Nachrichten:2018-03-23: Einigung zwischen DB und ÖBB über Nachtzugtickets

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Die Deutsche Bahn (DB) und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben eine Einigung zur Handhabung der Nachtzugtickets erzielt. Sie ist aber nicht zum Vorteil der Fahrgäste.

Nachtzug der ÖBB

Berlin (Deutschland), Wien (Österreich), 23. März 2018. – Die Deutsche Bahn hat 2016 ihre letzten Nachtzugverbindungen eingestellt. Seitdem wird ein Teil dieser Verbindungen von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) durchgeführt.

Zwischen DB und ÖBB gibt es nun eine Einigung zur Handhabung der Nachtzugtickets. Ab 9. Juni 2018 kann man für diese Verbindungen kein Ticket der Deutschen Bahn mehr benutzen, sondern benötigt zwingend ein Ticket der ÖBB. Die Tickets können auch in den DB-Reisezentren und auf der Website der DB gebucht werden.

Eine Reisekette mit Zubringer- oder Anschlusszügen der DB gibt es nun nicht mehr, oder anders ausgedrückt: es gibt keine Durchgangsfahrkarten mehr. Da zwei unterschiedliche Unternehmen beteiligt sind, gelten Verspätungen des einen Unternehmens nicht als Grund für das Einklagen von Fahrgastrechten beim jeweils anderen Unternehmen. Wer aufgrund von Verspätungen den nächsten Zug des anderen Unternehmens nicht mehr erreicht, hat nun keinerlei Rechte mehr. Niemand muss sich um Übernachtungen oder um Ersatzverbindungen kümmern.

Natürlich gibt es Kritik an dieser Einigung, da die Fahrgastrechte nun ausgehebelt werden. Ob die Kritik des Bündnisses „Bahn für alle“, der deutschen Verbraucherschutzministerin, Katarina Barley (SPD), und des bahnpolitischen Sprechers der Grünen, Matthias Gastel, hilft, wird die Zukunft zeigen. Auch die EU-Kommission hat mittlerweile festgestellt, dass Durchgangsfahrkarten immer seltener angeboten werden.

Quellen[Bearbeiten]