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Termessos

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Termessos
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Termessos ist eine antike Ruinenstadt in Mittelmeer-Region der Türkei. Sie liegt etwa dreißig Kilometer nordöstlich von Antalya.

Hintergrund[Bearbeiten]

Termessos war eine antike Stadt heute Teil des Güllük Dağı Termessos-Nationalparks zählt die Ruinenstätte zu den schönsten der Türkei. Erwähnt wird die Stadt schon von Homer, der die Wehrhaftigkeit der Stadt und Soldaten rühmte. Das hier Dichtung und Wahrheit eng bei einander lagen mußten auch die Perser etwa 500 v.u.Z. und Alexander der Große 333/334 v.u.Z. erkennen. Beides Mal gelang es nicht die Stadt einzunehmen, die als Bergfestung auf 1050 Metern Höhe am Hang des antiken Berges Solymos, dem heutigen Güllük Dağı liegt. Durch ihre strategisch sichere Lage aber auch Küstennähe und das politische Geschick der Statthalter, konnte der Ort seine Unabhängigkeit bzw. Sonderrechte behalten und blühte nach der Integration in das römische Reich nochmals auf.

Im byzantnischen Reich war die Stadt Bischofssitz, so ist noch eine Teilnahme am Konzil von Chalcedon im Jahre 451 dokumentiert. Wenige Jahre später wurde die Stadt verlassen. Noch heute geht das Titular-Bistum Termessus auf die antike Stadt zurück. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt erstmals vom österreichischen Archäologen Graf Karl Lanckoroński systematisch vermessen. Diese Aufzeichnungen gelten heute noch als Basiswerk der bisher spärlichen Forschungsarbeiten. Besonders die Ruhe und die Lage locken heute immer wieder viele Touristen aus den nahe gelegenden Urlaubshochburgen Kemer, Antalya und Side hierher. Die traumhafte Lage (in Touristenbroschürensprech oftmals mit Machu Picchu verglichen) und der Ausblick auf die Bucht von Antalya ist einen Ausflug schon wert.

Anreise[Bearbeiten]

Erfolgt normalerweise von Antalya.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es verkehrt eine Buslinie zwischen Antalya und 1 Korkuteli (37° 4′ 1″ N 30° 11′ 55″ O). Auf Anfrage oder bei Bedarf hält der Bus an der Abzweigung von der D350 am Eingang des Nationalparks. Von hier gibt es die Möglichkeit ein Taxi bis zur archäologischen Stätte zu nehmen oder etwa acht Kilometer zu laufen. Dabei geht es steil bergauf und es gibt keine Rastmöglichkeiten mit Verpflegung. Auch am Eingang zur archäologischen Stätte nicht. Von hier sind es nochmals zwanzig Minuten steil bergauf. Wer also läuft sollte bei guter Kondition sein. Der letzte Bus zurück nach Antalya passiert den Eingang des Nationalparks gegen 18.00 Uhr.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto fährt man auf der D350 in Richtung Korkuteli bzw. Budur. Nach etwa 22 km ist die Abfahrt Termessos / Milli Parki ausgeschildert. Von hier aus führt eine acht Kilometer lange befestigte Straße über Serpentinen steil aufwärts. Am Zugang zur Stadt gibt es Parkmöglichkeiten 1 Busbahnhof

Mobilität[Bearbeiten]

Die archäologische Stätte ist für Besucher mit irgendeiner Gehbehinderung oder eingeschränkter Fitness nicht geeignet. Die Pfade sind steil und man steigt auch über Geröll und Trümmer. Dazu gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

DIe Aufnahme ins Weltkulturerbe wurde beantragt.

  • 1 Gräberfeld - Direkt am Prakplatz wartet ein Gräberfeld mit zahlreichen Sarkophagen entdeckt zu werde. Wer Interesse an diesen hat, hat hier gleich sein erstes Highlight. Es ist zwar wenig restauriert, aber das ein oder andere schöne antike Relief kann hier durchaus entdeckt werden
  • 2 Artemis-Hadrian-Tempel
  • Königsstraße
  • 3 Stadttor
  • 4 Gymnasium
  • Kollonadenstraße
  • Stoa des Osbaros
  • 5 Theater - Das Theater gehört vor allem wegen der Lage und des Panoramas zu den Top Highlights des Besuches. Man sollte dafür die Kamera und ein wenig Zeit zum verweilen einplanen. Mit einem Durchmesser von 65 Metern war es doch für eine relativ kleine Zuschauerzahl von etwa 5.000 Gästen vorgesehen. Ursprünglich wurde das Theater im 2 Jhdt. v.u.Z. an einem Abhang errichtet. Im 1. Jhdt. v.u.Z. wurde ein Bühnenhaus hinzugefügt und etwa hundert Jahre später ein Säulengang oberhalb der obersten Sitzreihen. Von den Säulengängen ist nichts mehr zu sehen. Aber Sitzreihen und ein Teil des Bühnenhauses sind noch vorhanden und das atemberaubende Panorama kann kein Erdbeben zerstören.
  • 6 Korintischer Tempel
  • 7 Wasser Zisterne
  • 8 Hereon
  • 9 Odeion - Das Odeion oder auch das Bouleuterion genannte Versammlungshaus des Stadtrates hatte einen Grundriss von 24,5 x 24,5 Metern. und einer Höhe von über 20 Metern. Noch immer stehen die Mauern bis zu 10 Metern hoch. In der Öffnung in der Westwand war früher vermutlich der Zugang zu finden. Fenster waren füher nur an der Ost- und Südseite zu finden.
  • 10 Artemistempel - Der Artemistempel wurde Anfang des 3. Jahrhunderts errichtet. An der Front waren früher drei Stufen mit vier Säulen zu sehen.
  • 11 Grab des Alketas
  • 12 Südnekropole

Einkaufen, Küche, Unterkunft[Bearbeiten]

Es gibt keinerlei Verpflegung oder sonstige Versorgungsmöglichkeiten.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Festes Schuhwerk und eine ausreichende Kondition ist ein absolutes Muss. Auch die Besucher, die bis zum Parkplatz fahren, müssen einige Höhenmeter bei der Besichtigung zurücklegen und über den einen oder anderen Ruinenstein steigen. Dabei sind die Wege häufig mit Geröll überzogen.
  • Für eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln ist selber zu sorgen. Hier gibt es kein Restaurant, Kiosk oder Bauchladenverkauf. Im Sommer kann es extrem heiß werden, daher auch Sonnenschutzmittel nicht vergessen.
  • Hier gibt es auch Giftschlangen. Daher sollte die notwendige Vorsicht an den Tag gelegt werden
  • Die Ruinenanlage ist definitiv schlecht für kleine Kinder oder Personen mit Handicap geeignet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gebhardt, Rudolf René [u.a.]; Termessos, Südtürkei, Provinz Antalya; Augsburg 1978 (Brigg)
  • İplikçioğlu, Sıtkı İsa Bülent [et al.]; Epigraphische Forschungen in Termessos und seinem Territorium Wien 1991-2007, 4 Bde.
  • Pekridou-Gorecki, Anastasia; Alketas-Grab in Termessos; Tübingen 1986 (Wasmuth) [Zugl.: Frankfurt a.M., Univ., Diss., 1982]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Termessos engl. Beschreibung der Archäologie
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