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Deir esch-Schalwīṭ

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Deir esch-Schalwīṭ ·دير الشلويط
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Deir esch-Schalwit (auch Deir el/esch-Schelwit/Shelwit; frz. Deir [el-] Chellouit, Deir [el-] Chelouit, arabisch: ‏دير الشلويط‎, Dair asch-Schalwīṭ) ist eine archäologische Stätte etwa 4 km südlich von Medinet Habu in Oberägypten auf dem westlichen Nilufer. Der Tempel befindet sich unmittelbar am Fruchtlandrand.

Anreise[Bearbeiten]

Blick durch den Propylon zum Tempel
Propylon des Isis-Tempels

Die Anreise erfolgt über am einfachsten über die Straße bzw. Piste auf dem thebanischen Westufer entlang des Fruchtlandrandes vorbei am Tempel von Medinet Habu, am Palast von Malqata und am 1 französischen Grabungshaus (25° 42′ 48″ N 32° 35′ 30″ O).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Restaurierungsarbeiten vom Obersten Antikendienst und dem American Research Center in Egypt am Tempel sind abgeschlossen. Der Eintrittspreis beträgt LE 40 und für ausländische Studenten LE 20 (Stand 11/2019).

Der römische 2 Tempel der Isis und des Month (25° 41′ 43″ N 32° 34′ 42″ O) stammt aus der Zeit der römischen Kaiser Galba, Ortho, Vespasian, Hadrian und des Antonius Pius (ca. 68 n. Chr.). Das Tempelgebäude ist 13 × 16 m groß, aus Sandstein erreichtet und verfügt über einen separaten Torbau (Propylon) im Osten, der Teil der 50 × 80 m großen Ziegel-Umfassungsmauer ist.

Am Torbau erkennt man die römischen Kaiser Vespasian, Ortho und Galba beim Opfer vor verschiedenen Göttern wie Month, Re-Harachte, Harsiese, Thot, Osiris, Horus, Isis, Nephthys, Ra'ttaui und Thenent. Vor dem Tempel befand sich noch ein weiterer, fast inschriftenloser Türdurchgang.

Am nicht zugänglichen Tempel sind nur der Sturz und die Pfosten mit Opferszenen eines Königs vor verschiedenen Göttern auszumachen.

Im Inneren sind nur das Sanktuar (Allerheiligstes) und die Pfosten einer Kapelle mit Inschriften und Anbetungsszenen des Antonius Pius und des Hadrian dekoriert. Treppen führen zum Dach und zur Krypta.

Obwohl der Tempel natürlich bereits im 19. Jahrhundert bekannt war, ist er erst in einer Kampagne unter Leitung von Christiane M. Zivie von 1974–1976 ausführlich untersucht worden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Der Besuch von Deir esch-Schelwit lässt sich mit dem von Armant verbinden.

Literatur[Bearbeiten]

Der Tempel ist in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben.

  • Zivie, Christiane M.: Le temple de Deir Chelouit. Le Caire : Institut français d’Archéologie orientale, 1982 – 1992. In Französisch. 4 Bände: Propylon, 1982, Inschriften im Pronaos, 1983, Inschriften im Naos, 1986, Architekturstudien, 1992.
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