Nachrichten:2015-03-30: Das Museo Egizio öffnet wieder seine Pforten

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Das Museum ist Europas älteste thematische Sammlung zur Ägyptologie.

Eingang zum Ägyptischen Museum Turin

Turin (Italien), 30. März 2015. – Rechtzeitig zur Eröffnung der Weltausstellung Expo am 1. Mai 2015 im italienischen Mailand wurde auch die fünfjährige Restauration des Museo Egizio in der Turiner Via Accademia delle Scienze, 6, beendet. Es ist das älteste europäische Museum seiner Art und umfasst etwa 32.500 Fundstücke aus dem Alten Ägypten.

Ein Ergebnis der Umbauarbeiten war die Vergrößerung der Ausstellungsfläche von 6.500 auf 12.000 Quadratmeter. Präsentiert werden heute etwa 3.000 Stücke der Sammlung.

Das Museum wurde 1824 gegründet und beherbergte anfänglich die Sammlungen des Ägyptologen Vitaliano Donati, der italienischen Königsfamilie Savoyen und des italienischen Konsuls Bernardino Drovetti. Bereits diese anfängliche Sammlung wird als Geburtsort der Ägyptologie angesehen. Der französische Ägyptologe Jean-François Champollion (1790–1832), der wegen der Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphen bekannt wurde, gehörte zu den bedeutendsten Nutzern und Forschern dieses Museums. Er behauptete auch, das „die Straße nach Memphis und Theben über Turin führt“. Unter dem ersten Leiter des Museums, Ernesto Schiaparelli (1856–1928), konnte das Museum seinen Bestand durch weitere Zukäufe und Grabungsfunde aus den italienischen Ausgrabungsexpedition zwischen 1900 und 1935 auf etwa 30.000 Stücke erweitern.

Zu den Exponaten zählen Statuen, Baufragmente und Grabausstattungen. Das bedeutendste Stück ist jedoch der Turiner Königspapyrus, der die umfangreichste chronologische Liste der ägyptischen Pharaonen enthält.

Quellen[Bearbeiten]