Nachrichten:2010-01-12: Starkes Erdbeben auf Haiti

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Das stärkste Beben seit über 200 Jahren forderte zahlreiche Menschenleben und beträchtliche Sachschäden.

Port-au-Prince (Haiti), 12. Januar 2010. – Am 12. Januar 2010 ereignete sich um 16:53 Ortszeit auf Haiti ein starkes Erdbeben der Stärke 7,2. Weitere Nachbeben der Stärke 6 folgten. Das Hypozentrum lag 25 Kilometer westsüdwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince in 17 Kilometern Tiefe. Es war damit das stärkste Beben über 200 Jahren.

Am stärksten sind der Westen und Südwesten des Landes betroffen. Es wird geschätzt, dass bei dem Erdbeben ca. 200.000 Personen ums Leben kamen, 250.000 wurden verletzt und ca. 1,5 Millionen Personen obdachlos.

Die Infrastruktur ist weitgehend zerstört. Die innere Sicherheit ist nur im eingeschränkten Maß gewährleistet. Zu den zerstörten Gebäuden zählen auch zahlreiche Regierungs- und Verwaltungsgebäude, darunter auch der Präsidentenpalast, das UN-Hauptquartier und das Hauptkrankenhaus der Hauptstadt.

Die Hilfe lief nur schleppend an. Teilweise durften Flugzeuge nicht auf dem hiesigen Flugplatz landen.

Da Haiti das ärmste Land der westlichen Welt ist, ist es mit der Beseitigung der Schäden überfordert.

Update 13. Januar 2010[Bearbeiten]

Karibik-Urlauber, die sich üblicherweise im Norden des Landes im Urlauberparadies Labadee aufhalten, sind offensichtlich nicht vom Erdbeben betroffen.

Update 20. Januar 2010[Bearbeiten]

Am 20. Januar 2010 gab es ein erneutes nachbeben der Stärke 6,1. Die Vereinigten Staaten haben bisher ca. 10.000 Soldaten entsandt, die Uno-Blauhelmtruppen sollen ebenfalls auf ca. 11.000 Soldaten aufgestockt werden.

Eine Woche nach dem Beben werden noch immer Lebende geborgen.

Nach Einschätzung der Uno ist die Situation ruhig und nicht gewalttätig.

Quellen[Bearbeiten]