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Neuquén

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Neuquén
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Neuquén ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und mit 250.000 Einwohnern die größte Stadt im argentinischen Teil von Patagonien. Sie liegt am Zusammenfluss der beiden Flüsse Río Limay und Río Neuquén, die hier den Río Negro bilden. Daher wird die Region auch Confluencia, Flussmündung, genannt.

Die Stadt ist modern und hat in den letzten Jahrzehnten ein starkes Wachstum erlebt. Dies lag vor allem am Erdöl und der Energiewirtschaft in der Region, die sie prädestiniert für die Industrie machte. Für den Reisenden gibt es neben einer reichhaltigen Kulturszene und schattigen Flusstränden eher wenig zu entdecken.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Hauptstadt der Provinz Neuquén lag ursprünglich im im Norden der Provinz gelegenen Chos Malal. Als um 1900 herum eine Eisenbahnlinie mit Verbindung zur Atlantikküste fertiggestellt wurde, lebte der vormals unbedeutende Ort, der damals noch Confluencia hieß, rasant auf. Daher beschloss die Provinzregierung die Umsiedlung der Hauptstadt, und 1904 wurde offiziell die Stadt Neuquén gegründet.

Nach der Erschließung der Energievorräte in den 1970er Jahren stieg die Einwohnerzahl stark an. Von etwa 80.000 Einwohnern im Jahr 1980 verdreifachte sie sich bis 2001, wenn man den Ballungsraum betrachtet, der auch die Stadt Cipolletti am Nordufer des Río Neuquén und einige weitere kleine Orte einschließt.

Anreise[Bearbeiten]

National Route 22 durch Neuquén

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Juan Domingo Perón wird nur von wenigen Städten, darunter Buenos Aires, San Martín de los Andes, San Carlos de Bariloche, Comodoro Rivadavia, Chos Malal und Rincón de los Sauces angeflogen. Er liegt im Südwesten der Stadt nahe dem Vorort Plottier.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Bahnstrecke ist derzeit dem Güterverkehr vorbehalten. Es gibt aber Pläne, die Stadt mit Bahía Blanca zu verbinden sowie einen Regionalzug im dichtbesiedelten Ballungsraum, den Tren del Valle, einzusetzen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Neuquén hat einen der modernsten Busbahnhöfe Argentiniens. Die Stadt wird von fast allen wichtigen Orten des Landes angefahren und ist Knotenpunkt für die Reise in die touristisch interessanten Andengebiete. Der Busbahnhof befindet sich 5 km westlich des Stadtzentrums. Für die östlichen Stadtviertel und sogar Teile des Zentrums lohnt sich daher oft der Busbahnhof von Cipolletti direkt hinter der Brücke über den Rio Limay, in dem ebenfalls alle Busse halten.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Wichtigste Zufahrtsroute ist die Ruta Nacional 22, die die Stadt mit Bahía Blanca verbindet.

Mobilität[Bearbeiten]

Der ÖPNV beschränkt sich auf Busse und Taxen. Die Busse werden mit einer Chipkarte bezahlt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Iglesia Catedral de Neuquen

Wegen der späten Gründung sucht man besondere historische Bauten vergeblich. Dafür hat Neuquén ein reiches und stetig wachsendes Kulturleben.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die ehemalige Bahnstation im Parque Central ist eines der wenigen historischen Bauwerke der Stadt. Sie ist jedoch vergleichbar mit zahlreichen anderen Bahnstationen Argentiniens und der Größe der Stadt kaum angemessen, dafür wurde sie gut restauriert.

Denkmäler[Bearbeiten]

Imagen del Monumento a los caidos en la guerra de Malvinas ubicado en la ciudad de Neuquen

Eines der aufwändigsten Denkmäler Argentiniens ist das Denkmal an die Gefallenen des Malwinenkriegs (Falklandkriegs), das sich im Parque Central befindet. Ein interessanter moderner Springbrunnen ziert ebenfalls den Parque Central, gegenüber der Bahnstation.

Museen[Bearbeiten]

Seit 2007 befindet sich eine Zweigstelle des Museo Nacional de Bellas Artes (MNBA, Nationalmuseum für Schöne Künste) im Parque Central, in dem zahlreiche interessante Ausstellungen stattfinden. Im selben Park steht auch ein alternatives Kulturzentrum, die Sala de Arte Emilio Saraco, in der die lokale Avantgarde ausstellt, häufig mehrere Kunstformen kombinierend.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Mirador Balcón del Valle. Ein Aussichtspunkt am oberen Ende der Av. Argentina nördlich des Zentrums, dient nicht nur dazu, Fotos zu schießen, sondern wird von jungen Leuten abends als Treffpunkt genutzt (die Atmosphäre bleibt dabei friedlich). Ein Denkmal mit großer Fahne rundet den Aussichtspunkt ab.

Parks[Bearbeiten]

  • Parque Central. Der Park ist der einzige große Park der Stadt und befindet sich auf dem Grundstück der ehemaligen Bahnstation. Fast alle Sehenswürdigkeiten ballen sich hier in diesem Park.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Sternwarte, in der Straße El Mirador. Besuch nur bei klarem Himmel.
  • Historisches Museum, San Martín 280.
  • Kunsthandwerkermarkt, Roca 155.
  • Mapuche-Markt, Roca 62.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im Süden des Stadtgebiets gibt es zahlreiche Badestrände am Río Limay, die im heißen Sommer sehr gut besucht sind. Dort findet man auch eine Reihe Campingplätze.

Einkaufen[Bearbeiten]

Das Einkaufszentrum der Stadt befindet sich im unteren Teil namens El Bajo.

Küche[Bearbeiten]

Die Restaurants ballen sich im Gegensatz zu den Einkaufszentren im oberen Tel El Alto.

Günstig[Bearbeiten]

  • La Terraza, Av. Olascoaga / Perito Moreno. Fast-Food.
  • Pastilandia, Félix de San Martín 246. Günstige Nudelgerichte.

Mittel[Bearbeiten]

  • Las Gaviotas II, J.B. Justo 120. Fischrestaurant.
  • Chin Wa, 9 de Julio 70.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 1904.
  • Holiday.
  • Hostal del Caminante.

Nachtleben[Bearbeiten]

Neuquén hat ein annehmbares Nachtleben. Im Sommer und am Wochenende finden viele Freiluftveranstaltungen auf der dann gesperrten Hauptstraße Avenida Argentina im Stadtteil El Alto statt. Typisch für Neuquén sind Resto-Bars, in denen man sowohl essen kann als auch danach einer Band zuhören oder tanzen kann.

  • Juanito, Irigoyen 350. . Rockige Bar im Stadtzentrum, auch kann man Kleinigkeiten essen.
  • Amélie, Elordi 139. Nette Bar mit Livemusik, stilistisch zwischen Rock, Reggae und lateinamerikanischer Musik angesiedelt.
  • Sherlock Pub & Resto, Buenos Aires 133. Pub mit Livemusik, Rock, Metal und Reggae.
  • La Morocha, La Rioja 424.
  • Casino Magic, Planas 4005. Großes modernes Kasino, in der Nähe des Busbahnhofs (5 km westlich des Zentrums).
  • Bloke, Av. Olascoaga Ecke Purmamarca. Großraumdiskothek, in der auch Live-Veranstaltungen stattfinden. In der Nähe des Balneario Río Grande.

Unterkunft[Bearbeiten]

Auch die Hotels konzentrieren sich auf El Alto.

Günstig[Bearbeiten]

  • Residencial Alcorta, Alcorta 84.
  • Residencial Neuquén, Roca 109.

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • Hotel del Comahue ****, Av. Argentina 387. Tel.: +54 448-0112.
  • Hotel Holiday Inn ***, Goya / Costa Rica. Tel.: +54 443-8073.

Lernen[Bearbeiten]

In Neuquén befindet sich die größte Universität Patagoniens, die Universidad Nacional del Comahue. Ihr Campus liegt in der Nähe des Mirador del Valle auf der Hochebene.

Arbeiten[Bearbeiten]

Die Arbeitslosenquote ist gering, die meisten Arbeitsplätze finden sich jedoch im staatlichen Sektor, der Energiewirtschaft und im Handel. Besondere Möglichkeiten für Ausländer gibt es wenige, da es kaum Tourismus gibt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Trotz seines innerhalb Patagoniens schlechten Rufs ist Neuquén eine relativ sichere Stadt. Als Kriminalitätsschwerpunkt ist die Gegend rund um den Rio Limay bekannt, die auch recht arm ist. Die Brücke sollte man nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu Fuß überqueren.

Gesundheit[Bearbeiten]

Neuquén hat mehrere Krankenhäuser und ist auch sonst medizinisch gut ausgestattet. Die Notrufnummer lautet 107.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Touristeninformationen gibt es zwei: die der Provinz in der Straße Félix de San Martín 182 und die der Stadt in der Straße Buenos Aires 160.

Telefonvorwahl ist 0299.

Ausflüge[Bearbeiten]

Lohnende Ausflüge gehen zu den beiden großen Stauseen El Chocón (südlich der Stadt), dem zweitgrößten Wasserkraftwerk Argentiniens, der auch Badestrände bietet, Mari Menuco (westlich der Stadt, Teil des Cerros-Colorados-Komplexes) sowie dem Lago Pellegrini, an diesem gibt es auf der Halbinsel Ruca Có einen beliebten Badestrand, der allerdings Eintritt kostet.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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