Nachrichten:2020-07-24: Museen geraten wegen Coronakrise in Bedrängnis

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Hauptursachen sind zu geringe Einnahmen der Einrichtungen und fehlende Unterstützung.

Amsterdam (Niederlande), Washington, D.C. (USA), 24. Juli 2020. – Durch die gesunkene Besucherzahl und damit verbundenen geringeren Einnahmen geraten viele Museen in den Niederlanden und den USA in Bedrängnis.

In den Niederlanden sind die Museen erst wieder seit dem 1. Juni 2020 für ein begrenztes Publikum geöffnet. In einer Umfrage des Verbands der niederländischen Museen unter 430 Museen gaben 100 vorwiegend kleine Museen an, dass sie eine Insolvenz wegen der Coronakrise befürchten. Die verbliebenen Einnahmen reichten für den Weiterbetrieb nicht aus, auch weil sie keine Subventionen oder Hilfen bekämen.

Bei einer vergleichbaren Umfrage des US-Museumsverbandes AAM gaben etwa ein Drittel der befragten 750 Museen an, dass ein beträchtliches Risiko bestehe, dass die Einrichtungen ab Herbst geschlossen werden müssten. Die Rücklagen bei 87 Prozent der Museen reichen nur maximal ein Jahr. Der Verband AAM schätzt, dass etwa 12.000 Museen US-weit schließen müssen und dabei etwa eine Dreiviertelmillion Arbeitsplätze verloren gehen.

Betriebsbedingte Kündigungen müssen nach über 500-jähriger Praxis auch die Yeoman Warders, die Wächter des Towers of London, fürchten. Denn diese Wächter werden ebenfalls zum größten Teil aus den Einnahmen des Towers entlohnt. Und die reichchen bei den maximal 1000 zugelassen Besuchern nicht aus. Gewöhnlich besichtigen 12.000 Besucher täglich den Tower.

Quellen[Bearbeiten]