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Montafon

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Das Montafon ist das 39 km lange Hochgebirgstal der oberen Ill in Vorarlberg mit dem Hauptort Schruns. Das Tal verläuft zwischen Rätikon und Silvrettagruppe im Südwesten und der Verwallgruppe im Nordosten. Das Montafon liegt im Süden Vorarlbergs – am südwestlichen Ende Österreichs. Das Alpental an der Grenze zur Schweiz erstreckt sich von Bludenz südwärts bis zur Silvretta-Bielerhöhe. Das Hochtal mit der atemberaubenden Gebirgslandschaft von Rätikon, Silvretta und Verwall wird am Talschluss vom höchsten Berg Vorarlbergs gekrönt, dem 3.312 Meter hohen Piz Buin. Die elf Tourismusorte im Montafon zeichnen sich durch eine gewachsene Infrastruktur, herzliche Gastfreundschaft und authentische Montafoner Küche aus.

Orte[Bearbeiten]

Illabwärts gibt es im Montafon die Gemeinden:

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Einheimischen teilen das Tal in Inner- und Außerfratte (Fratte ist die Talenge bei Mauren, südöstlich von Schruns). Haupterwerbszweige des Tals sind (außer dem Fremdenverkehr) Viehzucht (Montafoner Braunvieh) und Forstwirtschaft, bis zum 18. Jahrhundert wurde um Bartholomäberg und Silbertal Bergbau betrieben.

Sprache[Bearbeiten]

Man spricht deutsch - allerdings mit einem ganz speziellen Dialekt, dem Alemannischen und dem Rätoromanischen etwa gleich nah. Beispiel: "Wa wänd ir do dinna?" heisst "was wollt ihr da drin?" und ist Teil der ersten CD der mittlerweile 10 Jahre im Geschäft befindlichen Montafoner Band "Krauthobel". Wunderschöne Montafoner Mundartgedichte gibt es von Otto Borger. Das Tal selbst, Montafon, kommt von "Munt tafun", "durchlöcherter Berg", was wahrscheinlich auf den Silberbergbau im (sic!) Silbertal zurückgeht, einem Seitental, im welchem die den Montafoner Hauptort durchfliessende Litz entspringt.

Anreise[Bearbeiten]

Blick vom Hochjoch auf Schruns und Vandans

Die Region ist einfach und bequem mit dem eigenen Auto erreichbar. In nur 2:30 Stunden aus München, 2:50 Stunden aus Stuttgart oder in nicht einmal zwei Stunden aus Zürich. Flugreisenden wird empfohlen, Altenrhein, Memmingen, Friedrichshafen, Zürich oder München als Ankunftsflughafen zu wählen. Auch eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist aufgrund des guten Verbindungsnetzes problemlos möglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Von Bludenz bis Schruns verkehrt die Montafonerbahn, ein Regionalzug des Unternehmens MBS, mit Halt in allen Orten dazwischen. Im Ort Vandans verkehrt zusätzlich ein Bus zur Golmerbahn, welche ins Skigebiet Golm führt. Beim Endbahnhof in Schruns verkehren mehrere Büsse in Richtung Latschau, Tschagguns, Silvretta-Bielerhöhe und St. Gallenkirch.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Montafon ist für unvergleichliche Abwechslung gesorgt. Im Montafon erwarten einen nämlich 295 Pistenkilometer und über 74 Liftanlagen in insgesamt acht Skigebieten. Von leichten Hängen bis zu schwarzen Rennpisten ist hier für jeden Skifahrer und Snowboarder das Richtige dabei. Für die Stärkung zwischendurch mit köstlicher Hausmannskost sorgen gemütliche Bergrestaurants und Hütten mit wunderschönen Sonnenterrassen. Stets mit herzlicher Gastfreundschaft, denn das Persönliche liegt im Wesen der Talbewohner.

Winter[Bearbeiten]

Das Montafon ist ein weit über die Grenzen Österreichs bekanntes Wintersportgebiet.

  • Erlebnisberg Golm: Mittelgroßes Skigebiet mit der steilsten Abfahrt Voralbergs, allerdings nicht anfängergeeignet, da sämtliche blauen Abfahrten schon sehr dunkelblau sind. Nettes Bergrestaurant an der Bergstation, ausserdem gibt es an der Mittelstation Matschwitz und an einigen Skipisten gute Einkehrmöglichkeiten. Ein großer Teil des Skigebietes wird bei nicht vorhandenem Schnee künstlich beschneit. Hoch kommt man mit einer Gondelbahn aus Vandans bzw. ab der Mittelstation Latschau von wo Busse nach Schruns fahren. Eine Rodelbahn ist von Latschau nach Vandans angelegt.
  • Silvretta Montafon, gegliedert in:
    • Hochjoch: Großes Skigebiet mit der längsten Abfahrt im Montafon ("Hochjoch Totale") und einem Restaurant an der Bergstation beider Bergbahnen aus Schruns (Eine Gondelbahn und eine Pendelbahn) Aus Silbertal kommend fährt man mit einem Sessellift hoch (dieser ist natürlich nur von Skifahrern nutzbar). Von der Bergstation zur Mittelstation der Hochjochbahn kann auch gerodelt werden.
    • Silvretta Nova: Sehr großes Skigebiet mit vielen Pisten, das vielseitigste der Gebiete im Montafon, da es für Anfänger bis hin zu Schwarze-Piste-Fans etwas zu bieten hat. Es gibt Gondelbahnen von St.Gallenkirch und Gaschurn. Die Skipiste von der Bergstation eines Sessellifts ins Tal nach St. Gallenkirch wird in der Nacht zur Nachtrodelbahn.
  • Genießerberg Kristberg: Sehr kleiner anfängergeeigneter Berg mit zwei Schleppliften und einer Kabinenbahn ins Tal nach Silbertal. Viele Einkehrmöglichkeiten oben. Für fortgeschrittene Skifahrer gibts eine rote Piste und eine Skiroute ins Tal, für Anfänger zwei blaue Pisten. Die Rodelbahn reicht bis zur Mittelstation Stelza.
  • Gargellner Bergbahnen: Anfängergeeigneter (aber auch für Profis) Berg mit drei Talabfahrten und schöner Einkehrmöglichkeit an der Bergstation. Der Berg hat auch dann oft Schnee, wenn es wo anders im Montafon grün ist, da schon die Talstation auf 1400m Höhe liegt. Es gibt keine Rodelbahn.

Daten & Fakten Winter[Bearbeiten]

  • 74 Seilbahn- und Liftanlagen (Montafon Brandnertal Card Mehrtageskarte)
  • Skigebiete: Silvretta Montafon, Erlebnisberg Golm, Gargellner Bergbahnen, Genießerberg Kristberg, Silvretta-Bielerhöhe
  • Weitere Skigebiete in der Region: Bergbahnen Brandnertal, Muttersberg, Schnifis, Gurtis/Bazora
  • 295 km Pisten inkl. Skirouten
  • 5 Rodelbahnen und 2 beleuchtete Nachtrodelbahnen
  • 1 überdachte Kunsteisbahn im Aktivpark Montafon
  • 4 Snowparks
  • 290 km präparierte, teils beleuchtete Winterwanderwege
  • 150 km ausgeschilderte Schneeschuhrouten
  • 90 km Langlauf Loipen – ohne Verbindungsloipen (67,6 km klassisch/21,9 km skaten)
  • 7 Ski- und Snowboardschulen
  • Interaktive Karte mit 150 Tourentipps für den Winter (touren.montafon.at)

Sommer[Bearbeiten]

  • Am Erlebnisberg Golm oberhalb der Ortschaft Vandans finden sich neben einem geradezu unerschöpflichen Netz aus sehr gut markierten Wanderwegen auch Vorarlbergs größter Waldseilpark, der 565m lange Flying Fox über den Stausee Latschau, der Alpine-Coaster (eine Sommerrodelbahn auf Schienen) und für Kinder ein Forschungslehrpfad

Daten & Fakten Sommer[Bearbeiten]

Wandern

  • 1.160 Kilometer Wanderwege
  • Mehr als 40 urige Hütten und Bergrestaurants
  • Von leicht bis schwer, barrierefrei und familienfreundlich: es warten mehr als 267 Wandertouren für jeden Geschmack
  • Mehr als 20 Bergerlebnisse der besonderen Art
  • Montafoner Hüttenrunde: Weitwanderweg mit 12 Etappen

Biken

  • 260 Kilometer Rad-, Mountainbike- und E-Mountainbike-Wege
  • Mehr als 60 Biketouren – von leicht bis anspruchsvoll, die für Abwechslung an jedem Tag auf dem Rad sorgen
  • 17 Bergerlebnisse, die den Bike-Urlaub zum unvergesslichen werden lassen

Klettern

  • 19 Klettersteige im Rätikon, Verwall und Silvretta
  • 2 Klettergärten zum Kennenlernen der Höhe
  • 11 Bergerlebnisse der besonderen Art
  • Indoor-Kletterhalle und Boulderbereich für Regentage

Küche[Bearbeiten]

Der Montafoner Sura Kees prägte über Jahrhunderte die Talschaft im Süden Vorarlbergs. Seit dem 12. Jahrhundert wird dieser aufgrund seines niedrigen Fettgehalts besonders gesunde Käse auf den Sennalpen hergestellt. Vielseitig einsetzbar hat sich diese Spezialität seinen Platz in der Montafoner Küche zurückerobert. Das Montafon kann auf eine der ältesten Traditionen in der Käseherstellung im Alpenraum verweisen: Vom 12. bis ins in 17. Jahrhundert blühte die Sauerkäseherstellung im Montafon. Doch mit dem aufkommenden Labkäse bekam der Montafoner Sura Kees große Konkurrenz. Aufgrund der Lager- und Transportfähigkeit war der Labkäse besser geeignet für den überregionalen Handel und verdrängte so den Sauerkäse. Einzig im Montafon blieb das Wissen um die Herstellung erhalten.

Doch der geschichtsträchtige Käse musste noch eine weitere Krise überstehen: Nachdem in den 1960er Jahren zahlreiche Montafoner Sennereien verschwanden, kam es erst in den 90er Jahren zu einer Rückbesinnung. Der traditionelle Montafoner Sura Kees wurde immer beliebter und setzte zum jetzigen Höhenflug an. Die Spezialität hat sich seinen Platz in der Montafoner Küche zurückerobert. Auch Restaurants und Gasthäuser in der Region haben sich dem Montafoner Sura Kees verschrieben und bereiten köstliche Speisen mit ihm zu. Hergestellt wird der Käse hauptsächlich während der Sommermonate auf den Alpen. Rund 800 Kühe liefern auf 13 Sennalpen die Milch für die Käseherstellung. Weil die Nachfrage in der Zwischenzeit so groß ist, produzieren einige landwirtschaftliche Betriebe den Montafoner Sura Kees mittlerweile das ganze Jahr über. Das grundlegende Verfahren hat sich dabei seit dem 12. Jahrhundert kaum verändert.

Unterkunft[Bearbeiten]

Das gesamte Tal verfügt über eine ausgezeichnete Hotellerie, umfangreiche Sport- und Freizeiteinrichtungen. Mehr Informationen dazu gibt es unter: http://www.montafon.at

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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