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Capitol Reef National Park

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Capitol-Reef-Nationalpark

Der Capitol Reef National Park liegt in Utah.

Capitol Reef National Park

Hintergrund[Bearbeiten]

Der National Park wurde am 18. Dezember 1971 eingerichtet. Er wurde allerdings schon am 2. August 1937 zum National Monument ernannt. Eine riesige gekrümmte Falte in der Erdkruste erstreckt sich über 160 km im Süden Utahs. Vor 65 Mio. Jahren haben gewaltige Kräfte, die durch tektonische Verschiebungen von Erdplatten ausgelöst wurden, den sogenannten Waterpocket Fold (Wassertaschen Falte) gebildet. In den Water pockets sammelt sich das Regenwasser und versorgt Tiere und Pflanzen mit dem raren Nass. Im Capitol Reef National Park findet man viele bunten Klippen, hoch ragende Säulen und Monolithen, Schluchten und Steinbögen. Der Waterpocket Fold wurde durch viele unterschiedlich farbige Schichten von Sedimentgestein geformt, die sich über hunderttausende von Jahren unter und über Wasser gebildet hatten. Die bunten Farben sind auf folgende Weise zustande gekommen: Die Sandsteine mit kräftigeren Farben wie rot, gelb und orange entstanden, wenn Sauerstoff vorhanden war. Das waren Bereiche oberhalb der Wasseroberfläche oder in nur zeitweise überflutete Ebenen. Graue, hell grüne und purpurne Farben hatten bei ihrer Entstehung keinen Sauerstoff, weil sie unter Wasser lagen. Die oberen Gesteinsschichten wurden langsam fort gewaschen und werden noch heute durch Wind und Wasser weiter erodiert. Durch den Park fließt der Fremont River, der Leben ermöglichte. Schon vor 1000 Jahren wurde hier Ackerbau betrieben. Vor 700 Jahren lebten Fremont Indianer entlang des Flusses. Sie verschwanden um 1250 und hinterließen nur wenige Spuren wie Piktogramme (Felsenmalereien) und Petroglyphen (Ritzzeichnungen im Felsen). Sie sind heute noch unweit des Visitors Centers sichtbar. Die mormonischen Siedler kamen Ende des 19. Jhd. 1880 etablierten Sie eine Siedlung in der Nähe des heutigen Visitors Centers. Sie pflanzten ab 1919 Obstbäume in der Fruita und versorgten das Umland mit Äpfeln und Birnen. Nach Schaffung des Nationalparks durch Präsident Roosevelt zogen die Bauern in andere Gebiete.

Petroglyphen an einer Sandsteinwand am Highway 24
Die Vielfarbigkeit der Felsen ist großartig

Landschaft[Bearbeiten]

Die Landschaft ist mit Ausnahme des Fremont Flusstales wüstenartig und trocken. Trotzdem blühen hier und da Blumen und Kakteen.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Am Fremont River wachsen amerikanische Pappeln, Weiden, Eschen und Indian Paintbrush (Castilleja), Golderbse und viele andere Blumen.

Das Wasser zieht viele Vögel vom Hüttensänger bis zur Zugente und Säugetiere vom Murmeltier bis zum Mule Deer (Reh) an. Das Flusstal ist grün, aber alles andere ist wüstenartig und trocken.

Eine bunte Taube

Klima[Bearbeiten]

Man kann den Nationalpark zu jeder Jahreszeit besuchen. Die Luftfeuchte ist während des ganzen Jahres gering.

  • Im Sommer steigen die Tagestemperaturen auf 30 Grad C. In der Nacht sinken sie dann auf 10 - 15 Grad C. Vom Juli bis September kann es häufig gewittern und wolkenbruchartig regnen. Flashfloods (Springfluten) sind nach Gewittern zu erwarten. Man muss vorsichtig sein.
  • Im Frühling und Herbst wird es tagsüber nur 10 - 15 Grad warm.
  • In den Wintermonaten erwärmt sich die Luft nur selten auf über 10 Grad. Mit Schneefällen muss gerechnet werden.

Anreise[Bearbeiten]

Der Interstate 70 muss bei Hanksville (exit 149) verlassen werden. Von da sind es ca. 150 km über den Utah Highway 24. Der Utah Highway 24 führt zum östlichen Eingang des Parkes. Im Park gibt es keine Tankstelle und keine Läden. Man muss sich vorher z. B. in Torrey versorgen.

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Man zahlt pro Fahrzeug $10. Für Fahrräder oder Fußgänger zahlt man $7. Die Tickets sind eine Woche gültig. Der National Parks Pass gilt auch hier. Er kostet $ 80,00 und berechtigt zum Zutritt zu allen Nationalparks für ein Jahr. In State Parks gilt er nicht. (Stand: Sommer 2016)

Mobilität[Bearbeiten]

Im Park kann man sich zu Fuß, per Auto oder Jeep, per Motorrad oder Fahrrad bewegen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Golden Throne im Hintergrund, 2000 m hoch
Ägyptischer Tempel am Scenic Drive

Am Visitors Center geht ein 16 km langer Scenic Drive ab. Die Vielfarbigkeit des Sandsteins ist überwältigend. Zusammen mit dem blauen Himmel sind alle Regenbogenfarben vorhanden. Die Straße führt am fast 2000 m hohen Golden Throne und am Egyptian Temple vorbei. Der Tempel besteht aus riesigen braun roten Säulen. Die asphaltierte Straße geht in zwei Naturstraßen über. Die Capitol Gorge Road darf nur bei gutem Wetter befahren werden, denn bei Regenfällen treten immer wieder Flash Floods (Springfluten) auf, die alles fort schwemmen. Der Gorge wird immer enger. Nach ein paar Kilometern kann man nur noch zu Fuß weiterkommen (siehe Capital Gorge Trail). Die Alternative ist die Pleasant Creek Road, die man nur am Anfang mit PKW befahren kann.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wandern im Capitol Reef National Park ist vor allem im Frühjahr und Herbst eine interessante Alternative zu Autotouren.

Zunächst die leichten Wanderungen:

  • Capitol Gorge Trail. Der 2 km lange Weg hat nur geringe Höhenunterschiede. Vom Visitors Center fährt man den asphaltierten Scenic Drive und die sich anschließende Naturstraße Capital Gorge bis zum Parkplatz. Hier beginnt der Weg, der zum Pioneer Register (Namen von Pionieren an der Felswand) und The Tanks (Wassertaschen) führt. Der Weg benutzt das trockene Bett des Washs (Bach). Zu beiden Seiten sind die Wände des engen Canyons hoch aufragend und steil. Nach Regenfällen sollte man den Weg nicht benutzen, denn die Springflutgefahr ist groß.
Der Capitol Gorge wird immer enger
  • Der Goosenecks Overlook liegt am Highway 24. Man folgt der asphaltierten Abbiegung zum Panorama Point (Panorama Punkt) und fährt dann weiter auf der Naturstraße zu Goosenecks Overlook auf 1945 m Höhe. Der Fußweg ist nur kurz.
  • Sunset Point Trail beginnt in der Nähe des Goosenecks Overlook. Er ist nur 500 m lang und überwindet geringe Höhenunterschiede. Am Tagesende (Sunset) bietet er besonders schöne Ausblicke auf die Klippen und Dome.
  • Zum Grand Wash Trail biegt man vom Scenic Drive auf eine Naturstraße ab und geht dann weiter durch das enge Tal mit den hohen und steilen Felswänden. Der Weg ist 4 km lang und hat nur geringe Höhenunterschiede.
  • Der Fremont River Trail ist auf den ersten 800 m entlang des Flusses leicht und steigt dann an durch Gärten zum Valley Overlook. Er beginnt am Fruita Campground und ist 2 km lang (ein Weg). Der Höhenunterschied beträgt 235 m.
  • Der Cohab Canyon Trail führt über 2,8 km zu einem versteckten Canyon, von dem man die Fruita überblicken kann. Der Weg ist nur auf den ersten 400 m steil.
  • Der Hickman Bridge Trail führt zu einer 40 m hohen Naturbrücke aus Sandstein. Der Weg ist 1,6 km lang und überwindet einen Höhenunterschied von 120 m. Er beginnt am Highway 24 hinter den Petroglyphen.

Die folgenden Wanderungen führen über steile Strecken und sind anstrengend:

  • Der Cassidy Arch Trail ist nur 2,8 km lang, überwindet aber einen Höhenunterschied von 350 m. Er beginnt am Grand Wash und führt hinauf auf eine hohe Klippe oberhalb des Natursteinbogens.
  • Der Golden Throne Trail ist 3,6 km lang und überwindet einen Höhenunterschied von 300 m vom Talboden des Capitol Gorges hinauf auf die Klippe am Fuße des goldenen Throns mit einem tollen Panorama.

Es gibt noch viele andere Trails über die man sich im Visitors Center informieren kann. Es werden auch geführte Wanderungen angeboten.

Einkaufen[Bearbeiten]

Im Visitors Center werden Bücher, Souvenirs und Landkarten angeboten. Es wird ein Video über Capitol Reef gezeigt.

Wer sich vor dem Besuch des Nationalparks verproviantieren möchte, tut das am besten weit im voraus, z.B. in Salt Lake City oder Moab. Die Einkaufsmöglichkeiten rund um den Park sind nämlich sehr beschränkt.

  • Royals Food Town, 135 S Main St, Loa. Der größte Supermarkt westlich des Nationalparks (was nicht viel besagen soll, aber viel Auswahl gibt es hier eben nicht).
  • Bull Mountain Market, 30 E 100 N, Hanksville. Kleiner Supermarkt 30 Minuten östlich des Nationalparks.

Küche[Bearbeiten]

  • Best Western Motel, in Torrey. Das Restaurant macht einen guten Eindruck. Das New York Strip Steak (Entrecote) oder ein Dutch Roast (Braten mit Gemüse und Kartoffeln) kann man empfehlen.

Bei Wanderungen im National Park sollte man immer genügend Wasser mitführen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels und Herbergen[Bearbeiten]

Hotels findet man im nahen Torrey.

  • Best Western Capitol Reef. Das empfehlenswerte Motel liegt nur 1 Meile vom Parkeingang entfernt.
  • Broken Spur Inn & Steakhouse, 955 East State Route 24 (bei Junction 12), Torrey. Tel.: 1.435.425.3775, E-Mail: . Unabhängig geführtes Restaurant mit Hotelbetrieb. 52 anspruchslos eingerichtete Zimmer, alle mit Kühlschrank und Mikrowelle. Frühstück im Preis inbegriffen. Netter Innen-Swimmingpool. Preis: Im Sommer ab $95.

Camping[Bearbeiten]

  • Daneben stehen noch zwei Campingplätze mit minimal Ausstattung zur Verfügung.

Sicherheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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