Nachrichten:2019-01-24: Manipulierte Ranglisten auf Buchungsportalen

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Die auf Buchungsportalen ausgegebenen Ranglisten folgen dem Gebot der Gewinnmaximierung, nicht dem Kundeninteresse.

Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung

Mannheim (Deutschland), 24. Januar 2019. – Das in Mannheim ansässige Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung hat in einer Studie untersucht, wie sich die Höhe und mögliche Änderungen von Hotelpreisen bei konkurrierenden Vertriebskanälen auf die Ranglistenposition des Hotels auf anderen Buchungsportalen auswirkt. Es wurden die entsprechenden Ranglisten bei Booking.com, Expedia.com und Kayak.com ausgewertet. Dazu wurden zwischen Juli 2016 und Januar 2017 etwa 18.000 Hotels in 250 Ländern beobachtet.

Wenig verwunderlich ist, dass eine Reihe von Hotels unterschiedliche Preisangaben auf der eigenen Website und auf den verschiedenen Buchungsportalen verwenden. Ergebnis der Studie war, dass dies Folgen für die Position eines Hotels in den Ranglisten der genannten Portale hat, wenn die Preise in anderen Portalen oder auf der eigenen Website geringer waren. Die Hotels wurden in diesen Fällen (natürlich) schlechter geratet. Dies wurde auch umso auffälliger, je größer die Preisdifferenz war.

Natürlich haben auch Buchungsportale das Ziel, maximalen Gewinn zu erzielen. Diese Gewinnabsicht deckt sich nicht notwendig mit den Interessen der Kunden. Dass die Reihenfolge in den Ranglisten eben dem Maximalgewinn und nicht dem Kundeninteresse verpflichtet ist, erfährt der Kunde natürlich nicht.

Quellen[Bearbeiten]