Nachrichten:2015-03-04: Großbritannien steigt bei Eurostar aus

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Eurostar-Züge im Londoner Bahnhof St.Pancras International

Die britische Regierung verkauft ihre Anteile am Ärmelkanal-Zug Eurostar

London (Vereinigtes Königreich), 04. März. – Großbritannien steigt komplett aus dem Eurostar aus, welcher den Schnellzugverkehr im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal betreibt. Finanzminister George Osborne teilte mit, dass der Abschied von Eurostar insgesamt rund 757 Millionen Pfund (1,04 Milliarden Euro) in die Staatskasse spüle. Durch den Verkauf wechselt Eurostar erstmals seit der Gründung 1994 in Privatbesitz. Die britische Regierung dagegen vermeldet damit ein Ergebnis in ihren Privatisierungszielen; der Verkaufserlös der Anteile habe sogar die Erwartungen übertroffen und muss nur noch vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Der bisherige 40-Prozent-Anteil wurde von CDPQ (30 Prozent) und Hermes (10 Prozent) übernommen.

Der Eurostar befährt unter anderem den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal, welcher London mit Paris und Brüssel verbindet. Neben den nun veräußerten Anteilen besitzen die restlichen Anteile am Eurostar die französische Bahngesellschaft SNCF (55 Prozent) und die belgische SNCB (5 Prozent).

Quellen[Bearbeiten]