Nachrichten:2008-10-09: Kommerzielle Nutzung von GPS in Ägypten verboten

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Das Verbot betrifft u.a. den Import von GPS-Handys und Fahrzeugen mit GPS-Navigationsgeräten. Auch wenn das Verbot der Nutzung von GPS-Geräten mittlerweile aufgehoben wurde (6. April 2009), ist das Problem noch nicht aus der Welt, weil einige Hersteller die GPS-Funktion in ihren Geräten deaktivieren.

Kairo (Ägypten), 09. Oktober 2008. – Das Telekommunikationsgesetz 10/2003 verbietet die kommerzielle Nutzung von GPS in Ägypten. Somit ist der Import von GPS-Handys wie Nokia N95 und N82 und einige G3-Handys verboten. Dieses Verbot gilt auch für Fahrzeuge aller Art, die mit GPS ausgerüstet sind.

Um ein mögliches Importverbot zu umgehen, deaktivieren einige Hersteller die GPS-Funktion in ihren Geräten. IPhones deaktivieren immer noch automatisch die GPS-Funktion, wenn sie ein ägyptisches Mobilfunknetz in ihrem Empfangsbereich entdecken.

GPS sei zwar erlaubt, letztlich benötigen Händler aber eine Erlaubnis vom Innenministerium. So gehört Ägypten neben Syrien und Nordkorea zu dem kleinen Kreis von Staaten mit einem de facto GPS-Verbot.

So ist auch die Nutzung von GPS-Geräten auf Touristenschiffen und -Safaris eigentlich verboten, obwohl ihr Einsatz gerade in der Wüste von großer Wichtigkeit ist. Die dennoch vorhandenen Geräte sind Schmuggelware.

Problematisch kann für Ausländer die Einreise mit einem PKW werden, da es einen Importprozedere unterzogen werden muss.

Man hört zwar immer wieder, dass die Nutzung von GPS erlaubt werden soll – nur wann, weiß niemand.

Update 6. April 2009[Bearbeiten]

Die „National Telecommunications Regulatory Authority“ hat das Verbot der Nutzung von GPS-Geräten aufgehoben. Ein derartiges Verbot gibt es nun nur noch in Nordkorea, Syrien und Kuba.

Quellen[Bearbeiten]