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Annapurna-Region

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Die Gipfel 1 Annapurna II (अन्नपूर्णा II) und 2 Annapurna IV

Die Annapurna-Region in Nepal ist nach dem gleichnamigen Berg, dem zehnthöchsten der Erde, benannt. Der Annapurna-Nationalpark ist Teil der Gandakizone und liegt im nördlichen Teil Zentralnepals.

Die weiträumige Umrundung im Rahmen des Annapurna gilt als nicht allzu schwierig und zieht auch etliche spirituell bewegte Wanderer an.

Region

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Kommunale Gliederung der Provinz Gandaki, Stand 2020
Karte
Ums Annapurna-Massiv

Ausländischen Bergwanderern wurde die Region 1977 zugänglich gemacht. Seit 1986 ist der Nationalpark ausgewiesen, der allerdings wegen der ansässigen Bevölkerung nicht so stark geschützt wird, wie andere in Nepal.

Durch die landesweite verwaltungsmäßige Neugliederung Ende 2015 ist die Annapurna-Region das höher liegende Bergland der neuen Provinz Gandaki („Provinz № 4“) nördlich von Pokhara. Hier ist der Verwaltungssitz der Zone und normalerweise Ausgangspunkt für Trecks.

Blick auf die Annapurna vom Thorong High Camp, ca. 4900 m ünN.
  • Besisahar
  • 1 Manang (मनाङ गाविस) liegt, 45 km von Pokhara, im breiten Tal am Ufer des Marsyangdi und nördlich des Annapurna Himals auf einer Höhe von 3519 m. Westlich ist der Tilicho Lake, auf einer Höhe von 4920 m.
  • Thorong Pedi
  • Thorong La Pass
  • Muktinath
  • Jomsom
  • Pokhara

Die wichtigsten Berge innerhalb der Provinz sind der Annapurna mit (I: 8091 m), der Dhaulagiri mit 8176 m, der Manaslu mit 8163 m, der Himal Chuli mit 7893 m und der 3 Machapucharé (माछापुच्छ्रे हिमाल, ​6993 m) . Die Hügel-Region liegt in der Mitte, und die als Terai bezeichnete Tiefebene befindet sich im Süden der Provinz.

Anreise

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Siehe auch: Anreise nach Pokhara und Jomsom

Landeplatz Jomsom (जोमसोम विमानस्थल, ​IATA: JMO; 1 km westlich vom Ort) . Geeignet für Kleinmaschinen mit STOL-Eigenschaften. Flüge aus Pokhara (alter Flughafen) der Tara Air sind nur 15–20 Minuten unterwegs.

Nimmt an die landestypischen Busse auf der Strecke Kathmandu – Besisahar, muß oft in Dumre umgestiegen werden.

Tagesbudgets

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2024/25 sind 50 Euro sinnvoll (unterwegs nur Bargeld), auch wenn man mit 30 Euro hinkommen kann. Zu Bedenken ist, daß Strom, WLAN und warmes Wasser extra kosten, auch deshalb weil der Butangaszylinder mühsam hinaufzutragen ist. Typische Angebote von Veranstaltern schließen Träger, Übernachtung und An- und Abreise aus Kathmandu mit ein. Mahlzeiten unterwegs gehen immer extra. 2024 sollte man bei 14tägigen Touren gute 80 Euro/Tag rechnen. (Beachte, daß viele Vermittler ihre Preisangaben in Dollar sehr kreativ umrechnen.)

Grundsätzlich gilt, je weiter man von 2 Besisahar (बेसीसहर, ​760 m) in Richtung Thorong La Pass vordringt, desto höher werden die Preise (da alles weiter transportiert werden muss) - für europäische Verhältnisse aber immer noch günstig.

Geldautomaten befinden sich ausschließlich im Hauptort Pokhara und Jomsom (hier nur mit Visa-Karte). In einigen kleineren Orten bieten Ladenbetreiber (gegen 10% Kommission) an Bargeld über Kreditkarte auszuzahlen.

Vorbereitung

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Eintrittskarte für den Nationalpark, gelöst am Checkpoint 3 Bhulbhule . Seit einigen Jahren ist ein Zuschlag fällig, wenn man sein Permit nicht in den Touristenbüros der Städte vorab besorgt hat.
Ein typischer Kontrollpunkt auf der Annapurna-Runde. Besucher müssen hier ihre Trekking-Permit vorzeigen.

Nepals Trekkinggebiete sind in verschiedene Nationalparks aufgeteilt. Der Trail um die Annapurna befindet sich im gleichnamigen Annapurna-Nationalpark. Entlang der Trekkingrouten sind die sog. Tourist-Checkposts verteilt in denen sich jeder Besucher mit einer gültigen Trekking-Permit (Annapurna Conservation Area Entry, ACAP) anmelden muss. Die Kosten für ein Annapurna-Nationalpark Trekkingpermit belaufen sich im Jahre 2025 auf einmalig 3000 nRs. Es gilt für zeitlich unbefristeten Aufenthalt (ggf. beschränkt durch die Visumsgültigkeit), aber nur einmaligen Zutritt. Die Permits können bei den Touristenbehörden in Kathmandu oder Pokhara beantragt werden oder sie werden von zertifizierten Trekkingagenturen in Nepal ausgestellt. Dies gegen Aufschlag, was üblicherweise durch Preisangaben in Dollar verschleiert wird.

Die Annapurna-Runde ist vom Schwierigkeitsgrad her einfach – wenn auch etappenweise sehr anstrengend – zu bewandern. Es empfiehlt sich für die Wanderung einen ortskundigen Führer zu engagieren. Da man in Bereiche über 3000 Meter aufsteigt, ist vorherige Höhenanpassung notwendig.

Die mit einem Führer arrangierte Tour bietet folgende Vorteile:

  • Informationen über die örtlichen Gegebenheiten wie Landschaft, Kultur, Land und Leute etc.
  • Zimmerreservierungen während des Treks
  • Dolmetscher
  • Hilfe im Notfall organisieren, speziell Höhenkrankheit erkennen

Neben einen Führer engagieren sich viele Touristen in Kolonialherrenmanier zusätzlich einen Porter (Träger). Auch eine Kombination (Porterguide) gibt es, die Sprachkenntnisse sind nicht ganz so umfangreich wie bei einem richtigen Führer, aber er kann normalerweise gute Tipps zu Unterkunft und Ausflügen geben.

Der Porter übernimmt die Aufgabe Gepäck oder Ausrüstung zu tragen. Das klingt in erster Linie zwar erst einmal unwürdig aber – in Nepal gilt Träger heute noch als anerkannter Beruf. Die Gewerkschaft für Trekking-Workers in Nepal handelt dabei allgemeingültige Löhne aus, 2025 waren für Guides US$ 25/Tag, US$ 22/Tag für Träger üblich (deren Mahlzeiten sind da inkl.). Dazu 10–15% Trinkgeld am Ende der Tour. Idealerweise engagiert man den Porter direkt vor Ort, da Vermittlungsagenturen aus Kathmandu teils über die Hälfte des gezahlten Lohns für sich selber als Provision einstreichen.

Ausrüstung

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Für die Annapurna-Runde über den Paß 4 Thorong-La (थोरोङला, ​5416 m) oder über den 5 Tilicho-Lake (तिलिचो ताल) ist keine spezielle alpine Ausrüstung nötig.

Als Grundausrüstung empfehlenswert ist:

  • Schlafsack bis ca. 0°C Komfortbereich, in höheren Lagen gibt es als Ergänzung Decken - wer davon unabhängig sein möchte -10 °C Komfortbereich
  • feste Trekking-/Wanderschuhe
  • Regenjacke/Poncho
  • gut sitzender Rucksack
  • Taschen- oder Stirnlampe (zweiteres ist vorzuziehen, damit man beim Aufstieg über Geröll die Hände frei hat)
  • Erste Hilfe und kleine Reiseapotheke (Fieber, Durchfall, …)

Anreise

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Besishahar

Als Ausgangspunkt der klassischen Annapurnarunde gilt die Ortschaft Besisahar. Das wird am besten mit dem öffentlichen Bus z.B. ab Kathmandu oder Pokhara erreicht. Touristen fahren diese Strecke gern mit den Bussen der sog. Greenline. Die Fahrzeit Kathmandu – Besisahr beträgt im Idealfall 7½ Stunden. Eine Mittagspause findet auf halber Strecke statt.

Die befestigte Straße endete lange in Besisahr. Heute pendeln geländegängige Busse zwischen Besisahar und Bahundanda. Deren Fahrzeit beträgt 1½ Stunden. Seit 2012 kann man weiter fahren über Jagat (1300 m), 4 Upper Pisang (पिसाङ, ​3450 m) bzw. 5 Chame (चामे) . Die Verbindung wird von immer mehr Touristen in Anspruch genommen.

Sehenswürdigkeiten

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In der nicht übermäßig sauberen 1 Berghütte des Thorong-La-High-Camp ist man bei 4900 Höhenmetern. Eine einfache Alternative ist das Thorong Phedi Base Camp, 1,2 km entfernt.

Bergwelt.

Aktivitäten

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Der Annapurna Circuit ist ein Trekkingpfad durch diese Region, von dem auch ein Abstecher zum Tilicho Lake möglich ist. Man braucht 9–22 Tage für die ganze Runde. Die kürzeren, landschaftlich reizvollen Gebiete sind an der Nordflanke.
Der Annapurna Base Camp Trek (syn. Annapurna Sanctuary trek) ist ein Trekkingpfad, der, wie der Name schon sagt, zum Basecamp (auf 4190 Höhenmetern) des Annapurna I (8091 m) führt. Dauer ca. 8-10 Tage.
Der Mardi Himal Base Camp ist ein Trekkingpfad, der auf einem Grat oberhalb des Annapurna Base Camp Treks verläuft und zum Basecamp eines Vorgipfels des Machapucharés, dem 6 Mardi Himal führt.

Klima

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Die Annapurna-Runde führt durch viele verschiedene Klimazonen. Von subtropisch über das ewige Eis bin in die Wüstenregion bei Muktinath. Die Bedingungen sind höhenbedingt stark unterschiedlich. Entlang der Südflanke machen schwere Monsunregen von Juni bis September Wanderungen wenig sinnvoll.

Ein bunter Mix an Kleidung ist sinnvoll. Während es in den tieferen Regionen tagsüber um die 30°C geben kann, wird es in den Hochlagen ab 4000 Metern in der Nacht schon mal -10 °C.

Literatur

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Siehe auch: Wanderführer zum Annapurna Circuit und Nepal allgemein

  • Beschreibungen verschiedener Aspekte und Besteigungen des Annapurna sind in im Archiv des Himalaya Journal, das seit 1929 erscheint, zu finden. Es gibt ein Gesamtinhaltsverzeichnis Vol. 1–73 von 2018.
  • Karmācārya, Mādhavalāla; Southern Mustang in Some Documents: Community Life and Regulations (1868–1957 A.D.); Bonn 2001 (VGH-Wiss.-Verl.)
  • McHugh, Ernestine; Love and Honor in the Himalayas: Coming To Know Another Culture; Philadelphia 2001 (University of Pennsylvania Press); [Amerikanisch-feministisch anthropologische Studie von insgesamt 14 Jahren Aufenthalt im späten 20. Jhdt., einer Wissenschaftlerin beim Stamm der Gurung.]
  • Moritz, Michael; Namaste Himalaya!: wie ein Dorf in Nepal mir die Welt öffnete; München 2024 (Malik)
Landkarten
  • Arbeitsgemeinschaft vergleichende Hochgebirgsforschung e.V.; Annapurna Himal 1:100.000; ³2020, Nepal-Kartenwerk, Blatt 09; Deckt folgende Routen ab: Annapurna Circuit, Poon Hill and Mulday View Point Trek, Great Himalaya Trail, Annapurna Sanctuary Trek und Nar Phu Valley Trek; ISBN 9783982057811
  • Himalayan MapHouse; Nepa Trekking 500 Map NA524, around Annapurna 1:70.000; 2022 (deutscher Vertrieb freytag & berndt); Deckt ab: 83° 33′–84° 26′ O, 28° 13′–28° 50′ N; ISBN 9789937955751
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(Stand: Dez 2025)

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