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Jerusalem/Westjerusalem

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Westjerusalem ist der Teil Jerusalems, der westlich der Altstadt liegt. Dieser Teil mit hohem jüdischem Bevölkerungsanteil gehörte seit dessen Gründung immer zum Staat Israel, während die östlichen Stadtteile erst im Sechstagekrieg im Jahr 1967 von Israel aus jordanischer Hand erobert wurden.

Heute befinden sich in Westjerusalem im Regierungsviertel wichtige staatliche Einrichtungen wie die Knesset (das israelische Parlament) und etliche Ministerien. Das Israel-Museum und das Holocaust-Museum Yad Vashem liegen ebenfalls in diesem Teil der Stadt.

Knesset vom Israel-Museum gesehen

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Zug[Bearbeiten]

Bahnhof Jerusalem-Malha
Strassenbahn Jerusalem Light Rail

Im Süden Westjerusalems befindet sich mit 1 Jerusalem Malha (gesprochen Malcha) die Endstation der Bahnlinie der Israel Railways von Tel Aviv. Der Bahnhof wird in den Morgen- und Abendstunden im Stundentakt (und in Randzeiten nur im Zweistundentakt!) von einer einzigen Linie nach Tel Aviv resp. Herzliya bedient. Die bereits in osmanischer Zeit unter möglicher Vermeidung von Kunstbauten geplante Strecke durch das Judäische Bergland ist landschaftlich abwechslungsreich, die Fahrtdauer ist mit ca. 80 Min. aber wesentlich länger, als die Busverbindung. Jerusalem Malha liegt sowohl von den wichtigen Zielen Westjerusalems wie auch von den anderen Stadtteilen weit entfernt, mit der Buslinie 18 gelangt man in die Nähe des Jaffators, mit der 31 zur Central Bus Station.

Bis die im Bau befindliche Hochgeschwindigkeits - Bahnverbindung zwischen Tel Aviv und Jerusalem voraussichtlich im Jahre 2018 fertiggestellt ist, sollte man auf den Bus ausweichen, wenn man von außerhalb zügig anreisen möchte.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Buslinien der Egged verbinden sämtliche grösseren Städte Israels mit Jerusalem und kommen in der Regel in der 2 Central Bus Station an. Zu beachten ist, dass der Busbetrieb am Shabbat (ab Freitagabend / Sa) ruht und während dieser Zeit nur Sherut - Sammeltaxis auf den Strecken der Buslinien verkehren.

Busse aus dem Palästinensischen Autonomiegebiet kommen in der 3 Blue Palestinian Bus Station (für Busse aus Bethlehem, Hebron, Ostjerusalem) nördlich der Altstadt oder in der 4 Green Palestinian Bus Station (Busse von Ramallah, Nablus) nördlich des Damaskustors / Nähe "Gartengrab" an; die Jerusalemer Straßenbahn (Jerusalem Light Rail) verbindet Ostjerusalem mit dem Westteil der Stadt.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die meisten Besucher Jerusalems kommen über die Straße 1 aus Richtung Tel Aviv in die Stadt, eine landschaftlich schöne Alternative ist die Strasse 395, welche durch das judäische Bergland und in der Nähe des Hadassah Ein Kerem Hospital vorbei in die Stadt führt.

Mobilität[Bearbeiten]

Seit 2011 ist die erste Linie der in den letzten Jahren neu gebauten Jerusalemer Straßenbahn (Jerusalem Light Rail) barrierefreibarrierefrei (Informationen auf englisch) in Betrieb und hat sich im innerstädtischen Personennahverkehr grosse Bedeutung erworben. Die Straßenbahn bedient die Achse Pisgat Ze'ev (Ostjerusalem) - Altstadt - Jaffa Street - Central Bus Station - Herzlberg/Yad Vashem. Sie ist damit auch für Touristen ein wichtiges Verkehrsmittel, die beispielsweise vom Busbahnhof nach Yad Vashem oder in die Altstadt wollen. Nur das Ticket für eine Einzelfahrt (6.90 NIS (2014), vor Antritt der Fahrt am Automaten zu erwerben) ist noch ein Papierticket, es berechtigt nicht zum Umsteigen auf Bus oder Bahn. Für alle anderen Rabatte (Mehrfahrtenkarten, Studenten, Senioren, Monateskarten) muss eine Smart Card Rav Kav erworben werden, auf der die entsprechenden Fahrkarten elektronisch aufgespeichert sind; als Ergänzung zur personalisierten Rav Kav gibt es gegen Aufpreis noch eine Anonymous SmartCard, welche als Mehrfahrtenkarte genutzt werden kann. Altersabhängige Rabatte und auch Bezahlung der Fahrt mehrerer Personen ist mit dieser Karte allerdings nicht möglich.

Als Ergänzung zur Jerusalem Light Rail wurden die Express - Buslinien 71 - 75 eingerichtet, die Gelenksbusse der BRT - Bus Rapid Transit Lines barrierefreibarrierefrei verkehren zum Grossteil auf eigenen Busspuren mit elektronisch gesteuerter Vortrittsberechtigung gegenüber dem Strassenverkehr in Abständen von 6 - 10 Minuten und erlauben rasches Vorwärtskommen.

Eine wichtige Konsequenz aus der Freigabe der Straßenbahnlinie ist eine schrittweise Neustrukturierung des Busnetzes, die praktisch alle Buslinien betrifft. Viele Informationen zu den Busverbindungen in Jerusalem - z.B. in gedruckten Reiseführern - haben seit 2012 ihre Gültigkeit verloren.

Reisende, die in Jerusalem Busse eingeschränkt barrierefreieingeschränkt barrierefrei nutzen wollen, sollten sich daher entweder aktuelle Informationen im Internet besorgen (z.B. bei Jerusalem Transportation (mit Übersicht über sämtliche Buslinien) oder Egged) oder vor Ort nachfragen, welche Linien an welche Destinationen fahren. Auf der Website der Jerusalem Light Rail werden auf der Karte "Map Bus Lines" bei den Haltestellen die dort abgehenden Buslinien eingeblendet, bei Jerusalem Transportation gibt es auch einen Streckenplan zum Download, rollstuhlgängige Linien werden angezeigt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kleidervorschriften
Kinder in Mea Shearim
U.S. Botschafter auf Besuch in Mea She’arim

Strassen und Plätze[Bearbeiten]

  • die Yafo Street / Jaffa St. verbindet das westliche Ende der "Neustadt" (bei der Central Bus Station) über den 1 Kikar Zion / Zion Square mit dem Kikar Zahal / Tsahal Square vor der westlichen Begrenzung der Altstadtmauern bis zum Yafo Gate / Jaffator.
  • etwas nördlich verläuft parallel die Ha Nevi'im St. / Street of Prophets, welche beim Platz vor dem Damaskustor endet. In dieser einstigen Prachtsstrasse der Jerusalemer Neustadt befinden sich zahlreiche repräsentative Bauten, so das Tabor House, das ehem. äthiopische Konsulat, das Italian Hospital und weitere Spitäler.
  • noch weiter nördlich liegt die Mea She'arim St., mit dem von vielen ultraorthodoxen Juden bewohnten Quartier 2 Mea She'arim.
  • zwischen der Jaffa St. und Agripas St. erstrecken sich die Markthallen von 3 Mahane Yehuda, viele Stadtbewohner sich mit Lebensmitteln eindecken.
  • die 4 King George St. geht rechtwinklig in südlicher Richtung ab, hier befinden sich etliche Boutiquen, die 5 Ben Yehuda St. mit ihrer Fussgängerzone und zahlreichen Ladengeschäften bildet eine schräge Verbindung zum Kikar Zion / Zion Square.

Die Yafo Street / Jaffa St. mit ebenfalls zahlreichen Boutiquen und Ladengeschäften ist seit dem Bau der Jerusalemer Strassenbahn gegen Osten hin verkehrsbefreit.

Stadtteil Mea Shearim[Bearbeiten]

Dieses Quartier, welches als zweite jüdische Siedlung ausserhalb der Stadtmauern um 1874 gegründet wurde, wird vorwiegend von ultraorthodoxen Juden bewohnt. Diese haben ihre ursprüngliche Lebensweise beibehalten, dass man sich mit den eher baufälligen einfachen Gebäuden und kleinen Läden an ein osteuropäisches Schtetl aus dem vergangenen Jahrhundert erinnert fühlt, noch lange wurden nachts die Zugangstore der ummauerten Siedlung geschlossen. Viele Chassidim tragen die traditionelle Bekleidung und am Shabbat den traditionell aus Osteuropa stammenden Schtreimel, die Pelzkappe aus Samt und Zobelfellen.
In Hinweisschildern werden Besucher darum gebeten, das Leben in der gottesfürchtigen Gemeinschaft zu respektieren und sich entsprechend zu kleiden (vor allem für Frauen die Schultern bedeckende langärmlige nicht körperbetonte Bekleidung, ausreichend langer Rock bis deutlich unter die Knie, auch für Männer sind Shorts und "Muscle Shirts" nicht angebracht), vor allem am Shabbat werden die Shabbatregeln strikt eingehalten, es dürfen keine Autos verkehren, kein Licht gemacht, kein Mobiltelephon benutzt oder photographiert werden (dies entspricht der Auslegung des Gebots, dass man am Shabbat kein Feuer entzünden soll). Ebenfalls sollte darauf verzichtet werden, Menschen ungefragt und frontal zu photographieren, auch wenn sich ein malerisches Sujet ergeben sollte! Als solche erkennbare Touristengruppen sind zum "Site seeing" in Mea She'arim nicht zugelassen!
Im Quartier finden sich zahlreiche Wandanschläge (Pashkvilim) als Informationsquellen für die Bewohner (auf bildliche Darstellung vor allem von Personen wird verzichtet), im Alltag wird als Umgangssprache noch das mit ans Deutsche erinnernden Vokabeln angereicherte Jiddisch gesprochen, dem Hebräischen (als Sprache Gottes) wird der Einsatz zum Gebet und zu Lesungen von Thorah- und anderen religiösen Texten vorbehalten.

Bauwerke[Bearbeiten]

Brücke Gesher Ha Meitarim
Kongresszentrum Binyanei HaUma
  • 6 Gescher HaMeitarim: Die von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfene Brücke wurde im Jahr 2008 fertiggestellt, sie befindet sich in der Nähe des zentralen Busbahnhofs und der Kongresshalle Binyanei HaUma. Auf ihr verlaufen Gleise der neuen Jerusalemer Stadtbahn, gleichzeitig dient sie als Fußgängerbrücke. An einem 118 m hohen schräg errichteten Pylon hängt die 360 m lange und 370 Tonnen schwere Brücke an insgesamt 66 Kabeln. Auf Grund ihrer ungewöhnlichen Form wird sie bereits als König Davids Harfe bezeichnet. Sie ist von vielen Stellen der hügligen Stadt aus sichtbar und markiert den Eingang Jerusalems von Westen her.
  • Das 7 International Convention Center (Binyanei HaUma) in der Nähe des zentralen Busbahnhofs ist die größte Ausstellungshalle des Nahen Ostens.
  • das Allenby-Denkmal unmittelbar beim zentralen Busbahnhof erinnert daran, dass Jerusalem im Jahr 1917 unter dem britischen General Allenby von den Türken erobert wurde. Dieses Ende der osmanischen Herrschaft hatte zur Folge, dass Palästina 1920 britisches Völkerbundsmandat wurde. Allerdings traf Allenby bei der Eroberung kaum auf Gegenwehr; es wird berichtet, dass die Türken die Stadt bereits verlassen hatten und die arabische Bevölkerung die Stadt ohne Blutvergießen in die Hände der Briten übergeben hatte.
Allenby-Denkmal

Regierungsviertel HaKirya[Bearbeiten]

Menorah bei der Knesset
  • Die 8 Knesset: das äusserlich schlichte israelische Parlamentsgebäude im Regierungsviertel HaKirya wurde 1966 eingeweiht, es ist ausgeschmückt mit Wandteppichen und Glasfenstern von Marc Chagall.
Besichtigungen sind möglich So und Do von 8:30-15:30 Uhr nach Voranmeldung (Tel. 02-675 3420) unter Vorlage des Reisepasses, es muss eine Sicherheitskontrolle passiert werden. Die Besuchergalerie ist offen Mo, Di ab 16 Uhr, Mi ab 11 Uhr.
  • auf einem Platz gegenüber der Knesset steht eine Plastik mit der Darstellung des Staatssymbols, des siebenarmigen Leuchters 9 Menora. Die 6 m hohe Bronzeskulptur mit 30 Reliefs, welche die Geschichte des jüdischen Volkes illustrieren, wurde vom im 2. Weltkrieg nach London ins Exil geflohenen jüdischen Künstler Benno Elkan entworfen und war im Jahre 1950 ein Geschenk des britischen Parlaments zu Ehren des jungen Staats.
  • hinter dem kleinen Park hinter der Menorah geht es zum 10 Wohl Rose Park / Gan Havradim, in dem 1981 eröffneten Rosengarten blühen über vierhundert verschiedene Rosenarten. Dank der Nähe zum Parlament wird der Park auch gern von Israelischen Demonstranten genutzt.
  • der Neubau des 11 Supreme Court wurde 1982 fertiggestellt, das Gebäude welches als eines der gelungensten neuzeitlichen Bauwerke in Jerusalem gilt, kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden (Mo-Do, 11.00h hebr., 12.00h engl.).

Herzl-Berg[Bearbeiten]

  • Auf dem 12 Herzl-Berg (hebr.: הר הרצל‎), einem Hügel im Westen der Stadt, wurde im Jahre 1949 der Begründer des Zionismus Theodor Herzl, der 1903 gestorben war, zu letzten Ruhe gebettet. Der Ort dient auch als Nationalfriedhof, hier finden sich u.a. die Gräber der ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin und Golda Meir.
  • Auf der Westseite befindet sich 13 Yad Vashem, die Gedenkstätte für die Opfer der Shoah.

Synagogen, Kirchen und religiöse Bauten[Bearbeiten]

die neue Tiferet Yisrael Synagoge
Monastery of the Cross
  • die neue 14 Tiferet Yisrael Synagoge, der Bau ersetzte 1957 die im Unabhängigkeitskrieg 1948 von jordanischen Truppen zerstörte gleichnamige Synagoge im jüdischen Viertel der Altstadt, an deren Kuppel die weisse Kuppel der modernen Synagoge erinnert.
  • das Gebäude der 15 Äthiopischen Orthodoxen Kirche in der Ethiopia Str.
  • westlich der Knesset liegt das festungsähnliche 16 Kloster des Kreuzes (Monastery of the Cross), welches lange das einzige Gebäude in dem Wadi gewesen war. Der Klosterkomplex wurde im 11. Jhdt. von Georgiern errichtet und aus Finanznot im 17. Jhdt. an die griechisch - orthodoxe Kirche verkauft. Das Kloster ist im Besitz wertvoller georgischer Handschriften; dass georgische Inschriften ausgelöscht und durch griechischsprachige ersetzt wurden, hat zu politischen Interventionen seitens Georgiens geführt. In der griechisch orthodoxen Kirche markiert ein Silberring im Altarraum die Stelle, an der der Baum gestanden haben soll, aus dem das Kreuz Christi hergestellt worden war, nach der Legende ist der Ort unter anderen ebenfalls Anwärter auf die Stelle, an der der Schädel Adams begraben worden sein soll.

Museen und Ausstellungen[Bearbeiten]

Kuppel über dem Schrein des Buches
Modell: Jerusalem zur Zeit des 2.Tempels
Im Skulpturengarten
Bible Lands Museum
Heichal Shlomo

Das Israel-Museum[Bearbeiten]

  • 17 Israel Museum, 11 Ruppin Boulevard, Hakyria. Tel.: +972-2-670-8811, Fax: +972-2-677-1332, E-Mail: . barrierefreibarrierefreiGrößtes Museum des Landes,es liegt in Sichtweite der Knesset im Regierungsviertel Geöffnet: So,Mo,Mi,Do 10.00-17.00h, Di 16.00-21.00h, Fr & vor Feiertagen 10.00-14.00h, Sa & an Feiertagen 10.00-17.00h, im Sommer verlängerete Öffnungzeiten gemäss Website. Preis: 50/25 NIS, diverse Reduktionen.
  • Schrein des Buches
Der "Schrein des Buches" beherbergt die Schriftrollen von Qumran ("Sead Sea Scrolls"), die ältesten schriftlichen Zeugnisse der Bibel. Hierzu gehört vor allem die Jesaia-Rolle, aber auch apokryphe (nicht zur Bibel gehörige) religiöse Schriften und Schriften der Essener. Des weiteren ist im "Schrein des Buches" der Aleppo Codex ausgestellt, die früheste komplette handgeschriebene Ausgabe der hebräischen Bibel aus dem 10. Jhdt. Der unterirdische Rundbau, in dem die Schriftrollen unter optimalen klimatischen Bedingungen und unter Lichtschutz abwechselnd ausgestellt sind liegt unter zwei markanten Bauwerken, zum einen einem weißen Rundbau, dessen Form an die Deckel der Tonkrüge von Qumran, in denen die Schriftrollen aufbewahrt wurden, der andere Bau, ein schwarzer Quader aus Basalt, symbolisiert die Mächte der Finsternis.
  • Jerusalem - Modell
Im Freigelände, dem Schrein des Buchs benachbart, befindet sich ein maßstabsgetreues Modell der Stadt Jerusalem mit dem Tempelberg und dem Zweiten Tempel, wie sie sich etwa zur Zeit Jesu präsentierte, also nach dem Tod von Herodes dem Großen und kurz vor der Zerstörung des Tempels durch die Römer. Dieses Modell stand früher in Jerusalems Holy Land Hotel, in alten Reiseführern wird noch dieser Standort erwähnt.
  • der Archeology Wing (Archäologische Abteilung) wurde 2010 neu eröffnet und zeigt Funde aus der Geschichte des Landes, von der prähistorischen über die kanaanitische und israelitische Zeit bis zur Osmanischen Herrschaft, u.a. die Heliodorus - Stele.
  • der Jewish Art & Life Wing (Abteilung mit jüdischen Kunst- und Gebrauchsgegenständen), die Exponate führen durch den jüdischen Alltag, den Jahresablauf mit den religiösen Festen und Bekleidung und Schmuckstücke.
  • Fine Arts Wing (Kunstabteilung) mit einer hochkarätigen Ausstellung von Werken von europäischen, internationalen und israelischen Künstlern
  • Art Garden (Kunst-Garten)
In dem Parkareal sind Großplastiken der Moderne ausgestelt, so unter anderem von Henry Moore, Pablo Picasso, Auguste Rodin und israelischen Künstlern.
  • Jugend-Abteilung
In der Regel wird von Museumspädagogen ein Programm geboten, bei dem Kinder durch eigenes kreatives Arbeiten Erfahrungen sammeln sollen.

weitere Museen[Bearbeiten]

  • 18 Bible Lands Museum, 21 Stefan Wise Street (liegt unmittelbar neben dem Israel-Museum.). Tel.: +972-2-5611066, E-Mail: . Sammlung von Artefakten, Schriften und Informationen zu Personen, Völkerung und Stätten, die in der Bibel erwähnt werden, zusammengetragen. Die Sammlung von Elie Borowski wird in dem 1992 eröffneten Museum ausgestellt Geöffnet: So,Mo,Di,Do 09.30-17.30h, Mi 09.30-21.30h, Fr,Sa,Feiertage 10.00-14.00h. Preis: 40/20 NIS.
  • das Hechal Shlomo oder Wolfson Museum of Jewish Art liegt neben der Jerusalem Great Synagogue im Zentrum von Westjerusalem, es zeigt eine der hervorragendsten Sammlungen von Judaica und Gemälden sowie Skulpturen jüdischer Künstler. Dazu findet sich im Gebäude die Renanim Synagogue mit teils aus dem 18. Jhdt. stammender Einrichtung, welche aus Padua nach Jerusalem transferiert wurde.
19 Hechal Shlomo (Museum der jüdischen Kunst (Wolfsohn Museum of Jewish Art)), King George Str 58. Tel.: +972-2-5889010, Fax: +972-2-6231810, E-Mail: . Geöffnet: So-Do 09.00-15.00h. Preis: 20/15 NIS.
  • im Ticho House, dem ehemaligen Wohnhaus eines stadtbekannten Jerusalemer Augenarztes, befindet sich eine Sammlung von Judaica, und ein Restaurant, in dem Klassik oder Jazz zur Aufführung kommen.
20 Ticho House (hebr.: Beit Tikho /בית טיכו‎) (Ticho House), 9 Harav Kook Street. Tel.: +972-2-6245068. Geöffnet: So-Do 10.00-17.00h, Di 10.00-22.00h, Fr 10.00-14.00h. Preis: freier Eintritt.
  • L.A.Mayer Museum für Islamische Kunst: in dem 1974 gegründeten Museum werden religiöse Gegenstände, Textilien und Schmuck und Keramik aus der Geschichte der islamischen Kultur im Gebiet von Israel ausgestellt; da zurzeit das Islamic Museum auf dem Tempelberg nicht zugänglich ist, findet der Interessierte hier eine eindrückliche Sammlung islamischer Kunstgegenstände. Eine ausserordentliche Uhrensammlung (war 1983 Opfer eines Einbruchs) rundet die Ausstellungen ab.
21 L.A.Mayer Museum for Islamic Art, 2, HaPalmach Str. Tel.: +972-2-5661291, Fax: +972-2-5661291, E-Mail: . Geöffnet: So, Mo, Mi 10.00-15.00h, Di, Do 10.00-19.00h, Fr 10.00-14.00h, Sa 10.00-16.00h. Preis: 40/20 NIS.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Teich im Biblical Zoo
  • 22 Biblischer Zoo Jerusalem, Derech Aharon Shulov 1. Tel.: (0)2-67501111, Fax: (0)2-6430122. Der Zoo liegt westlich des Bahnhofs von Jerusalem-Malha (erreichbar mit Buslinie 33), neben den in der Bibel erwähnten Tieren sind noch zahlreiche weitere Arten in meist grosszügigen Gehegen und Freigehegeanlagen zu sehen, im Zoo finden auch regelmäßig Kunstausstellungen statt. Nicht nur für gehbehinderte Besucher und Kinder verkehrt eine Bimmelbahn zum Transport durch das ausgedehnte Zoogelände (2 NIS). Geöffnet: So-Do 09.00-19.00h, Fr 09.00-16.30h, Sa, Feiertage 10.00-18.00h. Preis: 50/40 NIS.
  • 23 Jerusalem Botanical Garden, 1 Zalman Shneor Street. Tel.: (0)73 2438914, E-Mail: . Der botanische Garten um einen künstlichen Teich vefügt über verschiedene Bereiche mit Bäumen und Pflanzen aus Europa, dem Mittelmeerraum, dem amerikanischen Kontinent, Australien und Afrika, dazu ein Tropenhaus. Geöffnet: Winter Sa-Do 09.00-17.00h, Fr 9.00-15.00h, Sommer So-Do 09.00-19.00h, Fr,Sa 09.00-17.00h. Preis: 30/20 NIS.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Zeit-Lift Jerusalem, Hilel St 37 (Agron House) Jerusalem (beim Unabhängigkeitspark). Tel.: +972 2 624 8381, Fax: +972 2 625 2228, E-Mail: . Eine Zeitreise durch 3000 Jahre Geschichte der Stadt Geöffnet: So-Do 10-17 Uhr, Fr 10-14 Uhr, Sa 12-18 Uhr. Preis: Erwachsene 49 NIS, ermäßigt 42 NIS.

Einkaufen[Bearbeiten]

Mahane Yehuda Market
Mahane Yehuda Market
Malha Mall

In Westjerusalem gibt es vor allem zwei wichtige Einkaufsstraßen.

  • Die 1 Ben Jehuda - Straße (Ben Yehuda Street) und einige ihrer Nebensstraßen sind als Fußgängerzone ausgewiesen, hier gibt es viele kleine Geschäfte, Eisdielen und Imbisse. Von der Altstadt (Jaffator) herkommend ereicht man sie, wenn man der Jaffastraße (mit der Strassenbahn) am Rathaus vorbei folgt und beim Zion Square links abbiegt, innert ca. 15 Minuten. Fündig wird man vor allem auf der Suche nach Andenken, Judaica (von der Menorah bis zum Shofarhorn), es gibt eigene Kippa-Shops und Kunstantiquariate. Daneben wird man hier auch auf der Suche nach Mobiltelephon- und Computerzubehör (Speicherkarten) fündig.
  • an der Jaffastrasse liegen Bekleidungs-, Hut- und Stoffgeschäfte sowie auch Schuhläden.
  • der Jaffastrasse weiter folgend gelangt man zum zentralen Markt 2 Machane Jehuda (Mahane Yehuda). Im teils überdachten Markt kauft die jüdische Bevölkerung alles für den Alltag ein, unübersehbar ist das Angebot von frischen Früchten und Gemüse, auch Fleisch, Fisch, Backwaren und Haushaltsartikel sind im Angebot. Im Westen gibt es kleinere Supermärkte, dazwischen einzelne (Steh-)Kneipen und Geschäfte für Judaica und Andenken. Zeitweise wird, wie in anderen grossen Malls, Busbahnhöfen, etc. eine Eingangskontrolle durch Sicherheitspersonal durchgeführt.
  • Verschiedene Geschäfte, Cafés und Restaurants befinden sich auch in der Central Bus Station.
  • ebenfalls ein schönes Quartier zum Bummeln mit einigen Ladengeschäften ist die 3 Emek Refa'im Street in der German Colony. Über den Türen der von den deutschen protestantischen Templern errichteten Häusern sind noch deutschsprachige Bibelverse zu lesen.
  • in verschiedenen grossen Malls finden sich Läden und Boutiquen, oftmals muss man eine Eingangskontrolle durch den Sicherheitsdienst passieren. Die relativ neue 4 Mamilla Mall mit einem Fussgängerbereich und zwei Stockwerken liegt in der Nähe des Jaffators (das nahe Parkhaus Karta ist auch ein praktischer Ausgangspunkt für einen Besuch der Altstadt). Die 5 Malha Mall mit 260 Ladengeschäften liegt im Süden der Stadt in der Nähe der Malha Railway Station. Die 6 Ramot Mall als weitere grosse Mall liegt im Norden im Bereich des Golda meir Boulevard und erstreckt sich ebenfalls über mehrere Stockwerke.
  • Das 7 Clal Center, ein erstes Projekt eines Geschäfts- und Bürozentrums in der Nähe des Mahane Yehuda Markts mit einer Tiefgarage wurde beim Bau heftig kritisiert und wird als kommerzieller Flop betrachtet, nachdem etliche Ladengeschäfte und öffentliche Stellen aus dem bald schon Baumängel zeigenden Gebäude ausgezogen sind, als neuer Anziehungspunkt wurde ein Konzertsaal eingebaut.

Küche[Bearbeiten]

Einfache Verpflegungsmöglichkeiten, Eis und Fruchtsäfte gibt es im Bereich der Fussgängerzone um die Ben Yehuda St. wie auch beim Mahane Yehuda Market.

Etliche Gaststätten liegen in der 1 Ben Shatakh Street, die abends zur "Fressmeile" wird.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Luftansicht von YMCA & King David Hotel (1933)

Günstig[Bearbeiten]

  • 1 Abraham Hostel, 67 HaNeviim Street, 9470211 Jerusalem (an der Davidka Square; Haltestelle Jerusalem Light Rail). Tel.: +972 (0)2 6502200, Fax: +972 (0)2 6718330, E-Mail: . Hostel mit Bettenangebot von Mehrbettdormitory bis zu komfortablen Doppelzimmern mit Dusche / AC; Dachterasse; Bar teils mit Musikangebot; vom Abraham Hostel aus werden Touren an etliche Destinationen in Jerusalem, Israel und der Westbank und nach Petra organisiert, Beratung im Haus. Internationale Besucherschaft; das "Abraham Hostel" gilt fast als Jerusalemer Institution. Check-out: 11.00.
  • 2 Jerusalem Hostel, 44 Jaffa Road / Zion Square. Tel.: +972-2-6236102, Fax: +972-2-6236092, E-Mail: .

Mittel[Bearbeiten]

  • Jerusalem Gate Hotel, Yirmiyahu Str. 43, Jerusalem 94467. Tel.: +972-2-5008500, Fax: +972-2-6558906. Das Hotel liegt am Westeingang Jerusalems nähe Busbahnhof und Yaffo Str. bei der Brücke Ha Meitarim. Die Lage ist verkehrsgünstig, unter dem Haus ist eine kleine Einkaufsmall, in der unmittelbaren Umgebung sind einige Einkaufsmöglichkeiten. In fußläufiger Entfernung ist das Regierungsviertel, besser man fährt mit dem Taxi hin.
  • 3 Jerusalem YMCA, King David Str. Tel.: +972-2-5692692, Fax: +972-2-6235192. Der hohe Turm des 1928/33 (nach Plänen des Architekten des Empire State Building) erbauten YMCA kann als Orientierungspunkt von grossen Teilen der Alt- & Weststadt gesehen werden und kann von Hotelgästen kostenlos mit dem Lift erreicht werden, man kann es von der Altstadt auch zu Fuß erreichen. Das in der Mandatszeit erbaute Haus sollte christlichen Jerualem-Pilgern eine Unterkunft bieten und Besuchern aus allen Nationen zu einem Hort des Friedens werden; im Gebäude mit seinem orientalischen Stil ist noch viel vom Charme der Dreissigerjahre spürbar. Ursprünglich lag hinter dem Hotel das (Sandplatz-)Fussballfeld von Jerusalem, heute ist es mit Appartments überbaut.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 4 King David Hotel, King David St. Das traditionsreiche Haus wurde 1931 nach Plänen des Schweizer Architekten Emil Vogt erbaut und war in den Wirren der Mandatszeit Unterkunft mehrerer ins Exil getriebener Monarchen (König Alfonso XIII von Spanien, Kaiser Haile Selassie aus Äthiopien und Gerog II von Griechenland; der von der britischen Mandatsverwaltung als militärisches und Verwaltungsgebäude genutzte Südflügel wurde 1946 in einem von der Irgun durchgeführten Bombenattentat schwer beschädigt, blieb nach dem Unabhängigkeitskrieg unmittelbar an der Waffenstillstandslinie in jüdischer Hand, war 1960 Drehschauplatz des Films "Exodus" und ist heute noch eine der vornehmsten Gästeadressen in Jerusalem.

Gesundheit[Bearbeiten]

In ganz Israel gilt die Sanitätsnotrufnummer 101 des Israelischen Magen David Adom, des Roten Davidsterns, um einen Rettungswagen anzufordern.

  • 1 Hadassah Ein Kerem Hospital. Tel.: +972-2-6777111, Fax: +972-2-6434434. Auf einer Hügelkuppe im Grünen im Westen der Stadt gelegen, verfügt über eine Notfallstation und alle Behandlungsmöglichkeiten eines tertiären Universitätsspitals.

Einen Besuch Wert ist die Synagoge des Ein Kerem Campus, welche von Marc Chagall 1962 mit zwölf Buntglasfenstern mit Darstellungen der zwölf biblischen Stämme des Volkes Israel ausgestattet wurde. Die Synagoge kann SO - DO 8.00 - 15.30 h besucht werden, am Shabbat und jüdischen Feiertagen ist sie für Besichtigungen geschlossen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Jerusalem Central Post Office
  • das 2 Central Post Office Hauptpostamt befindet sich an der Yafo Str. / Jaffastrasse

Die Mobiltelephonabdeckung ist im ganzen Stadtgebiet problemlos, vereinzelt finden sich noch öffentliche Sprechstellen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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