Nachrichten:2016-01-12: Anschläge auf Touristen in Ägypten und in der Türkei

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In beiden Fällen gibt es Hinweise auf Täter, die der Terrororganisation „Islamischer Staat“ nahestehen.

Hurghada (Ägypten), Istanbul (Türkei), 12. Januar 2016. – In den Abendstunden des 8. Januar 2016 wurde ein Anschlag auf Touristen im Hotel Bella Vista im Rotmeer-Badeort Hurghada verübt. Zwei österreichische und ein schwedischer Tourist wurden dabei verletzt. Nach Verlautbarungen des ägyptischen Innenministeriums wurden die Touristen mit Messern bedroht, und ein Terrorist trug eine Sprengstoffweste. Einer der Täter wurde erschossen. Augenzeugen berichteten, dass einer der Täter die Fahne der Terrormiliz getragen haben soll.

Das Auswärtige Amt rät den Reisenden, sich in Hurghada umsichtig zu verhalten.

Es gibt prinzipiell kein Anrecht auf eine kostenlose Stornierung von Reisen nach Hurghada. Einige Reiseveranstalten bieten in den nächsten zwei Wochen aus Kulanz kostenlose Stornierungen für Unterkünfte im genannten Hotel an.

Bei einem Sprengstoffattentat in den Morgenstunden des 12. Januar 2016 in Istanbul auf dem Sultanahmet-Platz zwischen der Hagia Sophia und der Blauen Moschee wurden mindestens zehn Touristen, darunter wohl auch acht deutsche, getötet. Es ist der bisher folgenreichste Anschlag in der jüngsten Geschichte der Türkei. Nach einer Verlautbarung des türkischen Ministerpräsidenten, Recep Tayyip Erdogan, soll es Hinweise auf einen syrischen Attentäter und dessen Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Islamischer Staat“ geben.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden in Istanbul dringend, „Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen vorläufig zu meiden und sich über diese Reisehinweise und die Medien zur Lageentwicklung informiert zu halten.“

Viele Reiseveranstalter bieten kostenlose Umbuchungen an, wenn das Reiseziel Istanbul ist. In wenigen Fällen ist auch ein kostenloser Rücktritt möglich.

Quellen[Bearbeiten]