Nachrichten:2013-06-07: Demonstrationen in Istanbul

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Reisende sollen sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernhalten.

Die Polizei geht mit Tränengas gegen Demonstranten auf der Unabhängigkeits­straße vor.

Istanbul (Türkei), 07. Juni 2013. – Ein umstrittenes Bauvorhaben war der Auslöser für die bislang umfangreichsten Massendemonstrationen in Istanbul. Am Rande des Taksim-Platzes sollte im Gezi-Park 700 Bäume gefällt werden, um ein Einkaufszentrum errichten zu können. Der Gezi-Park ist eine der wenigen Parkanlagen dieser Art in Istanbul. Ein erster Protest in Form eines Musikfestivals fand bereits am 13. April statt. Am 27. Mai 2013 abends rückten die ersten Baumaschinen an, um den Park einzureißen. Am Folgetag kam es bereits zu den ersten Polizeiaktionen gegen die Demonstranten.

Die Demonstrationen am Gezi-Park nahmen zu. Die massive Polizeigewalt führte nun dazu, dass es nicht mehr nur um den Erhalt des Gezi-Parks ging, sondern auch Demonstranten gegen die als autoritär empfundene Politik der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan aufbegehrt wurde. Diese Proteste halten schon seit mehreren Tagen an und wurden auf Ankara, Izmir und anderen Städten der Türkei ausgedehnt. Am 7. Juni 2013 schalteten Erdoğans Gegner eine ganzseitige Anzeige in der „New York Times“.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, „sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzuhalten und Vorsicht walten zu lassen. Es wird zu besonders umsichtigem Verhalten aufgerufen.“

Quellen[Bearbeiten]