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Schaʿāb Maksūr

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Schaʿāb Maksūr ·شعاب مكسور
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Scha'ab Maksur, arabisch: ‏شعاب/شعب مكسور‎, „zerbrochenes Riff“, auch Sha'b/Shaab Maksur/Maksour/Mansour, ist ein steilwandiges Plattformriff im Nordosten des Tauchgebiets Fury Shoal im ägyptischen Teil des Roten Meeres, das etwa 17 Kilometer vom Festland entfernt ist. Neben einer ausgedehnten und schönen Rifflandschaft bietet das Riff für Sporttaucher die Chance, Großfische wie den Napoleon oder den Grauen Riffhai beobachten zu können. Starke Strömungen aus Nordosten stellen hohe Ansprüche an den Taucher, so dass dieses Gebiet nicht für Anfängern geeignet ist.

Hintergrund[Bearbeiten]

Lageplan des Schaʿāb Maksūr

1 Schaʿāb Maksūr Schaʿāb Maksūr (Q104023629) in der Datenbank Wikidata ist ein von Nordwesten nach Südosten reichendes schmallanges Plattformriff, das sich über eine Länge von etwa 1.500 Metern an der Oberfläche erstreckt. Es befindet sich im offenen Meer, etwa 17 Kilometer von der Festlandküste entfernt. Das Riffdach befindet sich etwa einen halben Meter unter Wasser. Das Riff fällt auf allen Seiten bis in Tiefen über 100 Metern steil ab. Sowohl an der Nord- als auch an der Südspitze befinden sich Plateaus. Im Norden fällt das Riff steil bis in etwa 18 Metern ab, verläuft auf einen leicht abfallenden 2 Plateau bis auf 40 Meter ab, bevor an der Abbruchkante das Riff auf 100 Meter abfällt.

Auch an der Südspitze fällt das Riff auf 18 Meter ab. Es schließt sich ein langes 3 Plateau – länger als an der Nordspitze – an, das langsam auf 35 bis 40 Meter abfällt, bevor es in die Steilwand übergeht. An der Ost- und Westseite geht das Riff sofort in die Steilwand über.

Seine exponierte Lage und die große Meerestiefe sind aber auch der Grund für starke Strömungen, die aus nordöstlicher Richtung auf das Riff treffen und auch über die Nord- und Südplateaus ziehen. Dies macht es erforderlich, vor dem Tauchgang die Strömungsverhältnisse zu überprüfen und den Tauchgang entsprechend anzupassen.

Die Abgeschiedenheit der Riffe der Fury-Shoal-Gruppe und die Strömungsverhältnisse an diesem Riff sorgen dafür, dass diese Riffe nur wenig beschädigt sind und dass sich hier zu geeigneter Zeit auch Großfische beobachten lassen. Die größte Wahrscheinlichkeit für Großfische ist an der Nord- und Südspitze gegeben.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise kann nur mit einem Schiff erfolgen. Dies ist auf Tagesausflügen von 1 Ḥamāṭa aus oder auf Tauchsafaris möglich. Die Anfahrt aus Ḥamāṭa dauert etwa zwei Stunden.

An der Abbruchkante zum Südplateau gibt es drei Ankerplätze.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Am Riff und insbesondere auf den Plateaus befinden sich zahlreiche Hart- und Weichkorallen, darunter Gorgonien und Anemonen. Zur Tierwelt gehören u. a. Schildkröten, der Napoleonfisch, das Tritonshorn, der Graue Riffhai und viele kleine Riffbewohner. Die besten Chancen für die Beobachtung von Haien bestehen im Frühjahr und im Herbst.

Auf dem Südplateau befinden sich in der Nähe der Westseite zwei weit sichtbare Korallentürme, die in etwa neun Metern Tiefe beginnen und etwa 10 Meter hoch sind.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Aufgrund der Riffgröße benötigt man mehrere Tauchgänge, um es zu erkunden. Und wegen der Tauchtiefe sollten die Tauchgänge die ersten oder zweiten am Tag sein. Bei starker Strömung sollte man den Tauchgang über das Südplateau meiden und stattdessen einen Tauchgang an der Riffostseite durchführen.

Am beliebtesten sind Rundkurse über dem Südplateau, die je nach Strömung häufig an der Westseite des Plateaus beginnen. Man kommt beim Abtauchen von den westlichen Ankerplätzen an Höhleneinschnitten vorbei. Man schwimmt an der Westseite bis zur Südspitze des Plateaus und kehrt dann wieder, über das Plateau schwimmend, nach Norden zum Ankerplatz zurück. Man sollte nach Möglichkeit nicht im offenen Meer auftauchen, weil man schnell abgetrieben werden kann. Beim Tauchen sollte man immer einen Blick ins Blauwasser wagen, um vorbeiziehende Großfische nicht zu verpassen. Der Rundkurs über das Südplateau sollte aufgrund der erreichbaren Tiefe als früher Tauchgang am Tag durchgeführt werden.

Eine weitere Möglichkeit stellt ein Tauchgang vom Nordplateau an die Ostseite des Riffs dar. Da sich die Ankerplätze im Süden befinden, wird man mit einem Schlauchboot (Zodiac) an die Nordspitze gebracht. Beim Abtauchen sollte man schon auf die Strömung achten, um nicht auf die Riffseite oder ins offene Meer getrieben zu werden. In größerer Tiefe lassen sich evtl. Haie erblicken. Später bleibt man in der Nähe der Riffsteilwand. Ungefähr in der Mitte des Riffs gelangt man zu einer kleinen Bucht, in der man auftauchen kann und wieder von einem Schlauchboot abgeholt wird.

Die dritte Möglichkeit besteht darin, etwa von der Mitte der Ostseite an der vorgenannten Bucht in Richtung Südplateau zu tauchen. Dies ist die einfachste Tour. Auch hier muss man sich von einem Schlauchboot absetzen lassen. Man kann möglicherweise am Ende sogar bis zu den Ankerplätzen tauchen.

Die Riffwestseite ist nur von geringem Interesse.

Sicherheit[Bearbeiten]

Aufgrund der hohen Strömung sollte man immer nahe am bzw. über dem Riff bleiben, um nicht ins offene Meer abgetrieben zu werden. Da die Steilwände erst in 100 Metern enden ist die Kontrolle der Tauchtiefe nötig.

Küche und Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkunft und Verpflegung werden auf den Tagesausflugs- und Safarischiffen geboten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Krejca, Martin ; Minihuber, Hubert: Diver’s Atlas südliches Rotes Meer : Tauchplatzbeschreibungen für Tauchsafaris und Tagesausfahrten. Wien: Seainsight, 2011, ISBN 978-3-9503160-0-1. Tauchplatz 1-4-6.
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