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Traumpfad München–Venedig

Gewählt zum Reisethema des Monats Juli 2026
Vollständiger Artikel
Aus Wikivoyage

Der Traumpfad München–Venedig ist eine anspruchsvolle Alpenüberquerung beginnend am Marienplatz in München über Karwendel, Tuxer Alpen und die Dolomiten, um am Markusplatz in Venedig zu enden.

Streckenprofil

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Wegweiser im Karwendelgebirge

Die übliche Einteilung sieht 28 Etappen vor. Die beiden ersten und letzten Tage verlaufen im flachen Gelände.

  • Länge: 550–560 km
  • Ausschilderung: kein offiziell markierter Wanderweg
  • Steigungen: ca. 22.000 Höhenmeter, höchster Punkt 2904 m
  • Wegzustand: in den Hochalpen frei im Gelände
  • Saison: nur Juli–August sind schneefrei, wen der wenig stört, der kann von Juni–September gehen.

Hintergrund

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Der Weg wurde von Ludwig Graßler nach verschiedenen Anläufen erstmals 1974 bewältigt, worüber 1977 sein Bildband Zu Fuß über die Alpen erschien. Erst spätere Auflagen enthielten einen Tourenplan. Man bedenke, daß Graßler ein ausgebildeter Gebirgsjäger und geübt war. Die dort beschriebene Route hat sich kaum verändert. Die Strecke, obwohl kein offizieller Wanderweg, zählt zu den populärsten Weitwanderwegen Mitteleuropas.

Vorbereitung

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Gutes Schuhwerk, wasserfeste Kleidung und Erfahrung im Bergsteigen; Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind in den Alpen nötig. Wer in die drei Klettersteige möchte, braucht auch einen Helm. Siehe auch: Bergwanderer/Grundausrüstung

Eigenes Kartenmaterial oder GPS ist notwendig.

Anreise

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Siehe auch: Anreise nach München und Venedig

Öffentliche Verkehrsmittel

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Legende zu den Wegbeschreibungen
weist auf die Hauptstreckenvarianten, auf alternative Routen oder Abstecher. Wo in einer Streckenbeschreibung Zeitangaben sind, beziehen sie sich auf Gehzeit ab Beginn der Etappe. Sie sind durchaus „sportlich.” Angaben zu Höhenmetern sind gekennzeichnet: Steigungen und Abstiege . 🗺 Kartenblatt; 🚂 Bahnhof, 🚌 Bus(haltestelle).

Linien und Haltestellen werden bei den einzelnen Orten erwähnt. Der Münchner Verkehrsverbund (MVV) deckt den gesamten oberbayerischen Bereich ab. Die Zillertalbahn betreibt auch ein Busnetz. Der Verkehrsverbund Tirol bietet auch ein „Euregio Tagesticket 2Plus“ mit dem man nach Südtirol kann. Dort wiederum fährt man mit Südtirol Mobil (auch Zugverbindungen bis Innsbruck und Lienz) oder weiter mit Trentino Transporti. In den Dolomiten bleibt man im Bereich des südtirolmobil-Verbundgebiets. AVTO fährt an der Küste von Venetien.

Streckenbeschreibung

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Karte
Alpenquerung „Traumpfad München–Venedig“

Diese Wegbeschreibung gibt nur die markantesten Punkte.

1 München – Wolfratshausen

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8–10 Std. 32–34 km. 🗺 WK 182.

Hauptartikel: München und Wolfratshausen

„Offizieller“ Startpunkt ist in München vorm neuen Rathaus am 1 Marienplatz .

Der Weg folgt der Isar aufwärts, ab von Straßen auf gut geflegten, anfangs durchgehend asphaltierten Rad-/Fußwegen. In den Isarauen kommt man auf Pfade. 1 Wolfratshausen ist Endstation der S-Bahn Linie S7 (Hauptbahnhof München ca. 40 Minuten). Auf dem Rückweg kann man Anfang Mai bis Mitte September feucht-fröhlich ein Floß bis München-Thalkirchen nehmen.

⇢ Langsamer: Etappenziel Tag 1 schon im Kloster Schäftlarn mit guter Einkehr; 22 km, 4½–5½ Std. Tag 2 dann bis Geretsried; 21 km, 4½–5½ Std. und erst am dritten Tag nach Tölz, 17 km Tagesleistung, 4–4½ Std.

2 Wolfratshausen – Geretsried – Bad Tölz

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7–8½ Std. 26–27 km; je nach Route ↥120–190 ↧50–110 m; direkter 🚌 X970 oder 379. 🗺 WK 182, WK 180 Starnberger See – Ammersee oder UK50-52; BY 11.
Keine Verpflegungsmöglichkeit unterwegs.

In Wolfratshausen ab Bahnübergang an der Sauerlacher Straße 1½ km zum Loisach-Isar-Kanal, dann Richtung Geretsried-Gartenberg (1½ Std.); dort kurz auf die Isardammstraße und bald wieder in die Isarauen (mit wenig Markierungen). Am Hochufer entlang erreicht man die 2 Tattenkofener Brücke nach 3 Std. In 2 Rimslrain (4 Häuser und Kapelle) kommt man nach 5½ Std. an. Eine Stunde später geht man nach dem Stausee rechts ab eine weitere halbe Stunde bis

Hauptartikel: Bad Tölz

3 Bad Tölz – Tutzinger Hütte

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6½–9 Std. 18 km. ↥ca. 1000m (800 m bis Brauneck-Gipfel) ↧ca. 300 m. Wegnummer 468, 460. Über Tiefental-Alm 7½ Std. ↥890 m, ↧220 m.
🚌 369 (nur Juni–Okt., wochentags 2, Wochenende 6): Bad Tölz – Lenggries – Vorderriß – Oswaldhütte – Hinterriß – Eng (Tirol)

Bis Obergries und Arzbach geht es nach Süden entlang der Isar, danach bergauf zum Gipfelhaus Brauneck. Über die Tiefental-Alm kommt man zur Tutzinger Hütte (Tel. +491751641690, ​Saisonende 31. Okt.) (Wurzweg 9, 83671 Benediktbeuern) auf 1327m.

Weg über Lenggries nach Leger oder Brauneck dort ggf. Bergbahn Brauneck, eine Kabinenseilbahn (8.15–17 Uhr): 1 Talstation Lenggries (🚌 364, 395, Haltestelle Brauneckbahn) 2 Bergstation , Übernachtungsmöglichkeit im Gipfelhaus.

4 Tutzinger Hütte – Jachenau – Vorderriß

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Die an der Benediktenwand ausgewilderten Gamsen leben auf einer für die Art niedrigen Höhe.

 Std. 22 km. ↥1220 m, ↧670 m. 🗺 WK 26. Wegnummern 456, 455 und 485 nach Jachenau, danach 490 bis Vorderriß.
weiter bis 3 Hinterriß , 30,6 km, 12 Std., gesamt ↥900 m, ↧1290 m.

Von der Hütte aufwärts in die Benediktenwand (1801 m), als erste wirklich anspruchsvolle Bergstrecke. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit nötig. Von dort hinab nach 4 Jachenau zur Mittagspause.
Weiter geht es über den Rißsattel (stärken kann man sich auf der Lainer-Alm) und einen steilen Abstieg nach 5 Vorderriß (🚌 369) . (Diese Etappe belastet die Knie stark, dafür ist die Landschaft im Rißtal beeindruckend.)

1 Gasthof Post, Vorderriß 5, 83661 Lenggries. Tel.: +498045277 .

alternative Tagesetappe: Brauneck Gipfelhaus - Benediktenwand - Jachenau, 21 km, 6–7 Std. ↥450 m, ↧1200 m.

wer nicht trittsicher und schwindelfrei ist umgehe die Tutzinger Hütte und Benediktenwand und wähle einen Wanderweg unterhalb der 1 Achselköpfe .

Karwendel
Birkkarspitze

5 Vorderriß – Karwendelhaus

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 Std. 24 km (ca. 12 km auf Asphalt); ab Hinterriß 14 km, 4–5 Std. ↥900–1000 m, ↧70–200 m. 🗺 WK 26.

Vorderriß – Oswaldhütte – Hinterriß geht man auf der Landstraße (alternativ 🚌 369).

3 Naturparkhaus Hinterriß . Geöffnet: 1. Mai–Ende Okt. 9.00-17.00, Di. geschl. Preis: € 3.
3 Hotel Post, Hinterriß 10, 6215 Hinterriß. Tel.: +435245206 . Preis: gehoben. € 150+ p.P.

Karwendelhaus auf 1771m. Bewirtschaftet Anfang Juni bis Ende Sept. Bekannt für deftige Küche, aber auch Massenbetrieb mit 200 Übernachtungsgästen.

6 Karwendelhaus – Schlauchkar – Hallerangerhaus/Hallerangeralm

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8–9½ Std. 14–16 km. ↥1550 m; eine anstrengende Bergetappe; vorm Abmarsch Wetterbericht prüfen.

Vom Karwendelhaus ist schon der erste Teil des Weges mit Seilen gesichert, am Schlauchkar liegt im Juni noch Schnee. Hinauf auf die 2 Birkkarspitze (2847m) und zur Biwakhütte Birkkarspitze Von dieser geht es steil abwärts, wiederum auf mit Seilen gesichertem Pfad auf sehr gerölligem, unwegsamem Gelände (nicht sinnvoll bei nassem Wetter) hinab ins Tal zur Einkehr auf der 1 Kastenalm (auf 1222m, ​Juni–Sept., Di. + Mi. Ruhetag) .

Nun geht es 5,4 km wieder bergauf (↥555 m) bis zum Etappenziel: Hallerangerhaus (Karwendel 3, A-6067 Absam)

Ist hier voll, kann man 350 Meter weiter auf der Halleranger Alm (Tel. +436641055955) zu ähnlichen Preisen unterkommen.

Umgehung der Birkkarspitze durch Abstieg ins Karwendeltal über Scharnitz durchs Hinterautal vorbei am Isar-Ursprung, dann noch 1,6 km bis zur Kastenalm, nicht nur bei mangelnder Kondition, sondern auch bei Regenwetter.

7 Hallerangerhaus – Wattens

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 Std. 18 km. ↥400 m, ↧1600 m. 🗺 AV 33.

Es geht zunächst auf gutem Weg hinauf zum 3 Lafatscher Joch

zur Gratvariante 1) Abstieg vom Lafatscher Joch nach Hall, ein langer Weg durch bewohntes Gebiet; 2) landschaftlich schöner, aber sehr viel schwerer ist der Wilde-Bande-Steig über das steile Geröllfeld am 4 Stempeljoch mit Pausengelegenheit in der Pfeishütte. Von dort geht es zur Arzler Scharte und nach ca, 1½ Std. zum „Goetheweg” und schließlich der Möglichkeit mit der 3 Nordketten-Seilbahn (8-17 Uhr) in die Stadt zu gondlen. Will man zu Fuß hinab, muß man über die Schotterfelder der Arzler Reiße. Von der Halleranger Alm braucht man für die 17 km 5½–6½ Std.

13,4 km Abstieg (↧1022 m) vom Lafatscher Joch zunächst über Almwiesen, dann Asphalt (einen Teil der Straße kann man vermeiden wenn man dem Schild: „Fluchtsteig - Begehen auf eigene Gefahr” folgt) durch St. Magdalena (ehem. Kloster) – St. Martin (hier Hotel Speckbacherhof. 🚌 3 Bhf. Hall) und Mils bis nach Wattens 🚂. Preislich sind die drei Unterkünfte nahe dem Kirchplatz alle gehoben: Hotel Goldener Adler (Tel. +43522452255), Hotel Alpenland (Tel. +43522452362) und Pension Clara (Tel. +43522452151). In den Nachbarorten Aschach und Weer gibt es je einen Campingplatz.

Alternative 7–9: Gratvariante über Hall oder Innsbruck

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Hauptartikel: Hall und Innsbruck

🚌 8370: Innsbruck – Hall – Gnadenwald/Mils. Im Halltal verkehrt Mitte Mai bis Anfang Oktober tagsüber stündlich (zur vollen Stunde) aber nicht bei Regen, ein 9sitziger Shuttlebus („Halltaltaxi“) über die 2. Ladhütte bis nach St. Magdalena.

Aus Innsbruck geht man den 18 km langen (7 Std., ↥1200 m, ↧200 m), anspruchsvollen Weg zur Glungezerhütte (auf 2610 m; Mi. Juni–Anfang Okt.) (Wer die Seilbahn zur Bergstation Tulfeinalm nimmt bewältigt die Tour in 5½ Std., ↥950 m). Von hier sind es in 5–8 Stunden zu bewältigende anspruchsvolle 14–16 km (↥800–1100 m, ↧520–600 m) bis zur Lizumerhütte. Dabei bleibt man auf dem Grat über sieben Gipfel: Glungezer (auch erreichbar per Glugenzer-Gondelbahn über Bergstation Tulfein auf 2055m in 1½ Std.), Gamslahnerspitze, Kreuzspitze, Rosenjoch, Grünbergerspitze, Grafmartspitze und die nördliche Schoberspitze zum Naviser Jöchl. Hier sollte nur bei schönem Wetter marschiert werden. Die Gratwanderung ist zugleich eine Variante der Via Alpina.

bei schlechtem Wetter ist zwischen Glungezer- und Lizumerhütte die Wegstrecke über die 2 Steinkasernalm sicherer. Gehbar in 10 Std. (18 km, ↥980 m, ↧1560 m).

8 Wattens – Lizumerhütte

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7–9½ Std. 16–9 km, ↥ca. 1450 m. 🗺 WK 36, 37, AV 33
Hallangerhaus – Lizumer Hütte ist, wenn man wirklich fit ist, in einem Tag gehbar: 30 km, ↥2200 m, ↧1500 m.

Während des ersten Teils (13 km, ↥857 m) des langen Anstiegs bis Lager Walchen sind mehrere Gasthöfe im Tal des Wattenbachs. Die Hänge zu beiden Seiten sind Schutzgebiete u. a. für Auer- und Birkhühner, in höheren Lagen Gamsen (generelles Betretungsverbot für Skitouren). An einer Schießbahn des Bundesheeres vorbei kommt man vor dem Tagesziel: Lizumerhütte (Wattenberg 105, A-6113 Wattenberg) , Mi. Juni–Anfang Okt.

9 Lizumerhütte – Tuxerjochhaus

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Tuxer Alpen
Blick ins zu durchsteigende Wattental, geshen vom Largoz

5–7 Std. 11–4 km; ca. ↥1200, ↧900 m. Anstrengende An- und teils steile Abstiege, nur für Trittsichere. Keine Einkehr unterwegs.
Nota bene: Bei den drei „Gletscherbussen“ am Ferner handelt es sich um Kabinengondelbahnen.

Nach einem Stück im Tal, geht es steil aufwärts zum Geierjoch, dann Pluderlingsattel – 5 Junssee – Tote Böden – Gschützspitzsattel zum Tagesziel Tuxer-Joch-Haus (Tel. +43528787216) , Mi. Juni–Anfang Okt. Es ist auch erreichbar von der Seilbahnstation Sommerbergalm (ab Talstation Tuxer-Ferner-Haus), ca. 1 Stunde.

nahe Berge: Pfannköpfl (= Reisköpfl, 2388 m) und Frauenwand (2541 m).

Alternativ zum Spannagelhaus (Tel. +4352878510360)

Bei Regen sollte man das Geierjoch meiden und stattdessen über das Torjoch nach 6 Lanersbach (ausreichend Unterkünfte) gehen, wo es eine Talwanderung nach Hintertux bzw. einen Bus zum Schlegeisspeicher gibt.

10 Tuxerjochhaus – Schlegeisspeicher

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6+ Std. (zur Olpererhütte 4–5½ Std., 12 km, ↥800 m) 12 km. ↥830, ↧1340 m. Wegnummern 326 und 526. Hochalpine Tour mit Schneefeldern, anstrengend. Einige Abstiege gesichert mit Seilen. 🗺 37 (1:25.000).

Vom Tuxerjochhaus zum Spannagelhaus von dort weiter auf die schwierige Friesenbergscharte (2904 m, Stahlseile an der Südseite; nicht gehbar im Regen) zum gut 320 Meter tiefer liegenden Friesenberghaus zur Einkehr (5–6 Std., ↥1000, ↧850m ab Tuxerjochhaus) und letztlich hinab bis zum Schlegeisspeicher, dessen Staumauer auf 1782m steht.

Friesenberghaus als Tagesziel, dann Folgeetappe bis Stein, 8–9 Std., 16 km (↥550, ↧1450 m).

Man hat am Wege etliche Blicke auf die Landschaftszerstörung durch den Skizirkus.

Mögliche Tagesziele:

  • Dominikushütte (🚌 Mayrhofen – Schlegeis Stausee)
  • auf dem Berliner Höhenweg Olpererhütte auf 2389 m; 90 Min. Aufstieg vom Schlegeisspeicher. (Liegt auch am Zentralalpenweg 02 des ÖAV und dem Tiroler Höhenweg.)
Eine nahe Hängebrücke, die keine zwei Meter über einen Gletscherbach gespannt ist, hat sich zum beliebten Photomotiv entwickelt. Steht ein Photograph einige Meter entfernt mit Blickrichtung Schlegeisspeicher, so erscheint es als ob eine auf der Brücke stehende Person hoch über dessen See steht.

11 Dominikushütte – Stein

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Die Zirbe(lkiefer), Pinus cimbra, ist charakteristisch für die obere subalpine Stufe. Sie steht oft in Verbindung mit Lärchen.

4 Std. 14 km.

lange, bergige Route: über den Pluderingsattel zum Pfitscherjochhaus hat man bei Sonnenschein großartige Ausblicke. Weiter auf dem Höhenweg zur Frauenwand und nach 5 Std. Gehzeit von der Olpererhütte Einkehr in der 4 Geraer Hütte (auf 2324m) .

Über die Alpeiner Scharte geht man bis zum Pfitscher-Joch-Haus (S. Giacomo, 103, 39049 Val di Vizze BZ) mit Massenbetrieb, bereits in Südtirol; direkt von der Olpererhütte braucht man 4 Std. Es bietet sich an, den Tag hier abzuschließen.

Abkürzung (5,5 km), mit weniger Auf und Ab (↥292, ↧21 m): Dominikushütte – Pfitscher-Joch-Haus im Zamser Grund (Wegnummer 524). Erst hinter der 3 Lavitzalm geht es steiler aufwärts zum Pfitscher-Joch.

Vom Pfitscher-Joch geht es durchgehend bergab (Strada provinziale 508) vorbei an der 4 Rotbachlhütte und der Rastlarch Kapelle bis zum Berggasthof Stein, Via sasso, 95, 39049 Val di Vizze BZ. Tel.: +390472630130. Im Dorf gibt es weitere Unterkünfte (Bartlhof, Fam. Messner; Sagstallhof), aber keine Einkaufsmöglichkeit. Busse 311 fahren Bhf. Sterzing ab Haltestelle Angerhöfe. Die Gemeinde erhebt € 1,70 Kurtaxe.

12 Stein – Pfunders

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7½–8½ Std. 16 km. ↥1100, ↧1550 m, leichte Strecke.
Pfitscher-Joch-Haus – Pfunders geht man 11 Std., 20,9 km. ↥920, ↧2050 m.

Aus Stein zur 6 Gliederscharte (Forcella di Monte Stretto, ​ca. 2630m) wird der Pfad im oberen Teil steil und führt über Geröll. Es folgt ein langer Abstieg vorbei am Grindler See und Engbergalmen.

Das Bergdorf 7 Pfunders (🚌 418 vom Bhf. Vintl, ital. Vandoies) ist touristisch gut versorgt mit verstreut liegenden Unterkünften. Der Gasthof Brugger erhält durchgehend gute Bewertungen.

13 Pfunders – Lüsener Alm / Kreuzwiesenhütte

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7–10 Std. 23–27,6 km. ↥1200–1280, ↧500 m. 🗺 WK 32, WK 81 (1:25.000), AV 31/3, Tabacco 37. Leicht gehbar, aber der lange Anstieg zieht sich.
bei schlechtem Wetter kann man aus Pfunders dem Bus nach Niedervintl und dort in einen anderen bis zur Ronerhütte umsteigen.
Schlechtwetteralternative Etappe 14: von der Ronerhütte den Shuttle nach Mühlbach nehmen. Dort fahren Busse nach 8 St. Martin in Thurn von wo man zur Schlüterhütte aufsteigt.

Aus Pfunders bleibt man im Tal nach Niedervintl (im Weitental zunächst auf der Landstraße, dann paralleler Wanderweg). Von Niedervintl steigt man durch den Rodenecker Wald hinauf zur 5 Ronerhütte (Naturhotel Roner, ​auf 1832m) . Auf der Höhe hat man zum ersten Mal Blick auf die Dolomiten. Von dort zur Lüsener Alm (Starkenfeld-Hütte ☎ +393313513049 und Rastnerhütte ☎ +390472546422 oberhalb) und weiter zur Schutzhütte Kreuzwiesenalm (Rifugio Kreuzwiesenalm; Alpe di, I-39040 Lüsen; Tel. +393337484880) , Sommersaison: Mai bis Allerheiligen. Mit Käserei.

läßt sich auf der Kreuzwiesenhütte kein Bett reservieren, empfiehlt sich schon von der 4 Lüsener Almu die serpentinenreiche Straße Richtung Lüsen abzusteigen. Unterwegs sind fünf Unterkünfte. In Lüsen-Dorf 🚌 325 Brixen – Petschied (Pezzé).

14 Kreuzwiesenhütte – Schlüterhütte

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8–10 Std. 18–21,7 km. 🗺 WK 56 Brixen/Bressanone, WK 615 (1:25.000), Tabacco 30 (1:25.000). Man kommt durch den Naturpark Puez-Geisler in die Dolomiten.

Von der Kreuzwiesenhütte zunächst auf grasigen Matten des Bergrückens (Blick auf den Peitlerkofel) zur Turnaretschhütte nach der es steiniger wird, aber einfach zu gehen bleibt. (Die Einkehr auf der Wieseralm wird nicht mehr betrieben.) Weiter über’s Lüsener Joch – 6 Maurerberghütte (Tel. +390474520059) – Würzjoch (lad.: Börz), wonach man den Tag ausklingen lassen kann im gepflegten 7 Ütia de Börz (🚌 323 Brixen, 339 Antermoia, ​Würzjochhaus), Strada Boerz, 26, I-39030 St. Martin in Thurn . Preis: gehoben. Speisen kann man tagsüber im Ütia Ćir auf der anderen Straßenseite.

Weiter geht man 6 km, bergauf (↥433, ↧130 m) über die Peitlerscharte zum Etappenziel Schlüterhütte (Rifugio Genova al Passo Poma, ​auf 2297m)

⇢ Abstecher: von der Peitlerscharte abgehend, Besteigung des Peitlerkofels.

15 Schlüterhütte – Grödnerjoch

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Dolomiten
Auf dem Weg zwischen Schlüter- und Puezhütte

5–7 Std. 14–19 km. ↥910–1100, ↧1000–1170 m. 🗺 KW 59 Sellagruppe, Tabacco 07 Alta Badia (1:25.000)
anspruchsvolle Variante (hinter der Roascharte) durch den Klettersteig (Kategorie B) über die 7 Nives-Scharte , dann Richtung Puezhütte.
Vom Ütia de Börz (Würzjochhaus) zum Grödnerjoch sind des 9–10 Std., 20 km.

Von der Schlüterhütte aufwärts zum Bronsoijoch, dann weiter zur Medalgesalm und der schwere Anstieg in die Schotterrinne 8 Roascharte (Forcella Roa) . Es böte sich an den Tag zu beenden in der Puezhütte (Ütia de Puez, ​auf 2475m) . Hier herrscht Massenbetrieb.

Wer am nächsten Tag den Piz Boè besteigen möchte, sollte in jedem Fall weitergehen, um die folgende Etappe erträglich zu halten. Zunächst zum Crespainasee und dann bis zum 9 Grödnerjoch (🚌 473 Sankt Ulrich (Ortisei) – Kurfar (Corvara), stündlich, ​Passo Gardena)

  • 8 Hotel Cira, Passo Gardena, 5, I-39048 Selva di Val Gardena. Tel.: +390471795127 .
  • Pisciadùhütte , 2,6 km (durchs Val Setus) und 160 Höhenmeter über dem Grödnerjoch. Alternativ klettert man direkt hoch auf dem Pisciadù-Klettersteig.

16 Grödnerjoch – Boèhütte

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3½–4 Std. 7 km. Anspruchsvolle ↥820, ↧90 m. 🗺 WK 59. Wegmarkierungen: Dolomiten-Höhenweg 2 oder 666.

Vom Grödnerjoch über die Pisciadùhütte zur Boèhütte 20. Juni bis Ende Sept. Wer Internet braucht hat es seit 2021 hier via Sattelit. Im Zentrum der Sella-Hochfläche auf 2873 m. Hier verläuft auch der Dolomiten-Höhenweg 2.

⇢ Abstecher: Besteigung (↥1250, ↧250 m) der 10 Boèspitze (Piz Boè, ​3152m) mit dem Rifugio Capanna Piz Fassa. (Auch in 1¼ Std. erreichbar von der Bergstation der Seilbahn zum Gipfel des Sass Pordoi, beginnend am 4 Pordjoch (🚌 471, 472) ). Vom Grödnerjoch über Pisciadùhütte und Boèhütte geht man 4½ Stunden. Am Berg ist auch der 11 Piazzetta-Klettersteig (Via ferrata Cesare Piazzetta) – schwerer geht’s nimmer.

17 Boèhütte – Fedaiasee

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6 Std. 12 km. ↥250, ↧1080 m. Im August durchaus überlaufen.

Der anfängliche Abstieg vom Rifugio Capanna Fassa ist steil und schwierig (es gäbe die Seilbahn). Der restliche Weg auf der anderen Talseite führt entlang des Padonkamms. Pause (nach 5 Std.) oder Übernachtung bietet sich in der Höhe an im Rifugio Viel Dal Pan speziell wenn man bei gutem Wetter das Marmolata-Panorama genießen möchte. Von hier geht es mittelschwer bergab. Tagesziel ist der 12 Fedaia-Stausee , der von hohen Gipfeln und dem Marmolata-Gletscher eingefaßt ist. Unterkunft:

  • Rifugio Castiglioni Marmolada an der Westspitze des Stausees, wo an der SS642 eine Bushaltestelle ist. Separates Restaurant Col de Cuk nahebei.
  • Rifugio Fedaia (1 Localita' Malga Ciapela, Rocca Pietore, I-32023 Rocca Pietore BL; Tel. +390437722007) (Preise 2025: 3-4 Bett-Zimmer: 75-85 € p.P., 7er-Schlafsaal 75 € jeweils mit HP; Lager ab 30 €, Dusche inkl.) unterhalb des Ostendes des Sees, dort ist eine Bushaltestelle
⇢ Abstecher: den See umwandern und das 5 Museo della grande Guerra (Museum des I. Weltkriegs) besuchen, das sehr eindrucksvoll die Schwierigkeiten der Kämpfe im Hochgebirge erklärt, u. a. die zwölf Kilometer in den Gletscher getriebnene Eistunnel. In unmittelbarer Nähe ist das Rifugio Dolomia (Tel. +393463111225) und das Restaurant Cima 11 - Rifugio Escursionistico. Hier beginnt auch die Seilbahn auf das Skigebiet Ghiacciaio della Marmolada, das knapp unter 3000 Metern liegt.

Abstieg (10 km, ↧ca. 750 m) und Übernachtung in 9 Sottoguda (🚌 Dolomitibus (Endstation): 04, S42 aus Caprile.) im Alpen Hotel La Montanara (Tel. +390437722017), Hotel Marianna (Tel. +393296160744) oder im Sol & Nef (Tel. +393408354631). Die Speisekarte der Pizzeria Ristorante La Tirolese bietet Fusion-Küche: Goulasch mit Semmelknödel, Tagliatelle, Strudel, Pizza (u. a. „Americana“ belegt mit Fritten), Spaghetti, Spätzle und „Grillowane Warzywa.“

18 Fedaiasee – Alleghe

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4½–5 Std. je nach gewählter Hütte 15–22 km. ↥130, ↧1190 m.
ab Rifugio Viel Dal Pan: 6+ Std., 23 km. ↥250, ↧1600 m.

Nach dem See über die grünen Pisten des Skigebiets Malga Ciapella steigt man nach Sottoguda. Dabei führt der Fußweg kurz vor dem Dorf durch die kostenpflichtige enge Schlucht 13 Serrai di Sottoguda (Ende Sommersaison ab Oktober. Eisklettern im Winter.) , die im Weltkrieg durch den Fels gesprengt wurde.

Hinter Sottoguda geht man an der Straße über Pian (aber hier wieder Wanderweg) nach 10 Alleghe (🚌 Dolomitibus 003 (Caprile – Agordo Autostazione), S42; saisonal Direktbusse aus Venedig) am gleichnamigen See, der in Masarè endet (1009 Höhenmeter). Unterkünfte gibt es ausreichend.

9 Hotel Barance, Corso Venezia, 45, I-32022 Alleghe BL (Ortsteil Masarè). Tel.: +390437723748 . Solide Mittelklasse.

Da der ganze Tag abwärts marschiert wurde, könnte man die Folgeetappe ebenfalls noch bewältigen.

19 Alleghe – Rifugio Tissi

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4–5 Std. 12–14 km. ↥1350, ↧50 m. 🗺 KW 77, Tabacco 25. Wegnummer 563 aus Masarè. Nummer 561, 556 und 560 ab Alleghe.

bequem in 3½ Std. (↥700, ↧400 m) von der 5 Talstation der Gondelbahn 490m 6 Piani di Pezzè (auf 1450m) (auc die Via Col führt hier hoch). Hier Umsteigen in die Seilbahn Col dei Baldi, die auf 1900 Metern endet. Von hier geht es auf einen Paß, etwas über 2200m zum kleinen Rifugio Coldai (hier Lift aus Nordosten), dann zur Forcella Coldai (2191 m) mit Blick auf den schönen Bergsee Lago Coldai. Auf der Höhe bleibend, nach gut 1 km über den Folcella Col Negro di Coldai sind es noch etwa 2–3 km zum Etappenziel, je nachdem ob man den direkten Weg wählt oder № 560 über den Focella di Col Reàn (2107 m).

Die erste Stunde aus Masarè geht man steil bergauf, dann wird es etwas flacher. Auf halber Strecke erreicht man ein Biwaklager, danach geht es wieder steiler hoch. Am 14 Focella di Casematta (Mittagsscharte, ​2009m) teilt sich der Weg: 1) über den Focella di Col Reàn oder 2) direkt zum Rifugio Tissi (Tissihütte) beim Gipfel des Col Reàn auf 2250 m, geöffnet Mitte Juni – Mitte September mit 45 Schlafplätzen. Man ist sich seines Monopols bwewußt. Keine Deutschkenntnisse. Hier führt auch der Alta Via 1 durch.

20 Rifugio Tissi – Rifugio Carestiato

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 Std. 14 km zur Carestiatohütte oder 6–8 Std. 17 km bis Passo Duran (↥590, ↧1210 m.). Weg 560 bis Vazzoler, danach 554; die ganze Strecke Dolomiten-Höhenweg 1 (blaues Dreieck umschließt rote Nummer).

Von der Tissihütte geht es hinab durch Wald und Almen. Nach einem Stück geschottertem Feldweg kommt man zum Rifugio Vazzoler (Tel +3904371956619) , das mit seinen 80 Betten, davon 24 im Schlafsaal, auch als Endpunkt der Vortagesetappe geeignet gewesen wäre.
Von dort in einem Bogen 4,2 km abwärts zum Rifugio Capanna Trieste und von dort weiter zum 15 Forcella del Camp (Schutzhütte Casera di Camp etwas unterhalb, ​auf 1933m) . Nach einem kurzen Schwenk nach Norden gelangt man in einem Bogen zum Rifugio Carestiato (Carestiatohüttee) auf 1834m mit vierzig Plätzen.

Übernachtung eine knappe Wegstunde und 200 Höhenmeter tiefer im Rifugio Passo Duran "Cesare Tomè" (Tel +393792501937)

21 Rifugio Carestiato – Rifugio Pian de Fontana

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7½–11½ Std. 18 km, ab Passo Duran 16 km. ↥1300, ↧1500 m. Anstrengend.

Von Passo Duran geht es hinauf zum 16 Forcella Moschesin . Die gut 200 Meter tieferliegende Alm 5 Casera Moschesin ist unbewirtschaftet, bietet aber Rastplatz, Wasser und Feuerstelle. Danach wird der Weg über Pra della Vedova leichter, bis zur Ankunft in der einsam gelegenen Hütte Rifugio Pian de Fontana (Tel. +393356096819) auf 1620 m.

weiter bis zum Rifugio Bianchet (Tel. +390437669226, ​auf 1245m) wodurch die anstrengende Folgeetappe etwas kürzer wird.

22 Rif. Pian de Fontana – Rifugio 7º Alpini

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8 Std. 18 km. 🗺 WK 77, Tabacco 024 Prealpi e Dolomiti Bellunesi (1:25.000)

Bevor man aus den Dolomiten kommt ist die Überschreitung des Monte Schiara (2565 m) eine letzte extrem schwere Etappe mit dem Klettersteig Ferrata Zacchi (C, 620 Höhenmeter, schwierig) und Ferrata Piero Rossi (vormals Marmol; B/C, 570 Höhenmeter) hinab, die entsprechende Ausrüstung erfordern. Wegen normalerweise am späten Nachmittag aufziehender Bewölkung sollte man die Steige zeitig angehen.
Ist man über den Grat des Schiara ist die Schutzhütte Marmol (Bivacco Marmol) , erreichbar auf Weg 503, 514 (Marmol-Klettersteig aufwärts in 3½ Std.)
Von der Schutzhütte geht es 600 Höhenmeter, größtenteils gesichert am Siel, nur noch bergab, 2½ Std. zum: Rifugio 7º Alpini auf 1502 m, Anfang/Mitte Juni – Ende September hat 60 Plätze. Dies ist die letzte Berghütte der Tour.

⇢ Alternative 1: Vom Rifugio Furio Bianchet ausgehend steigt man auf Weg 503 und den Zacchi-Klettersteig in 6½ Std. auf die Schiara, dann weiter wie oben.

⇢ Alternative 2 (sinnvoll bei schlechtem Wetter): Abstieg vom/über Rifugio Bianchet, direkt nach Belluno. 22 km, die in 9 Stunden gehbar sind (↥470, ↧1330 m) oder in 6 Stunden falls man den Bus nimmt.
Hierfür folgt man zunächst der Wegnummer 503 und geht dann auf dem Sentiero Naturalistico Zanardo. Nach einer Hängebrücke in wildromatischem Tal kommt man ins Dorf 11 Peron (🚌 1 (Agordo – Belluno), 21) das am unmittelbaren südlichen Alpenrand liegt. Wer nicht den Bus nehmen will, geht etwa 2¼ Stunden bis Belluno unangenehm an der befahrenen Landstraße. (Eine Bushaltestelle ist schon 7 La Pissa 8,4 km vor Peron. Der Pfad kommt etwa 300m entfernt, unterhalb an die Straße.)

⇢ Alternative 3: Man könnte die Schiara auch nach Osten umgehen. Dann gelangt man in das Dorf 12 Longarone (🚂 Longarone Zoldo (Linie Calalzo-Padova). 🚌 mehrere Linien nach Belluno) .

23 Rifugio 7º Alpini – Belluno

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Tipp
Bergstiefel und -ausrüstung sind ab jetzt nur noch Ballast. Die italienische Post verlangt für ein 5 kg-Paket in Zone 1 (Europa) 2025 €34,40.

4+ Std. 13–14 km. ↥90–250, ↧1200 m. Wegmarkierung 501 bzw. Dolomitenhöhenweg 1. Leichte Strecke, aber ohne Einkehr. Siehe auch die „Alternative 2“ des Vortags.

Hauptartikel: Belluno

24 Belluno – Revine

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8 Std. 25–27 km im Hügelland, ↥750, ↧800 m. Meist Weide- und Forstwege, asphaltierte Landstraßen.

Aus Belluno geht man in südöstlicher Richtung nach 4 km Castiòn um dort nach Südwesten abzubiegen, 3,4 km bis Castoi. Von dort 9,2 km aufwärts (↥440 m) nach Valmorel – und weitere 2,4 km (↥120 m) hinauf zur Einkehr auf der Alm Casera Monte Gal und von dieser entlang der Versorgungsstraße hinab nach 13 Revine . Im Dorf gibt es Ferienwohnungen, aber kein Hotel. Auswahl hat man im 2,5 km entfernten Vittorio Veneto.

5+ Std., 16,7–18 km (↥1420, ↧90 m) geht man über den (letzten) Berg 17 Col Visentin (1764m) . Hier ist dann eine Übernachtung im Rifugio am Gipfel sinnvoll. Es führt eine Versorgungsstraße nach Revine hinab.

10 B&B Al Giardino dei Laghi, Via Grava Giuseppe, 1 A, I-31020 Revine Lago TV. Tel.: +393393616949 .

noch ein Stück weiter in die nächste Etappe über Tarzo ins Dorf Arfanta.

25 Revine – Ponte Priùla

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6 Std. 27 km. Hügliges Gelände, teilweise über Wanderwege und Nebenstraßen, einige stärker befahren. Die Markierung der Wegnummer 1051 endet schon nach wenigen Kilometern in Tarzo. Man wandert hier durch das Gebiet der Schlacht von Vittorio Veneto, die die an der Isonzo-Front siegreichen K.u.k.-Heere Anfang November 1918 deshalb verloren, weil die Truppe sich vor Kriegsmüdigkeit schlichtweg auflöste (die Reichsteile Tschechei, Slowakei und Ungarn waren 28./31, Okt. aus der Habsburgermonarchie „ausgetreten“).

Abstecher zum grotesk-gigantischen 6 Sacrario Militare del Monte Grappa (Soldatenfriedhof/Kriegerdenkmal) in feinster italo-faschistischer Architektur.

Die Route, man geht hier durch das Prosecco-Weinbaugebiet, berührt Mulinetto della Croda (11,3 km. ↥161, ↧242 m) – nach 2,5 km Refrontolo, dann weitere 8,3–8,9 km (↥76, ↧108 m) bis Collalto. Tagesziel, nach weiteren 9,3 km (↥56, ↧165 m), ist die Ortschaft 14 Ponte della Priùla (🚂 Bhf. Susegana) .

Es bietet sich an die Schloßruine von Collalto zu besichtigen.

26 Ponte Priùla – Bocca Callalta

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6 Std. 26 km. Wegmarkierungen gibt es hier keine.

Hier geht es endgültig in der Piave-Ebene: aus Priùla (über den Fluß) nach Salettuol – Maserada – Candelù – Saletto-San Bartolomeo – 15 Bocca Callalta (🚂 Bhf. Fagare) .

27 Bocca Callalta – Jesolo

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8 Std. 27–31 km. Bequem geht es sich auf der Dammkrone des Piavedamms. Teilweise muß man auf Nebenstraßen. Man kommt durch Fossalta – Croce – Musile – Caposile. Alternativ kann man nach Caposile bis hinter der Brücke bei Eraclea/Ca' Marinello an der Piave bleiben – der Weg führt neben der Landstraße am Fluß weiter – und dann nach Jesolo schwenken.

Hauptartikel: Jesolo

28 Jesolo – Venedig

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Für den Weg nach Hause: “Something completely different”

6 Std. 24 km. Stilvoller zum Bootsanleger zu wandern und dann ab 8 Punta Sabbioni ein Boot durch die Lagune zu nehmen. Siehe auch: Einreisebedingungen nach Venedig hinsichtlich der Steuer für Tagestouristen und einhergehenden Überwachungsmechanismen.

Übernachtungsorte

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Das Zimmer „qualmende Socke“ in der Olpererhütte

Für die Übernachtung in den Berghütten ist eine Mitgliedschaft im Alpenverein sinnvoll; Hüttenschlafsack ist im Matratzenlager normalerweise vorgeschrieben, Duschen kosten oft extra. Nur ein Zehntel der Plätze wird ohne Reservierung für spontane Ankünfte freigehalten. Die wenigsten haben ganzjährig geöffnet. Im Voralpenland schließen die meisten Mitte Oktober oder Anfang November. In den Zillertaler Alpen ist in der zweiten Septemberhälfte Schluß, in den Tuxer Alpen 3–4 Wochen später. Ähnlich verhält es sich in Südtirol. Es gibt einige kostenpflichtige Winterräume.

Reine Selbstversorgung wird bei mehrtägigen Hochgebirgsstrecken kaum möglich sein, so daß Halbpension mit Hüttenbuchungen unumgehbar sind. Im Sommer 2025 mußte man hierfür mindestens €70 p.P. ansetzen, selbst wenn man die verbilligte „Bergsteigermahlzeit“ bestellt. Will man etwas „Luxus“ in Form von ein paar Bierchen oder vielleicht ein Doppelzimmer, so ist €85 eine realistische Untergrenze.

Wildes Zelten

ist laut

  • dem Bayerische Naturschutzgesetz nur mit Erlaubnis des Grundeigentümers erlaubt und in Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten generell verboten. Das sonstige „Lagern“ ohne Zelt, z.B. nur im ausgerollten Schlafsack ist gestattet,
  • dem Österreichischen Forstgesetz und dem Tiroler Campinggesetz, somit auch im Zillertal, nicht erlaubt. Die einzige Ausnahme ist das „alpine biwakieren,“ also zum Beispiel das ungeplante Notbiwak hoch im Gelände.
  • In Südtirol und Venetien ist das wildes Campen ohne ausdrückliche Genehmigung und in Naturschutzgebieten verboten, jede Gemeinde bestimmt Ausnahmen. Ohne Zelt im Schlafsack ist grenzwertig, bis 24 Stunden aber nicht beanstandet – im Zweifelsfall mache man sich auf Aufforderung flott von dannen. In speziell touristischen Gebieten Italiens ist die Polizei schnell mit hohen Geldbussen bei der Hand.

Sicherheit

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Für Notfälle erreicht man die Bergwacht unter dem europaweiten Notruf 112.

Das alpine Notsignal ist: 1) Hör- oder sichtbares Zeichen/Rufen, sechs Mal innerhalb einer Minute und diese Signale jeweils nach einer Minute Pause wiederholen. Ein (hoffentlich erfolgendes) Antwortzeichen erklingt drei Mal pro Minute.

Ansonsten gibt es die

Beachte, daß Krankenkassen bei der Abrechnung zwischen „Rettung“ und „Bergung“ unterscheiden. Letztere, die nicht zwingend medizinisch notwendig war, wird nicht oder nur eingeschränkt übernommen, kann also für den Geborgenen, zumal bei Hubschraubereinsatz, teuer kommen.

Weiter geht’s

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Kreuzende Wanderwege sind:

Literatur- und Kartenhinweise

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  • Graßler, Ludwig; Zu Fuß über die Alpen: auf dem „Traumpfad“ von München nach Venedig; München 1977 (Berg), Neuausgaben 1990, 2006 [Der ursprüngliche Bildband, jeweils aktualisiert.]. Ab 2010: Traumpfad München - Venedig: Auf der Grassler-Route von der Isar an die Adria; München 2010 (Bruckmann); ISBN 9783765449710
  • Lenz, Stefan; Troidl, Eva-Maria; Die 28 schönsten Touren Traumpfad München - Venedig; München 2011 (Bruckmann)
  • Lenz, Stefan; Troidl, Eva-Maria; Traumpfad München–Venedig: auf dem Klassiker quer über die Alpen: Reiseinformationen von A-Z: Ruhetag-Spezial mit den Highlights von Hall, Wattens, Brixen und Belluno; München 2016 (Bruckmann)
  • Rupp, Christian K.; Wanderführer München – Venedig – Fernwanderweg; ²2024 (Conrad Stein); ISBN 978-3-86686-797-0
  • Steuerwald, Dirk; Alpenüberquerung München–Venedig: 29 Etappen vom Marienplatz zum Markusplatz. Mit GPS-Tracks; ⁷2025 (Rother); [32 Höhenprofile, 49 Wanderkärtchen im Maßstab 1:75.000, vier Übersichtskarten]; ISBN 978-3-7633-1417-1
Landkarten
Tuxer Alpen. Die Route geht von Wattens geradewegs nach Süden.

Wanderkarten des Kompass-Verlags, alle 1:50.000:

  • WK 182 Isarwinkel – Bad Tölz – Lenggries (2023)
  • WK 26 Karwendelgebirge (Juni 2024)
  • WK 37 Zillertaler Alpen (Aug 2024),
    • 37: Tuxer Alpen Mayrhofen, Tuxer Tal, Zillergrund 1:25.000 (Feb. 2023)
  • WK 32 Taufers – Ahrntal – Tures – Valle Aurina (März 2025)
  • WK 56 Brixen /Bressanone (Juni 2025)
  • WK 59 Sellagruppe, Gröden, Seiseralm / Gruppo del Sella, Val Gardena, Alpe di Siusi (Mai 2023)
  • WK 77 Alpi Bellunesi

Umgebungskarten des bayerischen Landesvermessungsamts, 1:50.000 (UK50):

  • UK50-52 Tölzer Land - Starnberger See mit Starnberg, Wolfratshausen, Bad Tölz, Penzberg, Holzkirchen, Lenggries, Kochelsee und Walchensee

Alpenvereinskarten (AV), 1:25.000:

  • BY 11 Isarwinkel, Benediktenwand (2023)
  • BY 12 Karwendelgebirge Nord, Schafreiter (2022)
  • 5/2 Karwendelgebirge Mitte
  • 33 Tuxer Alpen mit Skirouten (2016), 1:50.000
  • 35/1 Zillertaler Alpen West (2022)
  • 31/3 Brennerberge mit Skirouten (2018), 1:50.000

Topographische Karten des italienischen Tabacco-Verlags, 1:25.000:

  • 037: Hochfeiler/Gran Pilastro Pfunderer Berge/Monti di Fundres
  • 030: Bressanone/Brixen Val di Funes/Villnöss
  • 07: Alta Badia, Arabba – Marmolada
  • 025: Dolomiti di Zoldo Cadorine e Agordine
  • 024: Prealpi e Dolomiti Bellunesi

Carta d’Italia des Istituto Geografico Militare, mit jeweils hunderten Tischblättern:

  • Serie 25V, 1990 eingestellt, aber KML-Übersicht
  • Serie 25 und 25DB, 2014 eingestellt, WGS84 geo oder KML
  • Serie 50 WGS84 geo und 50L
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(Stand: Okt 2025)

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