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Bergkarabach

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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt Stepanakert
Staatsform Republik; stabilisiertes De-facto-Regime
Währung armenischer Dram
Fläche 11.458 km²
Bevölkerung 134.800
Sprachen Armenisch (Russisch als Verkehrssprache)
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Zeitzone MEZ+3

Bergkarabach (auch Nagorno-Karabach, Armenisch Լեռնային Ղարաբաղ, Azeri Dağlıq Qarabağ) ist eine seit 1992 de facto von Aserbaidschan unabhängige, international aber nicht anerkannte Republik. Sie wird heute fast ausschließlich von Armeniern bewohnt. Die einzige Möglichkeit hierher zu gelangen ist von Armenien aus. Die Grenze zu Aserbaidschan ist gesperrt.

Regionen[Bearbeiten]

  • Zentralkarabach, mit der Hauptstadt Stepanakert
  • Kelbajar-Tal
  • Süden mit der zerstörten Stadt Füzuli und dem Arax-Tal

Orte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Agdam. Eine zerstörte Stadt direkt an der Frontlinie. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Davidank-Kloster. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Kelbajar, im gleichnamigen Tal. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Vank. Mit dem Kloster "Gandzasar". Typ ist Gruppenbezeichnung

Hintergrund[Bearbeiten]

Mit dem Zerfall der Sowjetunion kamen in der Autonomen Republik Berg-Karabach Bestrebungen auf sich von Aserbaidschan zu lösen. Diese mündeten schließlich in einen Krieg, der von 1988 bis 1994 wütetet und auf beiden Seite eine große Anzahl von Opfern forderte. Als Folge des Krieges wurden fast alle Aserbaidschaner aus Karabach vertrieben. Heute ist das Gebiet der ehemaligen autonomen Republik fast vollständig unter armenischer Kontrolle, außerdem besetzen armenische Truppen noch Gebiete westlich und südlich des Kernlandes.

Sprache[Bearbeiten]

Die meisten Menschen sprechen Armenisch als Muttersprache, außerdem wird Russisch fast überall verstanden. Englisch und Deutsch sind weniger verbreitet. Im Kelbajartal gibt es noch einige Menschen mit Kurdischer Muttersprache.

Einreise[Bearbeiten]

Einreiseerlaubnis für Berg-Karabach.

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Für die Einreise benötigt man ein Visum, das zuvor bei der Botschaft von Bergkarabach [1] in Jerewan zu beantragen ist. Es wird dort in wenigen Stunden für 3.000 Dram ausgestellt und ist bis zu 21 Tage gültig (auf besonderen Antrag auch länger). Mit dem Visum bekommt man eine Accreditation Card, die angibt, an welchen Orten in Karabach man sich aufhalten darf.

Die Beantragung des Visums nach Einreise ist ebenso möglich und kostet gleichfalls 3.000 Dram (ca.6 €). Man erhält an der Grenze seine Accreditation Card und bekommt die Adresse vom Außenministerium in Stepanakert mitgeteilt. Dort füllt man einen Antrag aus (diese liegen am Eingang in den Varianten: armenisch-russisch und armenisch-englisch herum). Im Büro der Visaabteilung wird das Visum in den Pass geklebt und abgestempelt. Desweiteren ist die Accreditation Card vorzulegen. Man bekommt eine Quittung über die Visagebühr und ein kleines Dokument, welches an der Grenze bei Ausreise abzugeben ist (Okt 2011).

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise kann nur über Armenien erfolgen, meist per Auto oder Bus über den sogenannten Latschin-Korridor (Straße zwischen Goris und Stepanakert). Eine gängige Variante ist, in Jerewan am Busbahnhof (russ. avtovoksal) einen Fahrer zu suchen, der dann, sobald das Auto voll besetzt ist (d.h. zu viert im PKW) losfährt. Am besten fragen, ob es schon weitere Mitfahrer gibt, die dann nur abgeholt werden müssen, dann kommt man am schnellsten voran. Das gleiche gilt für den Weg von Stepanakert aus wieder zurück. Für eine Strecke sind etwa 8.000 - 10.000 Dram (ca. 20 €) und 5 - 7 Stunden Fahrtzeit zu veranschlagen (Okt 2011).

Mit dem Auto ist die Einreise über die seit 2016 durchgängig asphaltierte Route von Vardenis über den Sotk-Pass ebenfalls möglich.

An der Grenze kontrolliert nur die karabacher Polizei, das armenische Visum gilt weiter, als hätte man das Land nicht verlassen. Die Straße nach Goris sowie die kürzlich neu geteerte Nord-Süd-Achse zwischen Martakert und Hadrut sind in passablem, alle anderen Straßen sind meist in miserablem Zustand. Die Einreise mit dem privaten Kraftfahrzeug ist ohne spezielle Formalitäten möglich.

Der Flughafen sowie der Bahnhof von Stepanakert sind seit dem Krieg nicht mehr in Betrieb. Der Flughafen wird jedoch bereits erneuert (Okt 2011).

Mobilität[Bearbeiten]

Es gibt von Stepanakert in alle Städte des Landes Minibusse (Marschrutka). Ansonsten ist man auf Taxis oder aus Armenien mitgebrachte (Miet)autos angewiesen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Es gibt einige sehenswerte Klöster, allen voran die Klöster Dadivank sowie Gandzasar. In Shushi und Askeran gibt es alte Festungsruinen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Außer Besichtigungen und Wandern gibt es in Karabach nicht viel zu tun. Zum Wandern bietet sich insbesondere der "Janapar"-Wanderweg an, auf dem man das kleine Land durchwandern kann. Die Markierungen sind unverkennbar und geben einen Fußabdruck mit der Form der Region wieder [2].

In Stepanakert gibt es zwar einige Bars und Restaurants, eine echte "Szene" gibt es aber nicht einmal in Ansatz. Nach 22.00 Uhr ist die Stadt so gut wie ausgestorben.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Hotel Heghnar, Stepanakert, Abovyan Str. 39-41.
  • Hotel Eclectica, Vank. Ein kleines Hotel in der Form eines Schiffes und maritimen Stilelementen.
  • Hotel Sea Stone, Vank.

Küche[Bearbeiten]

Armenische Küche sowie typische Gerichte russischer Küche regional abgeschmeckt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben in Stepanakert beschränkt sich auf einige wenige Bars und Restaurants.

Sicherheit[Bearbeiten]

Im Kernland gibt es keine besonderen Gefahren. Nahe der Frontlinie, insbesondere in den Gebieten, die vor dem Krieg nicht zur Autonomen Republik Bergkarabach gehörten, besteht jedoch Gefahr durch Minen. Daher achte man hier auf entsprechende Schilder und verlasse nach Möglichkeit nicht die ausgetretenen Straße und Wege. In unmittelbarer Nähe der Frontlinie, insbesondere in der zerstörten Stadt Agdam besteht außerdem Gefahr durch Schusswechsel zwischen armenischen und aserbaidschanischen Truppen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist etwas milder als in Jerewan. Das ist vor allem in Frühjahr und Herbst von Bedeutungen - da kann es sein, dass in Jerewan noch meterhoch Schnee liegt während in Bergkarabach schon die Blumen blühen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Artikelentwurf Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.