Berat

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Mangalem.jpg
Berat
QarkQark Berat
Einwohnerzahl36.500
Höhe68 m
Tourist-Infovisitberat.al
Lagekarte von Albanien
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Berat

Berat ist eine Stadt in Albanien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von Berat

Berat zählt mit über 2400 Jahren kontinuierlicher Besiedelung zu den ältesten Städten Albaniens. Die Stadt wird "Stadt der 1000 Fenster" genannt, trägt seit 1961 den Namen "Museumsstadt" und gehört seit 2008 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie gilt als gut erhaltenes Musterbeispiel einer osmanisch-albanischen Stadt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächst gelegene Flughafen ist der Flughafen Tirana (Tirana International Airport Nënë Tereza, TIA) und befindet sich 115 km nördlich von Berat.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Berat hat Busverbindungen nach Tirana, Durrës, Elbasan, Vlora, Gjirokastra und Çorovoda.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Stadt liegt abseits der großen Durchgangsstraßen. Sie ist erreichbar von Osten aus Richtung Fier über die SH73 oder aus Nordwesten aus Richtung Tirana / Durrës über Lushnjë über die SH72, die noch ca. 50 km in Richtung Südosten bis nach Çorovoda und zum Osum-Canyon weiterführt und sich dann in der Einsamkeit des Gebirges verliert. Aus allen anderen Himmelsrichtungen hat Berat keinen Straßenzugang.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Es gibt eine Stadtbuslinie, die der Nordwest-Südost-Richtung folgt und vom Stadtteil Kombinat über die Stadtmitte in die Vorstadt Uznova führt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten im neuen Stadtzentrum:

Kathedrale des Hl. Demetrios
  • Kathedrale des Hl. Demetrios (Kisha e Shën Dhimitrit), Rruga Rilindja. orthodoxe Kirche. Geöffnet: tägl. 07:30 - 22:00.
  • 1 Bleimoschee (Xhamia e Plumbit), Rruga Gaqi Gjika. Tel.: +355 69 377 1773. Die Bleimoschee, oder auch Moschee des Ahmed Bey Usgurli, ist ein bedeutendes historisches Bauwerk. Sie wurde in den Jahren 1553 und 1554 als Zentrum eines neuen Stadtteils in der Ebene errichtet und ist ein Kulturdenkmal des Landes. Den Namen erhielt die Einkuppelmoschee durch ihre Blei-Kuppel. Die von drei weiteren kleinen Kuppeln überdeckte Vorhalle (Portikus) wurde später angefügt. Im Inneren sind Reste einer floralen Ausmalung aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Die Moschee wurde 2014 renoviert. In sozialistischer Zeit diente sie als Architekturmuseum. Geöffnet: tägl. 07:00 - 20:00.
  • Sultansmoschee (Xhamia e Mbretit). Die Sultansmoschee (auch Königsmoschee genannt) wurde im 15. Jahrhundert von Sultan Bayezid II. gestiftet. Sie hat eine Galerie und ist im Inneren mit geometrischen Motiven ausgemalt. Die Vorhalle wurde im 18. Jahrhundert angebaut. Das ehemals höchste Minarett des Landes wurde während Albaniens Kulturrevolution zerstört, jedoch wieder neu aufgebaut.
  • Paschapalast (Sarajeve të Pashait). Der Paschapalast besteht heute nur noch aus Ruinen. Die Palastmoschee und ein reich verziertes Tor sind noch erkennbar. Der Palast geht ursprünglich auf die Antike zurück. Er wurde mit Steinen aus der Stadt Apollonia gebaut. Ende des 18. Jahrhunderts, während der Regierungszeit Ahmed Kurt Paschas, wurde der Palast ausgebaut. Nach Kriegszerstörungen wurde er nicht wieder aufgebaut.

Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Mangalem:

Stadtteil Mangalem
  • 1 Wohnviertel Mangalem. Das gesamte Stadtviertel Mangalem ist traditionell muslimisch und wurde ursprünglich von Handwerkern und Kaufleuten bewohnt. Das Stadtviertel schmiegt sich an den Burghang, die Häuser stehen dicht an dicht. Es gibt enge, steile, verwinkelte Gassen. Die weißen, oft zweigeschossigen Häuser sind häufig nur durch Treppen erreichbar. Sie sind in Richtung der Sonne ausgerichtet, die Front ist mit unzähligen Fenstern versehen. Diesem Stadtteil hat die Stadt den Namen "Stadt der 1000 Fenster" zu verdanken. Touristisch ist dieser Stadtteil noch unberührt.

Sehenswürdigkeiten im Basarviertel:

  • 2 Basar. Zwischen Burgberg und Fluss eingezwängt befindet sich der Basar mit seiner historischen Ladenzeile. Aufgrund der Beengtheit und des heute vorbeirauschenden Autoverkehrs, der seinen Platz benötigt, ist eine Wiederherstellung des ehemals überdachten Basars nicht mehr möglich. Das einzige tatsächlich historische Gebäude war früher die Nationalbank und ist heute ein Restaurant.
  • Michaelskirche (Shën Mehillit). Über dem Basar klebt auf halber Höhe am Burgberg die Michaelskirche, die nachts romantisch beleuchtet wird. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert. Von außen ist sie eine byzantinische Kuppelkirche mit Schächtelmauerwerk, innen hat sie gotische Elemente. Zugänglich ist die Kirche über einen steilen Fußpfad. Von der Kirche aus hat man einen schönen Ausblick über den Stadtteil Gorica sowie das neue Stadtzentrum. Hinter der Kirche befindet sich eine Höhlenkapelle (Shpella e Mehmetit) mit sehr alten Fresken. Die Kapelle wurde früher von einem sonderbaren Einsiedler bewohnt und heißt deshalb im Volksmund "Höhle des Dummen". Geöffnet: Der Schlüssel wird im ersten Haus der Rruga Andrea Vrusho verwaltet.
  • Junggesellenmoschee (Xhamia e Beqarëve). Die Moschee am Ende der Basarzeile bekam ihren Namen, da der Platz, an dem sie steht, früher Treffpunkt von Junggesellen war, die als Nachtwächter den Basar bewacht haben. Die Moschee aus dem 18. Jahrhundert ist am Hang auf Arkaden gebaut, in denen Ladengeschäfte sind. Sie besitzt an der Außenfassade sehenswerte Wandmalereien von 1827/28 mit ornamentalen Motiven und Ansichten der Stadt.
    Wohnhäuser im Zitadellenviertel

Sehenswürdigkeiten im Zitadellenviertel:

Die Zitadelle von Berat befindet sich auf dem Burgberg am höchsten Punkt der Stadt (ca. 130 m über dem Fluss). Sie hat eine Ausdehnung von ca. 500 m x 250 m und ist von einer Stadtmauer komplett umgeben. Die Zitadelle von Berat ist in Albanien neben der Festung von Kruja die einzige bewohnte Burganlage aus dem Mittelalter.

Fresken in der Blachernen-Kirche
  • Kirchen innerhalb der Zitadelle. Die neun Kirchen innerhalb des Zitadellenviertels sind zum größten Teil von außen recht unscheinbar, im Inneren jedoch oft komplett mit beeindruckend erhaltenen bzw. restaurierten Fresken ausgemalt. Zu ihnen gehören u. a. die Kirche des Hl. Konstantin und Helena (Shën Konstandinit dhe Helenës) mit leider stark beschädigten, auf das Jahr 1644 datierten Fresken und einem Sonnenmosaik auf dem Boden; die Blachernenkirche (Shën Mëri Vllahernës), die bei einem Erdbeben stark beschädigt wurde; die Nikolauskirche (Shën Kollit), direkt gegenüber der Blachernenkirche; die Metropolitan- oder Marienkirche (Shën Mërisë) als jüngste der Kirchen im Zitadellenviertel aus dem Jahr 1797; die Kirche der Dreifaltigkeit (Shën Triadhës) im inneren Burgteil. Sie ist die von außen auffälligste der Kirchen (frühes 14. Jahrhundert) und eine der schönsten und besterhaltenen Kreuzkuppelkirchen Albaniens. Allein schon ihre Lage am Hang beeindruckt den Besucher. Die Kirchen sind meist verschlossen. Am Kassenhäuschen am Eingang zur Zitadelle kann man jedoch nach einer persönlichen Führung fragen. Gerne wird dann voller Stolz ein Rundgang durch eine oder mehrere Kirchen gemacht.
    Kirche der Dreifaltigkeit
  • 3 Akropolis (Innere Burg). Die Akropolis ist der innere, am besten geschützte Teil der Burganlage, die über einen steilen Pfad erreichbar ist. Zur Akropolis gehören die Reste des Paschapalastes, der osmanischen Garnison, der Weißen Moschee (Xhamia e Bardhë) und eine große Zisterne aus dem 14. Jahrhundert mit 150.000 m³ Fassungsvermögen, die noch bis ins 20. Jahrhundert in Betrieb war, außerdem die Reste der Roten Moschee (Xhamia e Kuqe), der ältesten Moschee Albaniens.
  • Georgskirche (Shën Gjergj). Die Georgskirche auf der Südostseite der Burg ist von außen überhaupt nicht als solche erkennbar. Sie wurde während des Kommunismus in den 1980er-Jahren zu einem touristischen Informationszentrum umgebaut, nachdem sie verfallen war und als Lagerraum missbraucht wurde. Die Kirche ist heute wieder als solche in Betrieb, auch wenn sie wie ein Berat-typisches Wohnhaus aussieht, das mit dem Originalbau aus dem 18. Jahrhundert so gut wie nichts mehr gemeinsam hat.

Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Gorica:

  • Gorica-Brücke (Ura e Goricës). Eine siebenbogige Brücke über den Osum verbindet den christlichen Stadtteil Gorica als einzige Zufahrt mit dem Rest von Berat. Sie wurde 1780 anstelle einer Holzbrücke erbaut, in den beiden Weltkriegen zerstört und anschließend wieder repariert.
  • Kirche des Hl. Spiridon (Kisha e Shën Spiridhonit). Die Kirche im christlichen, ursprünglich von Griechen und Aromunen bewohnten Stadtteil Gorica stammt aus dem Jahr 1864.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Ethnographisches Museum (Muzeu Kombëtar Etnografik i Beratit). Tel.: +355 (0)32 232224. Das Museum befindet sich in einer osmanischen Villa aus dem 18. Jahrhundert und bietet seit 1979 Einblick in das Leben vergangener Tage. Man sieht Gegenstände des täglichen Gebrauchs sowie Kunstgegenstände und kann sich gut den Alltag einfacher Leute und bessergestellter Familien vorstellen. Das Erdgeschoss war üblicherweise nicht bewohnt, sondern diente als Arbeitsbereich und als Tierstall. Heute ist dort eine typische mittelalterliche Basarstraße dargestellt, in der Handwerker wie Blechner, Silberschmiede etc. ihre Arbeit verrichtet haben. Im ersten Stockwerk sind die ehemaligen Wohnräume dargestellt. Man sieht einen Männer- sowie einen Frauenraum und eine traditionelle Küche mit Alltagsgegenständen. Geöffnet: Mai - Sept.: tägl. 09:00 - 18:00, Okt. - April: Di - Sa 09:00 - 16:00, So 10:00 - 15:00. Preis: 300 Lek, Kinder unter 12 Jahren frei.
  • Onufri-Museum (Muzeu Onufri; im Zitadellenviertel im Narthex und Dormitorium der Marienkirche). Das Onufri-Museum, benannt nach den bekanntesten Künstlern (Vater und Sohn) des albanischen Mittelalters, zeigt seit 1986 in den Räumen des Marienklosters Messgewänder, kunstvoll gestaltete Bibeln, aber hauptsächlich Ikonen aus der Zeit des 15. bis zum 20. Jahrhundert. Geöffnet: 1. Mai - 15. Oktober: tägl. 09:00 - 19:00, 16. Okt. - 30. April: Di - Sa 09:00 - 16:00, So 09:00 - 14:00. Preis: 400 Lek, mit Audioguide 500 Lek, Kinder unter 12 Jahren frei.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

  • Mangalemi, Rr. Mihal Komneno (Straße vom Stadtzentrum in Richtung Zitadelle). Mobil: +355 (0)68 232 3238. Restaurant im Hotel Mangalemi, traditionalle albanische Küche, große Auswahl an Weinen.

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Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Hotel Klea, Lagja Kala (innerhalb der Burgmauern). Mobil: +355 69 768 4861. Traditionelles Haus innerhalb der Zitadelle, 24 h-Rezeption, Garten, Terrasse, kostenlose Parkplätze. Check-in: 12:00 - 23:00 Uhr. Check-out: ab 11:00 Uhr.
  • Berat Backpacker Hostel, Rruga Nikolla Buhuri 295 (im Stadtteil Gorica). Mobil: +355 69 785 4219. Das erste Hostel in Berat, das zweite überhaupt in Albanien. In einem 300 Jahre alten Haus im Stadtteil Gorica gelegen, Schlafsaal, Doppelzimmer, Familienzimmer, Gemeinschaftslounge, -bad, -küche, Garten mit vielen Obstbäumen. Check-in: ab 13:00 Uhr. Check-out: 07:30 - 11:00 Uhr.

Mittel[Bearbeiten]

  • Hotel Mangalemi, Rruga "Mihal Komneno", tek Porta e Pashait. Mobil: +355 68 23 23 238, E-Mail: . Hotel auf den Ruinen türkischer Herrenhäuser im historischen Zentrum des Stadtteils Mangalem. Das Hotel Mangalemi war das erste Hotel, das nach der politischen Wende in Albanien 1991 in Berat eröffnet hat. Check-in: ab 14:00 Uhr. Check-out: bis 11:00 Uhr.
  • Hotel Belgrad Mangalem, Rruga Kostaq Stefa. Mobil: +355 69 832 6499. Das Hotel befindet sich in zwei, 10 m voneinander getrennten, historischen Altstadthäusern. Gegenüber dem Paschapalast gelegen bietet das Hotel Doppel-, Vierbettzimmer und Apartments, alle mit Klimaanlage ausgestattet. Check-in: 13:00 - 22:00 Uhr. Check-out: 06:00 - 11:00 Uhr.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Hotel Colombo, Rruga Santa Lucia (im neuen Stadtzentrum zwischen Fußgängerzone und Fluss gelegen). Tel.: +355 (0)32 23 10 10, E-Mail: . Fünf-Sterne-Hotel mit Bar, Garten, Terrasse, Restaurant; 118 Zimmer (Einzel-, Doppel-, Dreibett- und Vierbettzimmer, Suiten). Check-in: ab 13:00 Uhr. Check-out: bis 11:00 Uhr.

Lernen[Bearbeiten]

  • Albanische Universität Berat. Die Albanische Universität war eine private Hochschule. Sie bestand in Berat seit 2009 und hatte bis zu 4000 Studenten. Man konnte zunächst in zwei Fakultäten Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, ab 2010 in zwei zusätzlichen Fakultäten Medizin und Architektur studieren. Die Universität wurde 2019 geschlossen.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Krankenhaus (Spitali Rajonal), Rr. Gaqi Gjika. Tel.: +355 (0)32 234 303.
  • Notarzt. Tel.: +355 (0)32 234222.
  • Apotheke. Apotheken finden sich in der Rr. Antipatrea (stadteinwärts links), in der Rr. Gaqi Gjika und am Blv. Republika (links).

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Postamt, Rr. Antipatrea (stadteinwärts, gegenüber der Raiffeisenbank).
  • Tourist Information Center, Rr. Antipatrea (am Rathaus). Geöffnet: tägl. 08:00 - 16:00.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Osum-Canyon
    Ausflug zum Osum-Canyon: Der etwa 160 km lange Fluss Osum hat auf seinem Weg von Südosten nach Berat fließend einen 13 km langen, 70 - 80 m tiefen Canyon gebildet. Die Schlucht ist nur wenige Meter breit. Der Canyon befindet sich in der Nähe von Çorovoda südöstlich von Berat und ist von dort auf einer kurvigen, schmalen Gebirgsstraße nach ca. 50 km zu erreichen. Outdoor-Agenturen (z. B. Albania Rafting, www.albrafting.org) veranstalten von Berat aus Wanderungen im und am Canyon sowie Kajak- und Raftingtouren.
  • Ausflug ins Tomorr-Gebirge (Mali e Tomorrit): Das Tomorr-Gebirge befindet sich mit seiner höchsten Erhebung, dem Çuka e Partizanit (2416 m) östlich von Berat. Der Tomorr-Berg (Maja e Tomorrit, 2382 m) kann mit einem allradbetriebenen Geländewagen über eine Schotterpiste mit durchschnittlich 11,4 % Steigung erreicht werden (der höchste Punkt Albaniens, der mit einem Auto erreicht werden kann). Auf 2173 m Höhe kommt man am Mausoleum des Abbas Ali (der Legende nach ein Halbbruder von Husayn, einem Enkel des Propheten Mohammed) vorbei. Dieses ist eine Pilgerstätte der Bektaschi.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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