Taman Negara-Nationalpark
| Taman Negara National Park | |
| Fläche: 4343 km² |
Der Taman Negara-Nationalpark ist ein 4343 km² großer Nationalpark in Malaysia. Er gehört zu den wenigen Nationalparks weltweit, in denen ein primärer tropischer Regenwald zu Fuß oder per Boot erkundet werden kann.
Hintergrund
[Bearbeiten]In Malaysia gibt es 25 terrestrische Nationalparks, daneben noch 40 marine Nationalparks. Der Taman Negara-Nationalpark ist der größte und älteste Nationalpark Malaysias und gehört neben den Cameron Highlands zu den populärsten Reisezielen auf der Malaiischen Halbinsel .
Geschichte
[Bearbeiten]Der primäre Regenwald des 1 Taman Negara National Park ist mit 130 Millionen Jahren der zweit älteste Regenwald der Welt.[1] Der Park begann unter der britischen Kolonialmacht 1925 als Wildreservat (englisch: game reserve) unter dem Namen Gunung Tahan Game Reserve zum Schutz von Elefant und Tiger, sein Status im Bundesstaat Kelantan wurde 1938 unter gleichzeitiger Umbenennung auf King George V. National Park erhöht. 1939 kamen Gebiete in den benachbarten Bundesstaaten Pahang und Terengganu hinzu.[2] Nach Malaysias Unabhängigkeit von Großbritannien im August 1957 kam es zur Umbenennung in Taman Negara National Park. Sein Name ist abgeleitet aus Malaiisch „taman“ für „Park, Wald“ und „negara“ für „Nation“, also „Nationalpark“.
Regionen
[Bearbeiten]Der Nationalpark erstreckt sich über die drei Bundesstaaten Pahang, Kelantan und Terengganu.
| Bundesstaat | Anteil am Park in km² |
Anteil am Park in % |
|---|---|---|
| Pahang | 2447 | 56 |
| Kelantan | 1043 | 24 |
| Terengganu | 853 | 20 |
| Gesamt | 4343 | 100 |
Der größte Teil des Nationalparks entfällt auf Pahang.
Klima, Flora und Fauna
[Bearbeiten]Der Nationalpark liegt in den Inneren Tropen, wo die Tagestemperaturen ganzjährig zwischen 25 °C und 37 °C liegen und nachts um die 25 °C („Tropennächte“) schwanken. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt meist um die 80 %. Auf dem höchsten Berg Gunung Tahan kann die Temperatur jedoch tagsüber bis auf 13 °C fallen. Die Trockenzeit ist von März bis September, wobei der März der regenärmste Monat ist. In der Regenzeit zwischen Oktober und Januar kommt es zu Starkregen mit Überschwemmungen, weil es bis zu 20 Stunden täglich ununterbrochen regnen und der Boden diese Mengen nicht sofort absorbieren kann. Dann können einige Wanderwege gesperrt werden.
Das tropische Klima begünstigt die Artenvielfalt von Flora und Fauna. Im Park leben 215 Säugetierarten, darunter die Großtiere Asiatischer Elefant, Affen (Languren, Makaken, Nasenaffen), Gaur-Ochsen, Malaienbären, Tapire und Tiger. Über ein Drittel von ihnen (84) sind Fledermaus-Arten. Zu beobachten sind mindestens 675 Vogelarten wie 7 Arten von Nashornvögeln. Es gibt 250 Arten von Reptilien, darunter 120 Schlangenarten (davon 16 giftig), 14 Schildkrötenarten und 3 Krokodilarten. Über 150000 Insektenarten können dem Wanderer zur Plage werden, am auffälligsten sind die lärmenden Zikaden. In den Gewässern gibt es 250 Fischarten.[3]
Die Vegetation wird sowohl vom Flachland- als auch vom Nebelwald beherrscht. Rund 15000 Pflanzenarten gedeihen im Wald, darunter 240 Baumarten. Allein 106 Palmenarten wurden gezählt. Der Tualang oder Honigbienenbaum (Koompassia excelsa) ist mit bis zu 80 Metern Höhe der größte Baum im Regenwald. Eine Rarität ist die Rafflesia, die bei ihrer Unterart Riesenrafflesia die größte Blüte der Welt hervorbringt. Auch die 25 Arten von fleischfressenden Kannenpflanzen werden die Aufmerksamkeit des Reisenden auf sich ziehen.
Reisevorbereitung
[Bearbeiten]Der Park ist zwar ganzjährig geöffnet, doch ist die beste Reisezeit von März bis September. Während der Regenzeit kommt es zu Sperrungen einzelner Wanderwege. Auch während der Trockenzeit kann es stark regnen, so dass die Wanderwege matschig werden können. Der Park kann nämlich nur zu Fuß oder per Boot erkundet werden, wofür eine robuste Kondition erforderlich ist. Wanderungen bei dem geschilderten Klima gestalten sich anstrengend, zumal die Kleidung wegen der hohen Luftfeuchtigkeit schnell durchnässt wird. Mitten im Regenwald ist eine große Anzahl von Insekten unterwegs, die nicht alle harmlos sind. Der Blutegel ist allgegenwärtig, aber meist gut getarnt.
Nur wer sehr gut vorbereitet ist, sollte auf einen Führer durch den Regenwald verzichten.
Anreise
[Bearbeiten]Von Kuala Lumpur ist für Auto und Bus der Haupteingang in 1 Kuala Tahan 239 km entfernt.[4] Der Bus S.E. Express fährt von der Pekeliling Bus Station in Kuala Lumpur täglich um 09:30, 10:45, 12:00, 15:30 und 17:30 Uhr bis 2 Jerantut . Von hier aus fährt man per Taxi bis zur Bootsanlegestelle (Jetty) in das 16 km entfernte 3 Kuala Tembeling . Von der Kuala Tembeling Jetty fährt um 09:00 oder 14.00 Uhr in maximal 3 Stunden ein Motorboot nach Kuala Tahan zum Parkeingang (60 km).
Die Autofahrt mit einem Mietwagen von Kuala Lumpur dauert bis nach Jerantut/Kuala Tahan etwa vier Stunden je nach Verkehrslage.
Ein Zug fährt bis 1 Jerantut railway station , Kleinflugzeuge können auf dem 2 Sungai Tiang Airport (IATA: SXT) landen.
In allen drei Bundesstaaten gibt es Einfahrts-/Ausfahrtstore (englisch: gates) zum Park:
| Einfahrts-/Ausfahrtstor | Himmelsrichtung | Ortschaft |
|---|---|---|
| 1 Kuala Tahan Gate | Süd | Kuala Lumpur |
| 2 Kuala Koh Gate | Nord | 4 Gua Musang |
| 3 Tanjung Mentong | Nordost | 5 Kuala Berang |
| 4 Sungai Relau Merapoh | West | 6 Ipoh |
Es ist ratsam, über das Kuala Tahan Gate anzureisen, da die übrigen entweder vom nächsten Ort weiter entfernt oder nur mit einem Allradantrieb zugänglich sind.
Streckenverlauf
[Bearbeiten]In Kuala Tahan wird man am Gate namentlich und mit Eingangszeit registriert, damit eine etwaige spätere Suche im Park einfacher wird. Danach wird man mit einem Boot oder Langbaum über den Sungai Tembeling übergesetzt, am anderen Ufer beginnt der Nationalpark am Hauptquartier des Parks (englisch: Park Headquarters). Der Park kann nur zu Fuß oder mit Booten (Sampan) erkundet werden.
Übersicht
[Bearbeiten]Die Wanderwege sind sehr gut ausgeschildert und breit, teilweise auf Holzstegen angelegt, damit der sensible Waldboden nicht geschädigt wird. Verlaufen kann man sich eigentlich nicht. An den Wanderwegen gibt es zahlreiche Aussichtspunkte (englisch: hide, malaiisch: bumbun). Die beiden Hauptwanderwege verlaufen mehr oder weniger parallel zu den beiden Hauptflüssen des Parks, dem 2 Sungai Tembeling im Osten und dem 3 Sungai Tahan im Westen. Beide Rundgänge beginnen/enden am 1 Kuala Tahan trailhead .
Der populäre Trenggan Trail verläuft wie folgt:
| geografischer Ort | Entfernung in km |
|---|---|
| Park Headquarters | 0,0 |
| Canopy Walkway | 0,5 |
| Bukit Teresek | 0,9 |
| Kuala Trenggan | 10,1 |
| Kuala Keniam | 15,0 |
| Gunung Tahan | 28,5 |
| Gesamtstrecke | 55,0 |
Bis zum Gunung Tahan ist ein 55 km langer mittelschwerer Wanderweg zu bewältigen, der entweder wieder zurück angetreten wird oder weiter Richtung Nordwesten über 46 km zum Parkausgang Sungai Relau Merapoh gewandert wird.
Einzelheiten
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Besucherzentren sind 5 Jungle planner (jungle trek tour) in Kuala Tahan, wo die Wandertouren geplant und registriert werden. Das 6 Pahang National Park Interpretive Centre Sungai Relau liegt am westlichen Gate Sungai Relau Merapoh. Beschrieben werden im Folgenden vier Wanderwege (englisch: trails):
- Rundwanderweg Trenggan Trail
Vom Bootshafen 3 Jeti Kuala Tahan fährt ein Boot über den Sungai Tembeling vorbei an der Insel
- 4 Pulau Agoh Insel im Sungai Tembeling, das Fährboot fährt ohne Zwischenhalt weiter zum.
- 4 Jeti Mutiara Taman Negara von hier aus ist es nur ein kurzer Fußweg zum.
- 7 Park Centre Besucherzentrum, das zwischen 08:00 und 18:00 Uhr geöffnet ist. Hier ist die Eintrittsgebühr zu bezahlen. Es folgt der Rundwanderweg.
- 2 Trenggan Trail Beginn des 9,5 km langen Wanderwegs. Er führt durch leicht hügeliges Gelände, teilweise über Holzstege oder über „Stock und Stein“. Es folgt.
- 1 Salt Lick eine Salzlecke für Wiederkäuer, die hier ihren Mineralien-Bedarf decken.
- 3 Taman Negara Walking Path hier beginnt der eigentliche Wanderweg durch den Regenwald. Es gibt einige gut ausgeschilderte Abzweige.
- 5 Canopy Walkway End hier endet die Hängeseilbrücke. Der Weg kann auch umgekehrt benutzt werden. Wer nicht schwindelfrei ist und den Canopy Walkway nicht benutzen möchte, setzt seine Wanderung am Hinweisschild zum Walkway in linker Richtung fort. Vom Ende des Walkway führt ein Wanderweg wieder auf den ursprünglichen, in Nordrichtung verlaufenden Hauptwanderweg zurück. Dann folgt der Aufstieg zum.
- 6 Bukit Indah 152 m hoher Hügel. Ein kurzer Abzweigt führt zum.
- 7 Teras Waterfall ein kleiner Wasserfall mit einer Fallhöhe von 5 Metern, in dessen Pool man sich erfrischen kann. Es folgt ein Abzweig zum.
- 3 Kuala Trenggan 10,1 km vom Hauptquartier entfernt, liegt am Sungai Tembeling. Von hier aus kann nach Kuala Tahan zurückgekehrt werden, wovon hier ausgegangen wird.
- 4 Fallen tree blocking path hier fielen zwei Bäume auf den Canopy Walk und beschädigten ihn schwer. Nun trifft der Hauptwanderweg auf den.
- 6 Rentis Gunung Tahan ein am Sungai Tahan parallel verlaufender Wanderweg mit dem Endziel, dem Berg Gunung Tahan.
- Wanderweg zum Gunung Tahan
- 5 Bumbun Tabing ein 300 m langer, steiler und nach Regen rutschiger Abzweig zum Aussichtsturm. Wieder auf dem Rentis Gunung Tahan folgt.
- 1 Kelah Sanctuary Sungai Juram ein Forschungs- und Schutzzentrum für den Kelah-Fisch in hiesigen Gewässern.
- 8 Lata Berkoh 7,7 km von Kuala Tahan entfernter, wilder Wasserfall.
- 9 Bukit Buluh 364 m hoher Hügel.
- 10 Bukit Mengah 371 m hoher Hügel.
- 11 Bukit Pochong 308 m hoher Hügel.
- 12 Bukit Malang 391 m hoher Hügel.
- 13 Gunung Rajah 576 m hoch.
- 14 Bukit Teku 408 m hoher Hügel.
- 15 Gunung Sesagun 1574 m hoher Berg.
- 7 Lloyd Smith Crash Site 1972 hier stürzte in der Nacht des 4. Mai 1972 der von Butterworth kommende Soldat der Royal Australian Air Force, Lloyd M. Smith, während einer Radar-Übung ab, als er einen Hügel streifte.
- 16 Four Step Waterfall (Air Terjun 4 Tingkat) 50 km von Kuala Tahan entfernter, 150 Meter tiefer Wasserfall in vier Kaskaden, zu dem der Hauptweg zum Gunung Tahan abzweigt. Wieder auf dem Hauptweg folgt der.
- 17 Gunung Tahan ist mit 2187 m der höchste Berg auf der Malaiischen Halbinsel und der zweit höchste von Malaysia. Er ist über den Wanderweg Rentis Gunung Tahan von Kuala Tahan 55 km entfernt. Der Rückweg muss nicht über denselben Hinweg angetreten werden, sondern kann zum westlichen Gate Sungai Relau Merapoh erfolgen. Dieser Weg von 46 km ist kürzer und einfacher als der geschilderte Hinweg.
- Von Kuala Trenggan weiter nach Norden Richtung Kuala Keniam
- 8 Bumbun Kubang einer der Aussichtstürme auf diesem Wanderweg.
- 18 Gua Kepayang Kecil eine der vielen Kalksteinhöhlen, in denen vor allem Fledermäuse hausen.
- 19 Gua Kepayang Besar eine weitere Höhle mit engem Gang.
- 20 Gua Daum Menari eine weitere Höhle, oft sehr nass und tuschig.
- 7 Kuala Keniam ist 25 km von Kuala Tahan entfernt. Hier liegt eine Bootsanlegestelle, von der Boote auf dem Sungai Tembeling zurück nach Kuala Tahan fahren.
- Rundwanderweg Tenor Trail
Südwestlich von Kuala Tahan beginnt der nach dem Sungai Tenor benannte Wanderweg in einsamer Gegend mit dem Aussichtsturm
- 9 Bumbun Chegar Anjing 2,9 km von Kuala Tahan entfernter Aussichtspunkt. Es folgt der.
- 21 Bukit Guling Gendang 569 m hoher Hügel, 10,9 km von Kuala Tahan entfernt. Von hier aus führt der Rundwanderweg zurück, deshalb nehmen die Entfernungen nach Kuala Tahan wieder ab.
- 22 Bukit Pecah Piring 5,5 km von Kuala Tahan entfernter Hügel.
- 10 Bumbun Yong 3,9 km von Kuala Tahan entfernter Aussichtspunkt.
- 11 Bumbun Blau 3 km von Kuala Tahan entfernter Aussichtspunkt.
- 23 Gua Telingga 2,6 km von Kuala Tahan entfernte Höhle.
Am Weg gibt es 4 Campsites. Auf den Wanderwegen müssen mehrere Bäche ohne Brücke überquert werden.
Bilder
[Bearbeiten]- Am Zusammenfluss von Sungai Tembeling und Sungai Tahan
- Auf der untersten Ebene des Regenwalds wachsen Farne und Flechten
- Blick auf die oberste Ebene des Regenwalds mit Baumwipfeln
- Wanderweg auf Hängebrücken über den Baumwipfeln
Gebühren
[Bearbeiten]Die Parkeintrittsgebühren betragen für Ausländer einheitlich RM 1, Kameras RM 5 und die Angellizenz RM 10 pro Person und Tag. Der Canopy-Walk kostet 5 RM pro Person, bereits beim Parkeintritt zu entrichten. Hier kann man sich erkundigen, ob der Canopy-Walk geöffnet ist.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Angeln in den Flüssen, Bergsteigen auf den Gunung Tahan, Bootsfahrten, Höhlenbesichtigungen, Trekking-Touren, Rafting und Wanderungen (auch nachts mit dem Fokus auf Insekten, nur mit Führer möglich) auf 18 Wanderwegen. Der Wanderweg auf Hängebrücken (canopy walk) ist seit Herbst 2024 wegen Renovierung geschlossen. Geführte Besichtigung der 8 Orang Asli Village , Holz- und Strohhütten der Orang Asli (malaiisch: orang für „Mensch“ und malaiisch: asli für „alt“, also „Ureinwohner“) vom Stamm der Batek.
Küche
[Bearbeiten]In Kuala Tahan gilt als das zuverlässigste Restaurant 1 Ann mit einfachen Speisen, zum Frühstück „roti canai“, mittags und abends gebratener Reis, Satay-Spieße oder -Suppen sowie Noodle-Gerichte zu angemessenen Preisen. Es gibt einige schwimmende Restaurants wie das 2 Family restaurant .
Unterkunft
[Bearbeiten]Drei Übernachtungen sollte man für den Besuch des Parks einplanen, selbst wenn man die Wanderung zum Gunung Tahan weglässt. Sechs Übernachtungen sind bei Wanderungen bis zum Gunung Tahan und zurück erforderlich.
Im Nationalpark befinden sich zwei Lodges, das 1 Mutiara Taman Negara Resort (87 Zimmer) und die 2 Kuala Terenggan Lodge .
In Kuala Tahan gibt es insbesondere das 3 Tekoma Resort Taman Negara (300 Zimmer), 4 XCAPE Resort (96 Zimmer), die veraltete 5 Taman Negara River View Lodge (73 Zimmer) oder das 6 Agoh Chalet (18 Zimmer).
Kuala Tembeling hat unter anderem das 7 AsiaCamp Resort (42 Zimmer).
In Jerantut gibt es das 8 Han Rainforest Resort , eröffnet am 22. Februar 2016 mit 130 Zimmern.
Im Park gibt es 11 Campsites (malaiisch: kemah”.
Sicherheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Sicher reisen
Siehe auch: Tropenkrankheiten

Malaysia gilt als sicheres Reiseland, Kriminalität gegenüber Touristen kommt recht selten vor. Der Reisende kann sich auf andere Gefahren konzentrieren:
Der Regenwald ist starkes Malaria-Gebiet. Vor Antritt der Reise sollte ein reisemedizinisch versierter Arzt konsultiert werden, der über eine Malaria-Prophylaxe entscheidet. Während der Reise kann Malariaschutz durch helle, körperbedeckende Kleidung (auch lange Ärmel und Hosen, trotz der Hitze), wiederholend angewandte Malariasprays oder Malarianetze für nachts gewährleistet werden. Vor den auf dem Boden lauernden Blutegeln kann man sich durch dicke Blutegel-Socken schützen, die es in Kuala Tahan zu kaufen gibt. Die Blutegel auf Zweigen und Blättern warten darauf, dass jemand mit Händen oder anderen Körperteilen diese Zweige oder Blätter berührt.
Eine große Gefahr geht bei Wanderungen von Wildtieren aus. Fernhalten sollte man sich von Elefanten, Tigern, Schlangen und vor allem von den Blutegeln, die auf Zweigen oder Blättern kaum erkennbar auf ihre Opfer warten. Der Wanderweg zum im Nationalpark liegenden zweit höchsten Berg Malaysias, dem Gunung Tahan, ist 55 km lang (Hinweg) und erfordert mindestens 6 Übernachtungen in den Camps unterwegs. Der Aufstieg ist nur für robuste Bergsteiger geeignet. Bei allen Wanderungen sind genügend Wasservorräte mitzuführen. Der Reisende muss seine Wanderpläne so einrichten, dass eine Rückkehr bis 18:00 Uhr möglich ist, danach wird es ohne geführte Wanderung in der schnell eintretenden Dunkelheit auch wegen der Orientierung schwierig.
Literatur
[Bearbeiten]- Rough Guides (Hrsg.), The Rough Guide to Malaysia, Singapore & Brunei, APA Publications, 2018; ISBN 978-1839059285.
Webseite
[Bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ ältester ist der Daintree Rainforest in Queensland, 135 Millonen Jahre alt.
- ↑ Hassan Zaki Pakhriazad/Ismail Mohd. Hasmadi/H. M. K. Aida, Historical and Current Legislations of Taman Negara National Park Peninsular Malaysia, in: Journal of Politics and Law (2) 1, März 2009, S. 44 f.
- ↑ Till Hägele, Die Welt in voller Blüte: Eine botanische Entdeckungsreise zu den schönsten Blütenpflanzen der Welt, BLV, Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2015, S. 115
- ↑ „Kuala“ kommt in Malaysia als Wortbestandteil häufig vor und bedeutet „Zusammenfluss“
