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Dawson City

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Dawson
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Dawson City (oder Dawson) ist eine Stadt im Yukon in Kanada.

Karte von Dawson City

Hintergrund[Bearbeiten]

Dawson war bis zum Goldrausch von 1896/97 ein einfacher Handelsposten und eine Sägemühle mit nur einer Handvoll Bewohnern. Nach dem legendären Goldfund von 1896 und dem anschließenden Klondike-Goldrausch schwoll der Ort innerhalb des Sommers 1897 nach der Ankunft von etwa 7.000 hölzernen Booten mit Goldsuchern aus Richtung Whitehorse schlagartig an, wurde zu Dawson City und hatte zu dessen Höhepunkt etwa 38.000 Einwohner, die zunächst überwiegend in Zelten hausten. Nach Ende des Goldrauschs verließen die meisten Einwohner die Stadt, von denen viele in Richtung des Küstenortes Nome in Alaska am Pazifik zu den dort neu entdeckten Goldfunden zogen. Heute hat sie nur noch 1.904 Einwohner (Zählung 2009). Von 1898 bis 1952 war Dawson die Hauptstadt des Yukon-Territoriums, danach wurde Whitehorse die neue Hauptstadt. Heute ist Dawson eine kleine Stadt mit einem einzigartigen Western-Flair. Dazu tragen die unter Denkmalschutz stehenden restaurierten historischen Gebäude und die im historischen Stil gehaltenen Neubauten bei. Außer der Front Street als Highway am Fluss sind alle anderen Straßen Staubstraßen ohne Asphalt, bei Regen müssen Fußgänger die hölzernen Bürgersteige wie in alten Zeiten nutzen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Dawson City Airport (YDA) ist ein kleiner Flughafen mit Schotterpiste, der 15 km östlich von Dawson liegt. Es existieren Verbindungen nach Whitehorse und (nicht ganzjährig) nach Fairbanks, Alaska. Der Flug nach Whitehorse kostet etwa 150,- CAD plus 5% GST plus Taxi zum und vom Flughafen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Es existiert keine Bahnstrecke nach Dawson.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Husky Bus (Tel.: 867-993-3821) bietet von April bis September eine Verbindung zwischen Whitehorse und Dawson. Der Bus fährt in den Sommermonaten zwei- bis dreimal pro Woche, die einfache Fahrt kostet $109. alaskashuttle.com fährt jeden zweiten Tag mit Mini-Bus für bis 8 Passagiere bei mindestens zwei Passagieren nach Whitehorse.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Süden aus Whitehorse über den Klondike Highway (Yukon Highway 2). Der Highway ist landschaftlich reizvoll und gut gewartet. Unterwegs kann nach cirka halber Strecke über den etwa einen Kilometer Luftlinie entfernten Five Finger Rapids Rast zur Besichtigung und zum Fotografieren gemacht werden. Kanuten bei ihrer gefährlichen Fahrt durch die Rapids wird man jedoch nur sehen, wenn man auf der Treppenanlage über Hunderte Stufen runter zum Yukon River mit dem dort auf dem Uferfelsen installierten Besichtigungspunkt geht, weil die Sicht von oben mit dem Wald bis ans Ufer den von den Kanuten ausschließlich genutzten Weg zwischen Uferfelsen und erstem Felsen im Fluss versperrt - 2 km runter und 2 km hoch, wofür selbst Geübte mindestens eine Stunde brauchen. Diese Besichtigungstour ist mit Touristenbus nicht machbar, für Selbstfahrer jedoch schon. Kanuten mit Passage der Five Finger Rapids fahren regelmäßig früh ab Carmacks Coal Mine Camp los und passieren nach etwa 36 km Fahrt auf dem Fluss die Stromschnellen zwischen 13:00 und 17:00 Uhr.

Von Westen aus Tok, Alaska, über den Taylor Highway (Alaska Route 5) und Top of the World Highway (Yukon Highway 9). Der Highway ist größtenteils geschottert. Der Grenzposten zwischen den USA und Kanada ist nur von Mai bis September, 9:00 bis 21:00 Uhr (Yukon-Zeit) geöffnet.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Obwohl der Yukon River eine schiffbare Verbindung nach Whitehorse bildet und historisch von Dampfschiffen genutzt wurde, gibt es seit dem Bau der Allwetterstraße in Form des Klondike Higway im Jahr 1955 heute keine Linienschiffahrt mehr, da die Schiffe nicht unter die beiden Brücken in Whitehorse und Carmacks passten. Die Strecke zwischen Whitehorse und Carmacks über rund 320 km bzw. weiter auch durch die gefürchteten Five Finger Rapids und Rink Rapids nach Dawson City über 741 km ist allerdings bei kanadischen und deutschen Kajak- und Canadierfahrern beliebt. Dies ist eine Wildnis-Tour, bei der die Kanuten unterwegs nur das Dorf Carmacks zur Verpflegungsergänzung nutzen können. Mit Canadiern werden für die 741 km zwischen Whitehorse und Dawson City meistens 17 - 19 Tage und mit Kajak 14 - 16 Tage gerechnet. Die meisten Kanuten fahren organisiert in Gruppen mit 6 - 10 Zweier-Booten einheimischer Bootsverleiher und Tourenveranstalter. Bei gutem Zustand der Straße um Eagle in Alaska fährt ab 15. Mai bis 15. September täglich das Katamaran-Schnellboot Yukon Queen II mit bis 109 Passagieren und eventuell zwei bis drei Kanus von Dawson City nach Eagle/Alaska (USA) und zurück. Abfahrt ab Dawson City 09:00 Uhr, Ankunft in Eagle nach je nach Karte 164 - 179 km um 12:30 Uhr, Ankunft wieder in Dawson City um 20:00 Uhr. Beachten, dass in Dawson City Yukon Time und in Eagle Alaska Time mit einer Stunde Unterschied gilt. Das Schnellschiff ist von Holland America Tours vorwiegend für ihre Teilnehmer einer Kreuzfahrt an der Pazifik-Küste und durch Alaska sowie das Yukon Territory eingesetzt. Die Wechsel-Busse für die Touristen müssen also die Dirty Road bis Eagle nutzen können, sonst fährt das Schiff mangels Auslastung nicht - wie 2010, als die unbefestigte Straße bei Eagle durch Erdrutsch nicht nutzbar war.

Mobilität[Bearbeiten]

Zwischen Dawson City auf dem rechten Ufer des Yukon River und Dawson West auf dem linken Ufer fährt am flussabwärtigen Ortsende nach dem Eisgang ab Mai bis zum Oktober-Eisgang die Fähre "George Black" 24 h täglich und kostenlos. Für zwei Fußgänger oder 60-t-LKW. Fußgängern wird Nachts die Nutzung einer Taschenlampe empfohlen, damit die eventuell am anderen Ufer liegende Fähre weiß, dass jemand übersetzen will - die Fähre hat also keine Fährzeiten, sondern fährt ständig bei jedem Bedarf. Sie verbindet nicht nur die beiden Ortsteile, sondern ist auch Verbindung für den Fernverkehr auf dem Klondike Highway im Yukon Territory (Canada) mit dem Top of the World Highway in Alaska (USA).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Historische Gebäude in Dawson.

Kirchen[Bearbeiten]

  • St. Paul's Anglican Church. Bedeutendes Beispiel einer Missionskirche im Grenzland, erbaut 1902.

Museen[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Dredge No. 4. Große historische Flußbaggeranlage zur Goldförderung aus dem Jahr 1912. Gut 15 km südlich von Dawson. Führungen können bei Goldbottom Mine Tours (Tel.: 867-993-5023) gebucht werden. Weltweit einmalig ist die Attraktion im Downtown Hotel, die hier täglich zwischen 21:00 und 23:00 Uhr kredenzt wird. Das gute Stück liegt in einer Dose. Die Aspiranten für die Aufnahme in den sehr extravaganten Klub des Sourtoe Cocktail Club haben zunächst an der Bar für 5,- CAD ein spezielles hochprozentiges Getränk zu ordern. Nach weiterer Bezahlung eines Mitgliedsbeitrages von 1,- CAD und eventuell einer Donation erfolgt eine eingehende Belehrung, die man gefälligst auch im Club-Buch zu unterzeichnen hat. Man tut sich das alles völlig freiwillig an, hat schön langsam zu trinken und die Lippen müssen das im Getränk schwimmende Stück mindestens berühren. Die Besonderheit mit der Folge äußerst unterschiedlicher Erwartungen liegt am Stück selbst - es ist ein echter abgetrennter menschlicher Zeh. Die Kuriosität wurde von Captain Dick zufällig gefunden und im Laufe der Jahre zu einer Touristenattraktion gemacht. Nach gelungener Aktion erhält man auch eine Urkunde.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Discovery Days. Die Discovery Days sind ein Festival, das jährlich im August stattfindet und zahlreiche Touristen in die Stadt lockt.

Jährlich zum Canada-Tag am 01. Juli findet ein Festumzug (Canada Day Celebrations) statt. Bei der singt Amy aus dem Diamond Tooth Gertie's die Nationalhymne, eingerahmt von rotuniformierter RCMP, kanadischen Bundespolizisten. In der sehr kleinen Indianer-Siedlung Moosehide etwa 4 km flussabwärts wird alle zwei Jahre an den geraden Jahreszahlen Ende Juli das zweitägige Moosehide Gathering veranstaltet. Das ist eine Zusammenkunft mit Musik, Gesang, Verkauf indianischer Schnitzereien und Malereien, Essen und ohne Alkohol, an der auch Weiße teilnehmen dürfen. Transport zum Fest erfolgt mit kostenlosen kleinen Motorbooten ab kurz vor dem Fähranleger Dawson City. Eintritt, Speisen wie Lachs aus dem Yukon River und Elchfleisch sowie Wasser und Tee sind auch kostenlos. Eine kleine Donation (Spende) wird gern gesehen, jedoch nicht ernötigt.

Einkaufen[Bearbeiten]

Lebensmittel sind nur im General Store an der Front Street direkt am Fluss zu kaufen. Alkoholische Getränke einschließlich Bier gibt es im vergitterten Liquor Store gleich um die Ecke. Daneben haben die Restaurants mit Alkohol-Lizenz eine Möglichkeit, die hier "Take out" genannt wird. Man bekommt also Bier oder Wein auch zum Mitnehmen, darf das oder den jedoch nicht in der Öffentlichkeit trinken. Geschäfte mit Goldverkauf, Souvenirs und Musikträgern gibt es entlang der sehr überschaubaren Front Street mehrere.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

  • Diamond Tooth Gertie's. Empfehlenswert ist Diamond Tooth Gertie's, Canadas ältestes Casino. Der Name ist von Gertie, der ersten Betreiberin zu Goldgräberzeiten ab 1898 abgeleitet, die mit Diamanten besetzte Zähne hatte. Vorstellungen der "Glimmer Girls" als Tanz-und Musik-Show wie in alten Goldgräber-Zeiten laufen 20:30 Uhr, 22:30 Uhr und Mitternacht. Es ist ein Non-Profit-Casino, dessen Überschüsse in die Stadtentwicklung von Dawson City gehen. Geöffnet: Täglich 19:00 – 2:00 Uhr.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • 1 Downtown Hotel (Canadas Best Value Inn Dawson City), 1026 Second Avenue. Tel.: 867-993-5346. Zentrale Lage und einfache Zimmer im Western-Stil. Im Hotel befindet sich der Sourdough Saloon, in dem es den berüchtigten Sourtoe Cocktail gibt: eine Spirituose nach Wahl, in dem eine mumifizierte menschliche Zehe schwimmt. Wer es wagt, den Cocktail zu trinken, wird Mitglied im Sourtoe Cocktail Club.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Dawson City hat einen Posten der RCMP, der kanadischen Bundespolizei an der Front Street gegenüber dem Park am Yukon River. Das gesamte Yukon Territory gilt für Touristen hinsichtlich der Kriminalität als sicher. Im gesamten Yukon Territory führen Einheimische wegen der Lage in der Wildnis häufig legal Langwaffen (Büchsen und Flinten) auch im Auto mit, wobei die Schusswaffen seit einer Änderung des kanadischen Waffengesetzes nach 2005 im Fahrzeug zu verdecken sind - dabei reicht eine über die Schusswaffe geworfene Decke aus. Kanadier brauchen für den Erwerb von Schusswaffen keine Erlaubnis einer kanadischen Behörde wie einer Waffenbesitzkarte oder eines Jagdscheins in Deutschland, sondern die Schusswaffe wird beim Kauf einfach nur registriert. Das Führen von Kurzwaffen (Pistole und Revolver) ist im gesamten Yukon Territory seit der Goldrausch-Zeit von 1896/97 verboten - die damalige NWMP als hiesige Polizei (Vorläufer der heutigen RCMP) wollte gesetzlose Zustände wie zu Zeiten des kalifornischen Goldrausches von 1846 und die Goldgräber-Anarchie wie an den alaskanischen Küstenorten 1896/97 verhindern und hat das auch konsequent durchgesetzt.

Auch schon bei Touren an den Stadtrand und erst recht per Auto, Fahrrad, Boot oder zu Fuß durch die Wildnis ist zu beachten, dass hier Bären-Land ist. Die hier vorwiegend vorhandenen Schwarzbären sind keine Teddy-Bären Marke Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo, sondern muskelgestählte Raubtiere, die schneller rennen als der schnellste Mann auf 100 m, die Bäume in Sekunden bis in die Wipfel hochklettern und die die hier schwachen Weißtannen einfach umhauen oder schütteln, um an das lockende Futter zu gelangen. Deutsche dürfen ihre eigene legale Langwaffe als Protection against wildlife (Schutz gegen wildlebende Tiere) einfach mit dem Flugzeug nach Kanada einführen - einer vorher bei kanadischen Behörden wie etwa der Botschaft Kanadas in Deutschland einzuholenden Erlaubnis bedarf es nicht. Dies dürfen auch deutsche Touristen wie Kanuten, Schneeschuhgänger oder Autotouristen - eine Jagdeinladung o. ä. ist also nicht erforderlich. Allerdings bedarf der deutsche Bürger bei der Ausreise am deutschen Flughafen der deutschen Waffenbesitzkarte/des Jagdscheins und dem Europäischen Feuerwaffenpass für die Ausfuhr aus Deutschland. Am Flughafen in Kanada muss nur das vorher aus dem Internet geholte und ausgefüllte Formular der RCMP "Non- Resident Firearm Declaration CAFC 909" bei dem kanadischen Zollbeamten (nicht vorher!) unterzeichnet werden, die Schusswaffe wird vorgeführt und man bekommt nach Zahlung von 50,- CAD (etwa 35,- €) Gebühren eine Firearms licence für 60 Tage. Die Waffe muss auch persönlich wieder ausgeführt werden, darf also nicht in Kanada verkauft oder verschenkt werden. Die Langwaffe muss nach kanadischen Waffenrecht eine Lauflänge mit Kammer von mindestens 470 mm und eine feuerbereite feste Gesamtlänge von 660 mm haben. Deutsche Touristen haben zu beachten, dass der Transit einer in Kanada eingeführten Schusswaffe in die USA wie in das hier benachbarte Alaska seitens der USA verboten ist - dies gilt sowohl für Kanuten, die auf dem Yukon River weiter flussabwärts schon nur nach Eagle/Alaska als auch für Autotouristen, die auf dem Top of the World Highway von Dawson City weiter nach Tok oder Fairbanks bzw. Anchorage fahren und dies gilt auch bei Flügen, die eine Zwischenlandung wie in Fairbanks oder Anchorage oder Seattle haben. Mit Schusswaffe muss Kanada also im Non-Stop-Flug angeflogen als auch verlassen werden. Ein Waffenversand per Post (shipping) zurück nach Deutschland ist schon seitens Kanada verboten.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Tombstone Territorial Park. Der Tombstone Territorial Park liegt 55 km nördlich von Dawson und bietet Gelegenheit zu ein- oder mehrtägigen Wanderungen.
  • Midnight Dome. Der Midnight Dome mit 887 m Höhe am nördlichen Stadtrand kann in etwa 2 - 2,5 h ab Front Street erwandert werden. Die Höhendifferenz von 587 m ab Front Street macht die Tour anstrengend. Oben hat man jedoch eine fabelhafte Rundumsicht auf den Yukon River, den Klondike River und die Goldfelder am Klondike River. Der Abbruch in Form des Moosehide Slide (Elchfell-Rutsch) als sehr markantes Zeichen hinter Dawson City liegt am Hang des Midnight Dome. Er soll nach indianischer Sage entstanden sein, als der Stamm des heutigen Indianerdorfes Moosehide 4 km stromabwärts von Dawson City den Menschenfresser-Stamm auf dem Gebiet des heutigen Dawson City bekämpft hat, weil die Menschenfresser wieder einmal einen vom Moosehide-Stamm gefangen und "zubereitet" hatten. Die Moosehide-Indianer sägten jedenfalls über dem Tal im Waldhang zahlreiche Bäume an und brachten diese zum Kippen. Durch tagelange Regenfälle war der Hang aufgeweicht, geriet ins Rutschen und begrub den Menschenfresser-Stamm unter sich. Die Tour auf den Midnight Dome führt durch Wildnis - Bären gibt es auch hier direkt am Stadtrand. Wer will, kann eine Jeep-Tour im Visitor Centre und auch bei Holland America Tours auf den Berg buchen.
  • King Salomon Dome. Der King Salomon Dome 32 km hinter Dawson City kann mit einer auch im Visitor Centre buchbaren Jeep-Tour erfahren werden. Der 1.234 m hohe Berg soll die geologische Mutter allen Goldes der Gegend hier sein. Er ist nach dem sagenhaft reichen israelitischen König Salomon benannt, nicht nach dem im Yukon River schwimmenden Königslachs King Salmon. Mit dem buchstabenschluckenden Yukon-Dialekt, "Salmon" für "Salomon" zu sagen, wird man irregeführt. Vom Berg hat man Blick auf die Goldfelder am Quartz Creek und Hunker Creek und fährt an Überresten von Blockhütten deutscher Goldsucher vorbei, die beispielsweise für Namen von Goldbächen wie Bismark Creek und Bertha Creek sorgten. Die weite Sicht reicht oben bei gutem Wetter bis in die Ogilvie Mountains und zum über 125 km entfernten Tombstone Mountain. Auch angebotene Fahrradtouren auf den Berg sind für Deutsche kaum erquicklich, da hier eine Mückenplage herrscht.

Holland America Tours bietet geführte Touren mit Schlauchboot auf dem Klondike River ab dem kleinen Airport von Dawson City über 2,75 - 3 h bis zum Anleger auf dem Yukon River in Dawson City an. Die Schlauchboote sind für 6 - 8 Mann und werden nur vom Guide gesteuert - die Passagiere müssen also nicht selbst paddeln, die Strömung treibt das Boot allein.

Literatur[Bearbeiten]

Reiner Brumme "Yukon Ein Fluss, ein Boot, ein Paar - 741 km im Zweierkajak durch die subarktische Wildnis", Eigenverlag Chemnitz 2014, ISBN 978-3-00-045982-5 mit zahlreichen Farbfotos, Karte mit Tagesetappen und detaillierter Tour-Beschreibung sowie historischer Einstimmung der Besiedlung durch die Ureinwohner, Russen und Briten bis hin zum Goldrausch von 1896/97 und heutiger Goldgewinnung

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