Nachrichten:2018-03-27: Kontroverse um die Treppe am Königsstuhl

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Königsstuhltreppe

Der Abriss der seit 2016 gesperrten Treppe wurde vorerst gestoppt.

Lohme (Deutschland), 27. März 2018. – Die Einwohner der Rügener Gemeinde Lohme sind aufgebracht: im Gegensatz zum Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns fordern sie die Reparatur der 118 Meter hohen Königsstuhltreppe im Nationalpark Jasmund, die von der Felsspitze bis zum Strand führt. Etwa eine Million Besucher nutzten sie jährlich. Seitdem 2016 ein Baum auf die Treppe gestürzt war, wurde sie gesperrt.

Das Umweltministerium hat aber seine eigenen Pläne: es plant den Rückbau der Treppe und begründet ihn damit, dass ein Hangteil stark abbruchgefährdet ist. „Der Schutz der Besucher habe obere Priorität,“ argumentierte Umweltminister Till Backhaus (SPD). Zudem wird die einstige Gaststätte „Waldhalle“ zu einem Welterbezentrum für Buchenwälder und Wanderstützpunkt umgebaut. Der Eintrittspreis beträgt 9,50 Euro, den man auch zahlen muss, wenn man nur auf die Toilette muss. Natürlich sollen die Besucherströme auch gelenkt werden, damit keine Tritt- und Begehungsschäden entstehen. Der Königsstuhl selbst soll mit einer über ihm schwebenden Plattform geschützt werden.

Für die Einwohner von Lohme steht viel auf dem Spiel: sie leben vom Tourismus. So haben sie bereits mehr als 3000 Unterschriften für die Wiederherstellung des Abstiegs gesammelt. Diese Proteste veranlassten die Nationalparkverwaltung, den Rückbau der Treppe vorerst zu stoppen.

Quellen[Bearbeiten]