Nachrichten:2014-04-29: Streik bei der Londoner U-Bahn

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Für den 6. Mai 2014 ist ein weiterer, dann dreitägiger Ausstand geplant.

U-Bahn-Mitarbeiter streiken gegen die Abschaffung zahlreicher Fahrkartenschalter.

London (Vereinigtes Königreich), 29. April 2014. – Das Londoner U-Bahn-Personal hat für zwei Tage die Arbeit niedergelegt. Anlass des Streiks ist die Entscheidung des Arbeitgebers, zahlreiche Fahrkartenschalter an den Bahnhöfen zu schließen und damit etwa 960 Stellen abzubauen.

Der Ausfall einiger U-Bahn-Linien - nur zwei von neun verkehrten nicht und nur ein Drittel der U-Bahn-Stationen waren geschlossen – führte dennoch zu chaotischen Zuständen. Auch der Zubringer zum Londoner Flughafen Heathrow wurde ab Nachmittag bestreikt. Die U-Bahn-Ausfälle konnten aber auch vom Londoner Nahverkehrsbetrieb Transport for London nicht kompensiert werden. Sie versuchte, alle vorhandenen Busse einzusetzen, darunter auch Doppelstockbusse aus der Vierziger- und Fünfziger-Jahren.

Der Streik hatte auch beim Bürgermeister Boris Johnson tiefen Eindruck hinterlassen, auch wenn er den Streik als „zwecklos und verrückt“ charakterisiert hatte. Auch Großbritanniens Premierminister David Cameron war vom Streik nicht sehr angetan.

Aber die Kampfeslust der U-Bahn-Mitarbeiter hält an: Für den 6. Mai 2014 ist ein weiterer, dann dreitägiger Ausstand geplant.

Quellen[Bearbeiten]