Nachrichten:2010-01-20: Steuergeschenke für Hotels werden nicht weitergegeben

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Nicht nur, dass die erhofften Preissenkungen ausgeblieben sind, in ca. 14 Prozent aller untersuchten Unternehmen stiegen auch die Übernachtungskosten.

Berlin (Deutschland), 20. Januar 2010. – Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat in einer Stichprobe von 600 Übernachtungsangebote von 300 Hotelbetrieben sowohl in Städten und Ferienregionen untersucht, welche Auswirkungen die zum Jahresbeginn für Übernachtungsbetriebe geltenden Steuersenkungen auf die Preisgestaltung haben.

Das Ergebnis ist wie zu erwarten ernüchternd. Nur in etwa 7 Prozent der getesteten Unternehmen gab es Preissenkungen, die aber eher gering ausfallen.

Im Verlaufe eines Monats sind die Preise sogar um ca. 1,9 Prozent gestiegen. In 79 Prozent der Fälle blieben die Preise konstant, aber in 14 Prozent der Fälle wurden die Preise sogar beträchtlich angehoben.

Auch wenn die Umfrage vielleicht nicht repräsentativ ist, so kann man bereits ein Fazit ziehen: Die Mehrwertsteuer wurde eigentlich gesenkt, um preisbedingte Wettbewerbsnachteile im internationalen Wettbewerb auszugleichen. Dies hätte aber Preissenkungen nach sich ziehen müssen, was aber nicht eingetreten ist.

Auch wenn die Empfänger von kürzlich eingegangen Parteispenden an die CFDP, CSU und CDU aus Übernachtungsbetrieben nichts mit dem Gesetzentwurf zu tun haben, ein bitterer Nachgeschmack bleibt.

Quellen[Bearbeiten]