Wikivoyage:Regeln gegen Sex-Tourismus

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Sex-Tourismus definieren wir als das Bereisen von Ländern vor allem zu sexuellen Zwecken. Insbesondere bezieht sich der Begriff auf das Reisen zum Zweck der Inanspruchnahme von Prostitution bis hin zur Kinderprostitution.

Abgelehnter Inhalt[Bearbeiten]

Statue für die unbekannte Sex-Arbeiterin, 2007, im Amsterdamer Rotlichtbezirk De Wallen

Wir haben uns dagegen entschieden, Informationen für Sex-Touristen in Wikivoyage aufzunehmen, insbesondere:

  • Orte oder Aufzählungen von Bordellen, Bordellstraßen sowie Bars, in denen Prostituierte zu finden sind
  • wertende oder Preisinformationen über Prostitution
  • Hinweise zu Straßenstrichen

Allgemeine Beschreibungen von Bereichen, wo Prostituierte zu finden sind, also von so genannten „Rotlichtbezirken“, können allerdings auch für normale Touristen von Interesse sein. So sind zum Beispiel St. Pauli in Hamburg oder der Rotlichtbezirk in Amsterdam touristische Sehenswürdigkeiten, und als solche ist ihre Erwähnung und kurze Beschreibung sicherlich angebracht.

Gründe[Bearbeiten]

Diese Regelung beruht nicht auf prüder Abscheu vor Prostitution im Allgemeinen. Die Gründe sind:

  • Informationen für Sex-Touristen in Wikivoyage vermitteln schnell den Eindruck, als wäre Wikivoyage eine Website vorzugsweise für Sextouristen. Wikivoyage soll aber für alle Reisenden von Nutzen ist, nicht nur für jene, die bezahlten Sex suchen.
  • Informationen für Sex-Touristen bereitzuhalten kann in manchen Staaten zu rechtlichen Verwicklungen führen. Prostitution oder die Förderung derselben ist nicht überall erlaubt. Ein besonderes Problem ist die Kinderprostitution.
  • In der Regel sind es arme Länder, die von Sextouristen aufgesucht werden. Solche Reisen sind meist eine Form entwürdigender Ausbeutung der Ärmsten und Schwächsten in diesen Ländern.
  • Auch andere Reiseführer lassen solche Themen meist aus.

Wikivoyage soll zwar ein möglichst breites Publikum ansprechen, keinesfalls aber jedes um jeden Preis.