vielen Bars, Cafés, Restaurants, Souvenir- und Kunsthandwerkerläden.
  • 1 Bazaar Mosque (Memi Bey Mosque) wikipediacommonswikidata. Während der Zeit des Kommunismus wurde die Moschee als Ausbildungszentrum für einen Zirkus benutzt. Inzwischen wird das Gebäude wieder als Moschee benutzt.
  • 1 Burg wikipediacommonswikidata. (Öffnungszeiten: April - September 9 - 19 Uhr, Oktober - März 9 - 17 Uhr, Eintrittspreis: 200 Lek). Das Burggelände war der Ursprung Gjirokastras. Der Großteil der Einwohner lebte hier bis sich im 15. Jh. das Basarviertel entwickelte. Erste Befestigungen stammten aus dem 5. Jh. vor Christus, der Großteil der heutigen Festung stammt aus dem 12. und 13. Jh. Anfang des 19. Jh. erreichte es mit dem Bau des Uhrturms die heutige Gestalt und war damit die zweitgrößte Befestigungsanlage des Balkans.
  • Waffengalerie (innerhalb der Burg): lange Galerie mit Artilleriegeschützen und einem kleinen italienischen Panzer.
  • Nationales Rüstungsmuseum (innerhalb der Burg, Eintritt: 200 Lek). Im ehemaligen Gefängnis wurde 1971 das nationale Waffenmuseum eröffnet. Es zeigt albanische Waffen von der Zeit der Unabhängigkeit 1912 bis zum Ende des 2. Weltkriegs. Der Großteil der Ausstellung ist dem Partisanenkampf 1939 - 1944 gegen die italienische und deutsche Besatzung gewidmet.
  • Amerikanisches Flugzeug: Ein US-Militärtrainingsflugzeug musste 1957 mit technischen Problemen in der Nähe von Tirana landen. Der Pilot wurde kurze Zeit später in die USA zurückgebracht, aber das Flugzeug, das die Kommunisten als Spionageflugzeug unterhielten, wurde als Trophäe des Kalten Krieges auf die Burg gebracht.
  • Festival-Bühne: Die Bühne wurde in den 1980er Jahren errichtet und ist seit einigen Jahren die Heimat des Albanian National Folk Festivals, das alle vier bis fünf Jahre stattfindet (zuletzt 2015). Während des Jahres wird die Bühne an Feiertagen von der Gemeinde genutzt, um Musik- und Tanzveranstaltungen zu präsentieren.
  • Uhrturm (auf dem Burggelände): Die Uhr wurde im 19. Jahrhundert von Ali Pascha von Tepelena aufgestellt. Es ist ein Merkmal der Städte in dieser Zeit und bestimmt die Zeit von fünf täglichen Gebeten. Der Turm wurde in den 1980er Jahren restauriert und die aktuelle Uhr wurde in den 1990er Jahren installiert. Die Uhr funktioniert zurzeit  jedoch nicht.

Museen:

Uhrturm und Festival-Bühne auf dem Burggelände
  • 2 Ethnographisches Museum wikipediacommonswikidata. (Öffnungszeiten: April - September 8 - 12 Uhr und 16 - 19 Uhr, Oktober - März 9 bis 16 Uhr, Eintrittspreis: 200 Lek): Das Ethnographische Museum befindet sich im Stadtteil Palorto, dem am besten erhaltenen Stadtteil in der Altstadt Gjirokastras. Es befindet sich im Geburtshaus des albanischen Diktators von 1944 - 1985, Enver Hoxha. Das Museumsgebäude wurde 1966 rekonstruiert, nachdem das Originalgebäude einem Brand zum Opfer fiel. Von 1966 - 1991 beherbergte das Gebäude das antifaschistische Museum. Das gesamte vierstöckige Gebäude ist für Besucher zugänglich und zeigt viele Gegenstände des täglichen Lebens (Haushaltsgegenstände, Trachten und typische Kunstgegenstände) einer reichen Familie aus Gjirokastra aus dem 19. Jh.
  • 3 Ismail Kadare-Haus wikipediacommonswikidata. (Öffnungszeiten: April - Oktober 9 - 19 Uhr, Eintritt: 200 Lek): Das Ismail Kadare-Haus ist die jüngste Attraktion in der historischen Altstadt von Gjirokastra. Es gehört der Familie von Ismail Kadare, dem bekanntesten Schriftsteller Albaniens, der hier 1912 geboren wurde. Nachdem das Haus bei einem Brand 1999 komplett zerstört wurde, ist es mittlerweile wieder vollständig rekonstruiert und zeigt seit 2017 mehrere Ausstellungen mit Bezug auf den Schriftsteller.
Zekate-Haus, Gjirokastra
  • 4 Zekate-Haus wikipediacommonswikidata. (in Privatbesitz, keine festen Öffnungszeiten, Eintritt: 200 Lek): Das Haus ist ein Beispiel eines typischen befestigten Turmhauses von Gjirokastra, die wohlhabenden Personen wie Kaufleuten oder Verwaltungsbeamten gehörten. Sie alle folgen einem Grundriss: Ein befestigtes Untergeschoss aus Stein, gekrönt von einer Holzgalerie, in der sich die Haupträume für eine Großfamilie befinden. In die Wände sind Schießscharten eingesetzt um sich gegen angreifende Feinde zu verteidigen. Das Zekate-Haus wurde 1811 - 12 erbaut und ist ein großartiges Beispiel für ein Turmhaus aus dieser Zeit. Es verfügt über zwei Türme und eine Doppelbogenfassade. Zu besichtigen sind drei Stockwerke: Im Erdgeschoss befinden sich Lagerräume und die Zisterne. Eine zentrale Treppe führt ins erste Stockwerk, in dem sich ein kleiner Empfangsraum, weitere Lagerräume sowie die Küche befinden. Im zweiten Stockwerk befinden sich die Wohnräume der Familie. Im dritten Stockwerk ist ein großer Empfangsraum mit typischen Freskenwänden, einer geschnitzten Decke und einem verzierten Kamin zu besichtigen. In der Mitte des oberen Stockwerks befindet sich ein Holzbalkon mit großartigem Blick über die gesamte Stadt.
  • 5 Skënduli-Haus wikipediacommonswikidata. (für Besucher geöffnet, Eintritt: 200 Lek): Skender Skënduli, ein weiterer wohlhabender Landbesitzer, erbaute das Skënduli-Haus 1823 während der größten Zeit von Gjirokastra. Das Haus hatte zwei Innenhöfe und ist einzigartig, da es sowohl eine Innentreppe als auch eine Außentreppe hat. Früher gab es 46 Schornsteine, was auf den Reichtum der Familie Skënduli hinweist. Insbesondere das Hauptzimmer zeichnet sich durch seine dekorierte Decke und Holzstangen aus, ebenso wie die vielen anderen Holzdekorationen in diesem Haus ihm einen unwiederholbaren Wert verleihen. Die große Anzahl von Schlupflöchern und die raffinierten Schlösser der Haupttüren zeugen von seiner Verteidigungsfunktion.
  • Gjirokastra-Museum: Das Gjirokastra Museum wurde 2012 eröffnet und befindet sich in einer der schönsten Galerien der Burg. Es erzählt die Geschichte und Kulturtraditionen der Stadt und ihrer Umgebung von der Vorgeschichte bis heute durch archäologische und historische Objekte, Archivmaterialien und mündliche Überlieferungen. Es gilt als eines der modernsten Museen des Landes mit einem besonderen Design und einer Kombination aus Erzählungen und Bildern.
  • 6 Museum des kalten Kriegs (Cold War Tunnel). Ein unterirdischer Bunker, der in der letztn Phase der kommunistischen Ära Albaniens (1944-1990) als Notunterkunft diente. Dieser Bunker und die unzähligen kleinen Bunker belegen, dass der kommunistische Diktator von Albanien, Enver Hoxha, eine ausländische Invasion befürchtete. Der in den frühen 1970er Jahren heimlich erbaute Bunker ist 800 m lang und verfügt über 59 Zimmer. Der Tunnel des Kalten Krieges wurde entworfen, um im Falle eines Atomangriffs viele verschiedene Funktionen zu erfüllen. Es gibt Räume für Ministerien, Kommunalverwaltungen, Vernehmer, Parteieliten, Schlafplätze, Stromerzeugung und Wasserspeicher.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels in der Altstadt:

  • Hotel Argjiro****, Rruga Gjin Zenebisi / Sheshi Çerçiz Topulli, www.hotelargjiro.al, historisches Gebäude von 1855, 2016 nach umfassender Restaurierung wiedereröffnet, direkt am Rande der Altstadt, 49 komfortable bis luxuriöse Zimmer, Bar, Restaurant, Dachgarten
  • Hotel Çajupi****, Sheshi Çerçiz Topulli, www.cajupi.com: direkt am Basar-Viertel, 1964 erbaut, 2019 renoviert, oft von Reisegruppen genutzt, mit Restaurant und Bar
  • Hotel Fantasy****, Rruga e Zejtarve, etwas unterhalb des Basar-Viertels
  • Old Bazaar 1790, Rruga Astrit Karagjozi, www.oldbazaar.al: historisches Wehrturmhaus von 1790 zwischen Basar- und Palorto-Viertel, 11 Zimmer
  • Hotel Kalemi***, Rruga Bashkim Kokona, www.kalemihotels.com, historisches Haus mit 11 Zimmern, nahe am Zekate-Haus
  • Hotel Kalemi 2***, Rruga Alqi Kondi, www.kalemihotels.com, historisches Haus im osmanischen Stil, modernisiert, etwas unterhalb des Basar-Viertels
  • Hotel Kodra***, Rruga E Zejtareve, www.hotelkodra.com, Boutique-Hotel von 2013 im osmanischen Stil mit 13 Zimmern und 2 Restaurants, direkt unterhalb des Basar-Viertels
  • Hotel Lani***, Rruga Jaçe Braja, www.hotel-lani.gjirokaster.hotels-al.com, hoch über der Burg gelegen, bietet auch Dreibett-Zimmer an
  • Palorto Hotel***, Rruga Ismail Kadare, www.palorto-hotel. gjirokaster.hotels-al.com, Gasthof mit 6 Zimmern, Garten und Terrasse, Gemeinschaftsküche, nahe Ethnographischem Museum und Skënduli-Haus
  • 4rooms Hotel***, Rruga Zejtareve Pazari, Bed & Breakfast mit 4 Zimmern, nahe der Basar-Moschee und dem Basar-Viertel
  • Castle Hotel***, Rruga Astrit Karagjozi, www.castle-hotel. gjirokaster.hotels-al.com, historisches Haus in der Nähe der Burg
  • 1 Hotel Gjirokastra, Rruga Shezai Çomo. , unterhalb der Burg, Pension mit 8 kleinen Zimmern, ruhige Lage, kleiner Garten.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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