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Celestún

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Aus Wikivoyage
Celestún
BundesstaatYucatán
Einwohnerzahl8.389 (2020)
Höhe0 m
Lagekarte von Mexiko
Lagekarte von Mexiko
Celestún

Celestún ist ein Nationalpark in Yucatán in Mexiko.

Flamingos in Celestún

Hintergrund

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Celestún ist ein ca. 6000 Einwohner zählendes Fischerdorf. Viel bekannter ist aber die gleichnamige Lagune, die gerade bei Vogelliebhabern ein sehr beliebtes Reiseziel ist.

Geschichte

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Mangrovenwälder in Celestún

Schon bevor die Spanier eintrafen, haben die Maya hier in der Lagune Salz gewonnen. Basierend auf den guten Fischfangmöglichkeiten in Süß- und Salzwasser konnte sich hier eine kleine 6.000-Einwohner-Gemeinde etablieren. Besondere Spezialität ist der in dieser Region gefangene Tintenfisch. Zur Hauptfangsaison schwillt die Stadt auf eine Größe von bis zu 10.000 Einwohnern an. Im Jahre 1979 wurde die Lagune mit ihrem Vogelreichtum zum Celestun Wildlife Refuge erklärt. Nachdem im Jahr 1988 der Hurrikan Gilbert über Yucatán gewütet hatte, ließen sich hier verstärkt jedes Jahr eine große Anzahl von Flamingos nieder. Im Jahre 2004 wurden die Mangrovenwälder in der Lagune auf einer Größe von 591 km² zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt. Zum Fischfang hält in den letzten Jahren immer stärker der Tourismus Einzug in die Stadt. Celestún gilt hier regional als Vorreiter für den sanften, nachhaltigen Ökotourismus. Reiseführer und Ranger anderer Reservate wie z. B. Calakmul wurden hier ausgebildet. In den letzten Jahren häufen sich Berichte über einzelne Bootsfahrer, die auf Drängen von Touristen sehr nahe an die Vögel fahren oder die Boote abseits der Schiffsrouten in die seichten, empfindlichen Gewässer des Biotops steuern. Deshalb ist man hier auch als Tourist gefordert dem entgegen zu wirken.

Landschaft

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Etwa 15 km lang und bis zu 2 km tief zieht sich die Lagune ins Festland hinein. Im Süden öffnet sie sich zum Meer und wird durch stark salzhaltiges Meerwasser gespeist. Im Westen gibt es dazu Quellen, die die Lagune mit Süßwasser speisen. Rund um die Lagune gibt es ausgedehnte Mangrovenwälder, die 59% der Fläche einnehmen. In der Lagune gibt es noch kleinere Inseln, auf denen sich ebenfalls Mangrovenwälder finden. Der Rest der Vegetation ist subtropisch.

Flora und Fauna

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Subtropische Landschaften mit Mangrovenwäldern und niedrigerem Dschungel, der teilweise im Winter sein Laub verliert, und eine gewaltige Nahrungsvielfalt bilden einen idealen Aufenthaltsort für Vögel aller Art. So können hier neben den Flamingos unter anderen noch Pelikane, Kormorane, diverse Reiherarten und zwischen Dezember und März Wildenten aus Kanada beobachtet werden. Insgesamt sind über 300 verschiedene Vogelarten gezählt worden. Doch neben den Vögeln gibt es in der Biosphere noch 234 verschiedene Säugetierarten wie Jaguare, Spinnenaffen oder den Ozelot. Die grüne Schildkröte ist genauso zu finden wie die Loogerhead-Schildkröte. Und Krokodile gibt es natürlich auch.

Flamingos
Wildenten
Kormorane
Pelikane

Klima

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Hier herrscht das für die Halbinsel Yucatán typische subtropische Klima. Die trockensten Monate sind zwischen November und April. Je nachdem wie trocken diese ausfallen, kann das Auswirkungen auf die Anzahl der Flamingos haben. Denn wenn der Wasserstand zu sehr abnimmt, wählen viele Flamingos andere Orte wie z. B. Rio Lagartos. Bei relativ hohem Wasserstand gab es in Rekordjahren bis zu 30.000 Flamingos.

Anreise

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Obwohl der untere Zipfel des Reservats schon im Bundesstaat Campeche liegt, erfolgt die einzig sinnige Anreise über Mérida (Mexiko). Hier liegt auch der nächstgelegene internationale Flughafen.

Die einfachste Anreise erfolgt von Mérida (Mexiko) über eine der vielen Reiseagenturen. Fast jedes Hotel arbeitet hier zusammen. Angeboten wird in der Regel ein Paket mit Hin- und Rückfahrt, kurzer Tour und einem Mittagessen am Strand (natürlich Fisch).

Wer ein bisschen mehr Flexibilität haben möchte, kann mit dem Bus direkt von Mérida (Mexiko) anreisen. Die Busse fahren vom Terminal Noreste ab und kommen an der Plaza an. Die Fahrzeit beträgt ca. 2 Stunden, und der Preis liegt etwa bei 50 MEX$. Wer die kurze Tour (nur der nördliche Teil der Lagune) auf der Lagune fahren will, sollte zurück zur Brücke gehen, und wer die lange Tour (die komplette Lagune und am Strand entlang) fahren möchte, sollte in die Stadt zum Hafen gehen. Die Busse fahren zwischen 05:00 Uhr und 20:00 Uhr in etwa im Stundentakt.

Für Selbstfahrer eignet sich am besten der Weg über Umán und Kinchil auf der MEX 281. Die Fahrtzeit beträgt ca. 1,5 bis 2 Stunden.

Gebühren/Permits

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Mit dem Boot in Celestún

Die Bootstouren selber sind kostenpflichtig. So kostet die kurze Tour über den nördlichen Teil umgerechnet etwa 10,00 €. Dafür bekommt man in 1,5 Stunden die Flamingos, die Vogelinsel und die Süßwasserquellen geboten. Die lange Tour dauert etwa doppelt so lang und beinhaltet die kurze Tour plus den versteinerten Wald und eine aufregende Strandfahrt zum Eingang in die Lagune. Der Preis wird hier in der Regel pro Boot festgelegt. Jede Bootsfahrt kostet 70,00 € bis 80,00 € und bietet acht Passagieren Platz.

Mobilität

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An der Brücke über der Lagune vor der Stadt liegen zahlreiche Boote. Hier gibt es auch einen Parkplatz und einen Ticketschalter. Die Bootsfahrer sprechen in der Regel Spanisch, einige sprechen auch Englisch. Wer sicher gehen will, dass er einen englischsprachigen Bootsführer bekommt, zahlt einen Aufpreis. Normalerweise wird die klassische kurze Tour gefahren. Hin und wieder bieten die Bootsführer auch an, für einen Aufpreis noch den versteinerten Wald aufzusuchen. Wer aber die ganze Lagune sehen will, der muss zum Strand und dort ein Boot mieten. Dafür bekommt man aber zusätzlich eine Fahrt am Strand entlang geboten.

Sehenswürdigkeiten

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Süßwasserquelle in Celestún
Übersichtskarte Celestún
  • Lagune - Die meisten Touristen kommen wegen der Lagune her, und das zu Recht. Hier gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die in einer Bootstour besichtigt werden können:
  • Parque natural de flamenco rosa. Tausende Flamingos nisten hier von März bis August und stellen die Hauptattraktion der Lagune dar. Angezogen von speziellen Algen, die im Brackwasser einen idealen Nährboden finden, kann sich der Himmel auch schon mal rosa färben. Ein grandioser Anblick!
  • Isla de los pájaros. Die Vogelinsel beherbergt sehr große Nistkolonien von Fregatt-Vögeln und Pelikanen.
  • Süßwasserquellen. Zwei Süßwasserquellen bieten unter anderem die Möglichkeit zum Baden. Vom Anlegersteg führt ein mit Holz befestigter Weg zu den beiden Quellen. Die erste größere zeigt sich in klarem blauen Wasser und ist zum Baden geeignet. Die zweite ist kleiner, und man kann hier ab und zu auch Krokodile beobachten. Dass diese niemals die große Quelle aufsuchen, wurde uns mehrmals versichert. Auf jeden Fall sollte man gegen Mücken gewappnet sein, die auf leckeres Touristenblut warten.
  • Versteinerter Wald. Vor langer Zeit wurden die hiesigen Bäume vom Salzwasser getötet, stehen nun steinhart im Wasser und werden bei der großen Tour durchfahren.
  • Strand. Die Strände sind für verwöhnte Besucher von z. B. Playa del Carmen enttäuschend. Wer aber direkt aus Europa kommt, wird begeistert sein. Das Wasser ist zwar trüb, dafür kennen die Strände den großen Touristentrubel eher weniger.
  • Hacienda. Im Süden der Stadt steht die verlassene Hacienda, die ebenfalls ein beliebter Punkt zur Tierbeobachtung ist.
  • 1 Leuchtturm . Eigentlich sind es zwei Leuchttürme. Der eine stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der modernere ist 12 Meter hoch und noch in Betrieb.

Aktivitäten

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Der Strand von Celestún
  • Vogelbeobachtung - der Hauptgrund nach Celestun zu reisen
  • Baden - Zum Schnorcheln ist das trübe Wasser zwar nicht geeignet, dafür ist der Strand ruhig und nicht gerade überlaufen.
  • Essen - Gerade für seine Fischspezialitäten ist Celestun bekannt. Das sollte man sich nicht entgehen lassen!

Einkaufen

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Küche

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Die Küche von Celestún hat vor allem eines zu bieten und das ist Fisch. Eine besondere Spezialität ist während der Fangsaison der lokale Tintenfisch. Aber auch die übrige Fischküche kann sich sehen lassen, auch wenn man immer wieder zu hören bekommt, dass die Qualität im Zuge des zunehmenden Tourismus nachlasse. Wer nicht lange suchen will, hier ein paar Adressen:

  • La Playita, direkt am Strand. Es werden Meeresfrüchte und Ceviche serviert. Geöffnet: täglich 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr.
  • Restaurante Los Pamponos, Calle 12. Auch direkt am Strand gelegen gibt es hier Fischfilet, Meeresfrüchte und Tintenfisch-Ceviche. Geöffnet: täglich 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr.
  • El Lobo, Calle 10. Wer kein Fisch mehr sehen kann, der bekommt hier Hamburger und Pizza. Geöffnet: täglich 08:00 Uhr bis 11:00 Uhr und 19:00 Uhr bis 24:00 Uhr.

Unterkunft

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Die Mehrheit der Besucher kommt nur für einen Tag. Doch wer hier gerne ein paar Tage verbringen möchte, dem stehen einige kleine Hotels zu Verfügung:

  • Casa Peon, Straße 12 # 120-B zwischen Straße 15 und 17 Nur wenige Meter vom Strand und den beiden Leuchttürmen Celestuns entfernt. Celestun, Merida Yucatan. Tel.: (0)1 988 916 26 28, E-Mail: Geöffnet: 8:00 bis 23.00 Uhr.
  • Hostel Rìa Celestún, Ecke Calle 12/Calle 13. Tel.: (0)1 916 2597. Hier gibt es jeweils für Frauen und Männer einen Schlafsaal. Eine Küche und Waschgelegenheiten stehen zu Verfügung. Preis: An die 100 Mex$ pro Bett.

Sicherheit

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Ausflüge

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Literatur

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