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İznik

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İznik
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İznik ist eine Stadt in der Region Bursa in der Türkei.

Karte von İznik

Hintergrund[Bearbeiten]

Schon in der frühen Antike stand hier eine Siedlung mit dem Namen Elikore oder Ankore. Im 4.Jhr.v.Chr. gründete hier der Weggefährte von Alexander dem Großen Antigonos I. Monophthalmos die Kolonie Antigoneia. Als dieser in den Diadochen-Kriegen in der Schlacht von Ipsos von den Feldherren Seleukos, Lysimachos, Antiochos und Pleistarchos besiegt wurde, fiel die Siedlung Antigoneia in die Hände von Lysimachos und seiner Herrschaft kam es 301 v.Chr. zur Stadtgründung unter dem Namen seiner ersten Frau Nikaia.Zwanzig Jahre später übernahm das aufstrebende Königreich Bithynien die Herrschaft über Stadt. Als das Königreich vom letzten bithynischen König 74 v.Chr. testamentarisch den Römern vermacht wurde, bedeutete das auch für Nikaia die Aufnahme in das römische Reich, welches in das byzantinische Überging. Im Jahre 325 n.Chr. ging die Stadt erstmals in die Geschichte ein als Kaiser Konstantin I. hier das erste ökumenische Konzil ausrichten lies um die etwas komplexe Frage des Wesens Jesu zu klären. Der Tag des Konzils wird in der orthodoxen Kirche noch heute als Feiertag geehrt. Als ca. 400 Jahre der so genannte Bilderstreit wiederum die Kirche erschütterte entschloss man abermals mit einem (mittlerweile das siebte) ökumenischen Konzil in Nicäa den Streit zu schlichten. Seit dem ist es in der Kirche wieder erlaubt Ikonen zu verehren. Als die aus dem Osten vordringenden Rum-Seldschuken im Jahre 1075 die Stadt einnahmen, machten diese die Stadt zur ersten Hauptstadt ihres Großreiches. Doch schon zwanzig Jahre später konnten die Byzantiner mit Unterstützung der Kreuzritter des ersten Kreuzzugs die Stadt zurück zu erobern. Dafür ließen die Kreuzritter Schiffe in den Iznik-See transportieren um eine zusätzliche Front von See her zu eröffnen. Das Reich der Rum-Seldschuken verlegten sein Zentrum nach Konya und so blieb es über hundert Jahre ruhig. Doch als im Jahre 1204 der vierte Kreuzzug nur dem Ziel folgend Byzanz zu besiegen in Konstantinopel plündernd einfiel, flüchtete die überlebende Oberschicht nach Nicaä um hier die Exilregierung des arg geschwächten byzantinischen Reiches zu errichten. Erst im Jahre 1261 konnte Konstantinopel zurück erobert werden. Doch die kriegerischen Auseinandersetzungen der beiden christlichen Reiche öffnete Tür und Tor für viele kleine Türkenstämme, die sich auf dem Gebiet der heutigen Türkei ansiedelten. In der nahegelegenen Stadt Bursa siedelten sich die Osmanen an, die bald darauf im Jahr 1331 ihren Herrschaftsbereich auch auf Nicaä ausdehnten. Seitdem heißt die Stadt Iznik. Die Osmanen entdeckten das in Iznik vorhandene Fayencen-Handwerk und förderten dieses. Vom 14. bis 17. Jahrhundert entwickelte man hier diverse Kunststile und es siedelten sich über 300 Werkstätten an. Erst der Aufstieg von Kütahya als neue Fayencen Hochburg führte zum Niedergang des Handwerkes, doch der gute Ruf der Fayencen aus Iznik blieb bis heute erhalten. Die griechische Invasion um 1920 fügte zuletzt der Stadt schweren Schaden zu. Erst brannten bei der Einnahme durch die Griechen einige Häuser nieder. Nachdem Rückzug der griechischen Armee mussten die letzten Bürger griechischer Abstammung im Rahmen des Bevölkerungsaustausches die Stadt verlassen. Seit den letzten Jahren versucht man das Fayencen-Handwerk wieder zu beleben. Die Stadt ist Partnerstadt des Berliner Stadtteils Spandau.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten internationalen Flughäfen sind in Istanbul und Bursa zu finden. Während Bursa näher liegt hat Istanbul die besseren Verbindungen. Von beiden Städten geht es dann auf der Straße weiter.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es gibt stündliche Verbindungen mit Bursa und mehrfach täglich eine Verbindung mit Istanbul. Ausgangspunkt und Zielpunkt ist der Busbahnhof im Süden der Stadt an der Yakup Sok.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Bursa aus fährt man die D575 in nördlicher Richtung in Richtung Yalova. Nach etwa 45km biegt man im Ort Orhangazi rechts auf die D150 in Richtung İznik. Diese geht nach etwa 20km auf die D595 über. Nach weiteren 17km erreicht man den Zielort.

Von Istanbul wählt man am besten eine Fährverbindung nach Yalova. Von der europäischen Seite gibt es hier die Möglichkeit von Yenikapı im Stadtteil Eminönü oder von Pendik. Von Yalova kann man der D575 in südlicher Richtung in Richtung Bursa folgen. In der Ortschaft Orhangazi biegt man rechts auf die D150 in Richtung İznik. Diese geht nach etwa 20km auf die D595 über. Nach weiteren 17km erreicht man den Zielort.

Zum Parken biegt man am Besten vom nördlichen Teil der Atatürk Caddesi in die Göl Sokak ab. Hier erreicht man nach 50 Metern einen großen bewachten Parkplatz. Dieser ist auch von der Atatürk Caddesi ausgeschildert.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Die Altstadt ist klein und übersichtlich. Sie lässt sich am besten zu Fuss erkunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Übersichtsplan Iznik
  • BefestigungsanlageNr01.png - Der Mauerring der die Stadt umgab war einst 5km lang und mit über 100 Türmen bestückt. Zumindest die Mauer an sich ist immer noch relativ gut erhalten, obwohl diese schon von den Römern angelegt worden war. Von den Haupttoren sind auch noch drei erhalten. Im Norden ist das Istanbul Tor (İstanbul Kapı) zu finden. Dieses stammt wie auch das Lefke Tor (Lefke Kapı) im Osten aus der Zeit des Adrianus (117-138 n.Chr.). Im Süden befindet sich das Yenischehir Tor (Yenişehir Kapı).
Die Lefke Tor
  • Hagia SofiaNr02.png - Das Bauwerk geht auf das 4.Jhr.n.Chr. zurück und wurde ursprünglich als Kirche angelegt. Zur besonderen Ehre gelangte die Basilika als am 11. Oktober 787 n.Chr. hier das siebte ökumenische Konzil abgehalten wurde.Im 11 Jhr. n.Chr. beschädigte ein starkes Erdbeben die Kirche. Der Reparatur folgten einige Änderung in der gesamten Konstruktion, um das Gebäude vor erneuten Erdbeben zu schützen. Als die Osmanen die Stadt einnahmen wurde die Kirche in eine Moschee umgewandelt. Im 16.Jahrhundert wurden von Süleyman I. einige Änderungen vorgenommen. Unter anderen ließ er Gebetsnischen in das Gebäude integrieren. Im ersten Weltkrieg wurde während der Kämpfe um İznik das Gebäude schwer beschädigt. Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Gebäude umfangreich restauriert, wobei die Restauration versuchte allen wichtigen Epochen gerecht zu werden. So wurden Reste von christlichen Mosaiken ebenso wieder hergestellt wie moslemische Gebetsnischen. Im Zuge der Restaurierung wurde das Gebäude der Öffentlichkeit als Museum wieder zugänglich gemacht. Im Jahre 2011 beschloss schließlich die regierende AKP Partei unter Protest der anderen Partei und einiger Bürgervereinigungen, das Gebäude wieder in eine Moschee zu wandeln.
  • Nilüfer-Hatun-ArmenkücheNr03.png - Im Jahre 1388 lies der osmanische Sultan I. das Gebäude als Armenküche errichten und widmete dieses seiner Mutter. Im Jahre 1960 wurde dieses Gebäude restauriert und als archäologisches Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es gilt im Allgemeinen als eines der eindrucksvollsten Beispiele osmanischer Baukunst.
Die Nilüfer-Hatun-Armenküche
  • Murat I. HamamNr04.png - Man schätzt, dass dieses Gebäude aus dem 14.Jahrhundert stammt. Dieses ist nicht genau bekannt. Ursprünglich wurde dieses Gebäude als klassischer Hamam mit getrennten Männer- und Frauenbereichen genutzt. Im Jahre 2007 wurde das Gebäude komplett saniert und ist seit her zu besichtigen.
  • Yeşil CamiNr05.png - Die wohl schönste Moschee der Stadt wurde von Murat I. im Zeitraum 1378 – 1391 errichtet. Besonders sehenswert ist das Portal und die aus Marmor gestaltete Gebetsnische. Die Fliesen Gestaltung auf dem Minarett war ursprünglich mal in feinster Iznik-Handwerksarbeit ausgeführt. Doch im Laufe der Zeit ist diese doch durch nicht so Hochwertige Wahre aus Kütahya ersetzt worden.
  • TheaterNr06.png - Das römische Theater aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. von Nicäa zeigte schon während der Bauphase starke Probleme. Historische Quellen belegen, dass sich schon in der frühen Bauphase Risse im Fundament zeigten. Ob das Theater je fertig gestellt werden konnte ist ungewiss. Auf jeden Fall wurde später in die Ruine des Theaters eine Kirche gebaut, von der aber heute nur noch die Grundmauern zu sehen sind. Vom Theater ist da ein wenig mehr übrig geblieben, doch wer bereits die Theater in Demre oder Pergamon gesehen hat, wird enttäuscht sein. Derzeit (Mai 2012) ist das Gelände nicht zugänglich, da dort Ausgrabungen stattfinden.
  • Berber KayasıNr07.png - Der Fels des Barbiers erhebt sich etwa einen Kilometer entfernt von der Stadt und ist am besten durch das östliche Tor zu erreichen. Hier finden sich die Überreste eines Felsengrabes. Diese sind aber nicht der Rede wert und erst keinen Besuch. Doch die Aussicht vom Felsen über die Stadt und den See ist traumhaft.
  • DikiltaşNr08.png - Der Obelisk von Iznik wird auch häufig als Nişantaşı, welches Gedenkstein bedeutet, oder als "Beştaş", was Fünf-Stein bedeutet, bezeichnet. Zu finden ist dieser 5km entfernt von der Stadt mitten in einer Obstplantage. Insgesamt hat dieser eine Höhe von 12 Metern und besteht aus fünf aufeinander gestellten Blöcken. Wahrscheinlich stammt der Obelisk aus dem ersten Jahrhundert nach Christus und beschreibt in altgriechischer Schrift, dass ein Sohn von einem gewissen C. Casius Ascelepiodotus das Alter von 83 Jahre erreicht hat.
  • İznik Gölü - Der Iznik-See ist der fünft größte See der Türkei. Mit 11 Km Breite und 32 Km Länge hat er auf 85 Metern Höhe eine Fläche von 298 km², welches fast der vierfachen Fläche des Chiemsees entspricht. In der Vergangenheit diente das Gewässer natürlich zum Fischen aber unter anderen auch den Kreuzrittern im 11.Jhr.n.Chr. zur Rückeroberung der Stadt, in dem Sie Ihre Schiffe hier ins Wasser ließen und eine zusätzliche Front eröffneten. Die kriegerischen Auseinandersetzungen um die Stadt gehören der Vergangenheit an, doch der Fischfang ist geblieben. Und das nicht nur für die Fischer. Auch für Zugvögel ist dieser See immer noch ein beliebter Rastplatz und daher auch bei Ornithologen beliebt. Auch gibt es hier ein paar Badestrände, von denen einer direkt in der Stadt ist. All das wird leider getrübt durch die zunehmende Verschmutzung des Sees. Im Allgemeinen gilt das südliche Ufer des Sees als der schönere natürlichere Teil.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Iznik Köfte

Iznik ist berühmt für seine Köfte. Daher sollte man die Gelegenheit nutzen. Gute Köfte gibt es z.B.:

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

http://www.iznik.bel.tr – Offizielle Webseite von İznik

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