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Swiss International Airlines

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Kurzinformationen
IATA-Code LX
Sitz Basel, Schweiz
Passagieraufkommen 13,5 Mio (2008)
Ziele In- und Ausland
Allianz Star Alliance
Internet www.swiss.com
Telefon 0848 700 700 (Schweiz)

Die Swiss International Air Lines (kurz Swiss) ist die nationale Fluggesellschaft der Schweiz. Sie ist eine Tochter der Lufthansa und bedient Ziele im Inland und auf mehreren Kontinenten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Swiss ist die Nachfolgegesellschaft der ehemaligen Swissair. Diese musste wegen schlechtem Management und finanziellen Problemen im Dezember 2001 Konkurs anmelden. Während Swissair eine Staats-Airline war, ist die Swiss nun rein privatrechtlich organisiert und im Besitz der Deutschen Lufthansa. Die Vorgängergesellschaft war die Crossair, die im Mai 2002 in Swiss International Air Lines umbenannt wurde.

Flotte[Bearbeiten]

Zur Zeit betreibt Swiss 59 Flugzeuge des Flugzeugherstellers Airbus, weitere 5 sind bestellt. Das Durchschnittsalter der Flotte beträgt 10.5 Jahre. [1]

Für Langstrecken setzt Swiss Flugzeuge der Typen Airbus A340-300 und A330 ein, wobei die etwa 10 Jahre alten A330-200 gerade durch brandneue A330-300 ersetzt werden. Auf Kurz- und Mittelstrecken fliegen Maschinen der A320-Familie - A319, A320 und A321. Auf Regionalrouten werden 20 Flugzeuge Avro RJ100 verwendet, die von der Tochterfirma Swiss Global Air Lines betrieben werden. Weitere acht Flugzeuge anderer Fluggesellschaften sind derzeit für die schweizer Gesellschaft im Einsatz, während vier eigene Flugzeuge an die Tochter Edelweiss Air abgegeben wurden.

Airbus A320 in Genf.
Avro RJ100 in München.
Flugzeugytp Anzahl Durchschnittsalter Fluggesellschaft
Airbus A319 7 13 Jahre
Airbus A320 20 13 Jahre
Airbus A321 6 14 Jahre
Airbus A330-200 2 11 Jahre
A330-300 10 unter 1 Jahr
A340-300 15 9 Jahre
Airbus A319 1 6 Jahre BMI (British Midland)
Airbus A320 3 11 Jahre Edelweiss Air
Airbus A330-200 1 10 Jahre Edelweiss Air
Avro RJ 100 20 13 Jahre Swiss European
Saab 2000 1 14 Jahre Darwin Airlines
Boeing Business Jet 1 5 Jahre PrivatAir
Fokker 100 2 16 Jahre Contact Air
Fokker 100 3 18 Jahre Helvetic

Allianzen[Bearbeiten]

Swiss ist Mitglied in dem weltweit größten Luftfahrtbündnis, der Star Alliance. Zusammen mit der Muttergesellschaft Lufthansa, von welcher die Swiss im Juni 2007 übernommen wurde, bietet sie Flüge auf alle Kontinente an und die Kunden profitieren von einer hohen Auswahl an möglichen Flügen. Dazu gehört auch das Vielfliegerprogramm Miles & More (mehr dazu hier). Darüber hinaus fliegt die Tochtergesellschaft Swiss Global auf Routen innerhalb Europas mit kleinerem Gerät sowie mit neu angeschafften Flugzeugen vom Typ Boeing 777 auf weltweiten Routen, und in beliebte Feriengebiete fliegt die ebenfalls 100%-ige Beteiligung Edelweiss Air, die auch im Wet Lease regelmäßig SWISS-Strecken in Europa bedient. Auf Kurzstrecken bedient sich Swiss außerdem Flugzeugen des Typs Fokker 100 sowie Embraer 190 von Helvetic Airways. Auf Flügen zwischen Zürich und Lugano fliegen derzeit Bombardier Dash-8 2000 von Austrian Airlines im Auftrag von Swiss und zwischen Zürich und Newark fliegt PrivatAir für die größte schweizer Airline.

Streckennetz und Drehkreuze[Bearbeiten]

SWISS fliegt sowohl innerhalb Europas, als auch interkontinental zahlreiche Ziele an. Die Drehkreuze befinden sich in Zürich und Genf, der Flughafen Basel-Mülhausen wurde 2015 als Flugziel und Drehkreuz aufgegeben.

Ein wichtiges interkontinentales Zielland für die Swiss sind die Vereinigten Staaten. Allein New York wird bis zu drei Mal täglich ab Zürich und täglich ab Genf bedient. In Kanada ist Montréal einziges Ziel. Neben weiteren Flügen nach Asien, Afrika und Nordamerika hat auch das Flugziel Sao Paulo als einziges südamerikanisches Ziel eine große Bedeutung für die Swiss.

Durch Codeshare-Verträge mit mehreren Fluggesellschaften der Star Alliance sowie auch ausserhalb hat Swiss ihr Streckennetz zusätzlich erweitern können.

Ein wichtiger Partner im Flugangebot ist die Schwestergesellschaft in der Lufthansa Group Edelweiss Air, welche ebenfalls ab Zürich ein größeres Streckennetz anbietet. Zur Website

Beförderungsklassen[Bearbeiten]

SWISS bietet je nach Flugverbindung drei Beförderungsklassen: Economy Class, Business Class und First Class.

Die Economy Class bietet auf Langstrecken in Airbus A330 und A340 jeweils eine Kabinenbestuhlung mit 8 Sitzen in einer Reihe (2-4-2), auf kürzeren Strecken mit kleinerem Fluggerät wird eine klassische 3-3 Bestuhlung angeboten (Ausnahme: Avro RJ und Fokker 100 der Helvetic jeweils 2-3, Embraer 190 der Helvetic 2-2).

In der Business Class findet der Reisende auf Langstrecken (A330/A340) eine versetzte Sitzanordnung ("Staggered Seating") mit bis zu 5 Sitzplätzen pro Reihe (2-2-1 bzw. 1-2-2). Diese Sitze lassen sich vollkommen flach legen. Auf kürzeren Strecken mit kleinerem Fluggerät kommen die ersten Reihen der normalen Economy-Class-Bestuhlung auch für die Business Class zum Einsatz, wobei hierbei jedoch bei Dreier-Sitzgruppen jeweils der Mittelplatz frei gehalten wird (dies trifft nicht auf die Backbordseite im Avro JR sowie der Fokker 100 und beide Seiten der Embraer 190 zu, wo grundsätzlich nur 2 Plätze zur Verfügung stehen - hier wird grundsätzlich nur ein Platz pro Reihe und Seite belegt).

In der First Class, die nur auf Langstreckenverbindungen angeboten wird, findet der Reisende je nach eingesetztem Fluggerät zwei unterschiedliche Produkte vor, die beide durch eine Sitzanordnung von 4 Sitzen in einer Reihe (1-2-1) charakterisiert werden. Das neuere Produkt auf allen Airbus A330 sowie der Boeing 777 bietet hierbei neben einem überarbeiteten Design und neuen Sitzen mit variabler Luftpolsterung insbesondere einen zusätzlichen, ausfahrbaren Sichtschutz. Das bereits in die Jahre gekommene Interieur der First Class auf Flugzeugen des Typs Airbus A340 bietet diese Komfortmerkmale hingegen nicht.

Lounges[Bearbeiten]

SWISS betreibt eigene Lounges an ihren Drehkreuzen |Zürich und Genf sowie in Chicago und New York JFK. An den meisten anderen Flughäfen im Streckennetz können Gäste der Business- und First Class sowie Miles & More-Statuskunden die Lounges der StarAlliance-Partnerairlines oder Vertragslounges nutzen.

In Zürich stehen den Reisenden der Business- und First Class sowie Miles & More Frequent Travellern, Senatoren (und weiteren StarAlliance-Gold-Mitgliedern) sowie HON Circle-Statuskunden jeweils drei Business- und Senator-Lounges (jeweils eine im Schengen- und zwei im Non-Schengen-Bereich), eine Ankunfts-Lounge ("SWISS Arrival Lounge", nur bis 13 Uhr geöffnet) sowie zwei First Class-Lounges zur Verfügung. Das angebotene Catering reicht von aufgewärmten Fertiggerichten und -Suppen in den Business- und Senator-Lounges bis hin zu frisch zubereiteten, à la carte bestellten vollwertigen Menüs in den First Class Lounges. Drei der sechs Lounges im Schengen-Bereich (Business A, First Class A und Arrival) sind mit Duschen ausgestattet, Besucher der Senator-Lounge im Abflugbereich A können die Duschen der benachbarten Business Class Lounge nutzen. In allen Lounges wird ein kostenloser, unbeschränkter und registrierungspflichtiger (per SMS oder am Lounge-Empfang) WLAN-Empfang angeboten.

Vielfliegerprogramm[Bearbeiten]

Das Bonusprogramm der Swiss nennt sich Miles & More (deutsch Meilen und mehr) und wurde ursprünglich von Lufthansa eingeführt. Als Fluggast sammelt man dabei sogenannte Prämienmeilen, die man gegen Sachwerte einlösen kann und auch Statusmeilen, die einem an den Flughäfen und an Bord einen besseren Service oder andere Vorteile verschaffen. Jeder kann sich kostenfrei auf der Webseite des Programms unter www.miles-and-more.com oder über ein Anmeldeformular im Bordmagazin anmelden. Mittlerweile kann man bei Flügen mit fast allen Fluggesellschaften der Star Alliance Meilen sammeln und es gibt noch viele weitere Partner, bei denen dies möglich ist, wie zum Beispiel Mietwagenfirmen, Hotels oder auch Versicherungen und Zeitungsabonnements. Es gibt auch eine eigene Miles & More-Kreditkarte, mit der man automatisch mit je 2 Franken Umsatz eine Prämienmeile sammelt.

Prämienmeilen sammelt man auf jeden Flug oder wenn man bei einem der Partner einkauft. Diese kann man dann wiederum in Sachprämien eintauschen. Dazu gehören zum Beispiel Freiflüge oder Upgrades in eine bessere Buchungsklasse (z.B. von Economy in Business), aber auch Ermäßigungen bei den Partnern. Lufthansa betreibt eine eigene Ladenkette mit Filialen an mehreren Flughäfen, genannt World Shop. Analog dazu hat Swiss im Juni 2010 ihren ersten Swiss Shop am Züricher Flughafen eröffnet. Hier kann man alle Artikel komplett oder teilweise mit Meilen bezahlen. Auch Waren des Bordverkaufs kann man mit Meilen bezahlen.

Statusmeilen sammelt man nur auf Flügen mit Lufthansa und einigen Partnerfluggesellschaften. Die Anzahl der gesammelten Meilen richtet sich dabei nach der Buchungsklasse und Länge der Flugstrecke. Je höherwertig die Klasse und je länger die Strecke, desto mehr Meilen sammelt man. Die Anzahl der gesammelten Meilen in einem Kalenderjahr bestimmt den "Status" des Kunden. Ab 35.000 Statusmeilen (bzw. 30 Einzelflügen, wobei Umsteigeverbindungen als zwei Flüge zählen) ist man Frequent Traveller, ab 100.000 Senator und ab 600.000 Meilen binnen zweier aufeinanderfolgender Kalenderjahre erhält man den Status eines HON Circle Member. Je nach Status hat man verschiedene Vorteile, wie z.B. höhere Freigepäckmengen, Zugang zu den jeweiligen Lounges oder Vorrang beim Check-In.

Check-In[Bearbeiten]

Der Check-In ist wahlweise am Flughafen (am Schalter oder am Automat) oder online möglich. Bei letzterem Verfahren stehen sowohl eine Desktop-Webseite als auch Mobilwebseiten und Mobile Apps für Android und iOS zur Verfügung wobei es möglich ist, selbst einen Sitzplatz auszuwählen. Auf vielen Verbindungen kann man bei Online-Buchung angeben, ob man automatisch eingecheckt werden möchte. Hierbei erhält man einige Zeit vor Abflug automatisch eine Bordkarte per E-Mail, was dann prinzipiell dem regulären Online-Checkin entspricht. Dieser Service ist jedoch nicht möglich an Abflughäfen, an denen der Check In durch eine Partnerairline (z.B. Lufthansa oder SAS) durchgeführt wird. In diesem Fall muss der Fluggast auch für das reguläre Online-Check In den jeweiligen Dienst der Partnerfluggesellschaft nutzen. Per E-Mail zugestellte Bordkarten enthalten im Anhang auch grundsätzlich eine Passbook-Datei für die Nutzung mit Mobilgeräten unter iOS ab Version 6 sowie mit verschiedenen entsprechenden Android-Apps.

Buchungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Tickets bucht man entweder über ein Reisebüro, direkt im Web über swiss.com oder per Telefon:

weitere Buchungsnummern aus anderen Ländern

Weblinks[Bearbeiten]

www.swiss.com - Offizielle Internetpräsenz der Fluggesellschaft

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlen und Fakten auf swiss.com
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