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Shimoda

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下田市
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Shimoda ist eine Stadt im Süden der Izu-Halbinsel auf der japanischen Hauptinsel Honshū.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die örtliche Tourismusbranche lebt, abgesehen vom Onsen-Betrieb, von der Erinnerung an den Besuch der amerikanischen „schwarzen Schiffe“ (黒船, kurofune), die hier 1854 – damals nicht übermäßig willkommen – imperialistische Kanonenbootdiplomatie betrieben.

Anreise[Bearbeiten]

Siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel Izu-Halbinsel.

Shimoda ist 1 Endstation der Izukyū-Linie (伊豆急下田). Der Japan Rail Pass ist auf deren Strecken nicht gültig. Der Normalpreis von/nach Atami liegt bei ¥ 2170.

Busse fahren über Matzusaki nach Dōgashima in gut einer Stunde (¥ 1360).

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

  • Tōkai Kisen (Etwa 20 Min. Fußweg vom Bahnhof (Ri. Chōraku-ji). Ein Taxi sollte nicht mehr als ¥ 1000 kosten). Ōshima wird u.a. bedient. Die Schiffe nach Kōzushima, Shikinejima und Niijima kosten alle dasselbe, knapp über ¥ 4000. Geöffnet: Sommersaison, Schalterzeiten am Hafen: 7.40-17.00.

Mobilität[Bearbeiten]

Stadtbus der Fa. Tōkai in Shimoda (2009).
Das „schwarze Ausflugsschiff,“ auf dem man vollkommen überteuerte, keine 20 Minuten dauernde „Rundfahrten“ im Hafen machen kann.
Karte von Shimoda
  • Shimoda Tourist Association, 1-1 Sotogaoka (外ヶ岡1-1. Büro beim Hafenmuseum. Zentraler gelegen ist die Filiale am Bahnhofsvorplatz. Geöffnet: 9.00-17.00).

Die Innenstadt ist kompakt genug, um zu Fuß zu gehen. Rund hundert Meter vom Bahnhof, am Kreisverkehr vorbei liegt die Talstation der Seilbahn, die auf den 200 m hohen 1 Nesugatayama (寝姿山山頂). Geöffnet: 9.00-17.00. Preis: ¥ 1000. fährt. Den guten Ausblick über die Bucht beim Photographiemuseum Renjōshashinkinenkan (蓮杖写真記念館) kann man sich mit einigen rostigen Kanonen teilen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das „Schlachterdenkmal“ im 2 Gyokusen-ji, 31-6 Kakisaki (柿 31‐6). . Die Inschrift lautet etwa: „An dieser Stelle wurde auf japanischem Boden erstmals eine Kuh zum Zwecke menschlichen Verzehrs geschlachtet.“ Bezahlt hat das Monument die tokioter Metzgerinnung 1931. Im Tempel wird auch Harris gedacht (ハリス記念館).
Ein weiteres Denkmal ist dem ersten Trinken von Kuhmilch gewidmet!
Chōraku-ji (2007).

Im touristischen Zentrum entlang eines Kanals vom Hafen hat man die gepflegte Perry Road angelegt. Es soll dies die erste Wegstrecke gewesen sein, die jener auf japanischem Boden wandelte. Sie endet beim 3 Ryōsenji (了仙寺, 12-12 3-Chome. Geöffnet: 8.30-17.00. Preis: Schatzhaus ¥ 500). 1854 Ort des Abschlusses des ersten „ungleichen Vertrags“ Japans mit einer ausländischen Macht.[1] Vom 11. bis 31. Mai, zur Zeit der Jasminblüte hält man ein „Festival des Wohlgeruchs“ ab. Während dem am dritten Mai-Wochenende auch ein Kostümfest stattfindet.

Im nahen 4 Chōraku-ji (長楽寺). verhandelte man mit den Russen und schloß wenige Monate später dort einen ähnlichen Vertrag ab.[2] Der Tempel, zur Shingon-Sekte gehörend, ist auch wegen seiner Kannon-Statue sehenswert.

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Ryōsenji, bei der Kirche, ist das Museum für Ortsgeschichte (¥ 1000, 8.30-17.00) mit einer Abteilung für Folklore.

Im 5 Hōfuku-ji (宝福寺, 18-26 Itchome. Preis: Gedenkhalle ¥ 300). befindet sich das Grab der Okichi (お吉; eigentlich Saitō Kichi) [3] Das Shōgunat hatte die damals 15jährige dem Konsul zugewiesen, ob der Bedürfnisse (jeder Art) der „ehrenwerten Gäste“ bedacht. Beschönigende Geschichtsschreibung spricht davon Harris habe ein 17jähriges (nach japanischer Zählung) Mädchen „adoptiert.“ Sie wurde, bei dessen Rückkehr nach Amerika in Shimoda zurückgeblieben, von ihren Mitmenschen als „Ausländerflittchen“ verachtet, 1892 in den Selbstmord getrieben.

Aktivitäten[Bearbeiten]

6 Ebisujima (恵比須島). ist über eine Fußgängerbrücke zugänglich.

Der Shimoda International Club (SIC; sicshimoda@yahoo.co.jp) veranstaltet nach Voranmeldung für Gruppen fremdsprachige (auch Deutsch und Spanisch) Führungen zum nominellen Preis von ¥ 200 p.P. Den Mitgliedern geht es um das Üben ihrer Sprachkenntnisse.

Jeden Mai findet das „Festival der schwarzen Schiffe“ (黒船祭; kurofune matsuri) statt. Beim Sommerfest des Hachiman-Schreines wird Mitte August ausgiebig getrommelt.

Es finden auch Seehund- und Delphinvorführungen statt im 7 Shimoda Aquarium (海中水族館), am Hafen. Geöffnet: 9.00-16.30. Preis: ¥ 2000.

Der etwa fünf Kilometer lange Panorama-Wanderweg Tsumekisaki zur Südspitze der Suzaki-Halbinsel ist gut ausgebaut.

Schwimmen[Bearbeiten]

Der der Stadt am nächsten liegende Strand ist Nabetahama so geschützt, daß nur selten Wellen auftreten.

An der Japansee, wenige Kilometer außerhalb gibt es, von Nord nach Süd, die Strände Shirahama, Sotoura und Kujuppama. Zahlreiche Unterkünfte in Strandnähe.

Südlich der Stadt, Richtung Kap Irozaki, liegen 1 Tatadohama (多々戸浜). und 2 Iritahama (入田浜). direkt aneinander anschließend. Zahlreiche Unterkünfte in Strandnähe.

Der 400 m lange 3 Strand von Tatado. hat ebenfalls hellen Sand.

Weiterhin gibt es das Seewasser-Freibad Itado sowie das beheizte Hallenbad Shikine.

Einkaufen[Bearbeiten]

Fisch beim Trocknen.

Trockenfisch, Himono, der in der Sonne halbgetrocknet, dann in einem Netz gegrillt wird, in der gleichnamigen Gasse.

Küche[Bearbeiten]

Eine Institution ist der 1916 gegründete Nudelsuppenladen, mit sehr ungewöhnliche Kombinationen, 1 Musashi, (1-13-1 Shimoda. Geöffnet: nur 11.30-14.00, Di. Ruhetag. Preis: ¥ 650-1000). Leicht erkennbar an der fast zwei Meter hohen Statue eines Tanuki (mythologschen Dachses[4]) vor der Tür.

Das im Hafenmuseumsgebäude (¥ 500; 9.00-17.00) beim Touristenbüro, gelegene 2 Ra Maru, (外ヶ岡1-1. Tel.: (0)558-27-2510. Geöffnet: 10.00-16.30. Preis: um ¥ 1000-2000). ist auf Burger spezialisiert. Dabei zeigt sich, welche Geschmackskombinationen möglich sind, wenn der Koch nicht von den Konventionen westlicher oder einheimischer Küche gebunden ist. Angeboten werden z.B. „Shrimp-Burger auf Avocado“ oder „Fischburger mit Camenbert“ (wobei letzterer Käse in Japan in geniesbarer Form eigentlich nicht erhältlich ist).
Es gibt im Hause konventionelle Restaurants: im 1. OG ein Kaiten-Sushi sowie das nur mittags geöffnete Sakana-ya hier gilt nomen est omen: „sakana“ heißt „Fisch“ und „ya“ Restaurant.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Siehe auch die einführenden Bemerkungen zu Unterkunft auf der Izu-Halbinsel. Im Zimmerpreis ist üblicherweise eine Kurtaxe von ¥ 150 enthalten.

  • Die Preisgestaltung der Sakura Pension, (2584-20 Shirahama,. Preis: P.P.: ¥ 5000 (Okt.-Mai), 8000-9000 Juni, Sept., 9500-13500 Juli/August; dazu noch Wochenendzuschläge). am Shirahama ist sehr saisonal, gesetzwidrigerweise weist man die Mehrwertsteuer nicht mit aus!
  • 1 Kurhaus Ishibashi Ryokan, (185-1 Rendaiji (蓮台寺185-1), 〶 415-0031. Tel.: (0)558-22-2222. Geöffnet: Check-in: 15.00-23.00, check-out: 10.00. Preis: ab ¥ 14040 p.P.; Mahlzeiten extra).

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 1 Hauptpost, 4-30 Nichōme, 〶 415-0022.

Ausflüge[Bearbeiten]

Entlang der Südspitze der Halbinsel zur zerklüfteten Irozaki-Küste (石廊崎).

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  1. Bekannt als Vertrag von Kanagawa (神奈川条約). Vorgesehen war zunächst nur die Öffnung von Shimoda und Hakodate als Handelshäfen, weshalb Townsend Harris zunächst am Ort 1856 das erste ausländische Konsulat einrichtete. Erst im folgenden Treaty of Amity and Commerce („Harris-Vertrag“) 1858/60 kam es zur Öffnung und dem rapiden Aufschwung des näher an der Hauptstadt gelegenen Yokohama.
  2. Den Vertrag von Shimoda (日露和親条約), unterzeichnet durch Jewfimi Wassiljewitsch Putjatin am 7. Feb. 1855.
  3. Ihr Leben wurde seit den 1930ern unter dem Titel Tōjin Okichi mindestens viermal verfilmt. Auch der Film Barbarian and the Geisha von 1958 mit John Wayne beleuchtet die Geschichte.
  4. Weiterführend (zggr. 2015-09-10). Als deutlich intelligenter, aber auch verschlagener gelten Kitsune (Füchse): Weiterführend.