Nachrichten:2010-11-16: Körperscanner in Hamburg: 100 % Nachkontrolle

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Die auf dem Hamburger Flughafen getesteten Körperscanner sind keine wirkliche Hilfe.

Hamburg (Deutschland), 16. November 2010. – Wenigstens ist die Teilnahme am Test mit den Körperscannern auf dem Hamburger Flughafen freiwillig. Aber eine Vereinfachung der Kontrollen bringen sie offensichtlich nicht. Die Fehlerquote ist extrem hoch: Falten in Blusen, Hemden, Röcken oder Hosen produzieren ständig verdächtige Stellen, so dass fast 100 % der Personen, die sich dem Test freiwillig stellen, in traditioneller Weise nachkontrolliert werden müssen. Auch sind mehrere Kleidungsschichten kaum durchdringbar. Durch den Aufwand der Nachkontrolle bilden sich an den entsprechenden Schaltern lange Schlangen. In Stoßzeiten werden die Scanner daher nicht eingesetzt.

Die Testphase soll im März 2011 enden.

In den USA revoltieren mittlerweile Piloten und Passagiere gegen den Kontrollwahn an US-amerikanischen Flughäfen. Selbst die Reisebranche macht sich inzwischen ernsthafte Sorgen um ihr Geschäft. Für den 24. November 2010 rufen Bürgerrechtsaktivisten Passagiere dazu auf, die Sicherheitskontrollen zu behindern. Am Tag vor Thanksgiving sind traditionell viele Amerikaner unterwegs.

Quellen[Bearbeiten]