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ʿAin Duheiba

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ʿAin Duheiba ·عين دهيبة
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Die Brunnengemarkung (arab. ḥaṭīyat) 'Ain Duheiba (auch Duheiba, Dahiba, Ain Diheiba, Ain Diheibah, arabisch: ‏عين دهيبة‎, ʿAin Duhaiba/ʿAin Dahība) ist ein Weiler etwa 25 km westlich der Stadt Siwa am Nordrand des Siwasees. Nordwestlich des Dorfes befindet sich ein Gräberfeld aus griechisch-römischer Zeit.

Hintergrund[Bearbeiten]

ʿAin Duheiba befindet sich südlich der Straße nach Bahī ed-Dīn und nördlich des Siwasees.

Die Gegend um ʿAin Duheiba gehört zu den fruchtbarsten Gegenden in Siwa. Es werden vorrangig Oliven und Datteln angebaut. Das Wasser hierzu stammt aus drei Quellen. Die hiesigen Häuser werden von Landarbeitern, meist sesshaft gewordenen Beduinen, bewohnt, während die Eigentümer der Flächen in Siwa wohnen.

ʿAin Duheiba ist von Alters her bewohnt. Davon zeugen die hiesigen Felsengräber aus griechisch-römischer Zeit. Ein Teil der Gräber wurde untersucht. In einigen Gräbern lagen noch die Verstorbenen, etwa zehn an der Zahl, die meist in Leinenbinden eingewickelt waren. Ein Teil lagen auf Betten aus Oliven- oder Palmenholz. Die Gräber enthalten meist keine Dekoration. Nur in einem Grab gab es eine griechische Inschrift: „Mein Boot und meine Seele mögen zu meinem Bruder Epagathos gelangen, der das Grab geschaffen hat.“ Die Decke der Grabkammer war mit Rhomben in rot und schwarz ausgemalt

Anreise[Bearbeiten]

Für die Anreise kann man die Asphaltstraße von Siwa nach Bahī ed-Dīn, die auf der Nordseite des Siwa-Sees angelegt ist, benutzen. In der Stadt Siwa fährt man nach Norden in Richtung Gebel el-Mautā. Vom Abzweig zur archäologischen Stätte fährt man weitere 900 Meter und gelangt zu einem 1 Straßenabzweig (29° 13′ 6″ N 25° 31′ 13″ O). Nach 4,5 Kilometern gelangt man zum 1 Dehiba Resort (29° 14′ 15″ N 25° 28′ 52″ O), nach weiteren 4 Kilometern nach ʿAin Duheiba.

1.300 Meter nordwestlich des Weilers befindet sich das Gräberfeld. Die archäologische Stätte selbst muss man zu Fuß ergründen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Von den Palmengärten und Feldern abgesehen gibt es im Weiler wenig Sehenswertes.

1.300 Meter nordwestlich von ʿAin Duheiba befindet sich auf der nördlichen Straßenseite ein 1 griechisch-römisches Gräberfeld (29° 14′ 11″ N 25° 25′ 36″ O). In mehreren Felsen wurden etwa zweihundert Gräber angelegt. Meist bestehen die Gräber nur aus einer Kammer. Ein Teil der Gräber wurde nummeriert.

Die wohl bedeutenderen Gräber befinden sich im pyramidenförmigen 2 Nordhügel (29° 14′ 16″ N 25° 25′ 33″ O), in dem sich etwa 70 Gräber befinden. Die Gräber besitzen hier gelegentlich eine Vorkammer. Die Kammern messen meist etwa zwei Meter, die größten messen zwölf mal vier Meter. Das Grab 19, sicher ein Familiengrab, ist aufwändiger gestaltet. An den drei Seiten der zentralen Kammer befindet sich je eine Sargkammer.

Etwa 100 Meter südlich des Hügels befinden sich die Überreste eines mehrräumigen Gebäudes aus Bruchsteinen.

Etwa 80 Meter weiter südwestlich befindet sich ein zweiter Gräberhügel. Hier befindet sich mehrere Gräber fast exakt in einer Reihe. Diese Gräber verfügen nur über eine Kammer.

Gräber im Nordfelsen
Kammern an den Seiten der Vorkammer, Grab 19
Gräber im Südfelsen

Küche[Bearbeiten]

Restaurants gibt es in der nahe gelegenen Stadt Siwa.

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkünfte gibt es in der nahe gelegenen Stadt Siwa. Das 4 Kilometer östlich gelegene 2 Dehiba Resort (29° 14′ 15″ N 25° 28′ 52″ O) im Bereich von ʿAin Wāzīdī steht zum Verkauf und wird nicht mehr bewirtschaftet. Näheres zum Ressort findet man im Artikel Siwa.

Ausflüge[Bearbeiten]

Den Besuch des Weilers und der archäologischen Stätte lässt sich mit dem von Bilād er-Rūm, Chamīsa, Mischandid und Bahī ed-Dīn verbinden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Aldumairy, Abd El-Aziz El-Rahman: Siwa past and present. Alexandria : Yasso, 2005, ISBN 977-17-2554-1 (fehlerhaft), S. 60–62.
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