Amerikanisch-Samoa
| Lage | |
| Flagge | |
| Kurzdaten | |
| Hauptstadt | Pago Pago |
|---|---|
| Staatsform | Territorium der USA |
| Währung | 1 US-Dollar ($) = 100 Cents |
| Fläche | 199 km² |
| Bevölkerung | 49500 |
| Sprachen | Samoanisch, Englisch |
| Religionen | Kongregationalisten 50%, Katholiken 20% und andere Protestanten 30% |
| Telefonvorwahl | +1 684 |
| Internet TLD | .as |
| Zeitzone | MEZ-12h |
Der amerikanisch verwaltete Teil der samoanischen Inselgruppe Amerikanisch-Samoa liegt im polynesischen Teil des Pazifiks, östlich des selbständigen Samoa.
Inseln
[Bearbeiten]Die Inselgruppe gliedert sich in Tutuila, die vulkanische Hauptinsel auf der Pago Pago liegt, mit umliegenden kleineren Inseln, darunter Aunuʻu. Weiter östlich liegen die Manua-Inseln bestehend aus Taʻū (45,7 km²), Ofu (7,5 km²) und Olosega (5,4 km²) sowie dem unbewohnten Nuʻutele Island.
Hinzu kommen noch die Atolle Swains Island und
das Rose-Atoll. Diese beiden sind für Touristen nicht zugänglich.
Die einzige Stadt ist der Verwaltungssitz Pago Pago (Aussprache: „Pango Pango“). Praktisch die gesamte Bevölkerung wohnt in der Stadt oder an der einzige Küstenstraße, da das Inselinnere gebirgig ist.
Der National Park of American Samoa ist auf Teile der drei Inseln Tutuila, Ofu und Taʻū verteilt. Im Park sind verschiedene Wanderwege ausgewiesen. Festes Schuhwerk und für die Hitze ausreichend Trinkwasser sind unerläßlich.
Hintergrund
[Bearbeiten]Walbeobachtungen sind von August bis November möglich.
Anreise
[Bearbeiten]- Einreisebestimmungen
Aufgrund des verwaltungstechnischen Sonderstatus der Inselgruppe, gelten die US-amerikanischen Einreisebestimmungen nicht. Jedoch erhalten Deutsche, Schweizer, Österreicher und Liechtensteiner sowie die meisten Staatsangehörigen der Schengen-EU sowie europäischer Zwergstaaten ein 30 Tage gültiges “entry permit,” das mindestens 72 Stunden im voraus (ohne Wochenenden) online im voraus kostenpflichtig (2026: US$ 50) zu beantragen ist. Man muß einen Rückflug vorweisen und eine örtliche Kontakttelefonnummer angeben können. Das gilt auch für US-Amerikaner, sofern sie keinen Job haben, denn Einwanderung ist nicht vorgesehen. Visa, so nötig, erteilen nicht die US-Konsulate, sondern das Attorney General’s Office ☎ +1 (684) 633-4203. Das Verfahren ist ebenso teuer für Geschäftsreisende oder umständlich für Andere, die in der Regel einen örtlichen volljährigen Sponsor (samt Genehmigung des Familienoberhaupts dem das vom Sponsor bewohnte Land gehört), polizeiliches Führungszeugnis , Rückflugticket haben müssen.
Aufenthaltsverlängerungen sind schwer bis gar nicht zu bekommen.
Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Von Europa gelangt man in etwa drei Tagen nach Apia (ins unabhängige Samoa können Europäer visumsfrei einreisen). Von dort kann man vom dortigen internationalen Flughafen Faleolo (APW) mit Samoa Airways oder Talofa Airways nach Pago Pago fliegen. Polynesian Air hebt in Apia vom Flughafen Fagali’i ab. Die 20-25 minütigen Flüge erfolgen mit Turboprop-Maschinen, Passagiere werden gewogen.
Aus Honolulu kommend verkehrt Hawaiian Airlines. (Beachte bei dieser Umsteigeverbindung die amerikanischen Einreisebestimmungen.)
Mit dem Schiff
[Bearbeiten]Einmal wöchentlich, geht eine Fähre von/nach Apia. Fahrkarten müssen spätestens am Vortag gekauft werden. Einzelheiten erfährt man von Polynesia Shipping, Tel. +1-684-633-1211.
Segler mit eigener Jacht müssen als ersten Hafen Pago Pago anlaufen (Gebühr zum ein- und ausklarieren; Anmeldung VHF16). Wer aus Hawaii kommt hat schon dort eine Zollabfertigung zu erledigen. Um andere Häfen oder Inselchen anzulaufen bedarf es der Genehmigung des Department of Port Administration.
Pago Pago wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Deren Passagiere brauchen kein online-Visum.
Mobilität
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Polynesian Air fliegt von Pago Pago weiter nach Taʻū. Interislands Air, eine Tochtergesellschaft der hawaiianischen Transair, hat eine Twin Otter, um unter dem Namen Manu'a Airways Flüge von Pago Pago nach Ofu und Taʻū anzubieten.
Busse und Taxis gibt es nur auf Tutuila.
Die Frachtfähre Manu’atele verbindet die Inseln Tutuila Island und Manu'a. Fahrzeiten erfrage man unter Tel. +1-684-633-4160.
Sprache
[Bearbeiten]91 % der Bevölkerung sprechen Samoanisch als Muttersprache, eine kleine Minderheit Tongaisch. Praktisch jedermann ist zweisprachig in Englisch.
Einkaufen
[Bearbeiten]An Geldinstituten (Öffnungszeiten Mo.-Fr, 9.00-15.00) gibt es die Bank of Hawaii und die ANZ Amerika Samoa Bank; samoanische Tala werden nur zu einem schlechten Kurs getauscht.
Amerikanisch-Samoa ist der Teil der USA mit dem niedrigsten Pro-Kopf Einkommen. Importierte (frische) Lebensmittel sind sehr teuer. Alkohol darf am Sonntag nicht verkauft werden. Der einzige Industriebetrieb, ist die weltgrößte Thunfisch-Dosenfabrik.
Küche
[Bearbeiten]Im Gegensatz zum unabhängigen Samoa wird in Restaurants Trinkgeld erwartet und gegeben.
Unterkunft
[Bearbeiten]Übernachtungen in Fale (Strandhütten mit hochziehbaren Matten als Wänden) sind weniger üblich. Es gibt ein Homestay-Programm.
Ansonsten gibt es, anders als in West-Samoa kaum touristische Infrastrultur. Die Strände sind meist felsig und wegen des starken Wellengangs kaum zum schwimmen geeignet.
Feiertage
[Bearbeiten]Zusätzlich zu den für die USA auf Bundesebene geltenden Federal holidays noch der 17. April “Flag Day” und der 26. Dezember.
Sicherheit
[Bearbeiten]Kläffende, aggressive Straßenköter gibt es zu Tausenden. Sie machen Fußgängern das Leben schwer.
Es gilt, wie auf allen polynesischen Inseln ein strenges Eigentumsrecht, das es erfordert vom Eigentümer eine Erlaubnis einzuholen. Das gilt auch für Strände! Waffenbesitz ist auf Schrot- und Kleinkalibergewehre beschränkt, wodurch die Zahl entsprechender Verbrechen gering ist. Marijuana wächst wild, der Gebrauch ist aber verboten.
Gesundheit
[Bearbeiten]Notruf: ☎ 911
Klima
[Bearbeiten]Die trockenere Jahreszeit ist Mai bis Oktober.
Post und Telekommunikation
[Bearbeiten]Der Postdienst untersteht der US Mail, deren Tarife gelten. Die Postleitzahl ist 96799.
Überseetelefonate vom Festnetz sind vergleichsweise teuer. Deutlich günstiger sind die Prepaid-Tarife des Mobilfunkanbieters bluesky, die aber nur gewisse Länder abdecken. Ein weiterer Anbieter ist ASTCA. Zu beachten ist, dass nationale SMS nur innerhalb der Netze des jeweiligen Betreibers möglich sind.
Manua-Inseln
[Bearbeiten]Zu den Manua-Inseln, bestehend aus Taʻū (45,7 km²), Ofu (7,5 km²) und Olosega (5,4 km²) sowie dem unbewohnten Nuʻutele Island gelangt man mit den unregelmäßigen Flügen aus Pago-Pago bsi Taʻū. Zwischen den Inseln Taʻū und Ofu ist man auf lokale Fischerboote angewiesen. Letztere Insel ist mit Olosega über eine Brücke verbunden. Auch die MV Sili fährt unregelmäßig von der Haupt- zu den Manau-Inseln (Info: ☎ +1 (684) 633-5532).
Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs.
Taʻū
[Bearbeiten]Auf der Insel Taʻū liegt ein Teil des Nationalparks von Amerikanisch-Samoa mit der alten heiligen Stätte von Saua, welche von den Polynesiern als einer ihrer Geburtsorte angesehen wird. Einige Strände sind nach traditionellem Volksglauben tabu.
Literatur
[Bearbeiten]Neben allgemeinen Reiseführern zum Südpazifik:
- Beichle, Ulf; Landvögel der Samoa-Inseln; Bremen 2003 (Übersee-Museum); ISBN 3929439433
- Dijk, C. van; Pacific strife: the great powers and their political and economic rivalries in Asia and the Western Pacific, 1870–1914; Amsterdam 2015; ISBN 9789089644206
- Guthunz, Ute; Amerikanisch Samoa: eine aktuelle Landeskunde; Neuendettelsau 1994 (Pazifikinformationsstelle)
- Hughes, H. G. A.; Samoa: American Samoa, Western Samoa, Samoans abroad; Oxford [u.a] 1997 (Clio Press); [Bibliographie]; ISBN 1851092536
- Kirch, Patrick Vinton; To'aga site: three millennia of Polynesian occupation in the Manu'a Islands, American Samoa; Berkeley 1993 (Univ. of California, Archaeological Research Facility); ISBN 1882744012
- Shankman, Paul; Trashing of Margaret Mead: anatomy of an anthropological controversy; Madison 2009 (Univ. of Wisconsin Press); ISBN 9780299234546
Weblinks
[Bearbeiten]- American Samoa Visitors Bureau
- samoanews.com Nachrichteportal, teil Englisch teil Samoanisch.
