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Jerusalem/Ostjerusalem

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Ostjerusalem ist ein Stadtteil von Jerusalem, das Gebiet im Norden und Osten der Altstadt ist vornehmlich von arabischer Bevölkerung bewohnt.

Luftansicht von Ölberg (Mount of Olives) & Ostjerusalem

Hintergrund[Bearbeiten]

Blick vom Ölberg Richtung Tempelberg

Der östliche Teil von Jerusalem wurde im Unabhängigkeitskrieg 1948 von Jordanien annektiert. Er umfasst die Altstadt und die nördlich und östlich gelegenen Gebiete; das Gebiet um den 1918 von der jüdisch-zionistischen Bewegung käuflich erworbenen Skopusberg mit den Gebäuden der 1925 eröffneten Hebräischen Universität und dem 1939 eröffneten Hadassah-Spital blieb jedoch eine israelische Exklave in jordanisch besetztem Gebiet. Beim Sechstagekrieg gelang es Israel im Jahre 1967, ganz Jerusalem unter seine Kontrolle zu bringen. Seit dieser Zeit betrachtet Israel das gesamte Ostjerusalems mit seiner vornehmlich arabischen Bevölkerung als verwaltungstechnisch integriert. Die Stadt ist zur Zeit de facto wiedervereinigt. Ein Beispiel dafür ist die Trasse der neuen Straßenbahn: sie führt beim Mandelbaum-Tor ein Stück weit auf der ehemaligen Grenze zwischen dem israelischen und dem ehemals jordanisch besetzten Teil der Stadt.

Anreise[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 wurde das Jerusalemer Busnetz mit der Eröffnung der Straßenbahn Jerusalem Light Rail umstruktiert; in älteren Reiseführern gedruckte Informationen zu den Busverbindungen haben ihre Gültigkeit verlieren. Reisende bemühen sich am besten vor Ort um aktuelle Informationen zu den Busverbindungen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rockefeller - Museum
antike Grabstätte im Gartengrab
Hebräische Universität auf dem Skopusberg, Ostjerusalem

Nördlich der Altstadt[Bearbeiten]

  • 1 Rockefeller-Museum, Sulta Suleiman Street. Tel.: +972 (0)2670 8074, Fax: +972 (0)2670 8063. Geöffnet: So,Mo,Mi,Do 10.00-15.00h, Sa 10.00-14.00h, Di und Fr geschlossen. Preis: freier Eintritt.
Das Rockefeller-Museum, früher Palestine Archeological Museum, ist heute eine Abteilung des Israel-Museums. Im 1938 eröffneten Museum sind die Funde aus archäologischen Untersuchungen und Ausgrabungen, die in der britischen Mandatszeit vorgenommen wurden, ausgestellt. Das Museum liegt in der Nähe des Herodes-Tors nördlich außerhalb der Altstadt. Schwerpunkt: Archäologie, Besiedlungsgeschichte Palästinas. Es ist geöffnet So, Mo, Di, Do von 10-15 Uhr, Sa von 10-14 Uhr
  • Das Gartengrab liegt in der Nähe des Damaskus-Tors an der Sichem Road im arabischen Teil der Stadt. Hier wurde 1883 vom Briten Charles Gordon ein Felsabbruch mit Höhlenbildungen - welche einer Schädelfigur ähnelt und somit Assoziationen mit der hebräischen Übersetzung von Golgatha als "Schädelstätte" - entdeckt und mit Spendengeldern erworben. Ausgrabungen förderten antike Grabhöhlen, Zisternen und eine Weinpresse zutage als Hinweise darauf, dass sich hier in der Antike ein Weingut befunden hatte. Die Kontroverse darüber, ob sich die Begräbnisstätte Christi hier befunden habe, ist heutzutage weitgehend abgeschlossen (seit der Antike hat der Ort der Grabeskirche bessere Karten...); das Gartengrab mit seiner lauschigen Atmosphäre mitten in Jerusalem ist heute beliebtes Ziel für christliche Gruppen, um hier abseits des Getümmels der Altstadt an den Kreuzestod Christi zu erinnern.
Das Gelände wird von der anglikanischen Gemeinde verwaltet und ist frei zugänglich, Gruppen mit Führern, die eine Gebets- oder Abendmahlszeit hier einplanen, sind um Voranmeldung gebeten.
2 Gartengrab (Garten Tomb). Tel.: +972 2 539 8100, Fax: +972 2 627 2742, E-Mail: . Geöffnet: Mo-Sa, 8.30-12.00 / 14.00-17.30h. Preis: freier Eintritt.

Skopusberg[Bearbeiten]

  • 3 Tabechnik Garden Der Skopusberg war bereits vor dem Unabhängigkeitskrieg eine jüdische Exklave im vorwiegend arabisch bewohnten Ostjerusalem. Mit 824 m Höhe ist er ein hervorragender Aussichtspunkt über die Altstadt Jerusalems, bei klarem Wetter kann man vom Gerald-Halbert-Park das Tote Meer sehen. Auf dem Berg befinden sich die Hebräische Universität und die Nationalbibliothek.


Ölberg[Bearbeiten]

Church of all Nations / Kirche aller Nationen
Maria Magdalena Kirche, russ.
Dominus Flevit-Kirche

Mit dem Höhenzug des Ölbergs setzt sich der Skopusberg in Richtung Süden fort. Auch von ihm hat man vor allem vormittags eine grandiose Aussicht auf den Tempelberg und die Jerusalemer Altstadt. Die Bedeutung des Ölbergs liegt vor allem im religiösen Bereich:

  • Nach jüdischer Überlieferung kommt der Messias am Ende der Tage über den Ölberg zum Tempelberg. Besonders orthodoxe Juden ließen sich deshalb seit Jahrhunderten gerne auf dem Ölberg begraben. Da jüdische Gräber praktisch ewig bestehen, sind Grabplätze heutzutage kaum mehr zu bekommen, der Westhang des Ölbergs mit dem 4 jüdischen Friedhof ist zur Zeit mit geschätzten 150.000 Gräbern belegt. Bedeutend sind vor allem die antiken Gräber der Propheten.
  • Auch Muslime lassen sich in der Nähe des Kidrontals begraben, ihre Gräber im 5 Yeusefiya Cemetery liegen an der Nordseite des Tempelbergs.

Für Christen hat der Ölberg ebenfalls starke religiöse Bedeutung, von ihm soll Jesus in die Stadt Jerusalem eingezogen sein, hier wurde er im Garten Getsemaneh gefangen genommen, und von hier soll er in den Himmel gefahren sein.

Einige Kirchen erinnern wie überall in Jerusalem an die verschiedenen in der Bibel erwähnten Begebenheiten. Von unten aus dem Kidrontal kommend gelangt man zur

  • 6 Church of All Nations. Die 1919/24 unter dem italienischen Architekten und Franziskanermönch Antonio Barluzzi am Fuss des Ölbergs errichtet wurde. Auf demselben Gelände hatten eine byzantinische Basilika aus dem 4. Jhdt., welche 746 durch ein Erdbeben zerstört wurde und eine Kreuzfahrerkapelle aus dem 12. Jhdt. gestanden. Die Kirche wurde aus Spendengeldern aus zwölf Ländern erbaut und wird von den Franziskanern verwaltet. Die zwölf Kuppeln stehen für Christus und die nach dem Verrat durch Judas verbleibenden elf Apostel, die sechs Säulen sind Ölbäumen nachempfunden und die purpurvioletten Fenster tränken den Innenraum vor allem in den Morgenstunden in ein violettes Licht, welches Heiligkeit und Trauer symbolisiert. Vor dem Altar ist ein Teil des Felsbodens zu sehen, auf dem Christus im Garten Getsemaneh gesessen haben soll, unter Glasscheiben sind Reste des byzantinischen Mosaikbodens noch zu sehen.
  • im gleichen Gelände liegt der schön angelegte 7 Garten Getsemaneh mit jahrhundertealten Ölbäumen.
  • 8 Maria Magdalena - Kirche. Geöffnet: Di, Do 10.00-12.00h.
Der russisch-orthodoxe Bau mit den sieben vergoldeten Zwiebeltürmen wurde 1886/88 von Zar Alexander III zu Ehren seiner Mutter erbaut. Die Kirche in dem von einer hohen Mauer umgebenen Areal ist nur jeweils am DI und am DO Vormittag und auf Einladung zugänglich.
  • 9 Dominus Flevit - Kirche. Geöffnet: 08.00-11.45h / 14.30-17.00h, über Mittag geschlossen. Preis: freier Eintritt.
Die Kirche Dominus flevit, übersetzt Der Herr weinte, ist eine römisch-katholische Kirche. Sie wurde 1953/55 vom italienischen Architekten Antonio Barluzzi erbaut und ist in ihrer Form der einer Träne nachempfunden. Der Ort ist seit der Epoche der Kreuzfahrer als derjenige bekannt, an der Jesus Christus über die Herrlichkeit des Tempels im Wissen über seine Zerstörung weinte. Bekannt ist die nach Westen ausgerichtete Kirche durch den Ausblick über den Altar durch das Fenster auf den Tempelberg; dieser Ausblick ist ein besonders beliebtes Photosujet.
  • kurz vor Erreichen der Aussichtsplattform auf dem Ölberg liegt rechterhand das 10 Grab der Propheten Haggai und Maleachi. Die in einem Privatgelände gelegene Nekropole kann besucht werden, wenn das Tor geöffnet und der Besitzer anwesend ist. Persönliche kurze Führung im Kerzenschein, Spende erwünscht.

Ein toller Ausblick über den Friedhof hinüber zum Tempelberg und der Jerusalemer Altstadt ergibt sich vom 1 Rehavam Observation Point, von hier lässt sich das Geschehen auf dem Tempelberg beobachten, fast immer kann man auf einem Kamel reiten. Toilettenanlagen liegen in der Nähe des Parkplatzes.

Pater Noster - Kirche
Chapel of the Ascension

Auf dem Ölberg liegen noch weitere religiöse Stätten:

  • 11 Paternoster - Kirche. Tel.: +972 2626 4904. Geöffnet: Mo-Sa 8.30-11.45 h, 15.00-17.00 h; So geschlossen. Preis: 10 NIS.
die Paternoster-Kirche steht an der Stelle, an der Jesus seinen Jüngern das Vaterunser gelehrt haben soll und die auch mit der Stelle der Himmelfahrt Christi assoziiert wurde. Der Text des Vater Unser-Gebets ist in über 140 Sprachen auf Keramiktafeln im Kreuzgang zu lesen. An diesem Ort hatte Helena, die Mutter des zum Christentum konvertierten römischen Kaisers Konstantin, auf ihrer Pilgerreise ins Heilige Land eine Kirche errichten lassen, die Elona Basilika. Diese Kirche wurde durch die anrückenden Perser 614 zerstört. Um 1152 wurde unter dem Bischof von Dänemark eine neue Basilika errichtet, die bei der Belagerung Jerusalems durch Saladin schwer beschädigt wurde, ab 1354 zerfiel dieses Gotteshaus, von dem berichtet wurde, dass hier der Text des Vater Unser-Gebets in hebräischer, griechischer und auch lateinischer Sprache auf Marmortafeln zu lesen war. Im 19. Jhdt. erwarb die Prinzessin Aurelia de la Tour d'Auvergne das Gelände und errichtete ein Karmeliterinnnekonvent. 1915 wurde mit der Rekonstruktion der byzantinischen Basilika im Bereich der antiken Reste begonnen, die 1927 aus finanziellen Gründen abgebrochen wurde. In einer Krypta unter dem Kirchenschiff wird in einer Grotte von Pilgern die Stlle verehrt, an der Christus das berühmte Gebet gelehrt haben soll.
  • 12 Himmelfahrtskapelle / Chapel of the Ascension. Preis: 5 NIS.
Am Ort der Himmelfahrtskapelle wurde um 390 von der Römerin Poimena ein oktogonaler Bau an der Stelle errichtet, an der sich die Himmelfahrt Christi ereignet haben soll, jedenfalls wird auf einem Felsen sein linker Fußabdruck gezeigt und verehrt. Der Bau mit der oktogonalen Struktur in einem runden Hof wurde nach 1187 unter Saladin in eine Moschee umgewandelt, der bis dahin offene Bau mit einer Kuppel bedeckt. Als sich abzeichnete, dass die Stelle weiterhin von christlichen Pilgern besucht wurde, errichtete man eine Moschee auf dem angrenzenden Gelände (zu der das Minarett gehört) und beließ die Aedicula mit dem Fußabdruck Christi den Christen. Heute liegt die Stätte weiterhin unter der Jurisdiktion der Waqf, kann aber gegen ein Entgelt von Angehörigen aller Konfessionen zum Gebet besucht werden.

Weiter nördlich, in einem zur jüdischen Enklave auf dem Scopusberg gehörenden Gebiet steht das Krankenhaus der Kaiserin-Viktoria-Stiftung:

  • Die 13 Himmelfahrtskirche steht auf dem Ölberg in 850 m Höhe, sie geht zurück auf die Kaiserin-Viktoria-Stiftung und wurde 1910 eingeweiht, 1927 musste der bei einem Erdbeben beschädigte Turm gekürzt werden.
Das anschließende Auguste-Viktoria-Hospital wurde unter Wilhelm II. errichtet, 1915/17 wurde es zum Hauptquartier der osmanischen Regierung, später der britischen Mandatsregierung. In der Folge diente es als Militärlazarett der Arabischen Legion und nach dem Unabhängigkeitskrieg bis heute als Krankenhaus für die arabische Bevölkerung.


Kidrontal[Bearbeiten]

Zechariah's Tomb & Tomb of the Sons of Hezir
Mariengrab, Außenansicht
Ag. Stephanos Kirche & Kloster

Auf einem Fußweg mit einigen Treppenstufen gelangt man von der Ophel St. (Derech HaOphel) hinab ins Kidrontal, vor kurzem wurde hier ein Fußweg eingerichtet, der an den verschiedenen unter Naturschutz stehenden Bereichen im Tal entlangführt. Über das Kidrontal gelangt man zur "Church of All Nations" und kann von dort auf durch das Areal von Gethsemane bis zum Ölberg hinauf gelangen.

Im Tal liegen

  • das 14 Zechariah's Tomb / Grab des Zacharias: das Grabmal in Form eines Tempelchens wurde vollständig aus dem gewachsenene Felsen herausgeschlagen und stammt aus dem 1. Jhdt., aus der Zeit des Endes der Zweiten Tempelperiode. Auf jeden Fall war hier der Prophet Sacharja nie begraben.
  • gleich daneben liegt das 15 Grabmal der Söhne des Hezir, die Grabstätte einer der vierundzwanzig priesterlichen Familien stammt aus dem 2. Jhdt. v.Chr.
  • weiter nördlich liegt das 16 "Grabmal des Absalom"(Absalom's Tomb). Die Grabstätte wurde ebenfalls aus dem Felsen geschlagen, im Innern findet sich eine Treppe und eine Grabnische. Der Name stammt vom Bericht her, dass Absalom sich bereits zu Lebzeiten ein Mausoleum habe erschaffen lassen, aus dem Felsen geschlagen wurde die Grabstätte aber 1000 Jahre später, zu Ende der zweiten Tempelperiode im 1. Jhdt.
Gleich daneben liegen die Grabhöhlen der Jehoshaphat's Caves.
  • Der Garten Gethsemaneh liegt nur wenige Meter weiter am Fuß des Ölbergs. Im Garten stehen etliche mehrere hundert Jahre alte Olivenbäume und die Kirche der Nationen, sie steht über dem Felsen, an dem Jesus in Todesangst gebetet hat (Mt 26,36–56 EU).
  • 17 Mariengrab. Preis: freier Eintritt.
Das Mariengrab steht an einer Stelle, an der nach orthodoxer Tradition die Grabstätte der Maria liegt. Eine kleine oktogonale Kapelle wurde im 4. Jhdt. unter byzantinischer Herrschaft errichtet, nach der Invasion durch die Perser wurde die Grabstätte der ebenfalls von den Muslimen verehrten Mutter Jesu nicht angetastet und die Stätte nach Übergang in christliche Hände unter den Kreuzfahrern renoviert. Nach der Einnahme von Jerusalem durch Saladin erhalten wurde die Basilika zerstört, nur die Eingangsfassade und die Krypta der Kreuzfahrerkirche aus dem 12. Jahrhundert blieben erhalten. 1757 wurden die Franziskaner von den griechisch Orthodoxen von der heiligen Stätte vertrieben, seither wird die Kapelle in der Krypta von den orthodoxen Kirchen betreut. Neben der griechisch-orthodoxen Kirche haben die armenische, syrische, koptische und abessinische orthodoxe Kirche ihre Anrechte und Kapellen.
Vom Vorplatz führen fünfzig Marmorstufen in die Krypta hinunter, zahlreiche Leuchter und Ampeln hängen von der Decke. Eine kleine Pforte gibt Einlass in die Grabkammer, in der das mit Glasplatten verkleidete verehrte leere Grab der Maria zu sehen ist. Weiter hinten wurde die Grabstätte von Königin Melisende von Jerusalem, der Tochter des Kreufahrerkönigs Balduin II. von Jerusalem angelegt, heute wird der Ort als Grab der Eltern Marias, Joachim und Anne, verehrt. Als Grab des Josef wird eine in westlicher Seite verlaufende Grotte bezeichnet.
Ein Seitengang vom Vorplatz führt zur Grotte Gethsemane, in der Judas seinem Herrn den verhängnisvollen Kuss gegeben haben soll, sie ist in Händen der römisch-katholischen Kirche.
  • die schlichte griechisch - orthodoxe 18 Ag. Stephanos - Kirche liegt an der Straße, welche das Kidrontal quert. Die griechisch-orthodoxe Kirche, welche an die Steinigung des Staphanus erinnert, kann nur mit etwas Glück besichtigt werden.

Ophel[Bearbeiten]

City of David - Davidsstadt im Jerusalem-Modell
Jerusalem Archeological Park südlich des Tempelbergs
Ausgrabungen der Davidsstadt

Ophel wird das Gebiet zwischen Berg Zion, Stadtmauer und Kidrontal benannt. Zur Zeit Davids war dieses Gebiet ein Teil der Stadt Jerusalem, in der "Davidsstadt" hatte die Besiedlung der Stadt sogar ihren Anfang genommen, von hier her zog man "hinauf zum Tempelberg". Hier entspringt die Gihon-Quelle, sie wird auch Marienquelle genannt, ihr Wasser soll heilende Wirkung haben. Es fließt weiter in den Teich Siloah, an dem Jesus einen Blinden heilte. Sicher ist, dass das Wasser über den Hiskia-Tunnel als Trinkwasser in die Stadt geleitet wurde.

Das archäologische Gelände erstreckt sich entlang des Rückens südlich des Tempelbergs. In verschiedenen Schichten wurden zahlreiche Siedlungsstrukturen und öffentliche Gebäude zu Tage gebracht.
Der Warren Shaft wurde 1867 vom britischen Forscher Charles Warren entdeckt. Er hat Verbindung mit einem Geheimgang, der von den Kanaanitern im 18. Jhdt. v.Chr. angelegt wurde, um zur in einem Becken gefassten Gihon-Quelle abzusteigen. Später wurde der Abgang mit parallelen Mauern und einem Quell-Turm gesichert. Reste davon sind unterirdisch zu sehen.
In "Hiskias Tunnel" (blaue Markierungen), der das Wasser von der Gihon-Quelle zum Teich Siloah leitete, kann unterirdisch in 20 cm bis zu hüfthohem Wasser bis zum Teich Siloah am Südende der Davidstadt gewatet werden (Wasserschuhe & ggf. Taschenlampe mitbringen, Schließfächer beim Eingang / Ticket Office vorhanden). Die Strecke beträgt 533 m, die Steigung ist mit 30 cm minimal; die Inschrift in (alt)hebräischer Schrift, welche die Begebenheiten von der Begegnung der aus Norden und Süden vordringenden Bauteams schildert, wurde unter dem osmanischen Regime nach Istanbul gebracht.
Parallel dazu existiert auch ein "trockener Weg" (gelbe Markierung) durch den von den Kanaanitern angelegten noch älteren Tunnel, der zwar etwas eng aber eben zu begehen und durchgehen beleuchtet ist. Durch einen Eingang kann man ebenfalls zum Teich Siloah gelangen.
Zum Rückweg ergeben sich die Möglichkeiten der Benutzung eines Shuttle-Buses (10 NIS), der rot markierten Strasse Pardes Rimonim (Granatapfel-Hain) oder auf der durch das arabische Wohnquartier oder unterirdisch. Dieser Weg führt im Abwasserkanal unterhalb der Pflästerung der römischen Pilgerstrasse zum Tempel. Der Gang ist knapp mannshoch, um 60 - 80 cm breit und in Abschnitten etwas feucht - schmierig. Er endet nach 400 m beim archäologischen Gelände des Givato Parking Lot. Wer ein entsprechendes Ticket zum Besuch des Jerusalem Archeological Parks erworden hat, kann an der Abzweigung mit einem Druckknopf das elektrisch verriegelte Tor öffnen lassen und unter der Strasse hindurch über 250 m im Abwasserkanal weitergehen. Er endet bei Sammelzisternen, im Untergrund sind hier die Fundamentsteine der Westmauer zu sehen.
  • 20 Jerusalem Archeological Park / Davidson Park, Temple Mount Excavations. Geöffnet: So-Do 08.00-17.00h, Fr 08.00-14.00h, Sa & Feiertage geschlossen. Preis: 30/16 NIS.
Das Areal am Ophel südwestlich des Tempelberg wurde intensiven archäologischen Untersuchungen unterzogen und restauriert, der archäologische Park ist vom Eingang beim Dungtor zugänglich und kann vom Zugang zur Westmauer und der Straße aus partienweise eingesehen werden.
  • Schutt von Tempelberg sieben: Im archäolog. Park im Tal von Zurim kann selber Hand angelegt werden: der Bauschutt, den die Waqf in zahlreichen Lastwagenladungen bei der Räumung der unterirdischen "Ställe des Salomo" auf dem Tempelberg abführte und im Kidrontal deponierte, wird unter Hilfe von Freiwilligen (nach einer kurzen Einführung) gesiebt und auf archäologische Kleinfunde untersucht.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Besuch der Heiligen Stätten und der archäologischen Parks; vom Dungtor aus kann man zu Fuß problemlos hinab ins Kidrontal und auf der anderen Talseite zum Ölberg hinauf gelangen, ohne Besichtigungen ca. 30 Min. pro Wegstrecke, im Sommer heiß.
  • im Kidrontal wurde neu ein Fußweg angelegt, der die Altstadt umrundet

Einkaufen[Bearbeiten]

  • im Museumshop der "City of David" werden Informationsschriften und Souvenirs verkauft, u.a. eine Nachbildung der gefundenen goldenen Schelle, wie sie der Hohepriester am Gewandsaum trug.
  • im Shop beim Dormitio - Kloster vorwiegend christliche Devotionalien und Souvenirs sowie Schriften zur Geschichte aus christlicher Perspektive

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Askadinya Restaurant, Shimon Ha-Tzadik 21, ירושלים. Tel.: +972 2-532-4590. bekanntes Restaurant in der Nähe der American Colony Geöffnet: täglich 12.00 – 0.00 Uhr.
  • bei der Dormitio - Kirche wird eine Cafeteria geführt
  • auf dem Ölberg gibt es mehrere Restaurants, ebenso ein weiteres am Aufstieg gleich hinter dem Garten Gethsemane.

Nachtleben[Bearbeiten]

In den Ausgang geht man in die Jerusalemer Neustadt, wer ein ausschweifendes Nachtleben erwartet, ist generell in Tel Aviv besser bedient.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • auf dem Ölberg liegt das bekannte 1 Hotel Seven Arches, das 1964 vom jordanischen Königshaus als Hotel Jerusalem Intercontinental erbaut worden war. Der Name rührt von der siebenbogigen Brücke, welche sich nach muslimischer Tradition in den letzten Tagen zwischen Ölberg und Tempelberg über das Kidrontal erstrecken wird und über welche die Gerechten gehen müssen.
  • 2 The American Colony Hotel, 1 Louis Vincent Street, Jerusalem 9720071. Tel.: +972 (0)2 627 9777, Fax: +972 (0)2 627 9779, E-Mail: .

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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