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Erste Hilfe

Aus Wikivoyage

Einen Hinweis vorweg: Dieser Artikel ist als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht. Er kann in keinem Fall einen entsprechenden Kurs ersetzen und soll dies auch nicht. Verstehen Sie ihn als Anregung und Gedankenstütze.


Als Erste Hilfe bezeichnet man die durch Laien oder auch medizinisch bewanderte Ersthelfer durchgeführte Behandlung, auch von lebensbedrohlichen Verletzungen und Erkrankungen. Die bekannteste Form sind die künstliche Beatmung und die Herzmassage, die sogenannte kardiopulmonale Reanimation. Daneben gibt es aber noch zahlreiche andere Erste-Hilfe-Maßnahmen, von denen man zumindest einmal gehört haben sollte. Als Vorbereitung für eine Reise kann ein Erste-Hilfe-Kurs eine sehr sinnvolle Ergänzung sein.

Notruf alarmieren

Die erste und wichtigste Maßnahme ist es, professionelle Hilfe zu rufen. Die nationale Notrufnummer gehört zur Grundausstattung!

Dabei sind die 5 Ws zu beachten: Wo fand das Ereignis statt? Wer ruft an? Was ist geschehen? Wie viele sind betroffen? Warten auf Rückfragen des Leitstellenmitarbeiters.

Herz- und Kreislauf

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Herz- und Kreislaufstörungen sind vielfältig und nicht immer leicht zu erkennen. Ist die Benommenheit und verwaschene Sprache nun Zeichen eines Schlaganfalls oder auf Alkohol zurück zu führen? Diese Erkrankungen findet man nicht nur im Dschungel bei Extremreisen sondern auch an der heimischen Bushaltestelle kann einem ein Notfall wie ein Herzinfarkt begegnen.

Herzinfarkt

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Symptome
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  • starke Schmerzen im Brustbereich von mindestens 5 Minuten mit Ausstrahlung in die linke Schulter, den linken Arm, zwischen die Schulterblätter, aber auch Oberbauch und Unterkiefer sind möglich.
  • Engegefühl in der Brust,das Gefühl einer tonnenschweren Last auf dem Brustkorb
  • Angst (Todesangst) und Unruhe
  • Atemnot und Übelkeit
  • blasse und feuchte Haut (Kaltschweißigkeit)
  • schwacher Puls
Erstmaßnahmen
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  • Notruf absetzen - die erste Stunde ist die entscheidende für die Prognose!
  • beruhigen
  • Atmung, Puls und Bewusstsein überprüfen
  • bei Bewusstlosigkeit und Pulslosigkeit Herz-Lungen-Wiederbelebung starten

Verletzung

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Knochenbrüche

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Knochenbrüche, im medizinischen Fachjargon Frakturen (abgekürzt #) genannt, sind Verletzungen des Skeletts, bei denen die knöcherne Struktur vollständig unterbrochen ist. Sie können offen (d.h. die Haut wird dabei verletzt, die Knochen treten heraus) oder geschlossen (die Haut ist intakt) sein.

Symptome

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unsichere Frakturzeichen ("Kann ein Knochenbruch sein, kann aber auch eine andere Verletzung sein"):

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Rötung
  • Betroffene Stelle ist wärmer als das umliegende Gewebe
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Hämatom (vulgo Bluterguss)

sichere Frakturzeichen ("Ist ganz bestimmt ein Knochenbruch"):

  • abnormale Beweglichkeit
  • Fehlstellung
  • Krepitation (schabendes Geräusch, wenn Bruchstellen aneinander reiben)
  • sichtbare Knochenfragmente (nur bei offenen Frakturen)

Erstmaßnahmen

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Das verletzte Glied sollte nicht mehr bewegt werden. Zur Schmerzlinderung kann die Stelle gekühlt werden, allerdings sollte dabei kein Wasser verwendet werden. Auf keinen Fall sollten Laien versuchen, eine gebrochene Extremität zu reponieren, d.h. die Kochen, wenn eine Fehlstellung vorliegt, wieder in ihre ursprüngliche Position bringen. Dadurch kann es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen! Die Bruchstelle sollte ruhig gestellt und bei Bedarf geschient werden. Dazu werden zwei stabile, gerade Stöcke, z.B. können dafür gerade Äste oder Wanderstöcke genommen werden, entlang der gebrochenen Gliedmaße mit Mullbinden o.Ä. befestigt. Sie sollten die beiden nächsten Gelenke (das wären bei einem gebrochenen Unterschenkel das Sprunggelenk nach unten und das Knie nach oben) mit fixieren, damit diese nicht mehr bewegt werden können. Offene Frakturen werden steril abgedeckt (z.B. mit einem Verbandtuch, dann wird locker eine Mullbinde darum gewickelt. Keinen Druck ausüben!

Der Patient sollte danach so schnell wie möglich einem Arzt im Krankenhaus vorgestellt werden, um den Bruch weiter zu versorgen.

Blutungen

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Allergische Reaktionen

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Hitze- und Kälteschäden

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Hitzeerschöpfung

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Symptome
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  • starkes Schwitzen bei Kaltschweißigkeit
  • Blässe, Schwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Frieren
  • Übelkeit, Erbrechen
  • flache, schnelle Atmung
Erstmaßnahmen
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  • kühle Getränke trinken (idealerweise salzig/isotonisch)

Hitzschlag

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Symptome
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  • Schwäche
  • Verwirrtheit
  • trockene, heiße Haut
  • Krämpfe
Erstmaßnahmen
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  • Notruf absetzen
  • an kühlen Ort begeben
  • Beine erhöht lagern

Sonnenstich

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Symptome
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  • Kopfschmerzen
  • roter Kopf
  • Übelkeit, Schwindel, Erbrechen
  • Nackensteifigkeit
  • Fieber (auch stark zeitversetzt)
Erstmaßnahmen
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  • an kühlen Ort begeben
  • Oberkörper erhöht lagern
  • kühle Getränke trinken (idealerweise salzig/isotonisch)

Vergiftungen

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Quallen

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Nach einem Kontakt mit einer Feuerqualle sollten die betroffenen Stellen mit Essig oder Rasierschaum behandelt werden. Etwaige Fäden und Tentakel vorsichtig abschaben, zum Beispiel mit einer Plastikkarte oder mit Sand oder Salzwasser abwischen. Auf keinen Fall mit Süßwasser oder Alkohol abwaschen. Danach eventuell Brandsalbe oder antiallergische Salbe auftragen und bei Unwohlsein oder allergischen Reaktionen zum Arzt gehen.

Verbrennung und Verbrühung

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Erfrierung

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Literatur

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Literatur

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  • Hans-Peter Hündorf, Roland Lipp, Steffen Lipp, Johannes Veith (Hrsg.), Lehrbuch für Rettungssanitäter, Betriebshelfer und Rettungshelfer. 4., komplett überarbeitete Auflage. Edewecht, Stumpf + Kossendey (2022) ISBN 978-3-943174-87-8