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Biʾr esch-Schaghāla

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Biʾr esch-Schaghāla ·بئر الشغالة
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Bir esch-Schaghala (auch Bir el-Shaghala, arabisch: ‏بئر الشغالة‎, Biʾr asch-Schaghghāla, „Brunnen des Dienstmädchens“) ist eine archäologische Stätte in der ägyptischen Senke ed-Dāchla nordwestlich der Stadt Mūṭ. Vom ägyptischen Antikendienst wurde hier eine römerzeitliche Siedlung einschließlich ihrer Grabstätten freigelegt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Biʾr esch-Schaghāla ist mindestens seit der altägyptischen Spätzeit besiedelt,[1] auch wenn die heute sichtbaren Überreste auf dem Siedlungshügel erst aus der römischen Zeit stammen. Die Stätte ist nach der Quelle Biʾr esch-Schaghāla benannt. Den ursprünglichen Namen der Siedlung kennt man noch nicht.

Seit mehreren Jahren wird diese Stätte durch den Supreme Council of Antiquities unter Leitung von Maher Bashendi, dem einstigen Leiter des hiesigen Antikendiensts, freigelegt. Zu den Funden gehören auch Gräber. Die Ergebnisse wurden bisher kaum veröffentlicht. 2017 wurden fünf weitere Lehmziegelgräber aus römischer Zeit entdeckt. Zu den Funden gehörten die Überreste einer Totenmaske, mehrere Keramikgefäße und beschriftete Steinscherben, sog. Ostrakas.[2] Anfang 2019 wurde die Entdeckung zweier weiterer Lehmziegelgräber aus römischer Zeit bekannt gegeben. Zu den Funden gehören Wandgemälde religiöser Szenen und von von Soldaten, Keramik, Tonlampen und Skelette.[3]

Anreise[Bearbeiten]

Die Stätte erreicht man über eine Piste zu Fuß, mit einem Motorrad, Eselskarren oder PKW. Man startet am 1 Mīdān el-Asʿāf (25° 29′ 25″ N 28° 58′ 43″ O), arabisch: ‏ميدان الاسعاف‎) in Mūṭ und läuft nach Westen an der Grundschule von Mūṭ vorbei. Westlich hinter der Schule biegt man in die linke der beiden Straßen in Richtung der 2 Diyāb-Moschee (25° 29′ 29″ N 28° 58′ 33″ O), arabisch: ‏مسجد دياب‎, Masǧid Diyāb, ab. Der Straße folgt man ab der Moschee in westlicher Richtung, ohne abzuzweigen. Nach 1.300 Metern ab der Grundschule erreicht man die 3 Stätte (25° 29′ 24″ N 28° 57′ 54″ O) im Nordosten.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Stätte befindet sich auf einem sandigen Hügel und kann daher nur zu Fuß ergründet werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das gesamte Areal wird momentan noch wissenschaftlich untersucht, so dass eine Besichtigung noch nicht ganz einfach ist. Es ist sinnvoll, einen Besuch vorab mit der Antikenverwaltung in Mūṭ abzustimmen. Aus diesem Grunde ist Fotografieren auch nicht gestattet.

Mit etwas Glück kann man die Stätte wenigstens umrunden. Man erkennt die freigelegten Häuser und Straßenzüge. Die Häuser besitzen zum Teil noch ihren ursprünglichen Verputz in den Räumen, der auch bemalt war.

Man kann versuchen, dass Maher Bashendi in seiner Behörde das bedeutendste Grab anhand von Fotos dem interessierten Besucher beschreibt. Das rechteckige Grab gehört zu einem größeren Friedhof und war für eine Frau bestimmt. Die Wände und das Tonnengewölbe wurden aus Kalksteinblöcken gemauert, verputzt und mehrfarbig bemalt. Zu den Darstellungen gehören Götter- und Standartenprozessionen. Die Thematik folgt im Wesentlichen altägyptischen Vorbildern, wie man sie ähnlich auch in Qārat el-Muzawwaqa vorfindet.

Küche[Bearbeiten]

Restaurants gibt es in Mut.

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkünfte gibt es in Mut und in Qasr ed-Dachla.

Ausflüge[Bearbeiten]

Der Besuch der Stätte lässt sich mit Besichtigungen von Mūṭ und Mūṭ el-Charāb verbinden.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Yamani, Sayed: Cemeteries of the late period in Dakhla oasis. In: Papyrologica Lupiensia, ISSN 1591-2221, Bd. 18–19 (2009–2010), S. 109–140.
  2. Nevine El-Aref: New Roman tombs discovered in Egypt’s Dakhla Oasis, Nachricht auf Ahram Online vom 23. August 2017.
  3. Nevine El-Aref: Roman tombs discovered in Egypt's Dakhla Oasis, Nachricht auf Ahram Online vom 15. Januar 2019.
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