Berlin/Museumsinsel

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Lage der Museumsinsel in Berlin

Die Berliner Museumsinsel ist die nördliche Spitze der Spreeinsel auf der historischen Stadt Cölln, die gegenüber Berlin lag. Die Museumsinsel in Berlin ist einer der bekanntesten Museumsstandorte überhaupt. Seit 1999 gehört der Komplex zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund [Bearbeiten]

Pergamonmuseum am Kupfergraben (Spreekanal)

Nördlich der Verkehrsachse Unter den Linden/Karl-Liebknecht-Straße liegt die Parkanlage des Lustgartens, rechts vom Lustgarten erhebt sich der Berliner Dom. Auf der Museumsinsel liegen fünf bedeutende Berliner Museen:

  • das Alte Museum, dahinter überquert die schmale Bode-Straße die Insel. Danach folgen
  • das Neue Museum und ein Kolonnadengang, hinter dem sich
  • die Alte Nationalgalerie befindet.
  • Das Pergamonmuseum ist zugänglich über die Bodestraße und der Säulenkolonnade des Neuen Museums, der Ehrenhof ist Baustelle.
  • Das Bode-Museum liegt an der nördlichen Spitze der Museumsinsel, man erreicht es über die schmale Monbijou-Brücke.

Seit 1999 gehört die Museumsinsel zum Weltkulturerbe der Unesco. In der Begründung, streng erforderlich für die Titelverleihung ist "weltweite Einzigartigkeit", verweist die Organisation auf das "einzigartiges Ensemble von Museumsbauten, das die Entwicklung modernen Museums-Designs über mehr als ein Jahrhundert illustriert". Im Weiteren wertet das Kommitee die Museumsinsel als Teil des kulturellen Erbes aus dem des 19. Jahrhundert und als ein Zeugnis aus der Zeit der Aufklärung.

Anreise [Bearbeiten]

Detail Pergamon-Altar

Mit Bahn und Bus [Bearbeiten]

  • S-Bahn: Station „Hackescher“ Markt: Linien S5, S7, S75. Über die Friedrichsbrücke sind es etwa fünf Minuten Fußweg bis zur Museumsinsel.
    Station „Friedrichstraße“: auch S1, S2, S25 und Regionalbahnen RE1, RE2, RE7, RB14. Über die Georgenstr. sind es gute 10 Minuten Fußweg.
  • U-Bahn: „Friedrichstraße“ Ausgang Süd, Linie U6, 10 min. Fußweg, Alexanderplatz (U2, U5, U8) mindestens 15 min. Fußweg.
  • Straßenbahn: Ankunft: „Am Kupfergraben“, Abfahrt: „Kupfergraben/Georgenstraße“: M1 und 12. Haltestelle „Spandauer Straße/Marienkirche“: Linien M4, M5, M6 oder „Hackescher Markt“ (auch M1 Richtung Pankow) ca. 5 min. Fußweg.
  • Bus: Haltestelle „Lustgarten“ Linie 100, 200. Die Buslinie 100 ist die Buslinie, mit der man auch ohne touristisches Arrangement die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlin ansteuern kann und an jedem beliebigen Punkt aus- und wieder einsteigen kann.

Zu Fuß [Bearbeiten]

  • Ein Bummel vom Brandenburger Tor über den Boulevard Unter den Linden führt direkt Richtung Spreeinsel mit dem Lustgarten, an den im Norden das Alte Museum anschließt. Man passiert dabei Unter den Linden zahlreiche andere bedeutende Gebäude wie die Humboldt-Universität und das Zeughaus auf der nördlichen Seite der Straße, bis man nach dem Zeughaus die Brücke überquert und nach links durch den Lustgarten zur Museumsinsel geht.
  • Vom nördlichen Spreeufer gelangt man über die Monbijoubrücke beim Bodemuseum oder über die Friedrichsbrücke zwischen Alter Nationalgalerie und dem Deutschen Dom aus Richtung Hackescher Markt. Die Friedrichsbrücke wird seit 2012 einer aufwändigen Restaurierung unterzogen, ist aber für Fußgänger und Radfahrer passierbar.

Auf der Straße [Bearbeiten]

Parkplätze sind in Berlin-Mitte Mangelware. Es empfiehlt sich daher die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr.

Mit dem Schiff [Bearbeiten]

Auf der Insel, hinter dem Dom, gibt es eine Anlagestelle für Besichtigungsschiffe, dort kann man einen etwa einstündigen Schiffsausflug bis zum Kanzleramt und zurück machen.

Mobilität [Bearbeiten]

Ischtar-Tor im Pergamon-Museum

Die Insel kann aufgrund ihrer Größe zu Fuß erlaufen werden.

Allgemeine Informationen [Bearbeiten]

Tickets für alle Museen der Museumsinsel können auf der Seite der Staatlichen Museen zu Berlin online gebucht werden. Dies empfiehlt sich, um die langen Warteschlangen an den Kassen zu umgehen. Staatliche Museen zu Berlin, Tel.: +49 30 266 42 4242 (Mo - Fr 9 - 16 Uhr), Fax: +49 30 266 42 22 90, E-Mail: service@smb.museum

Für alle Museen gemeinsam gibt es die Bereichs-Eintrittskarte Museumsinsel, diese kostet 18,- €, ermäßigt 9,- €. Da der einzelne Eintritt für zwei Museen stets teurer ist, lohnt sich die Bereichskarte für alle, die mindestens zwei Museen an einem Tag besuchen wollen. Die Bereichs-Eintrittskarte ist jedoch im Gegensatz zu den Einzeltickets nicht online buchbar.

Der Museumspass ermöglicht 3 Tage hintereinander freien Eintritt in 55 Berliner Museen, einschließlich der Museumsinsel, für 19,- € (ermäßigt: 9,50 €). In einigen Sonderausstellungen muss jedoch ein Aufpreis bezahlt werden.

Die Berlin WelcomeCard bietet verschiedene Paketangebote für Ermäßigungen für Museen, meist in Kombination mit freier Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Für die Museumsinsel gibt es ein gesondertes Angebot: Berlin WelcomeCard Museumsinsel ABC bietet freien Eintritt in alle Museen der Museumsinsel, darüber hinaus 72 Stunden freie Fahrt in Berlin, Potsdam und Umgebung, sowie Ermäßigungen bei touristischen und kulturellen Highlights.

Eintritt frei heißt es in allen Museen der Museumsinsel für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Zudem gibt es für Kinder und Familien zahlreiche Sonderaktionen und Führungen, dazu Angebote der Kinderakademie der Staatlichen Museen und die Kindergalerie im Bode-Museum.

In den Museen ist fotografieren ohne Blitz und ohne Stativ gestattet. Ausnahme: die Büste der Nofretete darf nicht fotografiert werden!

In allen fünf Museen befindet sich sowohl ein Cafe als auch ein Buch- bzw. Museumsladen. Die Kontaktdaten findet man weiter unten stehend bei den jeweiligen Museen.

Für Besucher mit Handicap gibt es regelmäßige Sonderführungen, dazu gehören u.a. auch Tastführungen für blinde und stark sehbehindete Personen. In allen Museen können zudem Rollstühle geliehen werden, die Voranmeldung ist möglich unter folgenden Telefonnummern: Alte Nationalgalerie +49 30 20 90 58 40, Altes Museum +40 30 20 90 52 45, Bode-Museum +49 30 20 90 64 44, Neues Museum +49 30 266 42 32 95, Pergamonmuseum +49 30 20 90 55 77.

Museen [Bearbeiten]

Altes Museum [Bearbeiten]

Altes Museum Berlin

Altes Museum, Am Lustgarten, 10178 Berlin, Tel.: +49 30 266 42 42 42 (Mo - Fr 9 - 16 Uhr). Geöffnet: Di + Mi, Fr - So: 10 - 18 Uhr, Do: 10 - 20 Uhr, Mo geschlossen. Eintritt: 10,- €, erm. 5,- €.
Cafe im Alten Museum: Tel. +49 30 20 90 52 51, Buchshop: Tel. +49 30 20 67 48 30.

Das Alte Museum, von 1823 bis 1830 nach den Entwürfen Karl Friedrich Schinkels erbaut, zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Klassizismus. Schinkel errichtete den Neubau, der ursprünglich als Neues Museum, später dann als Königliches Museum bezeichnet wurde, auf Geheiß von Friedrich Wilhelm III. nach Studium von Museumsbauten in London und Paris. Friedrich Wilhelm wollte mit dem Museumsbau dem humboldtschen Bildungsideal gerecht werden, wonach Museen als Bildungsstätte für das Bürgertum galten. Schinkel gestaltete das Gebäude in Anlehnung an die griechische Antike mit verschiedenen architektonischen Elementen wie den 18 kannelierten ionischen Säulen der weiten Vorhalle, der Rotunde, die an das Panthenon erinnern soll, und der Freitreppe. Insbesondere die Vorhalle mit ihren Säulen ist ein charakteristisches Motiv für die Museumsinsel, da es das erste ist, was man als Besucher von außerhalb zu sehen bekommt, wenn man erstmals die Museumsinsel vom Lustgarten aus betritt.

Zwischen 1943 und 1945 brannte das Gebäude aus und wurde schwer beschädigt. Der Wiederaufbau dauerte bis 1966.

Seit 1904 beherbergt das Alte Museum die Antikensammlung. Seit 1998 zeigt sie ihre griechische Sammlung mit der Schatzkammer im Erdgeschoss des Gebäudes und die Kunstwerke des römischen Altertums - Baukunst, Plastik und Vasen, Inschriften, Mosaiken, Bronzen und Schmuck. Ein weiterer Teil der Antikensammlung ist auch im Pergamonmuseum zu besichtigen.

Alte Nationalgalerie [Bearbeiten]

Alte Nationalgalerie

Alte Nationalgalerie, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin.
Geöffnet: Di + Mi, Fr - So: 10 - 18 Uhr, Do: bis 20 Uhr. Mo geschlossen. Eintritt: 10,- €, ermäßigt: 5,- €.
. Die Alte Nationalgalerie ist rollstuhlgeeignet.
Café und Museumsshop in der Alten Nationalgalerie, Tel.: +49 30 20 64 90 43, E-Mail: museum@doc-appel.de. Öffnungszeiten entsprechen denen des Museums.

Das 1876 eröffnete Gebäude der Alten Nationalgalerie, das architektonisch zwischen Spätklassizismus und Neorenaissance einzuordnen ist, liegt hinter dem Neuen Museum und dem Pergamonmuseum fast ein wenig versteckt auf der Museumsinsel. Betritt man diese jedoch von Osten her über die Friedrichsbrücke, so liegt die einem Tempel nachempfundene Alte Nationalgalerie gleich rechter Hand innerhalb des Kolonnadenhofes, der mit seinen Steinbänken auch einen schönen Pausenplatz bietet.

Als eine der bedeutendsten deutschen Sammlungen der Kunst des 19. Jahrhunderts zeigt die Alte Nationalgalerie Meisterwerke unter anderem von Caspar David Friedrich, Adolph Menzel, Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir oder Auguste Rodin. Zu den Highlights zählen u. a. Caspar David Friedrichs „Der Mönch am Meer“ (1808-1810), Arnold Böcklins „Die Toteninsel“ (1883), Adolph Menzels „Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci“ (1850-1852) oder Edouard Manets „Im Wintergarten“ (1878/79).

Bode-Museum [Bearbeiten]

Bode-Museum und Monbijou-Brücke

Bose-Museum, Am Kupfergraben 1 im Norden der Insel, 10178 Berlin.
Geöffnet: Di + Mi, Fr - Sa: 10 - 18 Uhr, Do: 10 - 20 Uhr. Mo geschlossen. Eintritt 10 €, erm. 5 €
.
Café im Bode-Museum: Tel. +49 30 20 21 43 30, Buchladen: Tel. +49 30 22 60 59 05.

Hinter der charakteristischen Kuppel werden an der nördlichen Spitze der Museumsinsel die Skulpturensammlung (italienische und deutsche Skulpturen und Plastiken vom frühen Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert), das Museum für Byzantinische Kunst (Kunstwerke vom 3. bis zum 15. Jahrhundert), das Münzkabinett und rund 150 Bilder der Gemäldegalerie präsentiert.

Die Kindergalerie ist ein besonderes Angebot des Bode-Museums, das spezielle Ausstellungen und museumspädagogische Aktionen für Kinder bietet. Die Kindergalerie gibt es bereits seit 1986 und wurde im Rahmen der Sanierung des Bode-Museums ebenfalls neu gestaltet. Vom 17.10.2012 bis zum 30.6.2013 zeigt die Kindergalerie die Ausstellung ABC des Geldes: Mäuse, Money und Moneten.

Einen sehr guten Blick auf das Bode-Museum hat man, wenn man mit einem der Sightseeing-Schiffe vom Bundeskanzleramt Richtung Berliner Dom fährt - so hat man das Museum vorne auf der Inselspitze in vollem Ausmaß vor sich liegen.

Neues Museum [Bearbeiten]

Ägyptische Grabbeigabe, Neues Museum

Neues Museum, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin.
Täglich geöffnet: 10 - 18 Uhr, Do bis 20 Uhr. Einritt: 14 € mit Sonderausstellung, sonst 12 €, erm. 7 bzw. 6 €. Der Eintritt ist nur mit einem Einlass-Zeitfenster möglich, das in einem der Museumsinsel-Verkaufsstellen, in der Touristeninformation oder Online gebucht werden kann.
Café im Neuen Museum, Tel.: +49 30 28 04 23 07, E-Mail: info@allegretto-berlin.de, Buchhandlung: Tel. +49 30 20 88 97 07.

Das Ägyptische Museum und Papyrussammlung und das Museum für Vor- und Frühgeschichte mit Objekten der Antikensammlung finden seit Oktober 2009 im neuen Museum ihre neue Heimat.

  • Das Ägyptische Museum besitzt weltweit eine der bedeutendsten Sammlungen ägyptischer Hochkultur. Mit den Kunstwerken der Zeit des Königs Echnaton (um 1340 v. Chr.) aus Tell el-Amarna erreicht das Museum Weltniveau. Zu der Sammlung gehören bedeutende Werke wie die Büste der Königin Nofretete, das Porträt der Königin Teje und der bekannte „Berliner Grüne Kopf“.
  • Das Museum für Vor- und Frühgeschichte mit Objekten der Antikensammlung besitzt eine der größten überregionalen Sammlungen zur Archäologie der Alten Welt.

Die 3. Etage ist voraussichtlich bis Mitte 2014 gechlossen.

Pergamonmuseum [Bearbeiten]

Pergamonmuseum: Markttor von Milet

Pergamonmuseum, Am Kupfergraben 5. Der Eingang befindet sich für längere Zeit auf der Südost-Seite, nördlich des Neuen Museums..
Täglich geöffnet: 10 - 18 Uhr, Do bis 20 Uhr. Wegen langer Schlangen an der Kasse empfiehlt es sich die Karten in anderen Museumsinselverkaufsstellen, wie Bode-Museum oder Altes Museum, zu kaufen oder Werktage für den Besuch zu nehmen.. Eintritt: 12 €, ermäßigt: 6 €. Bei der Buchung von Online-Tickets für das Pergamonmuseum müssen feste Zutrittszeiten gebucht werden.

Café im Pergamonmuseum: Tel. +49 30 20 90 63 61, Buchshop: Tel. +49 30 20 90 63 90.

Das zwischen 1910 und 1930 errichtete Pergamonmuseum ist weltweit bekannt geworden durch die Rekonstruktionen archäologischer Bauten wie der Zeusaltar von Pergamon (Pergamonaltar), das Markttor von Milet, das römische Ischtar-Tor samt Prozessionsstraße aus Babylon und die Mschatta-Fassade. Das dreiflügelige Gebäude, das im 2. Weltkrieg stark beschädigt wurde, ist heute das meistbesuchte Museum Berlins.

Das Pergamonmuseum beherbergt vier Museen:

  • Die Antikensammlung mit den Architektursälen und dem Skulpturentrakt
    • Der Pergamonaltar stammt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. (hellenistische Kunst). Er zeigt den Kampf der Götter mit den Giganten.
    • Das Markttor von Milet ist ein Glanzstück römischer Architektur.
    • Die griechische Kunst befindet sich seit 2011 im Alten Museum.
  • Das Vorderasiatische Museum - Hier sind die weltberühmten Rekonstruktionen der riesigen, in leuchtenden Farben gehaltenen Prachtbauten Babylons aufgestellt: die Prozessionsstraße, das Ischtar-Tor und die Thronsaalfassade des Königs Nebukadnezar II. Im Babylon-Saal befinden sich das Modell des Hauptheiligtums des Stadtgottes Marduk, der "Turm zu Babel" und eine Kopie der bekannten Gesetzesstele des Königs Hammurabi.
Pergamon-Museum: Mschatta-Fassade
  • Das Museum für Islamische Kunst - (Aleppo-Zimmer, Mschatta-Fassade, Gebetsnischen, Teppiche)
  • Die Schatzkammer der antiken Münzkunst mit einer Auswahl von Münzen aus dem Münzkabinett.

Seit 2008 wird abschnittsweise saniert, einzelne Abteilungen sind zeitweise geschlossen. Seit Oktober 2012 ist der Nordflügel und der Saal für Hellenistische Architektur des Museums für längere Zeit geschlossen. Ab 2014 soll der Saal mit dem Pergamonaltar für 2 bis 3 Jahre geschlossen werden.


Antikensammlung − In der Antikensammlung werden Kunstwerke des griechischen und römischen Altertums gezeigt - Baukunst, Plastik und Vasen, Inschriften, Mosaiken, Bronzen und Schmuck. Die Sammlung ist an zwei Standorten zu besichtigen, im Pergamonmuseum und im Hauptgeschoss des Alten Museums. Seit 2009 ergänzen Objekte der Antikensammlung die sammlungsübergreifende Präsentation im Neuen Museum. Das betrifft vor allem Werke provinzialrömischer Kunst sowie die große Zypernsammlung.

Sonstige Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Berliner Dom
Berliner Dom mit Lustgarten im Vordergrund
  • Berliner Dom - Der 78 m hohe Kuppelbau wurde in Anlehnung an den Petersdom in Rom erbaut. Das Gotteshaus ist außer bei Konzerten und Gottesdiensten für Besucher zugänglich, Öffnungszeiten Mo - Sa: 9 - 20 Uhr, So: 12 - 20 Uhr, von Okt. - März bis 19 Uhr. Das Eintrittsgeld von 7,- € (ermäßigt 4,- €, Kinder bis 18 J. frei) wird als Domerhaltungsgebühr bezeichnet. Audioguide: 3,- €. 20-minütige Domführen sind im Eintrittspreis enthalten: Zeiten.
  • Lustgarten - Die Parkanlage vor dem Altes Museum und dem Berliner Dom ist frei zugänglich. Der Lustgarten, der heute wieder als Grünanlage mit Rasenflächen, Kübelpflanzen und Springbrunnen gestaltet ist und bei gutem Wetter von zahlreichen rastenden Touristen bevölkert wird, hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Angelegt ursprünglich vermutlich als Nutz- und Küchengarten um 1573 lag die Fläche infolge des Dreißigjährigen Krieges brach und wurde erst 1645 nach dem Vorbild anderer Gartenanlagen künstlerisch gestaltet. Zu dieser Zeit erhielt die Anlage auch die Bezeichnung Lustgarten. Doch auch diese Phase war nur begrenzt, Friedrich Wilhelm I. ließ ab 1713 den Lustgarten zu einem Exerzierplatz umgestalten, Friedrich II. ließ den Platz unbepflanzt, legte aber ab 1745 Kastanienalleen an, während er an der Ostseite des Platzes einen Vorgängerbau des heutigen Doms errichten ließ, und Napoleon Bonaparte ließ seine Truppen 1806 auf dem Platz biwakieren. Schließlich prägte der Landschaftsarchitekt Lenné, der auch viele andere Gartenanlagen wie z.B. den Zoologischen Garten oder die Parkanlagen von Babelsberg, Sanssouci und Glienicke neu angelegt oder umgestaltet hatte, in den Jahren 1826 bis 1829 die Neugestaltung des Lustgartens nach Plänen von Schinkel, an denen sich auch die heutige Gestaltung des Platzes von 1998/99 orientierte. Dass der Platz weitere bewegte Zeiten erlebte, wie die Aufmarschflächen der Nationalsozialisten, die Bombenangriffe des Krieges, die jahrzehntelange Pflasterung der Fläche, die Umgestaltungen zu DDR-Zeiten wie die Sprengung des Stadtschlosses und die Errichtung des Palasts der Republik an der ursprünglich begrenzenden Südseite - davon zeugen heute fast nur noch die Baustelle des Humboldt-Forums auf der gegenüberliegenden Seite der Karl-Liebknecht-Straße.
  • James Simon-Galerie: Zwischen dem Neuen Museum und dem Kupfergraben ist eine nicht ganz unumstrittene Baustelle seit 2010, hier soll ein neues Eingangsgebäude und Besucherzentrum unter diesem Namen entstehen. Direkt am Wasser wird ein 9 m hoher und 104 m langer Sockelbau mit darüber liegender Pfeilerhalle gebaut. Die Sicht zum Neuen Museum wird damit versperrt.

Aktivitäten [Bearbeiten]

Die Hauptaktivität der Besucher wird wohl der Museumsbesuch sein. Wer jedoch keine Zeit oder Lust zu einem Museumsbesuch hat, kann bei einer Pause auf den Rasenflächen des Lustgartens, auf einer schattigen Bank im Kolonnadenhof oder bei einem Kaffee im Hof des Pergamonmuseums die Atmosphäre dieses einzigartigen Museumsensembles schnuppern und die Menschenströme beobachten, die sich aus Reisenden aus aller Welt zusammensetzen. Außer dem Reichstag und dem Brandenburger Tor gibt es wohl kaum einen anderen Platz in Berlin, der einen so großen Anziehungspunkt für (fast) jeden Berlin-Touristen darstellt wie die Museumsinsel - Internationalität ist also garantiert.

Klarkommen [Bearbeiten]

Die nächste Polizeistation, Keibelstraße 35, Tel.: +49 30 4664 - 33 27 00. (Koordinate: 52° 31' 30" N 13° 24' 56" O) liegt in etwa 2 km von der Museumsinsel entfernt, östlich der Karl-Liebknecht-Straße folgen.

Umgebung [Bearbeiten]

  • Zeughaus: Das heutige Deutsche Historische Museum liegt an der Ecke Unter den Linden / Am Zeughaus auf der anderen Uferseite des Kupfergrabens (Spreeseitenarm) gegenüber dem wiederaufgebauten Kommandantenhaus und Konprinzenpalais.
    Geöffnet ist es täglich von 10 - 18 Uhr (außer 24. u. 25. Dez.), Eintritt 8,- €, Kinder bis 17 Jahre frei. Neben dem Gebäude findet regelmäßig ein Markt mit Kunstgewerbe und Souvenirs statt.
  • Hackescher Markt und Hackesche Höfe in der Nähe des Scheunenviertels, erreichbar über die Friedrichsbrücke zwischen Nationalgalerie und Dom.
  • Zur Baustelle des Humboldt-Forums gegenüber des Lustgartens auf dem Gelände, das bis nach dem 2. Weltkrieg das Stadtschloss, zu DDR-Zeiten dann den Palast der Republik beherbergte. Die Humboldt-Box, ein nicht unumstrittenes türkises Gebäude gegenüber vom Dom informiert über das Bauvorhaben Humboldt-Forum, das ein Forum für Kultur, Kunst und Wissenschaft mit drei rekonstruierten Außenfassaden des Berliner Schlosses werden soll.
  • Nicht allzuweit ist es desweiteren zu anderen bedeutenden Gebäuden des Bezirks Mitte: Zur Hedwigs-Kathedrale (500 m), zum Deutschen Dom und zum Französischen Dom am Gendarmenmarkt (900 m).

Literatur [Bearbeiten]

  • Peter-Klaus Schuster und Cristina Inês Steingräber (Hg.) : Museumsinsel Berlin. SMB - DuMont, 2004, ISBN 3-8321-7217-3. ca. 65.- €
  • Maximilian Meisse : Museumsinsel Berlin. Weltbild, 2011, ISBN 9783803007483, 104 Seiten. 29.80 €

Weblinks [Bearbeiten]