Granada (Andalusien)
Granada ist eine Stadt in der gleichnamigen andalusischen Provinz Granada und liegt am westlichen Rand der Sierra Nevada.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Hintergrund
Granada wurde zwar nicht von den Mauren gegründet, hatte aber vorher keine Bedeutung. Die Mauren besetzten das Gebiet 711 n. Chr. Der maurische Emir von Granada war ein Untertan des Kalifen von Córdoba. Später herrschten die Almoraviden und die Almohaden aus dem heutigen Marokko. Im 13. Jahrhundert, mit fortschreitender Rückeroberung der iberischen Halbinsel durch die Christen, wurde Granada im maurischen Teil Spaniens immer mächtiger. Immer mehr Muslime flohen aus den eroberten Städten nach Granada. Mohammed ibn Ahmar war der erste Herrscher der Nasriden, die von 1238 bis 1492 die Stadt regierten. Nachdem Granada durch die Könige Jaime I. von Aragon und Ferdinand III. von Kastilien bedroht wurde, stellte sich Mohammed kurzerhand unter den Schutz der katholischen Könige. Er musste nun Tribut zahlen und bei der Eroberung von Sevilla Waffenhilfe leisten. Granada zählte bald 400.000 Einwohner. Die Stadtmauern mussten auf 15 km Länge ausgedehnt werden. Man errichtete die die Alcazaba (Burg) und im 14. Jahrhundert den wunderschönen Nasridenpalast der Alhambra. Das Königreich war ein blühendes Gemeinwesen mit Krankenfürsorge, Schulen und Universitäten, Handel, Handwerk und Landwirtschaft. 1478 lehnte der König weitere Tributforderungen der Christen ab. Daraufhin überfiel der Markgraf von Cádiz eine maurische Garnison und die Mauren den Grenzort Zahara. Das war Anlass für einen zehnjährigen Krieg, der zur endgültige Rückeroberung Spanien führen sollte. Granada wurde als letzte Stadt in Spanien am 2. Januar 1492 von den Katholischen Königen Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien eingenommen. Der maurische König Boabdil, der sich zuletzt unrühmlich die Herrschaft über Granada angeeignet hatte, übergab die lange belagerte und überfüllte Stadt, deren Bewohner hungerten.
Schon 1491 hatte er mit den katholischen Königen in geheimen Verhandlungen Zusicherungen über Glaubensfreiheit und Sicherheit der Bevölkerung erzielt. Die Moslems wurden nach der friedlichen Einnahme der Stadt nicht vertrieben und durften in der Stadt bleiben. Boabdil wurde eine kleine selbständige Herrschaft im Berggebiet Alpujarras zugesichert. Der Legende nach rief ihm seine Mutter zu: "Beweine nicht wie ein Weib, was Du als Mann nicht zu verteidigen wusstest." Boabdil blieb nicht lange in den Alpujarras, sondern zog weiter nach Nordafrika. Nun war die iberische Halbinsel politisch geeint und katholisch, und die (inoffizielle) Bezeichnung Hispania wurde wieder gängig. Isabella und Ferdinand begannen mit dem Bau der Kathedrale und ihres Mausoleums 1504 in der Stadt. Auf Drängen des Großinquisitors Torquemada wurden die Juden aus Spanien vertrieben. 1499 ordnete Kardinal Cisneros die Verbrennung aller arabischen Bücher mit religiösem Inhalt an. Es kam zum Aufstand und zum Ende der Glaubensfreiheit. Die Muslime mussten Spanien verlassen oder zum Christum konvertieren. Die neuen Christen, die man Morisken nannte, wurden allerdings misstrauisch von der Inquisition beobachtet. Die meisten verließen das Land. Nach einigen Aufständen wurden die Morisken, ca. 5% der Bevölkerung, 1609 aus Granada vertrieben und die Bauten der Moslems verfielen, darunter auch die legendäre Alhambra. Karl V. baute im 16. Jahrhundert auf dem Gelände seine wuchtigen quadratischen Renaissance-Palast mit einem runden Innenhof. Im Spanischen Erbfolgekrieg leisteten die Burgvögte den Bourbonen Widerstand. Sie wurden 1714 entmachtet und die Alhambra verfiel. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie wieder entdeckt. Die Gebäude wurden restauriert bzw. instandgesetzt. Seit dieser Zeit finden Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten statt. 1984 wurde die Alhambra zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Granada ist eine Stadt mit einem großen historischen Erbe, aber gleichzeitig eine junge und moderne Stadt (von den 238 000 Einwohnern, sind ca. 65 000 Universitätsstudenten). Das Museum Parque de las Ciencias ist ein Beispiel hierfür.
[Bearbeiten] Anreise
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Lage
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| Cordoba: | 169 km |
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| Jaen: | 96 km |
| Torremolinos: | 138 km |
[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug
Der am meisten angeflogene Flughafen in der Reichweite von Granada ist der Málaga Airport (IATA Code: AGP) etwa 120 Kilometer westlich von Granada. Der Flughafen wird aus den meisten europäischen Ländern angeflogen, gern auch von Billigfliegern. Vom Flughafen nimmt man den Bus zum Busbahnhof in der Innenstadt von Málaga, und von dort aus einen der Überlandbusse, die fast stündlich verkehren (siehe Bus). Folgende Gesellschaften fliegen aus dem deutschsprachigem Raum:
- Air Berlin - Berlin-Tegel, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln/ Bonn, Münster/ Osnabrück, Nürnberg, Paderborn
- Condor - Frankfurt (Main), München
- Germanwings - Stuttgart
- Lufthansa - Düsseldorf, Frankfurt (Main), München
- TUIfly - Köln/ Bonn, Stuttgart
- Austrian Airlines - Wien
- flyniki - Wien
- Swiss - Genf, Zürich
- Luxair - Luxemburg
- easyJet - Basel, Berlin-Schönefeld, Dortmund, Genf
Auch Granada selber hat einen Flughafen (Federico García Lorca Airport IATA Code: GRX), etwa 15 km westlich der Stadt. Derzeit bieten Ryanair (ab Frankfurt-Hahn) und Air Berlin (über das Drehkreuz in Palma de Mallorca) Flüge aus Deutschland. Weiterhin gibt es noch einige Inlandflüge und Verbindungen aus England, Paris und Rom.
[Bearbeiten] Mit der Bahn
Züge von Córdoba nach Granada: 11.10 und 19.09 Uhr, Fahrt etwa 2,5 Stunden, Preis 33,20€
[Bearbeiten] Mit dem Bus
Anreise mit den Bussen der Firma Alsina Graels von vielen andalusischen Städten
Busse ( ALSA) von Córdoba nach Granada: 6.00, 8.00, 9.00, 10.30, 14.00, 15.15, 15.30 Uhr, Fahrt etwa 2 Stunden 40 Min., Preis 12,52-15.74€. Abfahrt Busbahnhof nähe Hauptbahnhof Córdoba.
[Bearbeiten] Mit dem Auto
Granada liegt am Schnittpunkt der Autobahnen A-92 nach Westen (Sevilla und Málaga) nach Osten (Almeria) und der A-44 nach Norden (Jaén und Madrid) und Süden (Motril).
Die Alhambra liegt in der Nähe der A-44 in Richtung Motril. Man sollte der Beschilderung zum Parkplatz folgen.
[Bearbeiten] Mit dem Schiff
Granada liegt etwa 80 Kilometer vom Meer (Motril) entfernt. Kreuzfahrschiffe ankern in Motril und die Passagiere fahren mit dem Bus hinauf zur Alhambra.
[Bearbeiten] Mobilität
Das Busnetz von Granada ist effizient und günstig. Das Stadtzentrum ist jedoch nicht sehr groß, man kann alles bequem zu Fuß erreichen. Zurzeit (2013) wird eine U-Bahn-Linie gebaut, welche die Stadt mit den Vororten Armilla und Maracena verbinden soll.
Zwischen den Touristenzentren Alhambra, Kathedrale und dem malerischen Viertel Albaicín fährt regelmäßig ein Kleinbus (Nr. 32).
Eine Busfahrt innerhalb der Stadt kostet 1,20 €, man darf jedoch mit einem Einzelticket nicht umsteigen.
Zum Flughafen von Granada fährt für 3€ ein Bus über die Haltestellen Paseo del Violón (neben der Gasse Callejón del Ángel), Gran Vía de Colón (gegenüber der Kathedrale), Jardines del Triunfo, La Caleta und Estación de autobuses (Busbahnhof am Stadtrand).
[Bearbeiten] Parken
Alhambrabesucher können den großen (gebührenpflichtigen) Parkplatz an der Alhambra nutzen. Von dort gelangt man mit dem Kleinbus (Nr. 32) oder dem Taxi (ca. 5 € im Jahre 2008) z.B. zur Kathedrale.
Um den Stadtkern herum gibt es mehrere unterirdische Parkhäuser, auf einigen Straßen der Innenstadt gibt es mit blauen bzw. roten Streifen markierte Parkplätze, die man gegen eine Gebühr für kurze Zeit (1-3 Std.) nutzen kann.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die Stadt liegt am Zusammenfluss des Darro und Genil, an den Hängen der Sierra Nevada im Osten und einer fruchtbaren Ebene im Westen. Der Darro fließt durch das enge Tal unterhalb der Alhambra von der Plaza Nueva (Real Chancillería und der mudejarischen Kirche Santa Ana) bis hin zum Paseo de los Tristes, an dem das Bañuelo (arabisches Bad aus dem 11. Jahrhundert), das platereske Archäologische Museum und andere sehenswerte Gebäude liegen.
[Bearbeiten] Kirchen
- Kathedrale im Renaissancestil. Sie steht auf dem Platz der früheren großen Moschee. Von der Alhambra kann man auf sie hinunterschauen. Von hier oben erkennt man ihre Größe. Nur vor dem Hauptportal ist ein wenig Platz, ansonsten liegt sie eingeengt zwischen Häuserzeilen. Sie wurde im gotischen Stil geplant, aber fünf Jahre nach Baubeginn, 1528, entschied man sich für den fortschrittlicheren Renaissancestil. Fertiggestellt wurde das Bauwerk erst 1704. Die monumentale Hauptfassade stammt wom Architekten Cano. Der Maler Cano schuf die großen Werke in der Hauptkapelle. Die fünfschiffige Kathedrale wirkt innen durch ihre große Höhe und die weißen Wänden gewaltig, kühl und streng. Die Schiffe werden durch imposante Pfeiler getrennt. Die Kathedrale ist geöffnet: Vom 1. April bis 31. Oktober Mo-Sa 10:30-13:30 Uhr und 16:00-20:00 Uhr. An Sonn- und Feiertagen von 16:00-20:00 Uhr. Im Winter vom 1. November bis 31. März, Mo-Sa 10:30-13:30 Uhr und 16:00-20:00 Uhr. An Sonn- und Feiertagen von 16:00-19:00 Uhr. Eintrittspreis: 3,50 €. Jubilados (über 65-Jährige) zahlen 2,50 €.
- Die Capilla Real, das Mausoleum des Königspaars Isabella von Kastilien und Fernando von Aragón liegt neben der Kathedrale, hat aber einen separaten Eingang. Die Kapelle wurde von Enrique Egas zwischen 1505 und 1521 erbaut. Gegenüber befindet sich La Madraza, ein von Yusuf I. gegründetes Studienzentrum. Öffnungszeiten Mo-Sa 10.30-12.45 Uhr, 16.00-19.00 Uhr, So und an Feiertagen 11.00-12.45 Uhr, 16.00-19 Uhr, Eintritt 3,50€.
- Im Barrio Albayzín dem früheren Viertel der Ziriden und Nasriden gibt es einige gut erhaltene Reste. Die Straße Cuesta del Chapiz steigt vom Darro hinauf bis ins Herz des Stadtteils. Hier liegt die Iglesia de San Juan de los Reyes mit dem Minarett einer Moschee aus dem 13. Jahrhundert. Noch weiter oben sind Iglesia und Mirador San Nicolás, mit einer beeindruckenden Sicht auf die Alhambra, und die Iglesia del Salvador, die auf der alten Hauptmoschee errichtet wurde und einen Innenhof mit Säulengang aus dem 13. Jahrhundert hat. Die arabische Altstadt wurde ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.
[Bearbeiten] Museen
- Museo Arqueológico im Casa del Castril, einem alten Renaissance-Palast. Die Sammlung enthält Fundstücke aus der Stein- und Bronzezeit, außerdem Exponate der iberischen, phönizischen und römischen Kultur. Dazu in der zweiten Etage kunstvolle Alltagsgegenstände, die die Westgoten und Araber in dieser Region hinterlassen haben. Die Beschreibungen sind leider nur auf Spanisch abgefasst, aber man erhält am Eingang eine englischsprachige Beschreibung der Ausstellungsräume. Carrera del Darro 41-43. Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di 14.30-20.30 Uhr, Mi-Sa 9.00-20.30 Uhr, So 9.00-14.30 Uhr, Eintritt 1,50€
- Parque de las Ciencias (Wissenschaftspark)
[Bearbeiten] Burgen, Schlösser und Paläste
- Alhambra (arabisch: الحمراء = Al-Ħamrā; kann man mit "die rote Burg" übersetzen.) Wer Granada besucht, muss die Alhambra besichtigen.
Die Alhambra ist Burg mit Festung, Palast und Garten zugleich und liegt auf einer Anhöhe im Osten der Stadt. Zwischen 800 und 1200 entstanden hier die Teile der Alhambra als Sitz der Mauren (Araber). Tickets (pro Tag gibt es 7000 Eintrittskarten - 3300 Tickets morgens, 3300 Tickets nachmittags und 400 Tickets abends) für die Alhambra können für den selben Tag am Schalter, im Voraus in jeder Filiale der BBVA-Bank in Spanien oder online alhambra-tickets.es (zu 13 €) gekauft werden. Der Kauf am Schalter (bei den Parkplätzen der Alhambra) ist an vielen Tagen ein Glücksspiel. Es gibt manchmal sehr lange Schlangen und nur eine begrenzte Anzahl von Karten. Deshalb empfiehlt sich der Kauf im Voraus. Die Buchung sollte man in den Sommermonaten 2 bis 3 Monate vor dem Besuch vornehmen, nur so ist gewährleistet, dass man zu dem gewünschten Termin auch die passende Tickets besitzt. Wer es einrichten kann, sollte in der Nebensaison morgens an einem Werktag kommen, dann gibt es gute Chancen, ohne lange Wartezeiten ein Ticket zu erhalten. Gute Informationen bietet die Informationsseite der BBVA. Ein normales Ticket kostet 12 Euro, bei Direktkauf vor Ort wird noch eine Kommission von 1 Euro fällig. Studenten und Behinderte zahlen weniger und Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Bei der Besichtigung sollte man beachten, dass man mit dem Ticket nur zu einer vorgeschriebenen Zeit den Palacio Nazaries besichtigen kann. Wer die Zeit verpasst, wird sich ärgern, weil er die eindrucksvollsten Räume und sehr schöne Gärten nicht gesehen hat. Die anderen Gebäude und den Garten Generalife kann man am Tag, für den das Ticket gilt, zu jeder Zeit besuchen. Seit Februar 2007 wird der Löwenbrunnen restauriert. Er wurde komplett abgebaut. Die Restaurierung wird zwei Jahre in Anspruch nehmen und 550.000 € kosten. Näheres auf der Internetseite der Alhambra
- Generalife. Von der Alhambra aus wenige Schritte zu Fuß liegen die Gärten der Alhambra, Generalife. Die Gartenanlagen mit künstlichen Teichen und vielen Springbrunnen bieten Entspannung. Generalife ist weniger stark besucht als der Nasridenpalast, aber sehr sehenswert. Je nach Einlasszeit in den Nasridenpalast sollte man die Gärten vor- oder nacher besuchen. Von besonderen Schönheit ist der Wasserbeckenhof (Patio de la Acequia) und der angrenzende Hof der Sultanin (Patio de la Sultana).
[Bearbeiten] Bauwerke
- Monasterio de la Cartuja - Kloster, an der Paseo de la Cartuja, Öffnungszeiten Mo-So 10.00-13.00 Uhr, 16.00-20.00 Uhr, Eintritt 3,50€.
[Bearbeiten] Denkmäler
An der Plaza Isabel la Católica findet man ein Denkmal mit Königin Isabella und Christoph Kolumbus.
[Bearbeiten] Aktivitäten
Das touristische Angebot von Granada enthält Kultur, Unterhaltung und natürlich auch die Gastronomie. Ausgehen in der Altstadt und Probieren von Tapas, die zu einem Getränk dazu gereicht werden, ist eine Gaumenfreude für jeden. Granada ist auch eine Stadt für Natur- und Sportfreunde.
- Spaziergang mit einem Führer durch das historische Zentrum und das malerische Viertel Albaicín. Treffpunkt Plaza Bib-Rambla, Grüner Kiosk. Von November bis Februar Mi-So 11.00 Uhr, von März bis Oktober 10.30 Uhr. Preis 12€, Studenten und Pensionäre 10€, Jugendliche unter 14 Jahren frei. Reservation: 607 691 676.
- Das beste Skigebiet Spaniens ist nur eine halbe Stunde entfernt.
- Wandern und Fahrradfahren in der nahen Sierra Nevada oder den anderen landschaftlich sehr schönen Gebirgen in der Umgebung im Sommer.
- Sportklettern in vielen attraktiven Klettergebieten in der Nähe.
- Musikfestival Granada findet im Juni/ Juli in Granada statt. In der Stadt und im Palacio de Carlos V finden Konzerte und Ballettveranstaltungen mit internationaler Beteiligung statt. 2008 kamen das Staatsballett Berlin, die Staatskapelle Berlin unter dem Dirigenten Daniel Barenboim, das Orchestra Nacional de España, das Royal Cencertgebouw Orchstra u.a.
[Bearbeiten] Einkaufen
Das Haupteinkaufszentrum liegt an der Kathedrale und der Calle Recogidas. Hier findet man alles, was das Herz begehrt. Neben Zara und Mango finden sich hier auch Geschäfte der Marken Bershka, Stradivarius und H&M.
Um die Kathedrale herum gibt es zahlreiche Souvenirläden, die an einen typischen arabischen Souk erinnern sollen. In der steilen Calle Calderería, die zum malerischen Viertel Albaicín führt, wechseln sich weitere solche Läden mit kleinen Teesalons im maurischen Stil ab.
Außerhalb der Innenstadt befinden sich Großmärkte wie Alcampo (der französischen Kette Auchan, in der Nähe des Busbahnhofes), Carrefour und Hipercor, sowie Discounter wie Lidl, Aldi (direkt neben dem Busbahnhof) und Dia.
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Günstig
In der Calle Elvira gibt es eine Unmenge kleine Restaurants, die einem für günstige Tagesgerichte anbieten. Für 7-9 € erhält man drei Gänge, Brot, ein Getränk und Nachtisch. In der Nähe gibt es ebenfalls zahlreiche Dönerbuden, die oft mit Aufschriften wie Shawarma oder Kebab versehen sind.
Eine Besonderheit Granadas besteht darin, dass man in fast jeder Kneipe zum Bier bzw. zum Softdrink eine Tapa gereicht bekommt. Dabei handelt es nicht bloß um ein paar Oliven oder Schinkenscheiben, es können schon mal ein Fleischspieß, eine Portion Pizza oder ein Hamburger sein. In der Stundentenstadt Granada nehmen junge Leute dieses Angebot gerne wahr -- auch als Mittagessen.
[Bearbeiten] Mittel
- Im Realejo, dem alten jüdischen Viertel von Granada, findet man eine Menge guter Lokale der mittleren Preisklasse. Am Campo del Príncipe liegt "La Ninfa", eine mit bunten Keramiken geschmückte Pizzeria. Hier gibt es nicht nur sehr gute Pizzen, sondern auch tolle Fischgerichte bei normalen Preisen. Außerdem haben sie eine Terrasse, wo man abends besonders gut sitzt.
- Restaurante Abén Humeya im Viertel Albaicín, Calle Cuesta de las Tomasas 12, in der Nähe der Iglesia de San Nicolás. Mittag- und Abendessen werden bei entsprechender Witterung auf der Terrasse serviert, von der eine grandiose Aussicht auf die Alhambra und die Sierra Nevada geboten sind. Im Hochsommer ist das Restaurant nur abends geöffnet. Die Küche ist gut und nicht teuer (Hauptgericht 10-15 €). Tel. 958 226 665, Mobil 609 376 761. Eine Spezialität ist habas con jamón (dicke Bohnen mit Schinken).
[Bearbeiten] Gehoben
- Die Alquería de Morayma in der Calle Pianista García Carrillo 2 im Viertel Albaícin ist ein wunderschönes Restaurant mit schönem Innenhof und einer Terrasse, die einen wunderbaren Blick auf die Alhambra bietet. Kleine, aber feine Auswahl an Vorspeisen, Hauptgerichten und Nachspeisen, gute Weinkarte und lobenswerter Service. Eine Reservierung ist zu empfehlen.
[Bearbeiten] Nachtleben
Im Albaicín (Albayzin), dem maurischen Viertel, gibt es viele Teestuben, orientalische Restaurants und Snacks im Straßenverkauf. Ebenfalls populär sind Tapas-Bars, die über die ganze Stadt verteilt sind. Am Plaza de Torro findet man eine Vielzahl mit einer großen und leckeren Auswahl. Direkt in der Stierkampfarena kann man auch im gehobenen Ambiente "tapieren". An und um den Plaza Trinidad und Plaza de la Universidad gibt es auch empfehlenswerte Tapa-Bars (z.B. das "Escuelas", hier gibt es mittag auch süße Tapas mit einem Kaffee). Clubs und Diskotheken hat Granada für so ziemlich jeden Geschmack zu bieten. "Weggehmeilen" sind Calle Elvira und Calle Pedro Antonio Alarcón.
Was man auf jeden Fall einmal erlebt haben muss (und wenn auch nur von weitem) ist eine Botellon. Zu sehen ist dieses Phänomen besonders gut donnerstags, freitags und samstags Abend am Einkaufszentrum Hipercor (an der Calle Arabial). Hier treffen sich so ab 23/ 24 Uhr Jugendliche (können schon mal ein paar Tausend werden) bewaffnet mit Plastikbechern, Eiswürfeln, Cola und Rum zum "Vortrinken", da die "Copas" in den Diskotheken recht teuer sind.
Flamencolokale findet man in der maurischen Altstadt Albaicín (Albayzin).
[Bearbeiten] Unterkunft
- Unterkunft in Granada Unterkunft in Granada, Stadtviertel Albaicín, gegenüber der Alhambra, in eigentümlichem Stil, ideal fürs Wochenende, für Ferien, sowohl mit Partner als auch mit Familie oder Freunde. Das Ferienhaus Carmen bewahrt die Elemente des traditionellen granadischen Baustils. Carmen Albaide verfügt über eigenes Schwimmbecken mit Aussicht auf die Alhambra, über einen eigenen Parkplatz und kostenloses Internet (ADSL).
[Bearbeiten] Günstig
- Oasis Backpackers' Hostel (www.hostelsoasis.com), Placeta Correo Viejo 3. Bett im Mehrbettzimmer (8 Betten) für 15 €. Dafür gibt es Frühstück und Internetzugang gratis. Saubere Zimmer, schönes Haus mit Dachterasse, freundliche Atmosphäre, interessante Gegend, eigener Safe im Zimmer, Magnetkarte statt Schlüssel. Es wird angeraten, vorzubuchen, da reger Andrang herrscht.
- Hostal Dona Lupe. Bett im Mehrbettzimmer (4 Betten) für ca 10 €. Direkt neben der Alhambra (50 m). Altes, großes, unübersichtliches Haus. Schimmeliges Essen in den Sandwichspendern. Kleine Zimmer ohne Fenster oder sonstige Belüftung. Bäder und Toiletten eng und ungepflegt. Auschecken zu keiner bestimmten Zeit, deshalb aber auch lange chaotische Wartezeiten bis zum Einchecken. Dafür gibt es aber einen schönen Innenhof im maurischen Stil, wo man mit Gaskocher auch kochen kann. Highlight ist die große Dachterrasse mit Swimmingpool, von der man einen schönen Ausblick auf die Sierra Neada und die Alhambra hat.
[Bearbeiten] Mittel
- Hotel Cerro del Sol 3* Hotel mit Charme in Granada, Salvador Dalí 1, 18190 Cenes de la vega, Granada, ☎ +34 958 486200. Entscheiden Sie sich für ein äußerst charmantes ländliches Hotel in Granada. Genießen Sie den Komfort der exklusiven 14 Doppelzimmer und einer Suite, die mit besonderer Liebe zum Detail eingerichtet sind. Einen 100 m² großen Speisesaal mit Bar und Kamin. Eine Terrasse mit spektakulärer Aussicht. Die Gärten und den Pool. Gratis W-LAN. Kostenloses Parken.
Das Hotel Cerro del Sol bietet Ihnen aber nicht nur Entspannung sondern auch zahlreiche Freizeit- und Unterhaltungsaktivitäten wie Golfen, Paragliden, Ausritte mit dem Pferd, Wandertouren, Skisport, Tourismus in Granada und, selbstverständlich, die Besichtigung der Alhambra oder des Generalife, die knapp 5 Minuten vom Hotel entfernt sind. Oder besuchen Sie den berühmten Wissenschaftspark oder das moderne Museum von Andalusien. Für Geschäftsreisen gilt nicht zu vergessen, dass sich der Technologiepark für Gesundheitswissenschaften gleich um die Ecke befindet.
- Hotel Alixares - gut ausgestattetes Hotel etwa 300 Meter vom Eingang der Alhambra entfernt. Mit dem Touristenbus Linie 32 bis 23.00 Uhr gute Verbindung ins Stadtzentrum (Kathedrale). Kleiner Swimming Pool auf dem Dach, Freier Internetzugang, WIFI in den Hotelzimmern. Je nach Saison und Belegung Doppelzimmerpreis ab 50€. Im Restaurant ein reichliches Buffet für 14€. Paseo de la Sabica 40, Tel. 958 225 575, Email: alixareshotelesporcel.com
[Bearbeiten] Gehoben
- Hotel San Anton **** in der Calle San Anton 74, Tel. 958 520 100 liegt ziemlich zentral unweit des Darro Flusses. Das Citymar Hotel hat angenehme klimatisierte Zimmer, eine schöne Bar mit Terrasse im obersten Stockwerk und ein gutes Restaurant. Das DZ kostete im Sommer 2008 60 Euro und im Frühjahr oder Herbst 70 Euro.
- Der Parador Nacional San Francisco **** liegt praktisch auf dem Gelände der Alhambra. E-Mail: granada@parador.es. Webseite: http://www.parador.es. Man kann dort nicht nur wohnen sondern auch zu Mittag oder Abend essen. Für einen Kaffee zwischendurch oder einen kleinen Imbiss empfiehlt sich das Café im schönen Innenhof hinter der Rezeption.
[Bearbeiten] Lernen
Die Universität in Granada ist in ihrer Qualität mit der Complutense in Madrid vergleichbar und verfügt über die wohl bekannteste und anerkannteste medizinische Fakultät ganz Spaniens.
[Bearbeiten] Sicherheit
Rund um die Kathedrale, im Stadtzentrum und im Albaícin sollte man (wie in allen anderen "Touristenstädten") etwas mehr auf den Geldbeutel, Kamera und Handtasche achtgeben. Im hinteren Teil des Albaicíns und im Sacramonte sollte man sich nicht unbedingt alleine bewegen und nachts empfiehlt sich ein Taxi. Man sollte auf Frauen, die mit Rosmarinsträußen oder einer Blume auf einen zu kommen, aufpassen. Man sagt, dass sie sehr geschickt stehlen.
Ansonsten ist Granada genauso "gefährlich" wie alle anderen Städte in dieser Größenordnung.
[Bearbeiten] Gesund bleiben
Entgegen der allgemeinen Aussage, dass man in südlichen Ländern kein Leitungswasser trinken sollte, kann man dies in Granada unbedenklich tun. Es gibt auch viele Trinkbrunnen in der ganzen Stadt, die rege genutzt werden.
[Bearbeiten] Klarkommen
[Bearbeiten] Touristenbüros
Granada verfügt über drei Touristenbüros:
- Centro municipal de recepción turistica Virgen Blanca 9, Tel. 902 405 045
- Officina de información del patronato provincial de turismo Plaza Mariana Pineda 10, Tel. 958 247 128
- Officina de Información de la Junta de Andalucía Santa Ana 4, Tel. 958 575 204
[Bearbeiten] Zeitungen
- 20minutos informiert täglich Mo-Fr über aktuelle Geschehen im Land und in Granada (allerdings etwas im Bild-Stil), wird morgens an vielen Strassenecken kostenlos verteilt
- Granada hoy Tageszeitung Granadas mit Nachrichten, Sport, Kultur, Anzeigenmarkt
[Bearbeiten] Sprache
Auch wenn Granada eine "Touristen-Stadt" ist, sprechen nicht viele der Einheimischen Englisch und für einen VHS-Spanisch-Sprechenden ist der andalusische Akzent am Anfang nicht einfach zu verstehen. Granada ist aber auch eine Studenten-Stadt mit vielen ausländischen Studenten; mit etwas Glück stößt man auf einen Landsmann (einfach die Ohren etwas offen halten). Zudem sind die Andalusier sehr hilfsbereit und wenns mit der Sprache nicht so klappt, dann halt mit Hand und Fuß.
Und wer einen Sprachkurs machen möchte, sollte das unbedingt an der Escuela Montalbán machen. Die Schule bietet seit 1986 Spanischkurse an und ist vom spanischen Instituto Cervantes anerkannt. Escuela Montalbán gehört zu TANDEM International.
[Bearbeiten] Ausflüge
- Sierra Nevada – Der 3.478 m hohe Berg ist ein bedeutendes Wintersportzentrum.
[Bearbeiten] Literatur
- „Tales of the Alhambra“ von Washington Irving aus dem Jahre 1832
- "Die Alhambra und Granada - aus der Nähe betrachtet" Edilux Verlag. ISBN 84 87282-38-5
[Bearbeiten] Weblinks
- Tourismo de Granada auch in deutsch
- Alhambra, Residenz der Mauren - Ein Film des SWR über das Weltkulturerbe
- Freizeit, kulturelle Tagesordnung und Wohnungen in Granada
- Internetseite der Alhambra in Spanisch, Englisch und Französisch
Webcam
- Granada-Webcam - Blick auf die Alhambra