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Écija

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Écija
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Écija ist eine Stadt in der andalusischen Provinz Sevilla.

Hintergrund[Bearbeiten]

Écija liegt in der Bratpfanne Andalusiens. Hier kann es im Sommer sehr heiß werden. Man nennt die Stadt am Rio Genil auch Stadt der Türme, denn es gibt viele Kirchen. Schon im 8. Jh. v. Chr. wurde Écija besiedelt. Es soll ein kleines Dorf gegeben haben. Die Römer eroberten Écija 200 v.Ch. Sie nannten das Dorf Astigi und entwickelten es zu einer bedeutenden Stadt mit gepflasterten Straßen, Frischwasserversorgung und Abwassersystem. Foren, Tempel, Thermen und ein Amphitheater wurden gebaut. Astigi wurde eine Verwaltungshauptstadt in Bética. Es wurden Olivenhaine angelegt und das Olivenöl schuf neuen Reichtum. Unter den Westgoten wurde die Stadt Bischofssitz. In der Schlacht am Rio Guadalete im Juli 711 gegen die einrückenden Mauren fiel der westgotische König Roderich. Écija wurde eine der ersten maurischen Städte. Fortan war sie Teil der maurischen Provinz al-Andalus. Die Mauren führten Bewässerungssysteme ein und kultivierten Baumwolle. Nachdem das Kalifat von Córdoba zerfallen war, geriet Medina Astiggia unter die Kontrolle verschiedener Taifa-Königreiche. Der katholische König Ferdinand III eroberte Écija 1240 von den Almohaden zurück. Er verteilte das Land an Adelige und die Kirche und schuf Großgrundbesitze. Viele historische Bauten fielen 1755 dem Erdbeben zum Opfer, das Lissabon zerstörte. Das 18. Jh. war das goldenen Zeitalter. Was man heute an historischer Bausubstanz sieht, geht im wesentlichen auf das 18. Jh. zurück. Im 18. Jh. wurden viele barocke Kirchen und Paläste gebaut. Die historische Altstadt von Écija zeigt die besten barocken Bauten und Kunstwerke Andalusiens bzw. Spaniens. Hervorzuheben sind die Verkleidung der Kirchtürme mit Kacheln (Azulejos).

Ecija war schon im Mittelalter als die Stadt der Schuhmacher in ganz Spanien bekannt. Auch die Tuchindustrie blühte hier damals auf. Es wurden Woll- und Flanelltücher hergestellt sowie Leinen und Seide verarbeitet. In den fruchtbaren Ebenen wuchsen Getreide, Wein und Baumwolle.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächst gelegene Flughafen ist Sevilla. Der Flughafen wird auch aus Deutschland angeflogen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Auf der Autovia del Sur, der A4 (E5), gelangt man von Sevilla oder Córdoba nach Écija. Man kann nun im Stadtzentrum parken denn unter der Plaza de España wurde 2006-2007 ein Parkhaus gebaut, das inzwischen fertiggestellt sein sollte. Von hier aus kann man sich die Stadt zu Fuß erschließen.

Mobilität[Bearbeiten]

Die wesentlichen und sehenswerten Bauwerke kann man ausgehend von der Plaza de España zu Fuß erreichen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Paläste sowie Mosaike aus der Römerzeit sind die Hauptattraktionen der schönen Stadt.

Römische Mosaike[Bearbeiten]

In Écija findet man die größten und künstlerisch wertvollsten römischen Mosaike in Spanien, sagt man in Écija. Die besten Exemplare sind im historischen Museum Museo Histórico Municipal ausgestellt. Im Rathaus an der Plaza España findet ein Mosaik aus der Römerzeit. (Auch in der römischen Gründung Mérida, Weltkulturerbe der UNESCO, sind im römischen Museum prächtige Mosaike zu sehen.)

Kirchen[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es zwölf Kirchen.

Iglesia de San Juan
  • Iglesia de San Juan. Die Iglesia de San Juan geht auf das 16. Jh. zurück. Später wurden zahlreiche Umbau-Arbeiten durchgeführt. Im 18. Jh. wurde der Kirchturm errichtet, der schönste von Écija. Er ist mit bunten Kacheln verkleidet und leuchtet. Sehenswert!
  • Igelesia Santa Cruz. Die Igelesia Santa Cruz steht auf historischem Grund. Zwei Kapitelle im nördlichen Innenhof erinnern an die Westgotenzeit. Am Hochaltar steht ein Sarkophag aus dem 5. Jahrhundert mit biblischen Szenen. Unter maurischer Herrschaft stand hier die Moschee von Écija. Der Kirchturm wurde über den Resten des ehemaligen Minaretts gebaut. Nach der Reconquista (Rückeroberung durch die katholischen Könige) begann man 1240 mit dem Bau einer neuen Kirche im Mudejar-Stil. Im nördlichen Innenhof ist noch ein Bogen mit Stuck Ornamenten erhalten. Das Erdbeben von 1755 zerstörte die Kirche. Danach wurde eine neue Kirche im neoklassizistischen Stil gebaut. Die Bauzeit dauerte von 1778 bis 1836. Dann ging das Geld aus. Die Kirche blieb unvollendet. Sie hat drei Schiffe mit wunderschönen Barock Kunstwerken.
  • Iglesia de Santa Maria. Die Iglesia de Santa Maria an der Plaza de España ist sehr reich mit Azulejos (Kacheln) verziert.
  • Marienkirche. Die Marienkirche steht an der Plaza Santa Ana. Hier findet man auch die Gottesmutter Virgen del Valle, den Heiligen St. Paulus und die Statuen der Schutzpatronen der Stadt Écija aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirche stammt aus dem 18. Jh. Sie wurde auf den Überresten einer Kirche im Mudejar-Stil aus dem 16./17. Jh. gebaut. Das Hauptportal ist barock. Es wurde von Antonio Macías de Figueroa entworfen. Der hohe Bogen über dem Portal macht das Portal originell. Der Grundriss der Kirche ist rechteckig. Ein schweres Erdbeben im Jahre 1755 beschädigte den Kirchturm. Seine Bauweise erinnert an die berühmte Giralda in Sevilla. Neben dem Hauptportal sieht man ein Gemälde aus der ursprünglichen Kirche im Mudejar-Stil. Ein Tafelbild des Hl. Lorenz, umgeben vom Hl. Sebastian, Hl. Petrus, Hl. Paulus und Hl. Fulgentius aus ca. 1570 ist über einer Relief-Alabaster-Grabstätte aus dem 14. Jahrhundert zu sehen. Das von Juan de Mesa geschaffene klassische Chorgestühl ist schlicht, aber sehr wertvoll. Das trifft auch auf das Marienbildnis der Virgen de la Antigua von Villegas Marmolejo aus dem Jahre 1575 zu. In der interessanten archäologischen Sammlung findet man u. a. den römischen Marmorkopf Germánico.

Paläste[Bearbeiten]

Sieben prächtige Paläste aus dem 18. Jh. sind noch erhalten und können zum Teil besichtigt werden. Die Adeligen wurden nach der Reconquista als Großgrundbesitzer wohlhabend und sie wollten ihren Wohlstand zeigen.

  • Palast de Peñaflor. Der prächtige Palast wurde von 1700 bis 1775 erbaut. Er ist ein historisch künstlerisches Bauwerk und wird derzeit renoviert. Das Gebäude steht an der Calle de los Caballeros. Die Blumen- und Landschaftsornamente im Treppenhaus sind sehenswert. Das Gebäude hat den längsten schmiedeeisernen Balkon Spaniens.
  • Palacio Benamejí, an der Plaza de la Constitution. Er beherbergt das Museo Historico Municipal. Der Eintritt ist kostenlos nur die Besteigung des Turms kostet 1 €. Man kann die Sammlung prähistorischer Metallstücke, drei Kriegerfiguren, die Placa de Écija (Tafel von Écija), Goldschmiedearbeiten und prächtige römische Mosaiken besichtigen.
  • Palacio Valhermoso. In Privatbesitz, es kann nicht besichtigt werden. Von außen kann man das platereske Portal sehen.
  • Palacio Palma. Über einem Dominikaner Kloster errichtet. Er kann besichtigt werden (3 €). Man sieht Mobiliar und Dekorationen aus dem 18. und 19. Jh. Der Palacio Santaella ist im Privatbesitz. Besucher dürfen den Eingang mit der Treppe und der Kuppel besichtigen. Im Treppenhaus sieht man ähnliche Bemalungen wie im Palacio Peñaflor.
  • Palacio des Justicia. Das Gerichtsgebäude findet bei den meisten Écija Besuchern die größte Beachtung. Die Stuckarbeiten im Patio erinnern an den Nasridenpalast der Alhambra.

Plätze[Bearbeiten]

Bis Mitte des 19. Jh. fanden Feste und Feierlichkeiten wie Stierkampf und religiöse Anlässe wie Prozessionen auf den Plätzen statt.

Plaza de España wurde 2007 umgebaut
  • Plaza de España. Der größte Platz ist die Plaza de España. Unter dem Platz wurde Anfang 2007 ein Parkhaus gebaut. Die Gebäude um die Plaza haben Kolonnaden, große Fenstern, Balkone und Arkaden. Sie dienten als Tribünen. Die "Ränge" wurden zu besonderen Anlässen vermietet. An der Plaza de España stehen zwei "Aussichtstürme" der Familien Benamejí und Peñaflor, die im 18. Jh. gebaut wurden. Außerdem das Rathaus (Ayuntamiento aus dem 18. Jh. Im Rathaus kann man ein römisches Mosaik bewundern.
  • Plaza de la Constitution. An der Plaza de la Constitution steht das historische Museum.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Typisch für Écija sind die Gato genannte Suppe aus Knoblauch, geschälten Tomaten und grünem Paprika mit Weißbrot und Eiern. Auch das Spinatgericht Espinacas labradas sowie das Spargelgericht Esparragos trigueros sind berühmt. Der Rabo de Torro (Ochsenschwanz) wird mit Chilischoten und Pfefferkörnern scharf gewürzt. Auf der Internetseite turismoecija.com findet man eine Liste von Restaurants und Hotels in Écija.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Touristeninformation, Plaza de España. E-Mail: . Geöffnet: Mo – Fr 9.30 – 15.00 Uhr, Sa + So 10.00 – 14.00 Uhr.

Ausflüge[Bearbeiten]

Über die A4 nach Sevilla (86 km) oder Córdoba (53 km). In der Nähe sind die Orte sehenswerten Carmona (54 km) und Osuña (36 km).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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